Aquarium Testbericht

Aquarium
ab 177,60
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Erfahrungsbericht von Sommergirl

Herrlich an zu schauen!

Pro:

alles

Kontra:

zu Beginn ein paar Kosten

Empfehlung:

Ja

Mein (erstes) Aquarium


Es ist herrlich beruhigend den Fischen im eigenen Aquarium zu zusehen, sie paddeln quer durchs Becken, spielen sogar miteinander oder wuseln auf der Suche nach Futter durch die Pflanzen oder dem Boden entlang.

Hier nun ein paar Tipps und Anleitungen (aus eigener Erfahrung) zum „Einrichten“ eines Aquariums (bitte auch den Fachhandel dazu befragen):

Neu-Aquarianer empfehle ich mit einem normalen Süsswasser-Becken zu beginnen, Salzwasser ist etwas für Fortgeschrittene.

Ganz wesentlich ist die Grösse des Beckens, unter 50 Liter sollte man nichts nehmen, ausser es ist ein Spezialbecken (Cube) welches für kleine Garnelen taugt. Alle anderen Fische fühlen sich nicht wohl wenn zuwenig Platz ist, sie bekommen entweder Krankheiten oder sterben dann einfach zu früh. Besser sind Becken ab 60 – 80 Liter und hier gilt die Devise „Mehr ist besser“!

Mittlerweile gibt es ja Komplett-Sets zu kaufen, welche bereits Filter und auch Grund-Zubehör sowie auch passende Möbelchen beinhalten. Mein momentanes Becken hat 110 Liter.


Zubehör / Hilfsmittel
Jeder Aquarianer sollte mindestens über ein Fisch-Netzchen sowie der Grundausrüstung zur Reinigung (Schlauch, Saugglocke, Klingenreiniger für die Scheiben) verfügen, auch hierzu lässt man sich besten im Zoogeschäft beraten was optimal wäre.

Meine Ausrüstung besteht in den erwähnten Artikeln und das reicht eigentlich aus.


Einrichtung
Ein Aquarium sollte mindestens 7 - 8 cm - mehr ist in diesem Fall besser – Bodenbelag aufweisen, idealerweise feiner Kies den die am Boden lebenden Fische „bewegen“ können. Sand und grosser Kies sind im Bezug auf die Reinigung suboptimal und je nach Fischarten auch unpassend. Es gibt Fischchen die sich beim grundeln an nicht optimalem Bodenbelag verletzen können. Also beim Kauf der Tierchen auch darauf achten.

Zur optimalen Einrichtung gehören Unterschlupfmöglichkeiten wie zum Beispiel Amphoren oder dekorative Häuschen, der Zoohandel bietet hier viele Auswahlmöglichkeiten. Zu beachten ist bei solchen Häuschen auch wieder die Art der zukünftigen Bewohner welche dann auch mal zu gross werden könnten für die Häuschen. Mein Wels-Männchen musste ich letztens per Hammer aus einer zu klein gewordenen Amphore holen!! Der arme Kerl kam da nicht mehr raus!

Des weiteren gibt es auch dekorative Holzwurzeln und Wasserpflanzen, welche das Becken zu einem Blickfang machen und zum Wohlbefinden der Fische beitragen, sie können sich bei Bedarf verstecken oder auch darin ruhen. Zusätzliche Deko-Elemente können auch normale Steine sein, bei mir hat es zum Beispiel 2 grössere Quarze im Becken. Wichtig ist, dass man sich beim Einrichten an die Bedürfnisse der Fische hält, überladen sollte man das Becken aber auch nicht, das erschwert die Reinigung!

Eine zusätzliche Pumpe braucht es normalerweise nicht, die Filtersysteme sind üblicherweise Allzweck-Geräte und man muss nur Ersatz-Filter kaufen.

Aufgrund einer grossen Auswahl an Farben beim Kies oder Arten von Pflanzen und „Immobilien“ kann man sein Becken farbenprächtig und abwechslungsreich einrichten. Meine Devise ist hier aber, je natürlicher umso besser!


Starten
Checkt das Becken zuerst ob es wirklich wasserdicht ist, trotz Kontrollen kann es vorkommen, dass die Dichtung nicht hundertprozentig hält, ist mir leider auch schon passiert.

