Bambi (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von mmoritz
Wenn man etwas träumen kann, ...
Pro:
Wunderbare Geschichte über die Freundschaft und das Leben; Künstlerisch einzigartig; Überaus umfangreiches Bonusmaterial, das im Umfang seinesgleichen sucht
Kontra:
Tragische Momente, die lange nachwirken
Empfehlung:
Ja
..:: Vorwort ::..
Walt Disney gilt nicht umsonst als visionäres Genie in den Annalen der Filmgeschichte. Seine Erfindungen, aber vor allem seine Ideen und die Umsetzung derselben haben wesentlichen Anteil daran, daß seine Werke sich zu zeitlosen und immer wieder sehenswerten Klassikern entwickelt haben. Eines dieser Meisterwerke ist ohne Zweifel der Zeichentrickfilm "Bambi", der mit der am 3. März 2005 auf DVD erschienenen Special Edition eine neue Renaissance feiert.
..:: Bambi ::..
Noch ist alles still im Wald, selbst die Eule sucht sich ein ruhiges Plätzchen, um noch ein Nickerchen zu machen. Doch daraus wird nichts. Denn es ist ein besonderer Tag: gerade wurde ein kleines Kitz geboren, das auf den Namen Bambi getauft ist. Schon verkünden die Vögel die frohe Kunde, die den ganzen Wald in Aufruhr setzt. Innerhalb kürzester Zeit versammelt man sich am Geburtsort, um den Neuankömmling zu begrüßen, aber auch zu bewundern.
Und obwohl Bambi noch recht unbeholfen ist, versucht er schon, die Welt auf eigenen Beinen zu erkunden. Doch die Beinchen wollen noch nicht so richtig, knicken immer wieder ein und plumps, eine weitere unsanfte Landung, die es wegzustecken gilt. Ja, so langsam klappt es schon. Und da ist auch noch ein kleines, ziemlich freches und zugleich unheimlich liebenswertes Kaninchen, das sich selbst als Klopfer vorstellt und bereitwillig als Lehrer zur Verfügung steht, dabei aber ein ums andere Mal amüsiert aus seinen Pfoten kippt, wenn Bambi wieder mal was durcheinander gebracht hat. In dieser Situation schließen sie auch Freundschaft mit einem Stinktier, das recht schüchtern ist und durch Bambi's Tolpatschigkeit den allzu treffenden Namen Blume bekommt, sich irgendwie dadurch sogar geschmeichelt fühlt.
Vom kleinen Rehkitz bis hin zu einem stattlichen und Respekt einflößenden Hirsch ist es jedoch ein langer, langer Weg, den die drei Freunde zusammen beschreiten. Dabei gilt es immer wieder Abenteuer zu bestehen und Gefahren zu bewältigen, bis eines Tages eine ganz besondere Herausforderung auf sie wartet. Bambi wendet sich an daraufhin an den Leithirsch, der ihn unter seine Fittiche nimmt. Doch auch er kann Bambi nicht auf das größte, ihm noch bevorstehende Abenteuer vorbereiten.
..:: Umsetzung ::..
Daß "Bambi", das von dem österreichischen Versicherungsvertreter Felix Salten (er hieß mit bürgerlichem Namen Siegmund Salzmann) als Parabel über das Leben geschrieben und diesem für 5000 Dollar von Walt Disney abgekauft wurde, bei seiner Uraufführung 1942 nicht einmal die Produktionskosten in Höhe von zwei Millionen Dollar einspielte, sondern erst 1947, bei einer erneuten Aufführung, ist heut kaum vorstellbar und darf wohl eher auf die damalige weltpolitische Situation zurückgeführt werden als auf mangelnde Qualität dieses Werkes, dessen Originalspulen bis zum heutigen Tage im Library of Congress in Washington aufbewahrt wurden.
Denn was die Faszination dieses nunmehr mit unglaublich großem technischen Aufwand restaurierten, in den Disneystudios entstandenen und unter ziemlich widrigen Umständen vollendeten Filmklassikers neben seiner wunderschönen und doch auch sehr tragischen Geschichte ausmacht, ist die Art und Weise der Entstehung. Damals gab es noch keine Computer, die man hätte verwenden können, um einen Film mit animierten tierischen Figuren zu produzieren. Erst der immense technische Fortschritt hat heutige Produktionen wie die "Monster AG" oder die für mein Empfinden absolut schrecklichen "Unglaublichen" ermöglicht.
