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Erfahrungsbericht von Knuddelschnecke

Frühe Pubertät.....

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Wenn Mädchen \"frühreif\" sind

Mädchen kommen heute früher in die Pubertät denn je. Während vor 150 Jahren die erste Regelblutung erst mit 17 Jahren einsetzte, bekommen Mädchen heute durchschnittlich vier Jahre früher ihre Tage.

Dabei gehen der ersten Monatsblutung bis zu zwei Jahre zuvor die ersten körperlichen Veränderungen voraus, die den Pubertätsprozess anzeigen: Veränderungen der Brustwarzen, erstes Brustwachstum, Schamhaar beginnt zu wachsen und kräuselt sich später.

Neben dieser allgemeinen Entwicklung zur früheren körperlichen Reife, werden auch immer mehr Fälle extremer Frühreife beobachtet. Wenn Mädchen schon mit acht oder neun Jahren ihre erste Regelblutung bekommen, wird dieses Phänomen \"Pubertas praecox\", frühe Pubertät, genannt.

Als Ursache der frühen Pubertät könnten verschiedene Faktoren eine Rolle spielen:

Zum einen scheint erhöhtes Körpergewicht, eine frühere körperliche Reifung zu begünstigen. Bewiesen ist, dass Übergewicht die Produktion von Geschlechtshormonen stimulieren kann, was eine frühere Geschlechtsreife zur Folge hat. Extremes Untergewicht oder Magersucht können hingegen die sexuelle Reifung verlangsamen oder zum Stillstand bringen.

Auch Umweltgifte werden als mögliche Ursachen diskutiert.
Hier werden als mögliche Verursacher bestimmte Chemikalien in Betracht gezogen, die dem Hormon Östrogen ähneln. Hierzu gehören DDE und PCB (beide mittlerweile verboten), Bsihennol A oder Phtalate (Weichmacher im Plastik).
Östrogene in Lebensmitteln können das Körperwachstum beschleunigen und somit eine früher einsetzende Pubertät begünstigen.
In den USA haben Forscher einen direkten Zusammenhang zwischen der starken Frühreife afro-amerikanischer Mädchen und einem Shampoo mit hormonell wirsamen Substanzen, das bei diesen Mädchen aufgrund seiner Pflegekraft besonders beliebt ist, hergestellt. (Diese Shampoos sind in Europa jedoch nicht zugelassen.)

Schlußendlich können aber auch ganz andere Faktoren bei der frühen Pubertät eine (mit-) entscheidende Rolle spielen: Studien haben ergeben, dass Mädchen, deren Eltern sich häufig streten oder scheiden lassen, früher in die Pubertät kommen.

Wie können Sie Ihrem Kind helfen, besser mit der Situation umzugehen?

Eltern, frühreifer Mädchen, fühlen sich oft überfordert, denn nicht nur die Töchter, auch die Eltern sind auf die frühe Pubertät nicht vorbereitet.
Viele Eltern haben Angst, Ihre Tochter würde aufgrund der frühen Pubertät die Schule vernachlässigen, da sie sich bereits für das andere Geschlecht interessieren. Doch dies ist nicht der Fall. Frühe körperliche Reife ist kein Indiz für sexuelles Interesse.

Jedoch kann es trotzdem zum Leistungsabfall in der Schule oder Schwierigkeiten mit Lehrern, Eltern und Freunden kommen. Denn es ist nicht leicht, von der gesellschaftlichen Norm abzuweichen, auch Hänseleien Gleichaltriger sind nicht auszuschließen, Unzufriedenheit und Stress können die Folgen sein.

Bedenken Sie, dass Ihre Tochter trotz körperlicher Frühentwicklung, immer noch auf dem emotionalen Stand eines Kindes ist. Auch wenn sie sich vielleicht manchmal erwachsener benimmt, um zum Beispiel Unsicherheit zu überspielen!

Stärken Sie in jedem Fall Ihrem Kind den Rücken und klären Sie es über die körperlichen und seelischen Veränderungen der Pubertät auf.

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