Balea Face Augen Make-up Entferner Testbericht


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Auf yopi.de gelistet seit 08/2003
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Summe aller Bewertungen
- Verträglichkeit:
- Ergiebigkeit:
Erfahrungsbericht von Miss_Mauve
Können Ölaugen lügen?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Ich gehöre nicht zu den Frauen, die sich Unmengen von Make-Up ins Gesicht schmieren und das Ganze noch mit einem perfekten Augen-Make-Up abrunden. Da bleib ich bei dem Motto „Weniger ist mehr.“
Wenn Schminke, dann wird nur dezent grundiert und etwas Kajal und Mascara aufgetragen (ihr merkt schon, ich sprech da von dem viel titulierten „unsichtbarem Make-Up“). Und für genau diese Fälle hab ich mir dann die Augen Make-Up-Entferner von Balea gekauft. Mit Vitamin E. 50 Pads an der Zahl. Und das für knapp 1 Euro.
**Das Outfit**
Die Pads präsentieren sich in einer kleinen Dose (ähnlich den Dosen, in denen der Apotheker einem individuelle Spezialcremes zusammenmixt) mit Schraubverschluss. Das Design ist recht schlicht, aber der aufgedruckte Text verspricht einiges, denn es handelt sich ganz offiziell um Pads, „die sanft und schonend jedes Augen Make-Up – auch wasserfestes – entfernen. Wertvolles Vitamin E schützt die Haut zusätzlich.“. So, so.
Schön übersichtlich, im Vergleich zu diversen anderen Beauty- und Pflegeprodukten, gestaltet sich die Aufzählung der Inhaltsstoffe. Lediglich „Paraffinum Liquidum“ und „Tocopheryl Acetate“ sind die Bestandteile. Das halte ich glatt für eine Lüge. Offensichtlich befindet sich in der Dose darüber hinaus noch mindestens Baumwolle. Aber da will ich mal nicht so sein.
A propos übersichtlich. Der Hinweis „Füllhöhe technisch bedingt“ ist ernst zu nehmen. Mir war zuvor nicht wirklich bewusst, zu welch einem übersichtlichen Häufchen man 50 Wattepads zusammenpressen kann...
Überaus beruhigend ist denn auch der Hinweis, dass die Pads hautverträglich sein sollen. Jedenfalls wurde dies von einem Dermatologen bestätigt. Und der muss es ja wissen.
**Die Pads selbst**
Ich öffne die Dose und – huch, wo sind sie denn? Ok, ich übertreibe, die Pads sieht man auf Anhieb. Jedoch sind sie um einiges kleiner, als die Dosengröße vermuten lässt. Ja, ja, die technisch bedingte Füllhöhe.
Der Pad selbst ist hauchdünn, leicht strukturiert und in Flüssigkeit getränkt. Man erfährt ziemlich schnell, wie „Tocopheryl Acetate“ riechen. Nicht gut. Das Ganze kommt dem Geruch von Brillenputztüchern sehr nahe.
**Die Praxis**
Bereits das Herausnehmen eines Pads aus der Dose entpuppt sich als nicht so einfach. Ich zähl mich zwar nicht zu den Grobmotorikern, dennoch hatte ich direkt 3 Pads in der Hand. Ich bin mir noch nicht einig, ob das an der Hauchdünnheit des einzelnen Pads oder der technisch bedingten Pressform liegt. Wie dem auch sei, hier ist Fingerspitzengefühl gefragt (gute Voraussetzung für das Abschminken nach einer durchzechten Partynacht...).
Sanft strich ich denn den Pad über beide geschlossenen Augenlider. Da brennt nix, dachte ich erfreut und schaute in den Spiegel, um das Ergebnis zu überprüfen. Ich sah kein Make-Up mehr. Ich sah allerdings auch nichts anderes mehr. Alles, was ich sah, war Paraffinum Liquidum. Nach einigen Minuten des Mit-Dem-Handtuch-Rubbelns sah ich klarer (wenn auch immer noch nicht klar). Hätt ich mir diese ölige Angelegenheit noch irgendwie schön reden können (da bin ich ja erfinderisch), fand ich spätestens an dem Pubkt keine Argumente mehr, als ich mein Augen-Make-Up nach wie vor in meinem Gesicht vorfand. Wenn auch weitläufig um die Augen herum verteilt.
Als mein Sehkraft dann nach einigen weiteren Minuten zurückkehrte, schnappte ich mir erneut die Dose, um sicher zugehen, dass ich da auch die richtige Handhabe angewendet hatte. Da steht´s, grau auf weiß: „Mit einem Pad mehrmals sanft über das geschlossene Augenlied streichen. Bei den Wimpern von oben nach unten streichen.“ Da hatte ich doch instinktiv richtig gehandelt.