Um 1940 mußte man sich stattdessen mit in unserer Zeit völlig antiquiert wirkenden Hilfsmitteln zufrieden geben. Damals kam den Zeichnern und somit dem künstlerischen Aspekt eines Films eine viel größere Bedeutung und damit verbunden auch besondere Verantwortung zu. Kein Wunder also, daß nur die besten Zeichner es schafften, in dem Mekka der Filmindustrie, dem zu Los Angeles gehörenden Stadtteil Hollywood, engagiert zu werden, um an der Entwicklung eines Zeichentrickfilms, heute auch als Animationsfilm definiert, mitzuwirken, erst recht, wenn er unter Regie eines für seinen Perfektionismus bekannten Walt Disney zustande kommen sollte. Und dieser ließ es sich nicht nehmen, hunderte von Mitarbeitern der Disney- Studios zu diesem Projekt hinzuziehen, von den unverzichtbaren Zeichnern über die Autoren und Musiker bis zu technischem Personal.
Und dies erklärt auch den unglaublichen Reiz, den dieses Meisterwerk seit Generationen auf uns ausübt: nicht nur, daß man an die guten alten Zeiten künstlerisch wertvoller und menschlich anspruchsvoller Animation erinnert wird; dadurch, daß Walt Disney und seine Zeichner aber auch gar nichts dem Zufall überließen und sich vor allem an lebenden Tieren orientiert, über Jahre hinweg (die Vorbereitungen zu diesem Film begannen schon 1936) ihre Bewegungen und auch die Verhaltensweisen studiert und die Ergebnisse in die Entwicklung der filmischen Figuren einfließen lassen haben, gewinnen diese eine Menschlichkeit, wie sie heute nur noch selten zu finden ist und ganz ohne dabei ihre eigene Identität als Hirsch, Kaninchen oder Vogel bzw. Stinktier zu verlieren. Man wollte sich von früheren Produktionen, die mehr im Stile von Cartoons erschienen, abheben. Und so wirken sie überhaupt nicht animiert, sondern unheimlich lebendig, was nicht zuletzt der Detailtreue zu verdanken ist, die hierbei an den Tag gelegt wurde.
Und so ist "Bambi" auch mehr von der Sprache der Bilder geprägt als von viel zu langen und ausschweifenden Dialogen, die doch im Endeffekt oft nur dazu dienen, die einzelnen Szenen zu verketten und so der Handlung eine gewisse Kontinuität zu verleihen. Ganz anders "Bambi". Wenn irgendwo die Redewendung "lange Rede, kurzer Sinn" zutrifft, dann garantiert nicht in diesem wunderschönen Zeichentrickfilm aus dem Hause Disney. Das, was Bambi, seine Eltern oder seine Freunde Klopfer und Blume, ja selbst die alte und weise Eule zu sagen haben, beschränkt sich lediglich auf das Wesentliche. Es ist absolut nicht zuviel und auch nicht zu wenig. Im Gegenteil, weniger ist oft mehr.
Davon abgesehen, daß Bambi und seine Freunde schon allein durch ihr liebenswertes Erscheinungsbild fast augenblicklich vom Zuschauer ins Herz geschlossen werden, sind es vor allem die kleinen Details, die die tragischen Momente zwar nicht vergessen lassen, sie aber doch auf ein erträgliches Maß abschwächen und den Film so erfrischen: Bambi, der von einem Fettnäpfchen ins nächste tritt, dabei durch eine Verwechslung der Begriffe seinem späteren Freund Blume, zu dessen Namen verhilft oder im Winter die Tücken eines zugefrorenen Sees verkennt. Oder Blume selbst, das schüchterne Stinktier, das sich auf rührende Weise geschmeichelt fühlt, einen so schönen Namen zu bekommen. Und nicht zu vergessen natürlich Klopfer, der deshalb so heißt, weil er so schön mit der Pfote klopfen kann und Bambi, altklug wie er nun mal ist, über den Sinn und Inhalt des Lebens aufklären will, ein ums andere Mal von seiner Mutter zur Räson gerufen wird und den Zuschauer durch seine witzige Art immer wieder ansteckt.
Auch der Musik kommt eine nicht zu unterschätzende Bedeutung zu. Anstatt hier mittels eines Erzählers dem Zuschauer zu zeigen, was vor sich geht, etwa, wenn es nun ganz plötzlich anfängt zu regnen, wird das ganze mit einer musikalischen Note versehen, die in Form eines Orchesters die visuellen Eindrücke akustisch werden läßt: Das Wasser, das sich seinen Weg durch die Natur bahnt, die Regentropfen, die - plitsch, platsch - auf die Erde fallen oder von Blättern aufgefangen werden und dabei alle Tiere, groß und klein, dazu zwingt, sich irgendwo eine Zuflucht zu suchen. Selbst der Wechsel der Jahreszeiten wird dadurch noch intensiver erlebbar.
