Erfahrungsbericht von Bjoern.Becher
Rock und Hopkins retten die Welt für Amerika
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Mit welchen Erwartungen geht man ins Kino? Das kommt wohl auf den Film an, den man sich anschauen willen. Und wenn man wie ich gestern Abend in eine Actionkomödie wie Bad Company geht, dann erwartet man auch Action und Witz. Eine interessante Story erwartet man auch, aber sonderlich großen Tiefgang muss sie nicht haben. Deshalb ist es meiner Meinung nach auch nicht unbedingt angemessen die Story des Films mit z.B. der Story eines hochkarätigen Dramas zu vergleichen, sondern man muss den Film mit Actionkomödien vergleichen und danach auch seine Wertung richten. Und dies möchte ich in diesem Bericht, so gut wie ich es kann, machen. Bevor ich dies aber mache, möchte ich zuerst ein paar Worte zum Inhalt des Films verraten, damit ihr auch wisst, worum es geht.
Der Inhalt
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CIA-Agent Gaylord Oakes (Anthony Hopkins) arbeitet zusammen mit seinem Partner Kevin Pope (Chris Rock) an einem wichtigen Auftrag. Die beiden soll eine Koffer-Atombombe von dem tschechischen Kriminellen Adrik Vas (Peter Stormare) kaufen, damit diese nicht in falsche Hände gerät. Pope hat den Deal eingefädelt und Oakes soll als Käufer auftreten. In 10 Tagen soll das Geschäft über die Bühne gehen.
Doch auch eine internationale Terroristengruppe unter Führung des Serben Dragan Adjanic (Matthew Marsh) ist hinter der Bombe her und wollen deswegen Pope ausschalten. Bei einem Überfall der Terroristen auf Pope wird dieser getötet.
Oakes und die CIA haben nun ein Problem, den Vas wird die Bombe nur an Kevin Pope übergeben.
Einzige Lösung ist Kevin Popes Zwillingsbruder Jake Hayes (ebenfalls Chris Rock). Beide wurde direkt nach der Geburt getrennt und wussten nichts voneinander. Beide entwickelten sich unterschiedlich. Pope kam in eine reiche Familie und ihm standen alle Wege offen. Hayes kam in eine sehr arme Familie und landete in den Ghettos von New York, wo er sich herumtreibt, Leute beim Schach abzockt und Tickets für alle möglichen Events verkauft.
Dieser Jake Hayes soll nun seinen Bruder spielen, für 10 Tage um das Geschäft über die Bühne zu bringen. Doch eigentlich hat er andere Probleme, da sich seine Freundin Julie (Kerry Washington) gerade von ihm trennen will. Doch mit einem Batzen Geld und einer erlogenen Geschichte, wird er dazu gebracht den Auftrag anzunehmen.
Und so beginnt Hayes sich mit den Gewohnheiten seines völlig anderen Bruders vertraut zu machen, um diesen imitieren zu können. Probleme bereiten ihm dabei nicht nur die Gegensätze zu seinem Bruder, sondern auch die Terroristengruppe von Dragan Adjanic, die nicht weiß das Kevin Pope tot ist. Aber auch auf der guten Seite hat er Probleme, denn er erkennt langsam, dass die Geschichte, die man ihm erzählt hat nicht stimmt und das er auch nur einen Spielball des CIA ist, das nicht nur seinen Tod billigend in Kauf nehmen würde, um an die Bombe zu kommen. Einzig CIA-Agent Oakes widerstreben die Methoden seiner Vorgesetzten.
Soviel also zum Inhalt des Films, nun meine Meinung
Meine Meinung
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Viel Action und Witz erwartet man von einer Actionkomödie habe ich oben geschrieben, und das muss Bad Company folglich auch bieten.
Für den Witz ist Chris Rock zuständig und er bewältigt seine Aufgabe bravourös. Viele richtig gute Sprüche kommen ihm über die Lippen und sorgen für einige Lacher. Erfreulich ist dabei vor allem, dass der Witz nicht in Klamauk abrutscht (wie z.B. bei den Rush Hour Filmen). Dieser Teil wäre also erfüllt.
