Avocado Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Anonym113
Ich habe zwar keinen grünen Daumen, aber...
Pro:
es funktioniert, sieht schön aus
Kontra:
manchmal ist der Kern nicht mehr schön
Empfehlung:
Ja
Liebe Leserinnen und Leser
Ich habe zwar keinen grünen Daumen, aber es ist mir nach zwei Fehlversuchen endlich gelungen meine eigenen Avocadobäumchen zu ziehen. Die Frucht ist euch sicher bekannt, aber wusstet ihr auch, dass man aus dem Kern eine wunderschöne Zimmerpflanze (oder gar ein Bäumchen) ziehen kann? Ich habe drei Versuche gebraucht, bis es endlich geklappt hat und damit es bei euch schneller geht, habe ich bei einem mal Tagebuch geführt.
Was ist Avocado überhaupt?
*********************
Avocado kennen wir als dunkelgrüne birnenförmige Frucht. Was Stefan Raab nicht weiß, sie wird auch Butterbirne genannt, aber Ölfrucht ist wohl am geläufigsten. Doch zunächst zur Pflanze. Der lateinische Name ist Persea americana und es handelt sich um einen immergrünen Baum der aber wie ein Strauch aussieht. Ursprünglich kommt er aus dem tropischen Regenwald von Zentralamerika, aber ist heute allerorts in den Tropen/Subtropen zu finden. Er wird bis zu 20 m hoch und besitzt schöne, große, dunkelgrüne Blätter, die spitzoval und glänzend sind. Gehören tut die Avocado zur Familie der Lauraceae, also der Lorbeergewächse. Die Früchte enthalten bis zu 25 % Fett, das hauptsächlich aus einfach ungesättigte Fettsäuren besteht. Somit handelt es sich also um einen gesunden Fettspender, wenn man das Wort im Zusammenhang mit Fett überhaupt verwenden kann. Das Fruchtfleisch hat eine schöne grüne Farbe und die Schale lässt sich mühelos entfernen.
Was mache ich um eine Pflanze zu ziehen?
**********************************
Ich wollte schon immer mal aus einem Kern eine Pflanze ziehen, aber das war zu Anfang gar nicht leicht. Es gab unterschiedliche Anleitungen und nicht immer waren diese leicht verständlich. Doch erst brauchten wir den Kern. Man kauft sich beim Gemüsehändler eine Avocado (ca. 1 Euro) und schneidet diese vorsichtig auf, damit der Kern nicht verletzt wird. Küchenchefs haben die Angewohnheit das Messer in den Kern zu hacken um diesen auszulösen, aber das ist in diesem Fall nicht hilfreich. Aus dem Fruchtfleisch der Avocado mache ich eine Guacamole (Rezept am Ende des Berichts) und den Kern wasche ich gründlich ab. Dann geht es darum welche Methode man nun nimmt. So hieß es in meiner ersten Anleitung man solle in den Kern 3 Streichhölzer stecken und diesen über ein Glas mit Wasser hängen.
Nun, was macht ihr, wenn ihr das lest? Ich nahm den Kern, steckte die Hölzchen rein und hängte ihn so über das Glas, dass der Kern nicht das Wasser berührte. Irgendwie war das dann nicht richtig, denn es passierte absolut nichts, egal wie viele Tage ich auch wartete. Wer lacht denn da? Irgendwann habe ich mich dann mal schlau gemacht und mir wurde erklärt, dass der Kern ins Wasser gehängt werden muss. Ich also einen neuen Kern genommen und es noch mal versucht. Was mir diesmal keiner sagte, ist ob die Spitze des Kerns nach oben, oder nach unten zeigen muss. Natürlich hatte ich es wieder falsch gemacht. Ich finde man kann solche Anleitungen auch so schreiben, dass keine Fragen mehr offen sind.
Beim dritten mal habe ich dann alles richtig gemacht. Ich piekste 3 Zahnstocher in den Kern und hängte diesen mir der Spitze nach oben so in ein Glas mit Wasser, dass 2 Drittel des Kerns im Wasser war und das letzte Drittel, also die Spitze oben raus schaute. Dann ist Geduld gefragt. Nach ca. 4 Wochen zeigte sich die erste Reaktion, der Kern bekam einen Riss. Eine weitere Woche danach konnte man unten in dem Riss einen kleinen Keim sehen und wieder 3 Tage später war der Keim dann draußen. Nach einer Woche war er schon 1 cm lang und ich setzte den Kern dann in Erde. Ich nehme immer normale Blumenerde (20 l zu 99 Cent) und von nun an halte ich diese gleichmäßig feucht, aber nicht zu nass. Ich habe ein Ostfenster als Standort gewählt, weil pralle Mittagssonne nicht so gut ist. Wieder eine Woche danach riss der Kern auf der Seite ganz auf und 6 Tage danach lugte oben an dem Riss ein kleiner brauner Keim raus. Von da an konnte man regelrecht beim Wachsen zusehen. In einer Woche wuchs der Keim auf 3 cm und bekam ein grünes Köpfchen.
