Asiatische Küche Testbericht

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Erfahrungsbericht von daggi29

Die Welt der ASIATISCHEN KÜCHE

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Hallo Freunde der asiatischen Küche!

Wer kennt von Euch schon Gerichte aus Asien? Aus China, Japan und Indien vielleicht, aber aus Thailand oder Birma? Inzwischen haben einige asiatische Zutaten unsere Supermarktregale erobert, aber sie lassen kaum erahnen, wie vielseitig und schmackhaft in den ASIATISCHEN LÄNDERN gekocht wird.

Darum möchte ich hiermit Eure Neugierde auf die asiatische Küche wecken und Euch Einblicke in die verschiedenen Länder und deren Küche geben.

DIE ASIATISCHE KÜCHE

Obwohl Asien einen großen Teil der Erde bedeckt, haben die verschiedenen asiatischen Küchen vieles gemeinsam. Man verwendet reichlich Kräuter und Gewürze, überall wird Reis gegessen und viele Zutaten wie Nudeln, Sojasauce und Tofu sind nicht auf einzelne Länder beschränkt. Der WOK, ein besonderer Topf, wird überall in Asien verwendet, wenn auch unter anderen Namen und in unterschiedlichen Formen.

Wie wahrscheinlich die meisten von Euch, besitze ich einen WOK um asiatische Gerichte zu kochen. Für diejenigen, die noch keinen WOK besitzen und nicht wissen was, bzw. wofür sie so ein Gerät benötigen, kommt jetzt eine kleine Erklärung.

DER WOK

Wer häufiger asiatische Gericht kocht, sollte einen WOK besitzen. Seine große Oberfläche und sein hochgezogener Rand sind ideal zum Pfannenrühren, und beim Fritieren wird weniger Öl benötigt als bei einem gewöhnlichen Topf. WOKs gibt es in verschiedenen Ausführungen. Der traditionelle WOK hat einen runden Boden und ist aus einfachen Stahl. WOKs werden aber auch aus rostfreiem Stahl, Gußeisen, Aluguß (so einen habe ich und kann ihn nur weiter empfehlen) und Aluminium gefertigt, die meisten haben mittlerweile auch eine Antihaftbeschichtung. Für einen Elektroherd ist ein WOK mit abgeflachtem Boden geeignet, da er sicherer auf der Platte steht und die Hitze sich gleichmäßig verteilen kann.

Um asiatische Gerichte zu kochen benötigt man viele Kräuter, Gewürze, Gemüsesorten und andere Zutaten, die man oft schon in größeren Supermärkten käuflich erwerben kann. Ungewöhnliche Zutaten erhält man in speziellen Asiengeschäften, die mittlerweile in fast jeder Stadt ein zu Hause gefunden haben. So möchte ich Euch nun einen kleinen Einblick in die Welt der Zutaten geben.

KLEINE ZUTATENKUNDE

FISCHSAUCE
Die dünne, klare, braune, salzige Sauce mit ihrem charakteristischen Geruch und scharfen Geschmack ist eine wichtige Zutat in der asiatischen Küche. Sie wird aus Garnelen oder kleinen fermentierten Fischen hergestellt. Ihr strenges Aroma wird durch andere Zutaten abgemildert.

5-GEWÜRZE-PULVER
Diese duftende, zum Verzehr fertige Gewürzmischung wird in der chinesischen Küche vielfältig eingesetzt. Sie enthält Sternanis, Sichuan-Pfeffer, Fenchel, Gewürznelken und Zimt.

AUSTERNSAUCE
Dickflüssige, glatte, dunkelbraune Sauce mit kräftigem, salzigem, leicht süßlichem Aroma. Obwohl sie aus Austern und Sojasauce hergestellt wird, hat sie keine Fischgeschmack.

INGWER
Frischer Ingwer ist ein unverzichtbarer Bestandteil jeder asiatischen Küche. Feste und glatte Wurzeln können in einer Plastiktüte im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Natürlich gibt es noch sehr viele andere Zutaten, wie z. B. Kecap Manis, Zitronengras, Shiitakepilze, Sambal Oelek, usw., aber dies sollte ja nur ein kleiner Ausflug in die Welt der Gewürze werden.

Nun aber wieder zurück zur asiatischen Küche, die sich durch ihre Artenvielfalt (durch die verschiedenen Länder) auszeichnet.

CHINA
Die chinesische Küche ist berühmt für ihre perfekt ausgewogenen Gerichte aus frischem Fleisch und Gemüse. Im Süden des Landes werden die Zutaten überwiegend gedämpft oder bei starker Hitze in der Pfanne unter Rühren gegart. Sie benötigen als Würze lediglich etwas Sojasauce, Ingwer oder Frühlingszwiebeln. Die Peking-Küche ist dem rauheren Klima im Norden am Rande der zentral-asiatischen Wüste angepaßt. Typisch sind hier wohlig wärmende Suppen, köstliche Klöße und die berühmte Peking-Ente. Die Küche in Sichuan ist vor allem durch ihre scharfen Gewürze (Sichuan-Pfeffer und Chillies). In Shanghai ißt man geschmortes Fleisch oder Fisch in gehaltvollen Saucen.