Was aber ist mit der Action? Wer bei Bad Company erwartet, dass es alle paar Minuten knallt und explodiert, der ist schief gewickelt. Bad Company ist kein Action-Feuerwerk, die Action-Szenen sind nur dann, wenn nötig in den Film, eingebaut worden. Auf unnötige Schlägereien, Explosionen, Verfolgungsjagden wurde weitestgehend verzichtet. Und dies gefiel mir sehr gut. Man wurde nämlich nicht, einfach mit dem ersten Feuerwerk in die Handlung geworfen, sondern behutsam eingeführt.
Diese Handlung ist altbekannt, tausende Mal irgendwie verfilmt und, wenn man ehrlich ist, einfach zusammengeklaut. Neue Ideen sind keine da, dass ist aber auch nicht schlimm, denn die Handlungen wird solide und glaubhaft erzählt und sie ist vor allem nicht nur Nebensache, sondern ein wichtiger Bestandteil des Films. Negativ fällt einzig und allein auf, dass die Handlung an einigen Stellen zu patriotisch und klischeehaft ist (Die guten Amerikaner retten die Welt von den bösen Ostblockterroristen). Das war für meinen Geschmack aber schon das größte Manko dieses Films.
Vor allem die beiden Hauptdarsteller trösten aber über dieses Manko hinweg. Chris Rock macht, wie schon oben erwähnt seine Sache wirklich gut, aber auch Hopkins macht in einer ungewohnten Rolle einen guten Eindruck. Er sorgt zwar weder für ein Action-Feuerwerk noch für coole Sprüche, aber allein seine Mimik und Gestik sorgen bei mir für einiges Schmunzeln. Insgesamt muss man aber sagen, dass seine Rolle gegenüber von der von Chris Rock doch etwas im Hintergrund steht, und ich hätte mir an einigen Stellen, Hopkins etwas stärker im Vordergrund erhofft.
Die Nebendarsteller werden gänzlich in den Hintergrund gedrückt, durch die beiden Hauptdarsteller. Sie sind eigentlich nur Spielball für die Aktionen der Hauptdarsteller und für das Drehbuch, so dass sie auch nicht sonderlich erwähnenswert sind.
Zu erwähnen ist noch, dass der Soundtrack mit den mittlerweile genreüblichen HipHop-Tracks, das Geschehen an den richtigen Stellen ganz gut passend begleitet.
Insgesamt kann ich Bad Company sowohl Genre - Fans als auch Popcorn-Kino-Gängern ans Herz legen. Der Film hat seine Schwächen, er ist nicht überragend, aber er schafft es sehr gut fast 2 Stunden zu unterhalten ohne groß die Gehirnzellen benutzen zu müssen. Nix anspruchsvolles also, sondern eher seichte Koste, dafür aber in diesem Gebiet ganz gut. Wenn noch der Patriotismus und die Klischees weg wären, hätte ich kaum Einwände bei diesem Film, aber das scheint bei amerikanischen Blockbustern zur Zeit ja nicht möglich zu sein.
Der Film Bad Company bekommt von mir 7 von 10 möglichen Punkten
Zum Abschluss meines Berichts wie gewohnt die wichtigsten Statistiken zum Film:
Titel Deutschland: Bad Company - Die Welt ist in guten Händen
Originaltitel: Bad Company
USA 2002, FSK 16, 116 Minuten
Darsteller: Anthony Hopkins (Gaylord Oakes), Chris Rock (Jake Hayes / Kevin Pope), M Peter Storemare (Adrik Vas), Matthew Marsh (Dragan Adjanic), Kerry Washington (Julie), Garcelle Beauvais-Nilon (Nicole), Gabriel Macht (Agent Seale), Brooke Smith (Officer Swanson), Daniel Sunjata (Officer Carew), DeVone Lawson Jr. (Officer Parish), Wills Robbins (Officer McCain), Dragan Micanovic (Michelle \"The Hammer\" Petrov), John Slattery (Roland Yates)
Regie: Joel Schumacher
Produzenten: Jerry Bruckheimer, Mike Stenson
Drehbuch: Jason Richman, Michael Browning
Musik: Trevor Rabin
Kamera: Dariusz A. Wolski, A. S. C.
