Erfahrungsbericht von ralf0816
ARBEITSLOS? WEITER! wie auch immer
Pro:
mach was aus der zeit
Kontra:
kann nerven, schlechtes image
Empfehlung:
Nein
Wir sind arbeitslos und schauen fern, „Vera am Mittag“ beispielsweise.
Wenn es nicht um Sex oder Dicke geht haben wir eine gute Chance „Artgenossen“ betrachten zu können, da die „Gäste“ bei irgendwelchen Krawallthemen wie „Ich hasse meine Familie“ oder „Meine Nachbarn sind asozial“ zumeist aus Arbeitslosen rekrutiert werden.
Wir sind nicht allein. Aber keineswegs in vorteilhafte Gesellschaft geraten.
Es drängt sich der Eindruck auf, dass die Casting Abteilung derartiger „Shows“ folgenden Kriterienkatalog verwendet:
Nicht sprechen können. Alkohol in nicht unerheblichen Mengen vertilgen. Tendenz zu Gewalt und Kleinkriminalität. Scheiße aussehen. Psychische Probleme, um das mal elegant zu umschreiben.
Nun geht es bei diesen Themen nicht explizit um Arbeitslosigkeit(dazu kommen wir später), es dauert aber nicht allzu lange bis die (rhetorische) Frage gestellt wird:
„Hast Du Arbeit?“
Ein ritualisierter Ablauf, selbst das pöbelhafte Publikum hält kurz inne, um nach der immer gleichen Antwort „Nein, aber ich hatte, ich werde, ich will“ in höhnisches Gelächter auszubrechen, in diesem Moment zeigt sich die Ursache aller Probleme. Die Asozialität und völlige Verblödung der „Gäste“ ist erklärbar geworden: Arbeitslosigkeit. Arbeit ist die Medizin. Arbeit macht frei.
Talkshows sind ein erkenntnisfreier Raum, das Fehlen jeder Vernunft und einigermaßen zivilisierter Umgangsformen ist zwingend notwendig, da ohne die krude Missachtung der menschlichen Würde und die Appelle an niedrigste „Instinkte“
nichts übrig bleiben würde.
Wenn sich das Thema der „Show“ direkt auf Arbeitslosigkeit beschäftigt, wird es vollends irrsinnig.
Titel wie „Ich leb auf eure Kosten und find das Klasse“ oder „Wer arbeitet ist selber schuld“ sind Pogramm.
Der Ablauf der Veranstaltung ist klar: Ein paar arme Spinner machen sich lächerlich und werden vom Moderator und einem fanatischen Publikum an die Wand gestellt.
Die Delinquenten verhalten sich durchaus unterschiedlich,
da gibt es die Abgebrühten, die Unglücksraben, die nach eigener Einschätzung Überqualifizierten und die Wracks.
Der eine prahlt mit seinem tollen Leben, der nächste ist einem unbarmherzigen Schicksal ausgeliefert, der Überqualifizierte macht’s unter 40Euro in der Stunde halt nicht , die Wracks sind einfach nur fertig.
Gesetzliche Regelungen, die in einem keineswegs großzügigen Rahmen haarklein festlegen, wer welchen Anspruch auf welche Leistung hat, die teilweise entwürdigende und nervenaufreibende Behandlung durch die Sachbearbeiter, von denen viele auf gar keinen Fall bereit sind, ihr Gegenüber als „Kunden“ zu betrachten, die ständige Hetzpropaganda, selbst ein Bundeskanzler ist sich nicht zu blöde, ein nicht existierendes „Recht auf Faulheit“ beseitigen zu wollen.
Dabei ist es ganz einfach:
Wo es keine Arbeit gibt, ist keine da.
Das hängt einfach mit der Entwicklung der industriellen Prozesse zusammen, es können immer mehr Dinge Industriell gefertigt werden
Gerne wird auf den „Dienstleistungssektor“ verwiesen, doch selbst die immer größer werdende Schicht der „richtig Reichen“ hat pro Haushalt keine Verwendung für 200-2000 Putzfrauen, Kindermädchen, Knechte.
Die Arbeitslosigkeit kann und wird niemals mehr abnehmen, diese Zeiten sind vorbei.
Schön wäre es, wenn von staatlicher Seite sinnvolle Beschäftigungen geschaffen würden, Kinder, Kultur, Umwelt, Soziales.
Da gibt es eine Menge an „Arbeit“ , die dringend angegangen werden müsste.
Dergleichen passiert nicht.
Es bleibt bei einer skandalösen Stigmatisierung der Arbeitslosen.
Als ob einem Krebspatienten ständig vorgehalten würde, dass er selbst an seinem Schicksal Schuld sei und er Gott dafür danken müsse ,unbehandelt in seinem Krankenhausbett liegen zu dürfen.