Dann kann es losgehen! Wascht den Kies zuerst bevor ihr es ins leere Becken gebt (möglichst vorsichtig und gleichmässig verteilen), danach setzt man die Pflanzen und die Dekoration ein. Nun kann man mit dem Auffüllen des Wassers beginnen. Wichtig hier ist, dass ein Start-Mittel (Mikroorganismen die das Klima im Wasser fischgerecht aufbereiten) dazu geben wird, im Fachhandel kann man verschiedene Marken beziehen. Füllt soviel Wasser ein wie es entweder im Becken angegeben ist (Mindest- und Höchststand) oder bis die Pumpe richtig kräftig Wasser durchlaufen lässt. Auch sollte man das Wasser nicht einfach aus dem Kübel reinschmeissen sondern vorsichtig einfüllen, da man sonst das Kies und die Deko verschiebt und dann „nachfummeln“ muss.

Es ist UNBEDINGT ein zu halten, dass das Aquarium nach dem Einrichten zuerst ohne Fische eine Weile läuft, mindestens 2 Wochen Vorlauf braucht das Wasser, da es Schadstoffe abbauen und ein entsprechendes bakterielles Klima aufbauen muss. Um das Wasser zu prüfen gibt es im Handel entsprechende Tests, die man in regelmässigen Abständen immer wieder mal machen sollte, die Fische werden es mit Gesundheit und Farbenpracht danken!


Die Fische ziehen ein
Totale Aquariums-Anfänger sollten sich an einfache und pflegeleichte Fische wie blaue Neonsalmler, Guppys, Mollys etc. halten. Übertreibt es nicht mit der Menge, auch wenn die Fische anfänglich noch klein sind brauchen sie Platz, und die meisten wachsen ja auch noch und dann könnte es eng werden…..

Als Ergänzung sind Bodenbewohner wie Welse empfehlenswert, Antennenwelse zum Beispiel sind sehr robust und halten das Becken auch etwas sauber. Man rät hier zu max. 2 bis 120 Liter, bis 180 Liter 3 Welse und so weiter. Der Grund ist, dass diese Fische ihr Leben lang wachsen und schnell mal 15 cm und mehr werden können! In einem Sea-Life-Aquarium habe ich Welse gesehen mit 30 cm Länge!! Ihr seht, es ist wichtig, genug Platz zu haben und sich für die richtigen Fische zu entscheiden, beachtet bitte auch immer die artgerechte und stressfreie Haltung, also keine Fische die sich nicht vertragen oder Revierrivalitäten etc. austragen könnten.

Wenn man also die Fische in der Zoohandlung oder bei jemand Privatem abgeholt hat müsst Ihr die Tierchen zuerst an das neue Wasser (richtig gelesen, jedes Becken hat sein eigenes Klima und auch die Temperatur kann schwanken) gewöhnen, dazu gibt man den Transport-Beutel am besten gleich ins Becken, öffnet ihn und gibt ab und an vom eigenen Wasser etwas in den Beutel hinein, so gewöhnen sich die Fische an Klima und Wärme im neuen Zuhause. Lasst Euch dafür genug Zeit, ca. 20 Minuten sollten es sein, bevor die Fische vorsichtig ins Wasser gegeben werden.

Und nun könnt Ihr die kleine Unterwasser-Welt geniessen!!

… aber das ist ja noch nicht alles!


Fütterung
Es gibt auf dem Markt viele Arten von Futter; normales Flockenfutter, Flocken mit getrockneten Tierchen (Krill, Mückenlarven etc.), Futtertabletten und Frostfutter. Mit der Ernährung der Tiere ist es wie mit unserer, je frischer umso gesünder, bei Frostfutter stürzen sich alle wie wild drauf, ist aber nicht zwingend, als Goodie aber sicher zu empfehlen. Futterflocken mit Zusatztierchen sind sicher eine gute und gesunde Variante.

Bodenbewohner wie Welse etc. mögen Futtertabletten (wobei auch die anderen gerne daran naschen), auch hier bitte auf die Bedürfnisse achten und sich informieren lassen.

Füttert nicht zu viel, lieber 2x am Tag und dafür weniger auf einmal, man sagt es sollte soviel sein wie die Fische innerhalb von 5 Minuten fressen können, Futterreste verunreinigen nebenbei auch das Wasser. Wenn man wie ich eine verfressene Bande von Antennenwelsen hat (momentan viele junge die auf ein neues zu Hause warten) dann vertilgen diese das was auf dem Boden landet.


Reinigung
Sobald das Becken „eingefahren“ ist und das Wasser ein gutes Klima hat, reicht es regelmässige Teilwasser-Wechsel zu machen. Je grösser das Aquarium umso weniger muss man es machen. Eines sei gesagt, das Wasser wird nie komplett klar wie Trinkwasser sein, das geht nicht und wäre vermutlich eher schädlich, eine gewisse gelbliche oder grünliche Farbe ist eigentlich normal, das kann von den Wurzeln oder den Pflanzen stammen. Jedoch wäre eine Trübung (milchig) nicht gut, dann ist das bakterielle Klima im Ungleichgewicht und sollte mittels Zugabe von Wasseraufbereiter (Bakterien) beseitigt werden.

