Asterix erobert Rom (VHS) Testbericht
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Erfahrungsbericht von Gemeinwesen
Das Imperium steckt zurück
Pro:
- das steht im Text -
Kontra:
nüx.
Empfehlung:
Ja
Der sagenhafte Held Herakles bekam von einem König namens Eurystheus einst zwölf Aufgaben übertragen. Die meisterte der natürlich – kein Wunder, war der Mann doch, als Sohn von Göttervater Zeus, immerhin ein Halbgott. Und die wehrhaften Gallier, die Cäsar so dauerhaft und erfolgreich Widerstand leisten? Dank des Zaubertranks von Druide Miraculix vollbringen die Kraftprotze immerhin so Übermenschliches, dass sie bei den Legionen des römischen Feldherrn in dem Ruf stehen, Götter zu sein. Das bringt den großen Staatsmann im fernen Rom ordentlich in Rage: Götter sollen das sein? Das wollen wir doch erstmal sehen!
Cäsar fackelt nicht lange, sondern stellt den Galliern ebenfalls zwölf Aufgaben, wie sie wirklich nur Götter bewältigen können. Der Einsatz ist, wen wundert’s, ebenfalls nicht von Pappe: Gewinnen die Gallier, wird Cäsar sich aufs Altenteil zurückziehen und das Knie beugen vor den Unbeugsamen. Scheitern aber die Gallier, soll’s ein für alle Mal ein Ende haben mit dem Widerstand gegen das römische Imperium. Die Gallier lassen sich auf das antike „Wetten, dass?“-Spiel ein. Und wer wäre besser geeignet, das gallische Dörfchen zu repräsentieren, als das dynamische Duo aus Asterix und Obelix?
Der pfiffige Kerl mit dem Flügelhelm und sein Freund, der bärenstarke Hinkelsteinlieferant, begeben sich auf eine abenteuerliche Reise. Begleitet werden sie von einem stets reichlich schläfrig wirkenden Männchen namens Gaius Pupus, das den Aufgabenkatalog mit sich führt und, so scheint es, durch nichts aus der Ruhe zu bringen ist. Ungerührt trägt Pupus Aufgabe um Aufgabe vor, und ebenso unbeeindruckt bestehen die Gallier eine Prüfung nach der anderen. Wirken die ersten Aufgaben noch reichlich hausbacken, wird’s nach Speer-Weitwurf und Langlauf bald skurriler. Da lockt zum Beispiel die „Insel der Freuden“. Auf der wohnen hübsche Mädchen, die unsere beiden wackeren Krieger fleißig umgarnen. Fast haben sie unsere Helden mit Sirenensang und Streicheleinheiten so eingelullt, dass die beiden Sinn und Ziel ihrer Reise schon vergessen haben, da rettet Obelix die Mission in letzter Sekunde: Als der nämlich erfährt, dass es auf der paradiesischen Insel nur Nektar und Ambrosia gibt, hat die romantische Tändelei schnell ein Ende. Liebe geht eben auch durch den Magen, und Obelixens Magen verlangt nach Cervisia und Wildschweinbraten.
Natürlich ist Obelix auch genau der Richtige, um eine Prüfung zu bestehen, wie sie ihm in Gestalt des belgischen Chefkochs Mannekenpix und seiner XXL-Speisenfolge begegnet: Größer und größer werden die Portionen, die Mannekenpix auffährt, doch mit dem Appetit des unersättlichen Obelix hat er nicht gerechnet. Der verputzt nicht nur die geliebten Wildschweine, ohne Magendrücken zu bekommen, sondern auch Dromedar inklusive gefüllter Höcker und Elefant. Genauso souverän widersteht Asterix dem Basiliskenblick des ägyptischen Zauberers Iris, der den Gallier dauerhaft in Hypnose zu versetzen sucht. Asterix zeigt sich freilich außerordentlich geschwätzig und verwirrt den unheimlichen Hexenmeister dermaßen, dass der sich schließlich selbst hypnotisiert.
Mein persönlicher Favorit unter den zwölf Prüfungen ist aber seit Jahr und Tag „das Haus, das Verrückte macht“. In dem sollen die Gallier den Passierschein A38 abholen. Was nach „einfach“ und „mal eben“ klingt, entpuppt sich als ein Trip ins dunkle Herz der Bürokratie: Die vermeintlich harmloseste aller Prüfungen ist in Wirklichkeit eine nicht enden wollende Odyssee von Amtsstube zu Amtsstube. Einziger Fixpunkt im labyrinthischen Gewirr der Gänge und Treppen ist der hartnäckig harthörige Herr am Empfang, der die Geduld der Besucher durch irrelevante Verweise auf die Hafenkommandantur ("Eine Galeere eintragen lassen? Da sind sie hier falsch.") zusätzlich auf eine harte Probe stellt.
Wie die Sache endet, soll an dieser Stelle ebenso wenig verraten sein wie Einzelheiten der anderen Aufgaben. Stattdessen die schlichte Empfehlung: Ansehen – „Asterix erobert Rom“ ist ein sehenswerter, unterhaltsamer Leinwandspaß für alle großen und kleinen Freunde des listigen Galliers.
41 Bewertungen, 14 Kommentare
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29.06.2007, 19:51 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLG Damaris
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28.06.2007, 10:20 Uhr von clockwork_orange
Bewertung: sehr hilfreichLG Nicole
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27.06.2007, 02:58 Uhr von sindimindi
Bewertung: sehr hilfreichDein Titel verdient Lob für Kreativität...;-) RS
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26.06.2007, 22:54 Uhr von Dr_Ed
Bewertung: sehr hilfreichIch liebe die alten Asterix-Comics. Die Filme fand ich meist nicht ganz so gelungen, weil ihnen ein gewisser Charme einfach fehlt.
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26.06.2007, 14:18 Uhr von Matze1195
Bewertung: sehr hilfreichLG, Matze
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26.06.2007, 12:43 Uhr von strubbine
Bewertung: sehr hilfreichsehr schöner Bericht, liebe Grüße aus Franken
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26.06.2007, 00:48 Uhr von Sabate
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße, Todd
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26.06.2007, 00:08 Uhr von gerrhosaurus1978
Bewertung: sehr hilfreichLG, Daniela
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25.06.2007, 23:28 Uhr von rosalina
Bewertung: sehr hilfreichKlasse Bericht, SH Rosi
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25.06.2007, 22:27 Uhr von Kaethy
Bewertung: sehr hilfreichSH, LG Kaethy
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25.06.2007, 19:54 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsh, LG Biggi
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25.06.2007, 16:54 Uhr von Wegeno
Bewertung: sehr hilfreich...::: Gruß Werner :::...
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25.06.2007, 15:08 Uhr von Hexe2001
Bewertung: sehr hilfreichToll geschrieben! LG
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25.06.2007, 14:19 Uhr von LittleSparko
Bewertung: sehr hilfreichlg, daniela
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