Verstärkt wird das Ganze noch durch die sehr plastisch wirkende Landschaft, was vor allem zu Beginn des Films sehr deutlich zu erkennen ist, bei der langsamen und auf das Kommende einstimmenden Kamerafahrt durch den tiefen, geheimnisvollen Wald. Dafür wurde extra eine neue Form von Kamera entwickelt, die so genannte Multiplan- Kamera, die es, wie der Name schon verrät, erlaubte, Szenen in mehreren Ebenen aufzunehmen und dadurch den schon erwähnten plastischen, dreidimensionalen Effekt zu erreichen, was für die damalige Zeit eine absolute Sensation war.
..:: Special Edition DVD ::..
Schon beim Einlesen der DVD habe ich festgestellt, daß sie sich, zumindest, was hier den chronologischen Aufbau angeht, von der Masse unterscheidet. Während andere DVD's oft mit der Werbung beginnen oder zumindest erst das Logo des verantwortlichen Filmstudios eingeblendet wird, geht es hier direkt mit der Sprachwahl los, in welcher man den Film "Bambi" sehen möchte. Zur Auswahl stehen hier Englisch, Deutsch, Türkisch, Französisch, Italienisch und Spanisch; letztere drei nur als Untertitel.
Erst nachdem man sich festgelegt hat, wird man auf den normalen Ablauf zurückgeführt. Schnell wird klar, warum die Sprachauswahl so zeitig erfolgte: die sich anschließende Trailershow soll so komfortabel und verständlich wie möglich zu erleben sein, zeigt eine Auswahl der auf DVD erhältlichen Disney- Filme und gibt gleichzeitig einen Ausblick auf die Zukunft, sprich: was wir erwarten dürfen, sowohl auf DVD als auch im Kino. Dabei kommt auch der diesseits des großen Teichs gelegene Freizeitpark, das Disneyland Resort Paris, nicht zu kurz.
Der Zeichentrickfilm beeindruckt neben seiner Geschichte vor allem durch die Qualität nicht nur der Bilder, sondern auch des Tons, der dank des hier eingesetzten DEHT- Standards, des "Disney Enhanced Home Theater Mix", sehr satt und rauschfrei klingt. Auch die Bilder weisen keinerlei Störungen oder Unreinheiten auf, was den technischen Aufwand, mit dem man diesen Klassiker Stück für Stück restauriert hat, peinlichst darauf achtend, daß von der ursprünglichen Komposition nichts verloren geht.
Dieses individuelle Erleben im Heimkino visuell überhaupt noch so möglich werden zu lassen, ist dem Umstand zu verdanken, daß der Film seinerzeit mit dem so genannten Dreifarb- Technicolor- Verfahren aufgenommen wurde, bei dem jede einzelne Zeichnung mehrmals durch verschiedene Filter (rot, grün und blau) auf Schwarzweißfilm fotografiert wurde, bevor man daraus letztendlich das farbige Endprodukt erstellte. Dadurch, daß also die schwarzweißen Originale nicht so, wie dies bei Farben der Fall ist, mit der zeitlich unausweichlichen eintretenden Ausbleichung konfrontiert waren, konnten die Farben fast genauso erhalten werden, wie wir das nun auf der DVD erleben dürfen.
Das Gleiche trifft auch auf den Ton zu. Die schon damals zum Zwecke der besseren Konservierung auf Magnetfilm übertragenen Tonspulen wurden vor gut zwei Dekaden mit entsprechender Rauschunterdrückung überholt und nunmehr von Disney mit dem so genannten "Enhanced Theatre Mix" restauriert, um den akustischen Teil des Films für die Zuschauer so intensiv wie möglich zu machen. Daß sich der ganze Aufwand gelohnt hat, dafür sorgt schon der sehr satte und rauschfrei klingende Klang, dessen Wirkung nicht zuletzt bei den musikalischen Einlagen sehr intensiv auf mich gewirkt hat.
Die "Bambi"-Special Edition, die nur für begrenzte Zeit im Handel erhältlich ist (um die Exklusivität des Films zu erhalten, ist mit einer erneuten Verfügbarkeit erst im Jahre 2010 zu rechnen), besteht aus zwei Scheiben. Während auf der ersten DVD der Film selbst Platz findet und man sogar zu einem ,Kreativ Meeting mit Walt Disney' eingeladen wird, steht der Inhalt der zweiten DVD ganz im Zeichen der Special Features, des überaus umfangreichen Bonusmaterials.
