Erfahrungsbericht von pati1
Bad Company- ein nicht ganz so gelungener Film
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
***** Zum Inhalt *****
Anthony Hopkins spielt einen \"alten Hasen\" beim CIA namens Gaylord Oakes, der mit seinem Kollegen Kevin Pope (Chris Rock) in Prag ein heikles Geschäft einfädelt. Es soll verhindert werden, dass eine verlorengegangene Atombombe in den Besitz von Terroristen kommt. Bei dem Versuch das Geschäft in die Gänge zu bekommen, wird Agent Pope von den Terroristen getötet. Die einzige Chance, das Geschäft doch noch abzuwickeln, besteht nun in dem \"Taugenichts\" Jake Hayes (Chris Rock), der wie sich später rausstellt, der Zwillingsbruder des ehemaligen CIA-Agenten Kevin Pope ist. Fügig gemacht, mit einer großen Geldsumme, lässt sich das notorische Plappermaul dazu überreden, in die Rolle seines Bruders schlüpfen, um den Auftrag noch zu einem guten Ende führen. Jedoch verbleiben ihm nur wenige Tage Zeit ausgebildet zu werden und das CIA rechnet eigentlich schon mit seinem Versagen. Keine guten Vorzeichen...
***** Zum Film *****
*Gähn*, was soll denn das sein. Erstmals treten hier das Gespann Jerry Bruckheimer (Produzent) und Joel Schuhmacher (Regie) in Action, ähhh natürlich Aktion. Beide Namen stehen für hochkarätige Popkorn-Action und mit dieser konkreten Erwartung, gehen auch viele Leute ins Kino. Leider ist der Film absolut klischeehaft in Szene gesetzt worden und schnell erzählt: Ein erfahrener Typ, trifft auf ein talentierten Quassler, der Witze reisst. Beide formen sich im Laufe des Films, zu einem perfekten Duo und retten die Welt. Erfahrerne Kinogänger sagen zu recht, \"Nicht schon wieder\" und rümpfen die Nase. Lediglich gegen Ende kommt ein wenig Spannung auf, als es darum geht eine Atombombenexplosion im Herzen der USA zu verhindern. Das einzig wirklich gute an dem Film ist die Score, welche die bescheidene Handlung gut untermauert, aber nur leicht aufwertet. Die Filmmusik dürfte sich gerade für Rap-Liebhaber lohnen...
***** Das Drehbuch *****
Tja, das Drehbuch ist auch nicht viel wert, da es voller der bereits oben beschriebenen Klischees ist, wodurch auch die Story natürlich auch nicht besser wird. Es fehlt an überraschenden Storywendungen, die Spannung, bzw. wie heisst der Modebegriff, richtig \"Suspense\", hätte aufkommen lassen.
***** Der Schnitt *****
Der Schnitt ist wieder mal so richtig Bruckheimer-like, schnell und abgehackt und nicht immer kann man dann alles auch optisch nachvollziehen. Als positives Beispiel für einen guten Schnitt soll hier \"Matrix\" erwähnt werden, mit dem Fingerzeig, das es auch besser gehen kann. Wems gefällt ok, aber ich fand das nicht so toll.
***** Die Schauspieler *****
Anthony Hopkins
Was sucht ein Edelmime wie Sir Anthony Hopkins, ja er durfte seinen Adeltitel behalten, obwohl er in die USA gezogen ist, in solch einem zweitklassigen Actioncomedythriller. Natürlich kann Hopkins mit seinem Charisma beeindrucken, aber dennoch wirkt der Darsteller unterfordert und eigentlich auch fehlbesetzt, da man dem guten \"Hannibal Lector\"-Darsteller die Rolle des CIA-Agenten nur schwer abnimmt, obwohl er sie eigentlich gut spielt. Aber wie gesagt, er bekommt nicht die Möglichkeit seiner Figur Tiefe einzuhauchen.
Chris Rock
War Chris Rock in z.B. \"Dogma\" noch ganz lustig, zünden seine Gags in \"Bad Company\" nicht immer. Der Film wird eigentlich um seine beiden Charaktere aufgebaut, aber ihm fehlt das schauspielerische Potenzial, um einen schlechten Film durch seine Performance zumindest auf den Weg der Mittelmäßigkeit zu bringen. Der ehemalige \"Saturday Night Live\"-Komiker wirkt im Gegensatz zu Anthony Hopkins meist überfordert und kann nur selten Akzente setzen. Er müsste sich wohl noch einiges von Eddy Murphy abgucken, der z.B. in \"Auf der Suche nach dem goldenen Kind\" durch seine Performance einen eigentlichen schlechten Film noch retten konnte.
