Ayla und das Tal der Pferde (Taschenbuch) / Jean M. Auel Testbericht

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ab 7,18
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Erfahrungsbericht von Myhnegon

Ayla findet neue Freunde

Pro:

leicht lesbar, interessante Geschichte, spannende Einblicke, Karten und Erklärungen

Kontra:

teilweise etwas zu ausführlich, ständige Wiederholungen

Empfehlung:

Ja

Nachdem mir das erste Buch dieser Reihe ausgesprochen gut gefallen hat, musste ich mir natürlich auch das zweite zulegen, um herauszufinden, wie Aylas Geschichte weitergeht...

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Die Story
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Nachdem Ayla von dem Clan neandertalerhafter Gesellen, der sie als 5jährige aufnahm, weil sie ihre Familie bei einem Erdebeben verloren hatte, mit dem Todesfluch belegt hat, ist sie auf sich allein gestellt. Da sie trotz der Verbote des Clans sich viele Fähigkeiten wie z.B. das Jagen angeeignet hat, ist sie immerhin in der Lage allein zu überleben und so macht sie sich auf die Suche nach den vom Clan sogenannten „Anderen“, zu denen auch sie gehört.

Nachdem sie eine Weile über die Steppen gereist ist, stößt sie auf ein Tal mit wilden Pferden, in dem sie überwintern will, bevor sie weitersucht. Doch dann findet sie dort in einem Wildpferd namens Winnie und später auch in einem verlassenen und schwer verletzten Höhlenlöwenjungen namens Baby neue Freunde sowie in einer Höhle in einer Felswand ein neues Zuhause und so beschließt sie noch länger dort zu bleiben, da sie befürchtet, dass die Anderen ihr verbieten könnten, ihre Tiere zu behalten, genauso wie der Clan es getan hätte.

Gleichzeitig begeben sich Jondalar und sein Bruder Tonolan, welche zu den Anderen gehören, auf eine Reise an dem sogenannten Mutterfluss entlang, um dessen Quelle zu finden. Allerdings wird Tonolan unterwegs verletzt und verliebt sich prompt in seine Pflegerin, die er dann auch ehelicht. Als diese jedoch bei der Geburt ihres erstens Kindes mit diesem stirbt, hält es die Brüder jedoch nicht mehr dort und so reisen sie weiter, wobei sie auf das Tal der Pferde stoßen, wo ihnen Baby einen alles andere als freundlichen Empfang bereitet...

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Die Aufmachung
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Auf der Vorderseite des überwiegend in orange gehaltenen Club-Taschenbuchs sind die Zeichnung eines Pferdes, der Name der Autorin sowie der Titel des Buches abgedruckt, während auf der Rückseite der „Waschzettel“, der Strichcode und der Preis zu finden sind.

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Die Autorin (abgeschrieben)
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Jean Marie Untinen wurde am 18. Februar 1936 in Chicago, Illinois geboren. Sie war das zweite von fünf Kindern. Ihr Vater war Maler. Nach der High School heiratete sie Ray Bernard Auel und zog fünf Kinder auf. 1964 wurde sie Mitglied von Mensa. Sie erhielt ihr Masters Degree 1976 - gleichzeitig für eine Elektronikfirma arbeitend und die Abendschule besuchend. Zu dieser Zeit gab sie ihre Stelle auf, um etwas passenderes zu finden. Als ihr dies nach mehreren Monaten immer noch nicht gelungen war, beschloss sie, eine Kurzgeschichte über ein prähistorisches Mädchen zu schreiben, woraus letztlich die Ayla-Bände entstanden. (Quelle: www.literaturschock.de)

Weitere Bücher:
- Ayla und der Clan des Bären (1. Teil)
- Ayla und die Mammutjäger (3. Teil)
- Ayla und das Tal der großen Mutter (4. Teil)
- Ayla und der Stein des Feuers (5. Teil)

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Weitere Infos
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Das Club-Taschenbuch fasst 603 Seiten, wurde von Werner Peterich aus dem Amerikanischen übersetzt und kostet € 8,90. Originaltitel: „The Valley of Horses”.

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Meine Meinung
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Nachdem mich der erste Teil dieser Saga regelrecht in seinen Bann geschlagen hat, habe ich natürlich sofort danach dieses zweite Buch begonnen, welches mit Aylas Weggang vom Clan doch schon recht gemischte Gefühle heraufbeschworen hat. Immerhin ist der Stil in diesem Buch ebenso leicht lesbar wie im ersten Teil, auch wenn sich hier die übertrieben detaillierten Erklärungen wie auch die Tippfehler, die überwiegend aus fehlenden Buchstaben bestehen, häufen. Weiter finde ich es zwar ganz gut, dass auch auf den ersten Teil des Buches mit entsprechenden Erklärungen eingegangen wird, aber es nervt etwas, dass diese Erklärungen ständig wiederholt werden, zumal dies den Eindruck macht, dass die Autorin nicht mehr recht wusste, was sie schon erklärt hat.

Nichtsdestotrotz ist es der Autorin wieder wunderbar gelungen, Aylas Gefühle und ihre Stärke dermaßen herauszuarbeiten, dass man sie einfach bewundern und mit ihr fiebern muss. Doch auch auf die Brüder geht sie so wunderbar ein, dass man nicht nur ein klares Bild von dem guten Verhältnis der beiden, sondern auch von den jeweiligen Charaktereigenschaften bekommt. Dafür wird in diesem Buch – zumindest im Vergleich zum ersten Teil – doch eher auf die mystischen Untertöne verzichtet, wobei immer noch die verschiedenen Glaubensrichtungen Beachtung finden und auch klar gezeigt wird, dass nichts Zufall ist, sondern so von „Der Großen Mutter“ bzw. wie ich es sehe, vom Schicksal vorherbestimmt wurde. Erstaunlich ist nur, dass man den Eindruck bekommen soll, dass der Gott bzw. die Göttin, den Menschen zwar noch ein letztes Mal die Richtung weist, um diese dann sich selbst zu überlassen.

Da ich von vornherein wusste, was es mit der Beziehung zwischen Ayla und Jondalar auf sich haben wird, habe ich die ganze Zeit auf ihr Zusammentreffen gewartet, ja, diesem regelrecht entgegengefiebert. Trotzdem fand ich die einzelnen Abschnitte, die zum einen Jondalars und Thonolans Reise und zum anderen Aylas Leben im Tal beschrieben, ausgesprochen spannend. Regelrecht erstaunt hat mich die Sichtweise der „Anderen“, da diese die Mitglieder des Clans für Tiere halten und ihnen mit der größten Verachtung gegenübertreten, welche wir im ersten Band zwar als hinterwäldlerisch, aber dennoch als relativ normale Menschen kennen gelernt haben. Immerhin wird auf diesem Wege klar, warum zwischen Ayla und Jondalar von vornherein so viele Missverständnisse herrschen, die für so viel Verwirrung sorgen, dass man sich als Leser fragt, wann sie diese Probleme wohl endlich überwältigen. So kommt es auch, dass man die letzten 150 – 200 Seiten regelrecht verschlingt.

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Fazit
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Da mich dieses Buch mit seinen interessanten Schilderungen und den vielen sympathischen Figuren wieder in seinen Bann gezogen hat, bekommt es schon mal ein klares Empfehlenswert, aber da die ständigen Wiederholungen, die diesmal doch etwas zu ausufernden Erklärungen und die immer häufiger auftretenden Tippfehler ziemlich störend sind, „nur“ vier Sterne.

23 Bewertungen, 1 Kommentar

  • hjid55

    09.03.2007, 19:56 Uhr von hjid55
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sh & lg Sarah