Zur Reinigung benutzt man eine Art Saugglocke, man saugt das Wasser an und leitet es mittels Schlauch in einen Eimer, mit dem Sauger geht man dem Boden entlang und kann somit Verschmutzungen wie Futterreste oder „AA“ beseitigen. Wichtig ist es, dass man nicht zuviel Wasser raussaugt, weil dann auch wieder das Klima gestört werden kann. Die Empfehlungen sind unterschiedlich, im Schnitt sind es max. 1/3 des Wassers alle 14 Tage, je nach Grösse des Beckens und Art des Filters. Natürlich müssen auch mal die Filterschwämme gereinigt oder ausgewechselt werden, das ist auch je nach Aquarium und Pumpen/Filterart unterschiedlich, dazu sollte man am besten die Anleitung zu Rate ziehen. Die Schwämme bitte nie heiss spülen, das tötet wiederum die dort angesiedelten Bakterien ab welche ja wichtig für das Klima sind.

Es wird vorkommen dass sich die Dekogegenstände einen grünen Rasen zulegen, das schadet nicht, sieht aber nicht toll aus, einfach mit einer Drahtbürste putzen und schon sehen sie aus wie neu.


Sonstiges
Die Wassertemperatur sollte nicht zuviel schwanken, weniger empfindliche Fische wie Neonsalmler vertragen zwar auch mal wärmere Temperaturen, aber es sollte nicht übertrieben werden, wenn das Wasser zu lau ist (mehr als 28°) sollte man kühlen, entweder mit kaltem Wasser welches man dazu gibt oder wie ich mit Eis, so zu sagen ein „Aquarium on the rocks&ldquo Zu kalt wird das Wasser selten, ausser die Heizung fällt aus oder man hat es grundsätzlich gerne kühler in der Wohnung. Für diesen Fall gibt es Heizstäbe mit Thermostat die meistens in den Komplett-Sets enthalten sind.


Zum Schluss
Natürlich kostet die Anschaffung zu Beginn ein paar Euro, aber sobald das Becken „läuft“ halten sich die Kosten in Grenzen (meistens nur noch Futter sowie Filterzubehör) und auch die Arbeit ist überschaubar, so ein Wasserwechsel alle 14 Tage dauert meist nicht länger als 15 Minuten, eine Zeit die man sich gut nehmen kann….

Bei Ferienabwesenheit kann man sich mit einem Futterautomat oder speziellem Ferienfutter behelfen, idealer wäre es natürlich wenn die Person die die Pflanzen giesst auch die Fische füttern könnte, da Ferienfutter nicht immer zuverlässig ist und auch der Futterautomat mal ausfallen könnte.


Zu guter Letzt
Da ich kein Profi betreffend Aquarium bin sondern eine normale Aquarianerin mit etwas mehr als 15 Jahren Erfahrung, kann man meine Tipps und Beschreibungen nicht als „sakrosankt“ nehmen, also bitte nicht darauf festnageln, bei Unklarheiten ist die Kontaktaufnahme von Profis ratsam.

Und nun wünsche ich allen die sich entschlossen haben ein kleine „Unterwasserwelt“ zu zulegen viel Freude daran!


*** Danke für's Lesen, Bewerten und Kommentieren ***

24 Bewertungen, 7 Kommentare

  • Clarinetta2

    22.10.2013, 18:16 Uhr von Clarinetta2
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr gutg eschrieben

  • Juri1877

    06.06.2013, 22:28 Uhr von Juri1877
    Bewertung: sehr hilfreich

    mir reichen mein Katzen völlig aus

  • knuddelfire

    20.05.2013, 21:21 Uhr von knuddelfire
    Bewertung: sehr hilfreich

    einen schönen Abend LG würde mich über Gegenlesung freuen

  • anonym

    19.05.2013, 09:50 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Damaris

  • monagirl

    17.05.2013, 18:53 Uhr von monagirl
    Bewertung: sehr hilfreich

    Gruß Mona

  • Lale

    17.05.2013, 15:53 Uhr von Lale
    Bewertung: sehr hilfreich

    Allerbesten Gruß

  • bella.17@live.de

    17.05.2013, 15:46 Uhr von [email protected]
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße Annabelle.