Um das mal abzukürzen, ich verwendete dann noch weitere 2 Pads, bis ich überzeugt war, dass der größte Teil der Schminke im Wattebausch untergekommen war. Der Anblick im Spiegel war dann auch nicht wirklich schön. Die gesamte Augenpartie war gerötet vom Schubbeln und Wischen und Schleifen. Das Öl triefte nur so herunter. Hatten die in meiner Dose das pflegende Vitamin E vergessen? Ich ging ins Bett und hoffte inständig, dass der Schaden am nächsten Morgen beseitigt sein würde.
Aber es kommt ja bekanntlich immer alles anders, als man denkt. Der morgendliche, erneute Blick in den Spiegel warf die Frage auf, ob Dermatologen wohl bestechlich sind. Unter hautverträglich verstehe ich nicht, dass die Augenpartie noch Stunden nach der Anwendung rosa-trocken aussehen. Zumal sich herausstellte, dass der Entferner seinem Namen keine Ehre gemacht hat. So dunkle Augenringe habe ich einfach nicht. Die schwarze Schmiere hatte während des Schlafes den Weg aus den Wimpern unter die Augen gefunden. Wirklich, ohne Worte.
Letztlich blieb dann nur der altbewährte Griff zur ganz normalen Tagescreme, um die Spuren zu beseitigen...
**Fazit**
Der Balea Augen-Make-Up-Entferne mit Vitamin E ist von einem „empfehlenwert“ ganz, ganz weit entfernt.
Er entfernt nicht rückstandslos das Augen-Make-Up. Er entfernt es nicht mal ansatzweise, was ich persönlich mal als Mindestanforderung ansehen möchte. Auch bei einem Preis von knapp 1 Euro.
Was man mit dem ölverschleierten Blick dem Spiegelbild entnehmen kann, sieht nicht schön aus. Es sieht aus, wie es sich anfühlt: aua und rot. Die Schminke trifft man noch am nächsten Morgen auf seiner Augenpartie an.
Was die Ergiebigkeit angeht, bin ich zwigespalten. Legt man es wirklich darauf an, das Make-Up komplett zu entfernen und eine klinisch reine Haut zu haben, dann tendiert die Ergiebigkeit gen Null, da man durch den Pad-Verschleiß nicht weit kommt. Nutzt man die Entferner-Pads jedoch nur für ganz verzweifelte Momente – so wie ich – kommt man mit den 50 Pads unendlich lang aus (Aufbewahrungsort: hinterletzte Reihe im Flurschrank).
Für die Geruchsmenschen: Wenn Dir der Duft von Brillenreinigungstüchern zusagt, wirst Du geruchstechnisch in Ekstase geraten. Andernfalls gilt auch hier - nicht empfehlenswert.
Und was die Hautverträglichkeit angeht – lasst Euch da nicht in die Irre führen. Ich bin spätestens jetzt von der Bestechlichkeit von Dermatologen überzeugt.
Also, nehmt Euch meinen Rat zu Herzen und seid lieb zu Euren Augen. Sie werden es Euch danken.
Wenn Schminke, dann wird nur dezent grundiert und etwas Kajal und Mascara aufgetragen (ihr merkt schon, ich sprech da von dem viel titulierten „unsichtbarem Make-Up“). Und für genau diese Fälle hab ich mir dann die Augen Make-Up-Entferner von Balea gekauft. Mit Vitamin E. 50 Pads an der Zahl. Und das für knapp 1 Euro.
**Das Outfit**
Die Pads präsentieren sich in einer kleinen Dose (ähnlich den Dosen, in denen der Apotheker einem individuelle Spezialcremes zusammenmixt) mit Schraubverschluss. Das Design ist recht schlicht, aber der aufgedruckte Text verspricht einiges, denn es handelt sich ganz offiziell um Pads, „die sanft und schonend jedes Augen Make-Up – auch wasserfestes – entfernen. Wertvolles Vitamin E schützt die Haut zusätzlich.“. So, so.
Schön übersichtlich, im Vergleich zu diversen anderen Beauty- und Pflegeprodukten, gestaltet sich die Aufzählung der Inhaltsstoffe. Lediglich „Paraffinum Liquidum“ und „Tocopheryl Acetate“ sind die Bestandteile. Das halte ich glatt für eine Lüge. Offensichtlich befindet sich in der Dose darüber hinaus noch mindestens Baumwolle. Aber da will ich mal nicht so sein.
A propos übersichtlich. Der Hinweis „Füllhöhe technisch bedingt“ ist ernst zu nehmen. Mir war zuvor nicht wirklich bewusst, zu welch einem übersichtlichen Häufchen man 50 Wattepads zusammenpressen kann...
Überaus beruhigend ist denn auch der Hinweis, dass die Pads hautverträglich sein sollen. Jedenfalls wurde dies von einem Dermatologen bestätigt. Und der muss es ja wissen.
**Die Pads selbst**
Ich öffne die Dose und – huch, wo sind sie denn? Ok, ich übertreibe, die Pads sieht man auf Anhieb. Jedoch sind sie um einiges kleiner, als die Dosengröße vermuten lässt. Ja, ja, die technisch bedingte Füllhöhe.