Schnitt: Mark Goldblatt, A.C.E.
Kostüme: Beatrix Pasztor
© Björn Becher 2002
Der Inhalt
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CIA-Agent Gaylord Oakes (Anthony Hopkins) arbeitet zusammen mit seinem Partner Kevin Pope (Chris Rock) an einem wichtigen Auftrag. Die beiden soll eine Koffer-Atombombe von dem tschechischen Kriminellen Adrik Vas (Peter Stormare) kaufen, damit diese nicht in falsche Hände gerät. Pope hat den Deal eingefädelt und Oakes soll als Käufer auftreten. In 10 Tagen soll das Geschäft über die Bühne gehen.
Doch auch eine internationale Terroristengruppe unter Führung des Serben Dragan Adjanic (Matthew Marsh) ist hinter der Bombe her und wollen deswegen Pope ausschalten. Bei einem Überfall der Terroristen auf Pope wird dieser getötet.
Oakes und die CIA haben nun ein Problem, den Vas wird die Bombe nur an Kevin Pope übergeben.
Einzige Lösung ist Kevin Popes Zwillingsbruder Jake Hayes (ebenfalls Chris Rock). Beide wurde direkt nach der Geburt getrennt und wussten nichts voneinander. Beide entwickelten sich unterschiedlich. Pope kam in eine reiche Familie und ihm standen alle Wege offen. Hayes kam in eine sehr arme Familie und landete in den Ghettos von New York, wo er sich herumtreibt, Leute beim Schach abzockt und Tickets für alle möglichen Events verkauft.
Dieser Jake Hayes soll nun seinen Bruder spielen, für 10 Tage um das Geschäft über die Bühne zu bringen. Doch eigentlich hat er andere Probleme, da sich seine Freundin Julie (Kerry Washington) gerade von ihm trennen will. Doch mit einem Batzen Geld und einer erlogenen Geschichte, wird er dazu gebracht den Auftrag anzunehmen.
Und so beginnt Hayes sich mit den Gewohnheiten seines völlig anderen Bruders vertraut zu machen, um diesen imitieren zu können. Probleme bereiten ihm dabei nicht nur die Gegensätze zu seinem Bruder, sondern auch die Terroristengruppe von Dragan Adjanic, die nicht weiß das Kevin Pope tot ist. Aber auch auf der guten Seite hat er Probleme, denn er erkennt langsam, dass die Geschichte, die man ihm erzählt hat nicht stimmt und das er auch nur einen Spielball des CIA ist, das nicht nur seinen Tod billigend in Kauf nehmen würde, um an die Bombe zu kommen. Einzig CIA-Agent Oakes widerstreben die Methoden seiner Vorgesetzten.
Soviel also zum Inhalt des Films, nun meine Meinung
Meine Meinung
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Viel Action und Witz erwartet man von einer Actionkomödie habe ich oben geschrieben, und das muss Bad Company folglich auch bieten.
Für den Witz ist Chris Rock zuständig und er bewältigt seine Aufgabe bravourös. Viele richtig gute Sprüche kommen ihm über die Lippen und sorgen für einige Lacher. Erfreulich ist dabei vor allem, dass der Witz nicht in Klamauk abrutscht (wie z.B. bei den Rush Hour Filmen). Dieser Teil wäre also erfüllt.
Was aber ist mit der Action? Wer bei Bad Company erwartet, dass es alle paar Minuten knallt und explodiert, der ist schief gewickelt. Bad Company ist kein Action-Feuerwerk, die Action-Szenen sind nur dann, wenn nötig in den Film, eingebaut worden. Auf unnötige Schlägereien, Explosionen, Verfolgungsjagden wurde weitestgehend verzichtet. Und dies gefiel mir sehr gut. Man wurde nämlich nicht, einfach mit dem ersten Feuerwerk in die Handlung geworfen, sondern behutsam eingeführt.