Gabriel Macht und Konsorten
Die anderen Darsteller sind nur Staffage. Seelenlos dürfen sie nur um die beiden Stars agieren, was natürlich gerade um Gabriel Macht schade ist, der in dem Popkornwestern \"American Outlaws\" zeigen konnte, welche schauspielerischen Möglichkeiten er eigentlich wirklich besitzt.
***** Fazit ****
\"Bad Company\" ist wirklich bad. Empfohlen werden kann der Film höchstens absoluten \"Bruckheimer\"-Fans nach dem Motto, hinsetzen und Gehirn ausschalten. Hopkins-Jünger werden ebenso enttäuscht sein, wie Fans von spannenden Actionfilmern da, der Film zu klischeehaft ist und daher vorhersehbar wird. Die Story ist so spannend wie eine politische Ansprache und die Darsteller bleiben auch auf der Strecke, entweder wegen Über- oder Unterforderung. Somit kann ich nur sagen, NICHT REINGEHEN...
So, jetzt noch noch einige um den Film herum:
- Der Film ist einer der letzten, der in dem World Trade Center gedreht worden ist; in den \"Untergrund\"-Szenen
- CIA Agent Swanson (Brooke Smith) und CIA Agent Oakes (Anthony Hopkins) spielten beide schon in \"Das Schweiger der Lämmer\" mit. Hopkins natürlich als der bekannte Kannibale Hannibal Lector und Brooke Smith war das Opfer des Serienmörders, welches in dem Loch seines Hauses gefangen gehalten wurde.
- Eigentlich sollte der Streifen \"Black Sheep\" heißen. Dieser Titel wurde aber verworfen, da zwei ehemalige Kollegen von Chris Rock aus \"Saturday Night Live\", David Spade und Chris Farley, in einem gleichnamigen Film agierten.
***** Daten *****
Anthony Hopkins Gaylord Oaks
Chris Rock Jake Hayes/Kevin Pope
Matthew Marsh Dragan Adjanic
Kerry Washington Julie
Peter Stormare Adrik Vas
Garcelle Beauvais Nicole
Gabriel Macht Agent Seale
Brooke Smith Officer Swanson
Daniel Sunjata Officer Carew
DeVone Lawson Jr. Officer Parish
Wills Robbins Officer McCain
Regie Joel Schumacher
Produzent Jerry Bruckheimer
Produktionsland USA / Tschechische Republik
Länge 116 Minuten
Anthony Hopkins spielt einen \"alten Hasen\" beim CIA namens Gaylord Oakes, der mit seinem Kollegen Kevin Pope (Chris Rock) in Prag ein heikles Geschäft einfädelt. Es soll verhindert werden, dass eine verlorengegangene Atombombe in den Besitz von Terroristen kommt. Bei dem Versuch das Geschäft in die Gänge zu bekommen, wird Agent Pope von den Terroristen getötet. Die einzige Chance, das Geschäft doch noch abzuwickeln, besteht nun in dem \"Taugenichts\" Jake Hayes (Chris Rock), der wie sich später rausstellt, der Zwillingsbruder des ehemaligen CIA-Agenten Kevin Pope ist. Fügig gemacht, mit einer großen Geldsumme, lässt sich das notorische Plappermaul dazu überreden, in die Rolle seines Bruders schlüpfen, um den Auftrag noch zu einem guten Ende führen. Jedoch verbleiben ihm nur wenige Tage Zeit ausgebildet zu werden und das CIA rechnet eigentlich schon mit seinem Versagen. Keine guten Vorzeichen...
***** Zum Film *****
*Gähn*, was soll denn das sein. Erstmals treten hier das Gespann Jerry Bruckheimer (Produzent) und Joel Schuhmacher (Regie) in Action, ähhh natürlich Aktion. Beide Namen stehen für hochkarätige Popkorn-Action und mit dieser konkreten Erwartung, gehen auch viele Leute ins Kino. Leider ist der Film absolut klischeehaft in Szene gesetzt worden und schnell erzählt: Ein erfahrener Typ, trifft auf ein talentierten Quassler, der Witze reisst. Beide formen sich im Laufe des Films, zu einem perfekten Duo und retten die Welt. Erfahrerne Kinogänger sagen zu recht, \"Nicht schon wieder\" und rümpfen die Nase. Lediglich gegen Ende kommt ein wenig Spannung auf, als es darum geht eine Atombombenexplosion im Herzen der USA zu verhindern. Das einzig wirklich gute an dem Film ist die Score, welche die bescheidene Handlung gut untermauert, aber nur leicht aufwertet. Die Filmmusik dürfte sich gerade für Rap-Liebhaber lohnen...