INDONESIEN
Die indonesische Küche vereinigt ganz unterschiedliche Einflüsse, die die Geschichte des Landes widerspiegeln. Indonesische Gerichte sind einerseits würzig-scharf, da mit Kräutern und Chillies gewürzt wird, andererseits haben sie die milde Süße von frischer Kokosnuß, Palmzucker und Erdnüssen und die fruchtige Säure von Limetten, Zitronengras und Tamarinde. Zu den Mahlzeiten werden meist Schälchen mit Sambal ( würzige Relishes aus Kokusnuß, Chili und Garnelenpaste) gereicht.

SINGAPUR & MALAYSIA
Da die Halbinsel Malaysia nur durch einen schmalen Wasserstreifen von der Inselrepublik Singapur getrennt ist, gibt es viele kulinarische Gemeinsamkeiten. Scharfe indische Currygerichte, vom Mittleren Osten inspirierte Satays und chinesische Nudeln, pfannengerührte Gerichte und gebratenes Fleisch sind Zeugen des indischen, muslimischen und chinesischen Erbes beider Länder. Diese Einflüsse vereinigen sich in Gerichten wie Laska, einem sahnigen Currygericht mit in Kokosmilch geköcheltem Hühnchen oder Meeresfrüchten.

DIE PHILIPPINEN
Die 7000 Inseln der Philippinen verdanken einen Großteil ihrer aufregenden Küche dem Meer. Chinesische Händler, die über das Meer kamen, brachten Frühlingsrollen und Klebnudeln ins Land, während die Spanier, die die Inseln besiedelten und später nach ihrem König benannten, beispielsweise würzige Chorizos und Empnadas einführten. Die philippinische Küche mit ihrem in Essig oder Zitrusmarinade eingelegten Fleisch und Fisch ist oft sehr scharf.

THAILAND
Jede thailändische Mahlzeit ist ein Balanceakt zwischen ganz eigenen Geschmacksrichtungen. Suppen und Currys sind säuerlich und cremig-süß zugleich, abgeschmeckt mit saurer Tamarinde, feurig scharfen Chillies, Limettenblättern und einer Handvoll Basilikum, Koriander und Minze. Obwohl die thailändische Küche viel aus anderen Ländern übernommen hat – pfannengerührte und gedämpfte Gerichte aus China, Gewürze aus Indien - , sind aus diesen Einflüssen Gerichte entstanden, die einzigartig thailändisch sind.

LAOS & KAMBODSCHA
Die Küche dieser benachbarten Länder ist stark von der Kochkunst des angrenzenden Thailand beeinflußt und besticht durch viel frischen Fisch. Während der Fisch einfach mit aromatischen Kräutern oder Zitrusmarinaden zubereitet wird, werden Suppen, Fleisch- und Gemüsegerichte mit Knoblauch, Ingwer, Paprika, Galantwurzel und Limonenblättern gewürzt und mit reichlich frisch gehackten Basilikum-, Koriander- und Pfefferminzblättern verfeinert.

VIETNAM
In der üppigen grünen Vegetatiom Vietnams gedeihen zahlreiche Gemüse- und Kräutersorten, die der vietnamesischen Küche ihren unverwechselbaren frischen Duft und Geschmack verleihen. Koriander und Minze werden großzügig über dampfende Schüsseln mit Pho ( suppenartiges Nudel-Fleisch-Gericht ) gestreut. Die geschmackliche Basis vieler Gerichte bildet Nuoc Mam, eine Fischsauce, mit der Pfannengerührtes oder Suppen verfeinert werden.

KOREA
Auf einzigartige Weise hat die koreanische Küche Elemente aus Japan und China vereint und dabei mit eigenen Spezialitäten Akzente gesetzt. Ein typisches Nationalgericht ist Kim Chi, ein würzig eingelegtes Gemüse, das zu jeder Mahlzeit gereicht wird. Koreanische Mahlzeiten bestehen aus vielen kleinen Speisen, die mit Sojasauce, Ingwer, Bohnenpaste und gerösteten Sesamsamen geschmacklich verfeinert werden.

JAPAN
In Japan werden die Gerichte kunstvoll angerichtet, nur ganz frische Zutaten werden verarbeitet. Gewürze finden in der japanischen Küche nur sehr sparsam Verwendung; vielmehr kommt es darauf an, den Eigengeschmack der einzelnen Zutaten hervorzuheben und zu unterstreichen. Der für japanische Gerichte charakteristische Geschmack beruht auf verschiedenen Grundzutaten: Dashi, eine Brühe aus getrocknetem Fisch und getrocknetem Seetang, den Reisweinen Mirin und Sake sowie den aus Sojabohnen hergestellten Produkten Tofu und Sojasauce.