Der Pad selbst ist hauchdünn, leicht strukturiert und in Flüssigkeit getränkt. Man erfährt ziemlich schnell, wie „Tocopheryl Acetate“ riechen. Nicht gut. Das Ganze kommt dem Geruch von Brillenputztüchern sehr nahe.
**Die Praxis**
Bereits das Herausnehmen eines Pads aus der Dose entpuppt sich als nicht so einfach. Ich zähl mich zwar nicht zu den Grobmotorikern, dennoch hatte ich direkt 3 Pads in der Hand. Ich bin mir noch nicht einig, ob das an der Hauchdünnheit des einzelnen Pads oder der technisch bedingten Pressform liegt. Wie dem auch sei, hier ist Fingerspitzengefühl gefragt (gute Voraussetzung für das Abschminken nach einer durchzechten Partynacht...).
Sanft strich ich denn den Pad über beide geschlossenen Augenlider. Da brennt nix, dachte ich erfreut und schaute in den Spiegel, um das Ergebnis zu überprüfen. Ich sah kein Make-Up mehr. Ich sah allerdings auch nichts anderes mehr. Alles, was ich sah, war Paraffinum Liquidum. Nach einigen Minuten des Mit-Dem-Handtuch-Rubbelns sah ich klarer (wenn auch immer noch nicht klar). Hätt ich mir diese ölige Angelegenheit noch irgendwie schön reden können (da bin ich ja erfinderisch), fand ich spätestens an dem Pubkt keine Argumente mehr, als ich mein Augen-Make-Up nach wie vor in meinem Gesicht vorfand. Wenn auch weitläufig um die Augen herum verteilt.
Als mein Sehkraft dann nach einigen weiteren Minuten zurückkehrte, schnappte ich mir erneut die Dose, um sicher zugehen, dass ich da auch die richtige Handhabe angewendet hatte. Da steht´s, grau auf weiß: „Mit einem Pad mehrmals sanft über das geschlossene Augenlied streichen. Bei den Wimpern von oben nach unten streichen.“ Da hatte ich doch instinktiv richtig gehandelt.
Um das mal abzukürzen, ich verwendete dann noch weitere 2 Pads, bis ich überzeugt war, dass der größte Teil der Schminke im Wattebausch untergekommen war. Der Anblick im Spiegel war dann auch nicht wirklich schön. Die gesamte Augenpartie war gerötet vom Schubbeln und Wischen und Schleifen. Das Öl triefte nur so herunter. Hatten die in meiner Dose das pflegende Vitamin E vergessen? Ich ging ins Bett und hoffte inständig, dass der Schaden am nächsten Morgen beseitigt sein würde.
Aber es kommt ja bekanntlich immer alles anders, als man denkt. Der morgendliche, erneute Blick in den Spiegel warf die Frage auf, ob Dermatologen wohl bestechlich sind. Unter hautverträglich verstehe ich nicht, dass die Augenpartie noch Stunden nach der Anwendung rosa-trocken aussehen. Zumal sich herausstellte, dass der Entferner seinem Namen keine Ehre gemacht hat. So dunkle Augenringe habe ich einfach nicht. Die schwarze Schmiere hatte während des Schlafes den Weg aus den Wimpern unter die Augen gefunden. Wirklich, ohne Worte.
Letztlich blieb dann nur der altbewährte Griff zur ganz normalen Tagescreme, um die Spuren zu beseitigen...
**Fazit**
Der Balea Augen-Make-Up-Entferne mit Vitamin E ist von einem „empfehlenwert“ ganz, ganz weit entfernt.
Er entfernt nicht rückstandslos das Augen-Make-Up. Er entfernt es nicht mal ansatzweise, was ich persönlich mal als Mindestanforderung ansehen möchte. Auch bei einem Preis von knapp 1 Euro.
Was man mit dem ölverschleierten Blick dem Spiegelbild entnehmen kann, sieht nicht schön aus. Es sieht aus, wie es sich anfühlt: aua und rot. Die Schminke trifft man noch am nächsten Morgen auf seiner Augenpartie an.
Was die Ergiebigkeit angeht, bin ich zwigespalten. Legt man es wirklich darauf an, das Make-Up komplett zu entfernen und eine klinisch reine Haut zu haben, dann tendiert die Ergiebigkeit gen Null, da man durch den Pad-Verschleiß nicht weit kommt. Nutzt man die Entferner-Pads jedoch nur für ganz verzweifelte Momente – so wie ich – kommt man mit den 50 Pads unendlich lang aus (Aufbewahrungsort: hinterletzte Reihe im Flurschrank).
Für die Geruchsmenschen: Wenn Dir der Duft von Brillenreinigungstüchern zusagt, wirst Du geruchstechnisch in Ekstase geraten. Andernfalls gilt auch hier - nicht empfehlenswert.
Und was die Hautverträglichkeit angeht – lasst Euch da nicht in die Irre führen. Ich bin spätestens jetzt von der Bestechlichkeit von Dermatologen überzeugt.
Also, nehmt Euch meinen Rat zu Herzen und seid lieb zu Euren Augen. Sie werden es Euch danken.
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