***** Das Drehbuch *****
Tja, das Drehbuch ist auch nicht viel wert, da es voller der bereits oben beschriebenen Klischees ist, wodurch auch die Story natürlich auch nicht besser wird. Es fehlt an überraschenden Storywendungen, die Spannung, bzw. wie heisst der Modebegriff, richtig \"Suspense\", hätte aufkommen lassen.
***** Der Schnitt *****
Der Schnitt ist wieder mal so richtig Bruckheimer-like, schnell und abgehackt und nicht immer kann man dann alles auch optisch nachvollziehen. Als positives Beispiel für einen guten Schnitt soll hier \"Matrix\" erwähnt werden, mit dem Fingerzeig, das es auch besser gehen kann. Wems gefällt ok, aber ich fand das nicht so toll.
***** Die Schauspieler *****
Anthony Hopkins
Was sucht ein Edelmime wie Sir Anthony Hopkins, ja er durfte seinen Adeltitel behalten, obwohl er in die USA gezogen ist, in solch einem zweitklassigen Actioncomedythriller. Natürlich kann Hopkins mit seinem Charisma beeindrucken, aber dennoch wirkt der Darsteller unterfordert und eigentlich auch fehlbesetzt, da man dem guten \"Hannibal Lector\"-Darsteller die Rolle des CIA-Agenten nur schwer abnimmt, obwohl er sie eigentlich gut spielt. Aber wie gesagt, er bekommt nicht die Möglichkeit seiner Figur Tiefe einzuhauchen.
Chris Rock
War Chris Rock in z.B. \"Dogma\" noch ganz lustig, zünden seine Gags in \"Bad Company\" nicht immer. Der Film wird eigentlich um seine beiden Charaktere aufgebaut, aber ihm fehlt das schauspielerische Potenzial, um einen schlechten Film durch seine Performance zumindest auf den Weg der Mittelmäßigkeit zu bringen. Der ehemalige \"Saturday Night Live\"-Komiker wirkt im Gegensatz zu Anthony Hopkins meist überfordert und kann nur selten Akzente setzen. Er müsste sich wohl noch einiges von Eddy Murphy abgucken, der z.B. in \"Auf der Suche nach dem goldenen Kind\" durch seine Performance einen eigentlichen schlechten Film noch retten konnte.
Gabriel Macht und Konsorten
Die anderen Darsteller sind nur Staffage. Seelenlos dürfen sie nur um die beiden Stars agieren, was natürlich gerade um Gabriel Macht schade ist, der in dem Popkornwestern \"American Outlaws\" zeigen konnte, welche schauspielerischen Möglichkeiten er eigentlich wirklich besitzt.
***** Fazit ****
\"Bad Company\" ist wirklich bad. Empfohlen werden kann der Film höchstens absoluten \"Bruckheimer\"-Fans nach dem Motto, hinsetzen und Gehirn ausschalten. Hopkins-Jünger werden ebenso enttäuscht sein, wie Fans von spannenden Actionfilmern da, der Film zu klischeehaft ist und daher vorhersehbar wird. Die Story ist so spannend wie eine politische Ansprache und die Darsteller bleiben auch auf der Strecke, entweder wegen Über- oder Unterforderung. Somit kann ich nur sagen, NICHT REINGEHEN...
So, jetzt noch noch einige um den Film herum:
- Der Film ist einer der letzten, der in dem World Trade Center gedreht worden ist; in den \"Untergrund\"-Szenen
- CIA Agent Swanson (Brooke Smith) und CIA Agent Oakes (Anthony Hopkins) spielten beide schon in \"Das Schweiger der Lämmer\" mit. Hopkins natürlich als der bekannte Kannibale Hannibal Lector und Brooke Smith war das Opfer des Serienmörders, welches in dem Loch seines Hauses gefangen gehalten wurde.
- Eigentlich sollte der Streifen \"Black Sheep\" heißen. Dieser Titel wurde aber verworfen, da zwei ehemalige Kollegen von Chris Rock aus \"Saturday Night Live\", David Spade und Chris Farley, in einem gleichnamigen Film agierten.
***** Daten *****
Anthony Hopkins Gaylord Oaks
Chris Rock Jake Hayes/Kevin Pope
Matthew Marsh Dragan Adjanic
Kerry Washington Julie
Peter Stormare Adrik Vas
Garcelle Beauvais Nicole
Gabriel Macht Agent Seale
Brooke Smith Officer Swanson
Daniel Sunjata Officer Carew
DeVone Lawson Jr. Officer Parish
Wills Robbins Officer McCain
Regie Joel Schumacher
Produzent Jerry Bruckheimer
Produktionsland USA / Tschechische Republik
Länge 116 Minuten
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