Architektur Allgemein Testbericht
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Erfahrungsbericht von blackserver
INTELLIGENT HEIZEN? - WÄRME AUS DEM FUSSBODEN !
Pro:
wohlig warme Füße, angenehmes Klima, energiesparend
Kontra:
absolut kein Kontra
Empfehlung:
Nein
Der Möglichkeiten gibt es viele, aber welche ist die Richtige?
Der Markt hat viele Anbieter und diese haben verschiedene Systeme. Als Bauherr sollte man sich mit diesen Problemen selbst auseinandersetzen, damit hinterher kein Ärger entsteht.
Welche Technologie ist nun die Beste?
Ich habe mich für die Fussbodenheizung entschieden. Die Vorteile liegen darin, das man nicht so hohe Temperaturen benötigt, in Verbindung mit Brennwerttechnik eine optimale Lösung.
Die Staubentwicklung ist bedeutend geringer als bei herkömmlichen Heizkörpern. Des weiteren hat man nicht die störenden und Platz benötigenden Heizkörper im Haus. Vom finanziellen Aufwand ist dies die teuerere Lösung, aber wenn man das passende System hat, kann man durch Eigenleistung einen Großteil der Kosten einsparen.
Ich habe mich für eine Fussbodenheizung der Firma Roth entschieden, jeder Klempner sagt es sei der Mercedes unter den Anbietern.
Absolut einfach zu verarbeiten, wenn man sich etwas mit der Materie beschäftigt. Schön ist auch, dass die Firma Roth lebenslange Garantie auf ihr Material übernimmt. ( 100 Jahre..., Wahnsinn! )
Da man unheimlichen Ärger hat, wenn so eine Heizung im Fussboden kaputt geht, sollte man hier auch nicht sparen.
Im Schadenfall muss der Estrich aufgehackt werden, die Fliesen gehen kaputt und meist bekommt man die selben Fliesen gar nicht mehr, weil der Markt so schnell voran schreitet.
Um solchem Ärger aus dem Weg zu gehen und weil die Firma Roth das beste System hat, wo alle Komponenten aufeinander abgestimmt sind, habe ich auch gerne einen höheren Preis bezahlt.
Der Aufbau der Fussbodenheizung ist ganz einfach, zuerst werden die Dämmmatten verlegt und an den Anschlusspunkten verklebt. Dies ist ganz einfach, da die Platten überstehende Ränder haben,
die wie ein Aufkleber nur angedrückt werden.
Danach wird das Heizungsrohr (16 er, sauerstoffdicht und temperaturbeständig bis 75 Grad)
ausgelegt und von einem Helfer auf den markierten Stellen mittels "Klammeraffen" befestigt.
Diese Tätigkeit hat meine Frau übernommen. Es hat ihr so großen Spaß gemacht, das ich gar nicht schnell genug auslegen konnte. Beinahe hätte sie meine Hand mit beschossen. Es kann natürlich nichts passieren, es werden Plasteklammern verarbeitet.
Die Verlegung beginnt am Etagenheizungsverteiler und muss dort auch wieder enden. (VORLAUF und RÜCKLAUF)
Man muss den nötigen Platz für die zwei Leitungen im Vorraus einplanen.
Die Verlegeanleitung gibt es beim Baumarkt oder beim Sanitärhändler.
Sinnvoll ist auch, die Rohre erst nach der Verlegung im Verteiler zu befestigen, man sollte sie ein paar Zentimeter länger lassen und nach der Verlegung passend schneiden.
Der Anschluss erfolgt mit Quetschverschraubungen.
Als gelernter Wasserwerker einen Rat für alle Laien, nach DICHT kommt KAPUTT....!
Man sollte die Verschraubungen nicht "Vergewaltigen", sobald man merkt, dass es schwerer geht, aufhören. Und nicht die Hebelwirkung einer Rohrzange unterschätzen, mit einer herkömmlichen
1 1/2 Zoll- Rohrzange geht ohne weiteres das Gewinde von 1/2 Zoll- Messingverschraubungen in die Knie.
Am besten ist es, eine breitere Wasserpumpenzange zur Installation zu benutzen.
Alles in allem hat es einen riesigen Spaß gemacht diese Arbeit selbst zu verrichten.