INDIEN & PAKISTAN
Aromatische Mischungen aus gemahlenen Gewürzen (Masalas genannt) bilden das Herzstück der indischen und pakistanischen Küche. Sie werden für jedes Gericht frisch hergestellt. In Pakistan und Nordindien basiert die Küche auf Fleisch: Currygerichte sind typisch, und man ißt sie mit frischem Brot. Im Süden wird vorwiegend vegetarisch und scharf gewürzt gegessen.

BIRMA
In der Küche Birmas spiegeln sich die Einflüsse seiner vielen Nachbarländer, insbesondere der beiden größten – China und Indien. Der Einfluß Chinas läßt sich an der Verwendung von Nudeln und Sojasauce erkennen. Die birmanischen Currygerichte sind dagegen indischen Ursprungs, sie sind jedoch nicht genauso scharf gewürzt. Ihr Aroma erhalten sie durch große Mengen Knoblauch, Ingwer, Kurkuma, Chili, Zwiebeln und Garnelenpaste. Der zu den Gerichten gereichte Reis wird jedoch nicht gedämpft, sondern weichgekocht.

Somit schließe ich meinen Ausflug in die ASIATISCHE KÜCHE.
Ich hoffe, daß ich Eure Neugierde auf die Vielfalt dieser Küche (die nicht nur aus dem Chinamann besteht) wecken konnte.

So, ich habe jetzt Eure Sehnerven genug strapaziert und sage somit bis bald!!

Eure daggi29!

Verwendete Quelle:
Beim Schreiben dieser Meinung hat mir mein Lieblingskochbuch „Das große Buch der asiatischen Küche“ (von der Könemann Verlagsgesellschaft) sehr geholfen. Hier findet man auch noch weitere sehr leckere Rezepte aus den verschiedenen Regionen.


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-20 14:02:30 mit dem Titel Mein liebstes Wok-Gericht aus Vietnam

Hallo liebe Freunde der asiatischen Küche!

Wie bereits in meinem vorangegangenen Bericht erwähnt (siehe unter: Wissenswertes über die asiatische Küche), möchte ich Euch heute an meinem allerallerallerliebsten WOK-Gericht teilhaben lassen.

Es kommt aus der vietnamesischen Küche und nennt sich:

Huhn mit Ananas und Cashewnüssen

Vorbereitungszeit: ca. 35 Minuten
Gesamtkochzeit: 20 Minuten

ZUTATEN FÜR 4 PERSONEN

2 EL Kokosflocken
80 g rohe Cashewnüsse
2 EL Öl
1 große Zwiebel, grobgewürfelt
4 Knoblauchzehen, feingehackt
2 TL rote Chillis, gehackt
350 g Hühnerschenkel, filetiert und kleingeschnitten
eine halbe rote Paprika, gehackt
eine halbe grüne Paprika, gehackt
2 EL Austernsauce
1 EL Fischsauce
1 TL Zucker
320 g frische Ananas, gehackt
3 Frühlingszwiebeln, gehackt.


ZUBEREITUNG
1) Ofen langsam auf 150 Grad (Gas Stufe 2) vorheizen. Kokosflocken auf einem Backblech verteilen und 10 Minuten im Ofen goldbraun rösten. Dabei gelegentlich das Blech schütteln. Kokosflocken sofort vom Blech nehemen, damit sie nicht anbrennen, und beiseite stellen.

2) Ofen auf 180 Grad stellen (Gas Stufe 4). Cashewnüsse auf einem Backblech im Ofen 15 Minuten goldbraun rösten. Vom Backblech nehmen und zum Abkühlen wegstellen.

3) Öl im Wok erhitzen. Zwiebeln, Knoblauch und Chillies zugeben und bei mittlerer Hitze 2 Minuten unter Wenden fritieren, dann herausnehmen. Temperatur auf höchste Stufe stellen, Fleisch und Paprika in 2 Portionen zufügen und fritieren, bis das Huhn leicht braun ist. Zwiebelmischung wieder in den Wok geben, Austernsauce, Fischsauce, Zucker und Ananas zufügen und 2 Minuten mitbräunen. Cashewnüsse unterheben.

4) Jetzt die Kokosflocken und die Frühlingszwiebeln darüber streuen und sofort servieren.


ANMERKUNG
Statt Hühnerschenkel benutzte ich immer Hähnchenbrustfilets, dann muß ich nicht so viele Knochen absuchen. Falls keine frische Ananas zur Hand ist, tut es auch eine große Dose Ananas ohne Saft.

Jetzt noch die Nährwerte pro Portion
25 g Eiweiß, 25 g Fett, 20 g Kohlenhydrate, 5 g Ballaststoffe, 65 mg Cholesterin und 405 kcal.


Bleibt mir nur noch zu sagen:

Viel Spaß beim Ausprobieren und guten Appetit!!

Viele Grüße eure daggi29!

26 Bewertungen, 2 Kommentare

  • katze35

    22.04.2002, 00:53 Uhr von katze35
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich hab meine Tochter als Baby immer in nem Wok gebadet. Also das man darin auch kochen kann ... gruss Katze

  • Mandinka

    20.04.2002, 16:08 Uhr von Mandinka
    Bewertung: sehr hilfreich

    macht ja richtig hunger *g*