Bei 5 cm Größe nenne ich es jetzt Stamm und dieser beginnt er sich oben zu teilen und bei 8 cm hat er bereits eine grüne Spitze und 4 Verzweigungen. Nach noch mal 7 Tagen ist der Stamm 20, 5 cm und trägt 5 sehr schöne, hellgrüne Blätter. Diese sind zunächst leicht behaart, aber je größer sie werden um so glatter werden sie. Nach weiteren vier Wochen ist der Stamm nun 30 cm hoch, hat einen Durchmesser von ½ cm und ist sehr stabil. Die Blätter, 7 an der Zahl haben jetzt eine glatte Oberfläche und sind 18 cm lang und 7 cm breit. Ich setze mein Bäumchen in einen größeren Topf. Von jetzt an wird er immer größer und kräftiger und ab 1 m wirft er ein paar Blätter ab, aber das ist normal.
Ich habe schon ein paar davon verschenkt und mittlerweile glaube ich, ich habe den Bogen raus. Was ich aber heute anders mache ist, dass ich keine Zahnstocher mehr in den Kern stecke, weil es den Kern anfälliger für Bakterien macht. Ich habe ein altes Sektglas in dem kann der Kern aufrecht stehen und ich gebe so viel Wasser dazu, dass er wieder nur zu 2 Drittel im Wasser steht. Das klappt wunderbar, aber es reicht auch wenn man den Kern einfach auf die Erde zu einem anderen Blumenstock legt. Dieser muss dann nur ausreichend gegossen werden und es kann etwas länger dauern, bis der Kern keimt. In der Natur gibt es ja auch keine Zahnstocher, oder Sektgläser.
Düngen sollte man zu Beginn nicht, weil der Keim sich die nötige Nahrung aus dem Kern zieht, erst nachdem er eine Größe von 40 – 50 cm hatte, habe ich das erste Mal leicht mit einem Flüssigdünger gedüngt. Der Standort sollte hell sein, aber wie bereits erwähnt keine direkte Sonne haben. Das Avocadobäumchen ist aber nicht nur als Zimmerpflanze geeignet. Ältere Pflanzen können sehr gut im Sommer draußen stehen, aber Temperaturen unter 5 ° C sollten es nicht sein.
Guacamole
*********
Das Fruchtfleisch von 2 Avocados auslösen und zusammen mit ½ Zwiebeln, 2 Knoblauchzehen, 1 Tomate, etwas Zitrone, 2 grüne Chilischoten, Salz und Pfeffer
mit etwas Zitronensaft, Salz, Pfeffer in den Mixer geben und pürieren. Fertig.
Vielen Dank für euer Interesse, fürs Bewerten und Kommentieren
Ich habe zwar keinen grünen Daumen, aber es ist mir nach zwei Fehlversuchen endlich gelungen meine eigenen Avocadobäumchen zu ziehen. Die Frucht ist euch sicher bekannt, aber wusstet ihr auch, dass man aus dem Kern eine wunderschöne Zimmerpflanze (oder gar ein Bäumchen) ziehen kann? Ich habe drei Versuche gebraucht, bis es endlich geklappt hat und damit es bei euch schneller geht, habe ich bei einem mal Tagebuch geführt.
Was ist Avocado überhaupt?
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Avocado kennen wir als dunkelgrüne birnenförmige Frucht. Was Stefan Raab nicht weiß, sie wird auch Butterbirne genannt, aber Ölfrucht ist wohl am geläufigsten. Doch zunächst zur Pflanze. Der lateinische Name ist Persea americana und es handelt sich um einen immergrünen Baum der aber wie ein Strauch aussieht. Ursprünglich kommt er aus dem tropischen Regenwald von Zentralamerika, aber ist heute allerorts in den Tropen/Subtropen zu finden. Er wird bis zu 20 m hoch und besitzt schöne, große, dunkelgrüne Blätter, die spitzoval und glänzend sind. Gehören tut die Avocado zur Familie der Lauraceae, also der Lorbeergewächse. Die Früchte enthalten bis zu 25 % Fett, das hauptsächlich aus einfach ungesättigte Fettsäuren besteht. Somit handelt es sich also um einen gesunden Fettspender, wenn man das Wort im Zusammenhang mit Fett überhaupt verwenden kann. Das Fruchtfleisch hat eine schöne grüne Farbe und die Schale lässt sich mühelos entfernen.
Was mache ich um eine Pflanze zu ziehen?
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Ich wollte schon immer mal aus einem Kern eine Pflanze ziehen, aber das war zu Anfang gar nicht leicht. Es gab unterschiedliche Anleitungen und nicht immer waren diese leicht verständlich. Doch erst brauchten wir den Kern. Man kauft sich beim Gemüsehändler eine Avocado (ca. 1 Euro) und schneidet diese vorsichtig auf, damit der Kern nicht verletzt wird. Küchenchefs haben die Angewohnheit das Messer in den Kern zu hacken um diesen auszulösen, aber das ist in diesem Fall nicht hilfreich. Aus dem Fruchtfleisch der Avocado mache ich eine Guacamole (Rezept am Ende des Berichts) und den Kern wasche ich gründlich ab. Dann geht es darum welche Methode man nun nimmt. So hieß es in meiner ersten Anleitung man solle in den Kern 3 Streichhölzer stecken und diesen über ein Glas mit Wasser hängen.
