BKK Philipp Holzmann Krankenversicherung Testbericht

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Erfahrungsbericht von dakota104

Von der Salus zur Saulus

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Auf Empfehlung eines Arbeitskollegen trat ich im Jahre 1999 in die damalige Betriebskrankenkasse Philipp Holzmann ein.
Nach Angaben meines Kollegen bot die Krankenkasse Philipp Holzmann einer überdurchschnittlichen Kundenbetreuung.
Der damals sehr angenehme Mitgliedsbetrag von 11,9 Prozent tat sein übriges.

Da mir im Übrigen die Internetseite der BKK Philipp Holzmann gefiel , fühlte ich mich so richtig wohl in dieser Krankenkasse.
Da die Philipp Holzmann BKK nur über auswärtige Servicecenter verfügte musste ich meinen Schriftwechsel mit der Krankenkasse via Internet, Post bzw. Telefon führen.

Anfang 2002 geriet der Baukonzern die Philipp Holzmann AG in Finanzschwierigkeiten.
Über nur eine kurze Zeit wurden diese Finanzschwierigkeiten durch die Bundesregierung überbrückt.
Während dieser Zeit erhielt ich von der Philipp Holzmann BKK mehrere Anschreiben das man nur den Namen Philipp Holzmann BKK hat.
Jedoch ist man eine gänzlich eigenständige Krankenkasse die nur aus historischen Gründen den Namen Philipp Holzmann trägt.

Ich glaubte der BKK Philipp Holzmann und fühlte mich auch weiterhin sehr wohl.
Kurze Zeit später musste die BKK Philipp Holzmann, ähnlich wie andere gesetzliche Krankenkassen ihre Mitgliedsbeiträge erhöhen.
Die moderate Erhöhung von 11,9 Prozent auf 12,3 Prozent tat nicht weh.
Ärgerlich war jedoch die Tatsache dass man rückwirkend , für mich erst auf den Lohnzettel ersichtlich , den Beitrag erhöht hatte.
Das war dann der erste Knacks im bisher ach so vertrauensvollen Miteinander.

Mitte des Jahres 2002 teilte mir die damalige BKK Philipp Holzmann mit das man seinen Namen ändere.
Von nun hatte die BKK Philipp Holzmann den Namen Salus BKK – Die Gutfühlversicherung.

Endlich gehörte der mitleidige Blick der Arztangestellten bei der Entgegennahme der Krankenkarte BKK Phillip Holzmann ein Ende.
Hatten doch manche Arztangestellte scheinbar Angst das der Pleitier nicht mehr zahlen könnte.
Übrigens in der Zwischenzeit war der Baukonzern Holzmann tatsächlich in die Pleite gegangen.

Nun hieß meine Krankenkasse Salus BKK und eine extrem hübsche Krankenkassenkarte konnte ich mein Eigentum nennen.

Warum nun Salus BKK???
Auf Rückfrage wurde mir mitgeteilt, dass im Jahre 302 vor Christus die Römer einen Tempel auf der heutigen Piazza Quirinale bauten.
Dieser Tempel wurde Salus der Göttin des Wohlergehens gewidmet.
Salus die gute Göttin stand für Glück, persönliches Wohlerfinden und Gesundheit.
Jeder Römer konnte Salus gut leiden, denn Salus sollte halten was man sich von ihr versprach.

Auch mich überzeugte dieser sehr angenehme und gut durchdachte Name für eine so optimistische Krankenkasse.
Immer noch war ich eines der zufriedenen 130.000 Mitglieder.
Zum 10. August 2002 erhielt ich erneut Post von der BKK Salus.
Dieses Mal fand ich in der Mitgliedszeitschrift erneut rückwirkend einen kleinen Zettel -der durchaus aus der unverschweißten Zeitschrift herausfallen könnte- auf dem stand, dass man zum 01.08.2002 den Beitrag auf satte 13,5 Prozent erhöhen müsste.

Natürlich hatte ich aus Artikeln in verschiedensten Zeitschriften gelesen dass die Krankenkassen die Beiträge erhöhen müssten.
Das die Salus BKK einen solch tiefen Schluck aus der Gebührenpulle nehmen würde erstaunte dann sogar die Experten der Fachzeitschriften.

Mich ärgerte aber etwas anderes . Warum erhöht man rückwirkend und ohne ein persönliches Anschreiben die Beiträge und dann auch noch in dieser Höhe ?
Da ich nur ausweichende bis unflätige Antworten von der bis dahin ach so netten BKK erhielt entschloss ich mich schweren Herzens meine Mitgliedschaft zu kündigen.

Für mich hatte sich die Salus BKK zur Saulus BKK gewandelt.
Der ehemals offenherzig freundliche Kontakt zu den treuen Mitgliedern war über Nacht sehr frostig geworden.

Insgesamt ist die BKK Salus eine gesetzliche Krankenkasse wie jede andere.
Da 98 Prozent der gesetzlichen Krankenkassen dieselben Leistungen anbieten entschloss ich mich in eine andere BKK zu wechseln.
Abschließend bleibt die Resignation das in Deutschland die Zwei Klassen Medizin voranschreitet.
Den gesetzlich Versicherten bleibt neben steigenden Beiträgen eine immer desolatere Versorgung mit immer schlechter werdenden Leistungen.

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