Erfahrungsbericht von MONETIX
Manager ?!?
Pro:
Sind wir nicht alle ein bisschen Manager !
Kontra:
inflationäre deutsche Sprache
Empfehlung:
Nein
Heute möchte ich mal eine besondere Spezies der Menschheit behandeln. Früher hoch im Kurs und hoch angesehen, hat sie heute die Banalität des Alltags und der Umwelt eingeholt.
Im laufe des Berichtes werdet ihr sehen, wie ich darauf kam, hierzu meinen Senf zu schreiben.
Der Manager
Starten wir mal mit einer ganz banalen Frage:
Was haben ein Firmenboss und eine Handcreme gemeinsam?
Antwort: Sie schmücken sich mit dem gleichen Titel !
Manager sind Menschen, die wahnsinnig viel tun müssen, um diesen Titel zu rechtfertigen.
Früher war das jedenfalls so.
Bis vor einiger Zeit war das „Managertum“ zur Belohnung für die viele Arbeit mit gewissen Insignien ausgestattet –zum Beispiel schlecvht sitzenden Anzügen.
Jetzt muss man aber dazu sagen, dass die Manager für die schlecht sitzenden Anzüge nichts konnten. Das kam daher, dass viele Anzughersteller keine Zwischengrössen mehr herstellen wollten (nun ja diese Rationalisierung war managerbedingt*stutz*).
Also musste man sich als Manager bisher entscheiden, ob man lieber in einen zu kleinen oder zu grossen Anzug aussah wie der Betriebsclown. –Egal!
Inzwischen stellt sich die Kleiderfrage nicht mehr in dem Ausmass, weil es von Managern inzwischen in der Arbeitswelt nur so wimmelt. Es gibt plötzlich viel mehr Manager als passende oder unpassende Anzüge dazu.
Das arme Schwein, das im Disney Store ganze Horden enthemmter Kinder bändigen muss, ist ein „Store-Manager“.
Der Kerl bei McDonald´s, der die Reklamationen entgegen nimmt ist ein „Restaurant-Manager“.
Grosse Unternehmen leisten sich „Travel-Manager“, die günstige Tarife für Geschäftsreisen aushandeln, die Zeitschrift „CAPITAL“ kürt jährlich einen „Öko-Manager“. Verschiedene deutsche Grosstädte beschäftigen sogar „City-Manager“ –was immer das ist.
Zeitschiften haben einen „Heft-Manager“ und gewisse Unternehmen haben „Facility-Manager“.
Was die alle tun und machen ist nicht so wichtig.
Entscheidend ist, dass es sich hierbei um „Manager“ handelt.
Der inflationäre Umgang mit dem Begriff „Manager“ entwertet ihn auf radikalste Weise, was wahrscheinlich „Manager alter Schule“, also alle, die das „Manager-Magazin“ schon vor der grossen Schwemme, abonniert hatten, ein bisschen kränkt.
Ganz besonders putzig wird es übrigens, wenn sich der Begriff „Manager“ entmenschlicht.
Dann entstehen nämlich tote Produkte mit Seele, wie etwa der „Skin Care Manager“ (Handcreme). Oder der „Datei-Manager“, den man aus dem Windows-Programm kennt.
Oder der „Time-Manager\", vormals Kalender.
Oder der „Hair Reconstructing Manager“, das Haar-Shampoo.
Oder der „Food Preserving Manager“, in alten Zeiten der Kühlschrank.
Selbst banale Dinge wie Haare sauber machen oder Butter frisch halten, werden also heutzutage von Managern erledigt.
Das „Manager-Magazin“ sollte sich darauf einstellen und sein Inhaltsverzeichnis erweitern.
Unter der Rubrik „Home Management (früher: Haushaltstipps) könnte das „Homekeeping Management\" (früher: Hausfrau) nachlesen, wie man Fenster managt (putzt) oder das „Warenmanagement“ (Einkaufen) besser organisiert.
Und wenn sich das „Homekeeping Management“ abends für den „Family Business Manager“ (Vater) die teuere Unterwäsche anzieht, verwandelt sie sich damit augenblicklich in den „Reproduction Activity Manager“.
Nun gut, ich habe damit als „Allround Manager“ keine Probleme, wie sieht es bei euch aus???