Für bessere Laune und einen anderen Blickwinkel:
www.dieglueklichenarbeitslosen.de
Kopf hoch und weiter...
Wenn es nicht um Sex oder Dicke geht haben wir eine gute Chance „Artgenossen“ betrachten zu können, da die „Gäste“ bei irgendwelchen Krawallthemen wie „Ich hasse meine Familie“ oder „Meine Nachbarn sind asozial“ zumeist aus Arbeitslosen rekrutiert werden.
Wir sind nicht allein. Aber keineswegs in vorteilhafte Gesellschaft geraten.
Es drängt sich der Eindruck auf, dass die Casting Abteilung derartiger „Shows“ folgenden Kriterienkatalog verwendet:
Nicht sprechen können. Alkohol in nicht unerheblichen Mengen vertilgen. Tendenz zu Gewalt und Kleinkriminalität. Scheiße aussehen. Psychische Probleme, um das mal elegant zu umschreiben.
Nun geht es bei diesen Themen nicht explizit um Arbeitslosigkeit(dazu kommen wir später), es dauert aber nicht allzu lange bis die (rhetorische) Frage gestellt wird:
„Hast Du Arbeit?“
Ein ritualisierter Ablauf, selbst das pöbelhafte Publikum hält kurz inne, um nach der immer gleichen Antwort „Nein, aber ich hatte, ich werde, ich will“ in höhnisches Gelächter auszubrechen, in diesem Moment zeigt sich die Ursache aller Probleme. Die Asozialität und völlige Verblödung der „Gäste“ ist erklärbar geworden: Arbeitslosigkeit. Arbeit ist die Medizin. Arbeit macht frei.
Talkshows sind ein erkenntnisfreier Raum, das Fehlen jeder Vernunft und einigermaßen zivilisierter Umgangsformen ist zwingend notwendig, da ohne die krude Missachtung der menschlichen Würde und die Appelle an niedrigste „Instinkte“
nichts übrig bleiben würde.
Wenn sich das Thema der „Show“ direkt auf Arbeitslosigkeit beschäftigt, wird es vollends irrsinnig.
Titel wie „Ich leb auf eure Kosten und find das Klasse“ oder „Wer arbeitet ist selber schuld“ sind Pogramm.
Der Ablauf der Veranstaltung ist klar: Ein paar arme Spinner machen sich lächerlich und werden vom Moderator und einem fanatischen Publikum an die Wand gestellt.
Die Delinquenten verhalten sich durchaus unterschiedlich,
da gibt es die Abgebrühten, die Unglücksraben, die nach eigener Einschätzung Überqualifizierten und die Wracks.
Der eine prahlt mit seinem tollen Leben, der nächste ist einem unbarmherzigen Schicksal ausgeliefert, der Überqualifizierte macht’s unter 40Euro in der Stunde halt nicht , die Wracks sind einfach nur fertig.
Gesetzliche Regelungen, die in einem keineswegs großzügigen Rahmen haarklein festlegen, wer welchen Anspruch auf welche Leistung hat, die teilweise entwürdigende und nervenaufreibende Behandlung durch die Sachbearbeiter, von denen viele auf gar keinen Fall bereit sind, ihr Gegenüber als „Kunden“ zu betrachten, die ständige Hetzpropaganda, selbst ein Bundeskanzler ist sich nicht zu blöde, ein nicht existierendes „Recht auf Faulheit“ beseitigen zu wollen.
Dabei ist es ganz einfach:
Wo es keine Arbeit gibt, ist keine da.
Das hängt einfach mit der Entwicklung der industriellen Prozesse zusammen, es können immer mehr Dinge Industriell gefertigt werden
Gerne wird auf den „Dienstleistungssektor“ verwiesen, doch selbst die immer größer werdende Schicht der „richtig Reichen“ hat pro Haushalt keine Verwendung für 200-2000 Putzfrauen, Kindermädchen, Knechte.
Die Arbeitslosigkeit kann und wird niemals mehr abnehmen, diese Zeiten sind vorbei.
Schön wäre es, wenn von staatlicher Seite sinnvolle Beschäftigungen geschaffen würden, Kinder, Kultur, Umwelt, Soziales.
Da gibt es eine Menge an „Arbeit“ , die dringend angegangen werden müsste.
Dergleichen passiert nicht.
Es bleibt bei einer skandalösen Stigmatisierung der Arbeitslosen.
Als ob einem Krebspatienten ständig vorgehalten würde, dass er selbst an seinem Schicksal Schuld sei und er Gott dafür danken müsse ,unbehandelt in seinem Krankenhausbett liegen zu dürfen.
Für bessere Laune und einen anderen Blickwinkel:
www.dieglueklichenarbeitslosen.de
Kopf hoch und weiter...
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