Nun, was macht ihr, wenn ihr das lest? Ich nahm den Kern, steckte die Hölzchen rein und hängte ihn so über das Glas, dass der Kern nicht das Wasser berührte. Irgendwie war das dann nicht richtig, denn es passierte absolut nichts, egal wie viele Tage ich auch wartete. Wer lacht denn da? Irgendwann habe ich mich dann mal schlau gemacht und mir wurde erklärt, dass der Kern ins Wasser gehängt werden muss. Ich also einen neuen Kern genommen und es noch mal versucht. Was mir diesmal keiner sagte, ist ob die Spitze des Kerns nach oben, oder nach unten zeigen muss. Natürlich hatte ich es wieder falsch gemacht. Ich finde man kann solche Anleitungen auch so schreiben, dass keine Fragen mehr offen sind.
Beim dritten mal habe ich dann alles richtig gemacht. Ich piekste 3 Zahnstocher in den Kern und hängte diesen mir der Spitze nach oben so in ein Glas mit Wasser, dass 2 Drittel des Kerns im Wasser war und das letzte Drittel, also die Spitze oben raus schaute. Dann ist Geduld gefragt. Nach ca. 4 Wochen zeigte sich die erste Reaktion, der Kern bekam einen Riss. Eine weitere Woche danach konnte man unten in dem Riss einen kleinen Keim sehen und wieder 3 Tage später war der Keim dann draußen. Nach einer Woche war er schon 1 cm lang und ich setzte den Kern dann in Erde. Ich nehme immer normale Blumenerde (20 l zu 99 Cent) und von nun an halte ich diese gleichmäßig feucht, aber nicht zu nass. Ich habe ein Ostfenster als Standort gewählt, weil pralle Mittagssonne nicht so gut ist. Wieder eine Woche danach riss der Kern auf der Seite ganz auf und 6 Tage danach lugte oben an dem Riss ein kleiner brauner Keim raus. Von da an konnte man regelrecht beim Wachsen zusehen. In einer Woche wuchs der Keim auf 3 cm und bekam ein grünes Köpfchen.
Bei 5 cm Größe nenne ich es jetzt Stamm und dieser beginnt er sich oben zu teilen und bei 8 cm hat er bereits eine grüne Spitze und 4 Verzweigungen. Nach noch mal 7 Tagen ist der Stamm 20, 5 cm und trägt 5 sehr schöne, hellgrüne Blätter. Diese sind zunächst leicht behaart, aber je größer sie werden um so glatter werden sie. Nach weiteren vier Wochen ist der Stamm nun 30 cm hoch, hat einen Durchmesser von ½ cm und ist sehr stabil. Die Blätter, 7 an der Zahl haben jetzt eine glatte Oberfläche und sind 18 cm lang und 7 cm breit. Ich setze mein Bäumchen in einen größeren Topf. Von jetzt an wird er immer größer und kräftiger und ab 1 m wirft er ein paar Blätter ab, aber das ist normal.
Ich habe schon ein paar davon verschenkt und mittlerweile glaube ich, ich habe den Bogen raus. Was ich aber heute anders mache ist, dass ich keine Zahnstocher mehr in den Kern stecke, weil es den Kern anfälliger für Bakterien macht. Ich habe ein altes Sektglas in dem kann der Kern aufrecht stehen und ich gebe so viel Wasser dazu, dass er wieder nur zu 2 Drittel im Wasser steht. Das klappt wunderbar, aber es reicht auch wenn man den Kern einfach auf die Erde zu einem anderen Blumenstock legt. Dieser muss dann nur ausreichend gegossen werden und es kann etwas länger dauern, bis der Kern keimt. In der Natur gibt es ja auch keine Zahnstocher, oder Sektgläser.
Düngen sollte man zu Beginn nicht, weil der Keim sich die nötige Nahrung aus dem Kern zieht, erst nachdem er eine Größe von 40 – 50 cm hatte, habe ich das erste Mal leicht mit einem Flüssigdünger gedüngt. Der Standort sollte hell sein, aber wie bereits erwähnt keine direkte Sonne haben. Das Avocadobäumchen ist aber nicht nur als Zimmerpflanze geeignet. Ältere Pflanzen können sehr gut im Sommer draußen stehen, aber Temperaturen unter 5 ° C sollten es nicht sein.
Guacamole
*********
Das Fruchtfleisch von 2 Avocados auslösen und zusammen mit ½ Zwiebeln, 2 Knoblauchzehen, 1 Tomate, etwas Zitrone, 2 grüne Chilischoten, Salz und Pfeffer
mit etwas Zitronensaft, Salz, Pfeffer in den Mixer geben und pürieren. Fertig.
Vielen Dank für euer Interesse, fürs Bewerten und Kommentieren
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