Aquarium Berlin Testbericht

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Erfahrungsbericht von sandwarrior

Kugelfisch?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Berliner Aquarium

Sonst schau ich mir ja Fische meistens auf dem Teller an, doch heute erzähle ich euch mal was über das Berliner Aquarium.
Vor einiger Zeit habe ich ja schon erzählt, das wir im Berliner Zoo waren und natürlich waren wir auch im Aquarium.

Betreten kann man das Aquarium entweder vom Zoo aus, dort wird man von einer Nachbildung eines Iguanodons begrüßt, oder direkt von der Budapester Strasse, was dort steht weis ich nicht, habe einfach nicht rausgeschaut.
Gleich zu Anfang kommt man an den sogenannten Erlebnisshop, dort kann man sein sauerverdientes Geld in allerlei Schickschnack investieren und etliches für das unaufgeräumte Kinderzimmer erwerben.

Erdgeschoss:
Nach dem Erlebnisshop kommen rechtsrum Toiletten für die dringlichsten Bedürfnisse.
Aber schon ist meine Tochter weg und steht an den ersten Schaubecken.
Ich will nun nicht alle Fischarten aufführen, das würde zu weit führen.
Die Becken sind ganz schön groß und schön ausgeleuchtet, man findet von den kleinen Seepferdchen bis zu imposanten Haien eine unwahrscheinliche Vielfalt an Fischen.
Unscheinbare, durchsichtige, farbenfrohe und skurril geformte alles dabei.
Was soll der Spiegel?
Ach nee ist ein Kugelfisch.
Besonders beeindruckend fand meine Tochter und ich das Haibecken und die Rochen.
Unbedingt anschauen sollte man sich am Ende die kleine Tiefseeabteilung.
Totale Finsternis und man sieht nur ein paar große Augen leuchten und schemenhafte Umrisse.
Man kann von exotischen Fischen bis hin zu einheimischen Karpfen alles mögliche bewundern.
Wow, gefällt mir, schön gemacht.

Hier ist gleich eine Warnung angebracht!
Faker und andere geistig Unbemittelten sollten das Aquarium nicht betreten, weil wissenschaftlich bewiesen ist, das niedere Lebewesen, das Verhalten von höheren Lebewesen nachahmen.
Ihr wollt doch nicht mit auf und zuklappenden Mund rumrennen?

Treppe hoch!
Im nächsten Geschoss befindet sich die Reptilienabteilung.
Man kann hier in aller Ruhe mal keck Schlangen beobachten, bei denen einem bei Begegnung in freier Wildbahn bestimmt der Kupferbolzen guckt.
Besonders hervorzuheben sind die großen Komodowarane und die Krokodilabteilung.
Krokodile werden nur Montags 15:30 Uhr gefüttert.
Auch wenn es schwer fällt, lebensversicherte Lebensabschnittsgefährten denen man überdrüssig ist, immer an der Kasse als Lebendfutter spenden.
Meine Tochter und ich wir konnten uns nicht satt sehen, meine Frau tat ein wenig ekelig, dabei sind Schlangen sehr faszinierend.
Neben Schlangen und Krokodilen kann man noch Frösche und alle möglichen Echsen bewundern.
Attention nicht zu warm anziehen, schweinewarm da.

Noch ne Treppe hoch!
Im Obergeschoss findet man die Amphibienabteilung und noch ein paar Insekten.
Hier braucht man gute Augen denn die Becken sind in der Regel dicht bewachsen, so das man die Lurche und Kröten ganz schön suchen muss.
Für Kinder nun nicht ganz der Renner, aber für mich ganz schön interessant, leider ist meine Tochter an den Becken vorbeigehuscht, wo ich noch ein wenig lesen wollte.

Eintrittspreise:
Erwachsene 8 €
Studenten, Berufschüler,
Erwerbslose und Wehrpflichtige 6,5 €
Kinder von 3-15 Jahre 4 €

Aquariumseintritt kann man auch in Verbindung mit dem Zoo kaufen, als Kombikarte.
Außerdem kann man noch Jahreskarten erwerben.
Komplette Preisliste im Zoobericht.
Kinder unter 10 Jahre leider nur in Begleitung Erwachsener.
Fotografieren erlaubt.

Infos unter www.Zoo-Berlin.de
Tel: 030/ 254010

Beurteilung:
Wir fanden das Aquarium sehenswert und es hat uns gut gefallen, meine Tochter war vor allem von den Fischen und Krokodilen beeindruckt.
Die Schaubecken sind gut beleuchtet und toll gestaltet, die Artenvielfalt erwartet man gar nicht in dem von außen unscheinbar wirkenden Bau.
Alles ist schön beschriftet und man steht nicht so dumm da, wenn das Kind mal fragt:
„ Was ist denn das für ein Fisch?“
Wir haben für das ganze Objekt ungefähr 2 ½ Stunden gebraucht, natürlich weil meine Tochter nicht an allem interessiert war, aber ich denke die Zeit braucht man schon um alles in Ruhe anzuschauen.
Das ganze Objekt ist sehr sauber und wirkt gepflegt.
Was ich nicht gesehen habe, sind Aufzüge, habe ich auch nicht nach gesucht, aber die Treppen sind nun mal nicht behindertengerecht. Kann sein die sind ein wenig versteckt, denn der Rest vom Zoo ist sehr behindertenfreundlich.
Kann aber auch sein ich habe die übersehen.
Durch das tropische Klima und die vielen Leute ist es im gesamten Objekt ziemlich warm und die Luft ist ganz schön verbraucht.
Kann aber auch dran liegen, dass es voll war bis zur Halskrause.
Der Preis könnte sich für manchen als Abschreckungsmerkmal erweisen, aber so ein Aquarium ist nun mal Pflegeintensiv und teuer in der Unterhaltung, in Anbetracht der Berliner Finanzlage und das der Zoo an sich kaum Zuwendungen bekommt, noch im erträglichen Bereich.
Aber alles in allem sehr erlebnisreich und sehenswert.

Meine Meinung:
Ich würde auswärtigen Besuchern raten das Aquarium in Verbindung mit dem Zoo zu besuchen und einen Tagesausflug zu machen.
Meine Tochter war begeistert und war von den Becken kaum wegzubekommen.
Meine Frau und ich fanden das Ambiente sehr gut und alles schön gestaltet und wir hatten insgesamt einen tollen Tag, zusammen mit dem sehenswerten Zoo.
Im großen und ganzen ein prima Aquarium, auf jeden Fall sehenswert.
Mich hat vor allem die Artenvielfalt überrascht und es ist ziemlich interessant die unterschiedlichsten Fische in fast natürlicher Umgebung zu beobachten.
Für Kinder und Erwachsene sehr lehrreich und faszinierend.
Wenn die Lüftung noch besser wäre und der Preis nicht ganz so hoch wäre, würde ich volle Punktzahl geben.

Viele Grüße vom Aquariumwarrior

PS: Dieser Beitrag ist wie üblich Karl Napf gewidmet, dem Erfinder des Lebendfutters.

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