Bad Boys - Harte Jungs (VHS) Testbericht

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ab 9,81
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Erfahrungsbericht von SpaceCow

Temporeiche Action mit hoher Kalauerquote

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Diebe-, Dealer-, Mörderbanden können die \"Superbullen\" Mike Lowrey (Will Smith) und Marcus Burnett (martin Lawrence) nicht schrecken. Den Finger schnell am Abzug, habben die Miami-Cops schon manchen Gangster schachmatt gesetzt, bevor der wußte wie ihm geschah.

Doch diesmal geraten Lowrey und Burnett selbst ins Kreuzfeuer. Gerade haben sie Heroin im Wert von 100 Millionen Dollar beschlagnahmt, da wird der teure Stoff aus der Asservatenkammer des Polizeipräsidiums gestohlen. Der dreiste Coup ist ein schwerer Schlag für die Drogenfahndung. Denn die skandalträchtige Abteilung des FBI hat bei den Vorgesetzten einen schweren Stand, und der Verlust des Heroins hat das Faß zum Überlaufen gebracht.

Binnen 72 Stunden muß das Rauschgift wiederbeschafft werden, sonst wird der Laden dichtgemacht. In dieser Krisensituation sind Lowrey und Burnett gefordert, die Nadel im Heuhaufen zu suchen.

Die finden sie relativ rasch. Als sich das Model Julie (Téa Leoni) als Mordzeugin meldet, haben die Officer die gewünschte Spur. Sie führt zu dem kaltblütigen Killer Fouchet (Tcheky Karyo). Für die Polizisten heißt es jetzt, taktisch klug vorgehen, denn Fouchet ist der \"Mastermind\" seines Faches, und er hat kein Mitleid.

Fouchet mag zwar keine Gnade kennen, dafür wissen die Star-Produzenten Don Simpson und Jerry Bruckheimer was dem Publikum gefällt: knallharte Action, verbaler Dauerbeschuß und ein Showdown, bei dem Pyromanenherzen höher schlagen.

Als Actionfilm-Fan hat man bei \"Harte Jungs\" so eine Art Déjà-vu-Erlebnis. Mit Blick für den Mainstream-Geschmack haben sich Simpson und Bruckheimer an \"Lethal Weapon\", \"Beverly Hills Cop\" und \"Miami Vice\" orientiert. Um auf Nummer sicher zu gehen, heuerten sie einen Fachmann temporeicher Inszenierung an: den Werbefilmer Michael Bay. Außerdem besetzten sie die Hauptrollen mit zwei Sympathieträgern der Comedy-Branche: Smith und Lawrence

Damit die Lacher stimmen, wurde noch eine Verwechslungsstory eingebaut: Der Playboy-Cop (Smith) muß Identität und Leben mit seinem Kollegen (Lawrence), einem treusorgenden Familienvater, tauschen.

Trotz der afro-amerikanischen Protagonisten kann der Film nicht als Versuch angesehen werden, das schwarze Kino neu zu kreieren. Von der Filmwerkstatt Spike Lees weit entfernt, erinnern die \"harten Jungs\" eher an den schwarzen Actionhelden \"Shaft\"; auch wenn sie sich im Gegensatz zu ihrem coolen \"brother\" nicht für ein ausschließlich schwarzes Publikum ins Zeug legen. So kann von \"message\" keine Rede sein, aber dafür gibt es viel Spaß und Ballerei.

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