Die Klempner mögen mir verzeihen, sie haben bei mir keine müde Mark verdient, aber was man selbst kann, lässt man keine Firma machen. Jetzt stelle ich auch noch die Arbeitsanleitung ins Internet, wer clever ist macht es selber und kann fast 10.000 DM sparen.
Dies ist natürlich auf ein komplettes Haus gerechnet.
Nach dem Verlegen und Einbinden der Rohre ("Schlauch") wird die Konstruktion mit Wasser befüllt und mindestens 24 Stunden "abgedrückt", das heisst, dem Wasserdruck ausgesetzt.
Bei geringem Wasserdruck ist eine Abdrückpumpe hilfreich, damit kann das Heizungssystem ordnungsgemäss nach Herstellerangabe abgedrückt werden. Der Vorteil eines solchen Gerätes:
Es hat ein Manometer auf dem man den Druck kontrollieren kann.
Natürlich sollte man gleich nach dem Füllen alle Verschraubungen kontrollieren und gegebenenfalls
undichte Verschraubungen nachziehen.
Das Gute am Roth- System ist, das alle benötigten Teile von einem Hersteller kommen.
Dies beginnt bei der Dämmung, Rohr, Verteiler, Meßtechnik für die Räume (Temperaturfühler),
Stellmotoren für die Verteiler und natürlich die Halteklammern.
Den "Tacker" gibt´s beim Klempner oder beim Sanitärmarkt auszuleihen.
Wenn die Anlage abgedrückt ist, kann der Estrich eingefüllt werden.
Wichtig ist, das sich keine Luft mehr im Rohr befindet, sonst schwimmt das Rohr nach oben und wird nicht ausreichend vom Estrich bedeckt.
Nun kann nach Heiztabelle der Estrich "trocken geheizt" werden.
Ich war erstaunt, nach zwei Stunden hatte ich den absoluten Nebel im Haus, man sah kaum noch die Hand vor den Augen.
Dies ist natürlich klar, wenn man bedenkt, wieviel Wasser mit dem Estrich in´s Haus kommt, welches auch wieder durch trockenheizen entweichen soll.
Eine Sauna war ein Spassbad dagegen...
Zum Abschluss meines Berichtes ein dickes Lob an die "Entwickler" und Arbeiter der Firma Roth, Ihr habt Euch wirklich Gedanken gemacht, alles lässt sich super verarbeiten und Euer Konzept
ist auch von Laien oder Hobbyhandwerkern zu verarbeiten.
Ich habe das ganze Haus mit Fussbodenheizung versehen und bin sehr zufrieden damit.
Auf drei Etagen haben wir 3000 Meter PE- X- Rohr verlegt, 250 Quadratmeter Dämmung ausgelegt und vier Etagenverteiler gesetzt und eingebunden.
Empfehlenswert für alle Bauherren, die mit Brennwerttechnik Energie und Kosten sparen wollen.
Rechnet man Nutzungszeit durch die höheren Anschaffungskosten, hat sich der Aufwand mit Sicherheit gelohnt. Zumal man keine störenden Heizkörper im Haus hat, unter denen man ständig den Staub entfernen muss.
CU blackserver
37 Bewertungen, 6 Kommentare
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15.06.2003, 15:48 Uhr von Bibo237
Bewertung: sehr hilfreichdas wär was für mich, hab immer kalte füße
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03.05.2002, 01:11 Uhr von batmsw
Bewertung: sehr hilfreichFußbodenheizung ist was Geniales!!! Hut ab vor dem selfmademan
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31.03.2002, 14:34 Uhr von liskailonka
Bewertung: sehr hilfreichAlledrei gleichzeitig online? Menno, müßt ihr reich sein.
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29.03.2002, 09:51 Uhr von Annna13
Bewertung: sehr hilfreichEin wirklich sehr guter bericht von dir. Gruß aus Sofia
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27.03.2002, 01:59 Uhr von awassa
Bewertung: sehr hilfreichgut und ausführlich geschriebn, Fußbodenheizung muß schon angenehm sein :-) Da hat man glaub ich nie kalte füße *grins* LG Karo
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27.03.2002, 01:38 Uhr von Septem
Bewertung: sehr hilfreichCoole Sache....aber meine Eltern wollten es nicht, weil sie keinen Bock hatten den ganzen Boden aufreißen zu lassen wenn was kaputt geht....naja.. ich möchte mir später aber auch eine zulegen!
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