Diese Handlung ist altbekannt, tausende Mal irgendwie verfilmt und, wenn man ehrlich ist, einfach zusammengeklaut. Neue Ideen sind keine da, dass ist aber auch nicht schlimm, denn die Handlungen wird solide und glaubhaft erzählt und sie ist vor allem nicht nur Nebensache, sondern ein wichtiger Bestandteil des Films. Negativ fällt einzig und allein auf, dass die Handlung an einigen Stellen zu patriotisch und klischeehaft ist (Die guten Amerikaner retten die Welt von den bösen Ostblockterroristen). Das war für meinen Geschmack aber schon das größte Manko dieses Films.
Vor allem die beiden Hauptdarsteller trösten aber über dieses Manko hinweg. Chris Rock macht, wie schon oben erwähnt seine Sache wirklich gut, aber auch Hopkins macht in einer ungewohnten Rolle einen guten Eindruck. Er sorgt zwar weder für ein Action-Feuerwerk noch für coole Sprüche, aber allein seine Mimik und Gestik sorgen bei mir für einiges Schmunzeln. Insgesamt muss man aber sagen, dass seine Rolle gegenüber von der von Chris Rock doch etwas im Hintergrund steht, und ich hätte mir an einigen Stellen, Hopkins etwas stärker im Vordergrund erhofft.
Die Nebendarsteller werden gänzlich in den Hintergrund gedrückt, durch die beiden Hauptdarsteller. Sie sind eigentlich nur Spielball für die Aktionen der Hauptdarsteller und für das Drehbuch, so dass sie auch nicht sonderlich erwähnenswert sind.
Zu erwähnen ist noch, dass der Soundtrack mit den mittlerweile genreüblichen HipHop-Tracks, das Geschehen an den richtigen Stellen ganz gut passend begleitet.
Insgesamt kann ich Bad Company sowohl Genre - Fans als auch Popcorn-Kino-Gängern ans Herz legen. Der Film hat seine Schwächen, er ist nicht überragend, aber er schafft es sehr gut fast 2 Stunden zu unterhalten ohne groß die Gehirnzellen benutzen zu müssen. Nix anspruchsvolles also, sondern eher seichte Koste, dafür aber in diesem Gebiet ganz gut. Wenn noch der Patriotismus und die Klischees weg wären, hätte ich kaum Einwände bei diesem Film, aber das scheint bei amerikanischen Blockbustern zur Zeit ja nicht möglich zu sein.
Der Film Bad Company bekommt von mir 7 von 10 möglichen Punkten
Zum Abschluss meines Berichts wie gewohnt die wichtigsten Statistiken zum Film:
Titel Deutschland: Bad Company - Die Welt ist in guten Händen
Originaltitel: Bad Company
USA 2002, FSK 16, 116 Minuten
Darsteller: Anthony Hopkins (Gaylord Oakes), Chris Rock (Jake Hayes / Kevin Pope), M Peter Storemare (Adrik Vas), Matthew Marsh (Dragan Adjanic), Kerry Washington (Julie), Garcelle Beauvais-Nilon (Nicole), Gabriel Macht (Agent Seale), Brooke Smith (Officer Swanson), Daniel Sunjata (Officer Carew), DeVone Lawson Jr. (Officer Parish), Wills Robbins (Officer McCain), Dragan Micanovic (Michelle \"The Hammer\" Petrov), John Slattery (Roland Yates)
Regie: Joel Schumacher
Produzenten: Jerry Bruckheimer, Mike Stenson
Drehbuch: Jason Richman, Michael Browning
Musik: Trevor Rabin
Kamera: Dariusz A. Wolski, A. S. C.
Schnitt: Mark Goldblatt, A.C.E.
Kostüme: Beatrix Pasztor
© Björn Becher 2002
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