Ich bedanke mich fürs lesen, bewerten und kommentieren und hoffe das ihr dies gemanagt bekommt, Günter der „General-Manager“
©Bei YOPI=Monetix
©Bei CIAO=Knetix
Im laufe des Berichtes werdet ihr sehen, wie ich darauf kam, hierzu meinen Senf zu schreiben.
Der Manager
Starten wir mal mit einer ganz banalen Frage:
Was haben ein Firmenboss und eine Handcreme gemeinsam?
Antwort: Sie schmücken sich mit dem gleichen Titel !
Manager sind Menschen, die wahnsinnig viel tun müssen, um diesen Titel zu rechtfertigen.
Früher war das jedenfalls so.
Bis vor einiger Zeit war das „Managertum“ zur Belohnung für die viele Arbeit mit gewissen Insignien ausgestattet –zum Beispiel schlecvht sitzenden Anzügen.
Jetzt muss man aber dazu sagen, dass die Manager für die schlecht sitzenden Anzüge nichts konnten. Das kam daher, dass viele Anzughersteller keine Zwischengrössen mehr herstellen wollten (nun ja diese Rationalisierung war managerbedingt*stutz*).
Also musste man sich als Manager bisher entscheiden, ob man lieber in einen zu kleinen oder zu grossen Anzug aussah wie der Betriebsclown. –Egal!
Inzwischen stellt sich die Kleiderfrage nicht mehr in dem Ausmass, weil es von Managern inzwischen in der Arbeitswelt nur so wimmelt. Es gibt plötzlich viel mehr Manager als passende oder unpassende Anzüge dazu.
Das arme Schwein, das im Disney Store ganze Horden enthemmter Kinder bändigen muss, ist ein „Store-Manager“.
Der Kerl bei McDonald´s, der die Reklamationen entgegen nimmt ist ein „Restaurant-Manager“.
Grosse Unternehmen leisten sich „Travel-Manager“, die günstige Tarife für Geschäftsreisen aushandeln, die Zeitschrift „CAPITAL“ kürt jährlich einen „Öko-Manager“. Verschiedene deutsche Grosstädte beschäftigen sogar „City-Manager“ –was immer das ist.
Zeitschiften haben einen „Heft-Manager“ und gewisse Unternehmen haben „Facility-Manager“.
Was die alle tun und machen ist nicht so wichtig.
Entscheidend ist, dass es sich hierbei um „Manager“ handelt.
Der inflationäre Umgang mit dem Begriff „Manager“ entwertet ihn auf radikalste Weise, was wahrscheinlich „Manager alter Schule“, also alle, die das „Manager-Magazin“ schon vor der grossen Schwemme, abonniert hatten, ein bisschen kränkt.
Ganz besonders putzig wird es übrigens, wenn sich der Begriff „Manager“ entmenschlicht.
Dann entstehen nämlich tote Produkte mit Seele, wie etwa der „Skin Care Manager“ (Handcreme). Oder der „Datei-Manager“, den man aus dem Windows-Programm kennt.
Oder der „Time-Manager\", vormals Kalender.
Oder der „Hair Reconstructing Manager“, das Haar-Shampoo.
Oder der „Food Preserving Manager“, in alten Zeiten der Kühlschrank.
Selbst banale Dinge wie Haare sauber machen oder Butter frisch halten, werden also heutzutage von Managern erledigt.
Das „Manager-Magazin“ sollte sich darauf einstellen und sein Inhaltsverzeichnis erweitern.
Unter der Rubrik „Home Management (früher: Haushaltstipps) könnte das „Homekeeping Management\" (früher: Hausfrau) nachlesen, wie man Fenster managt (putzt) oder das „Warenmanagement“ (Einkaufen) besser organisiert.
Und wenn sich das „Homekeeping Management“ abends für den „Family Business Manager“ (Vater) die teuere Unterwäsche anzieht, verwandelt sie sich damit augenblicklich in den „Reproduction Activity Manager“.
Nun gut, ich habe damit als „Allround Manager“ keine Probleme, wie sieht es bei euch aus???
Ich bedanke mich fürs lesen, bewerten und kommentieren und hoffe das ihr dies gemanagt bekommt, Günter der „General-Manager“
©Bei YOPI=Monetix
©Bei CIAO=Knetix
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