Audi Cabriolet Testbericht

Audi-cabriolet
Abbildung beispielhaft
ab 46,52
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Summe aller Bewertungen
  • Fahreigenschaften:  sehr gut
  • Fahrkomfort:  sehr gut
  • Platzangebot:  großzügig
  • Zuverlässigkeit:  gut

Erfahrungsbericht von mackz

Ich habe eine Braut entführt

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

und das mit dem Audi Cavbrio 1,9 TDI - ein Traumauto schlechthin könnte man meinen. Ich war begeistert von der Braut, vom Auto jedoch nicht.

Dabei war ich eigentlich so sehr begeistert - Am Anfang!

So ein eleganter Schlitten, auch wenn er nicht mehr hergestellt wird, ist doch was fürs Auge. Edle Verarbeitung mit Tropenholzimitaten in den Türen und den Amaturen, Leder-Sport-Sitze und und und. Der TDI verspricht Motorenspass und vor allem ein ruhiges Fahren. Und was es nicht alles zu Spielen darin gibt (auch ohne Braut): So findet man nicht nur zur eigene Sicherheit serienmäßig Gurtstraffer, ABS, elektronische Wegfahrsperre usw. an Bord, allein die Knöpfe für die vier el. Fensterheber mit Zentralbedienung, die Zentralverriegelung sowieso, die el. Außenspiegel, die Sitzsteuerung und das elektrische Verdeck sind ein Heidenspass. Wozu der serienmäßige Pollenfilter eigentlich da ist, werde ich wohl nie erfahren.

Zum Glück hatte ich auf meiner Entführungsfahrt keine Ahnung was das gute Stück kostet, sonst wäre ich sicher nicht mit dem Auto (aber trotzdem mit der Braut) durchgebrannt.

Dennoch war es nicht der Fahrspass denn ich mir erhoffte.

Woran es lag?

In einem Cabrio möchte man sich wohl fühlen, die Beine lang machen, gemütlich durch die Landschaft \"cruisen\" und Fahrvergnügen erleben. Dabei sollte das Auto wenn möglich so gut wie von selbst fahren und jeder Handgriff unkompliziert sein.
Jedoch nicht beim Audi 1,9 TDI.

Es beginnt mit dem Einsteigen. Die Braut, die ich auf ihrer eigenen Feier dem Bräutigam entwendet hatte, wollte unbedingt hinten sitzen und sich den Wind druch die offenen Haare wehen lassen. Dadurch, das die Frontscheibe sammt Querholm sehr tief angebracht ist, verwirbelt sich der Wind noch über der Fahrerrücklehne und bescheert dem Hintensitzer orkanartige Zustände - und das schon bei Tempo 60.

Nun stieg ich hinter das Lenkrad und stelle sofort fest, dass ich direkt auf den Querjolm schaue, also zu hoh sitze. Den Sitz tiefer stellen geht zwar, aber nur minimal. Ich muss mich also ein wenig nach vorne beugen, um etwas zu sehen - na toll.

Inzwischen waren wir in den Sonnenuntergang gefahren, hatten ein paar schöne Bilder im Sonnenuntergang gemacht und wollte im Halbdunkel zurück.

Wo ist der Lichtschalte?
Ja, da sucht man eine Weile und vergisst ihn dann auch schnell wieder. Leider erinnert kein Signalton beim Abstellen daran.

Und dann noch eines der typischen Diesel-Auto-Probleme!
Im uneteren Drehzahlbereich tut sich einfach nichts. Man kriecht von der Ampel weg und macht sich eher lächerlich, als das man den Beifall der an der Ampel lässig lehnenden Lady bekommt. Peinlich, Peinlich. Dafür fährt er bis 190 km/h und beschleunigt in den oberen Drehzahlen wie eine Rakete.

Alles in allem ein sehr ruhiges Auto mit etwas Eigensinn im Fahrerraum. Man gewöhnt sich an alles, könnte man meinen, wenn es sich nicht um eine Limusine handeln würde, von der man eigentlich erwartet, dass sie sich an einem gewöhnt.

Die Braut habe ich übrigens wohlbehütet wieder zurück gefahren.

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