Besonders interessant ist anschließend das ,Kreativ Meeting', bei dem wir von keinem Geringeren als "Enterprise"- Kapitän Patrick Stewart empfangen werden. Wir erleben mit Untertiteln, wie sich Walt Disney und sein Team in zahlreichen Treffen damals darüber austauschten, wie das Buch filmisch umgesetzt werden kann, wann die Haupt- und Nebenfiguren eingeführt werden, welches Gewicht sie hier den einzelnen Charakteren und den Effekten beimessen wollten, um sich nicht gänzlich nur am Buch zu orientieren, sondern dem Film ein dynamisches Eigenleben zu verschaffen.
Die Special Features DVD wartet mit gleicher Menge zur Auswahl stehender Sprachen auf, allerdings wurden hier Italienisch und Spanisch durch Ungarisch und Slowenisch ersetzt. Eine auch als Hintergrund dienende Filmszene leitet weiter auf das eigentliche Menü, das auf den ersten Blick recht mager ausfällt. Doch dieser Eindruck täuscht gewaltig. Denn hinter den drei Oberpunkten <
Die zusätzlichen Szenen entstanden zwar im Entwicklungsprozeß mit, fügten sich aber letztendlich nicht ins Gesamtbild des Films ein, so wie sich Walt Disney und sein Team das gedacht hatten. Glücklicherweise fielen sie nicht dem Reißwolf zum Opfer, sondern wurden mit dem anderen Material archiviert. Es stellt sich jedoch heraus, daß diese in umgekehrter Reihenfolge vorliegen als dies vom Moderator angekündigt wird. Der so besondere Reiz liegt hierbei in der Tatsache, daß es sich nicht um fertige Sequenzen handelt, sondern nur um die angefertigten Skizzen, die in Form eines Storyboards ganz individuell die Entwicklung vermitteln: ,Gras im Winter' und ,Bambis erster Schnee'.
Mit Spiel & Spaß richtet sich die DVD in allererster Linie an die kleinen Zuschauer. Dabei entpuppt sich "Bambis Abenteuer im Wald" sich als Spaziergang durch einen virtuellen Wald, an dessen Wegesrand sich eine reiche Zahl von Spielen verstecken, die für uns Erwachsene weniger anspruchsvoll, für Kinder jedoch ein sehr lustiger, unterhaltsamer und dabei zugleich lehrreicher Zeitvertreib sind: Blumen und Farben lernen, musikalisch spielerisch das Gedächtnis trainieren oder Mama Kaninchen beim Rechnen helfen, die Geheimnisse der Natur entdecken oder vergleichen und noch mehr.
Im "Disney Lexikon" werden die einzelnen, im Film vorkommenden, Figuren mit in der Natur gedrehten Filmausschnitten sehr anschaulich und also am lebendigen Beispiel erklärt, während man im "Virtuellen Wald" den Wechsel der Jahreszeiten miterleben und im "Persönlichkeitsspiel" entdecken kann, welcher jahreszeitliche Typ man ist. Weiter geht es nun mit einem wunderbar bebilderten interaktiven Abenteuerbuch, bei dem die Kinder "Klopfer auf Entdeckungsreise" begleiten können und dabei die Geschichte sich entweder vorlesen lassen oder selbst lesen können.
In den Backstage- Bereich der Disneystudios entführt uns schließlich der letzte Teil der Special Features. Das "Making Of" widmet sich vor allem der Art und Weise, wie Walt Disney und Co die Story für den Film umwandelten, wie sie die Figuren gestalten wollten, welche Sprecher in Frage kamen und welche letztendlich auch engagiert wurden. Dabei kommen aber auch das Produktionsdesign und die Musik nicht zu kurz. Selbst in das absolute Heiligtum - das "Disney Archiv", in dem alle Filme, Skizzen und Konzepte für kommende Generationen aufbewahrt werden - gewährt man uns einen Einblick, bei dem man schon eine gewisse Ehrfurcht entwickelt, so zumindest ging es mir dabei. Entstaubt und wieder der Öffentlichkeit zugängig gemacht wird auch der Oscar- prämierte Kurzfilm "Die alte Mühle", die den Tieren als Zuhause dient und doch so viel Gefährliches und teilweise Lustiges in sich birgt. Damals eigentlich nur dafür gedacht, neue Sichtweisen und eigene zeichnerische Kompetenz experimentell zu entdecken, trug "Die alte Mühle" wesentlich zur technischen Umsetzung von "Bambi" bei.
Doch wer dachte, daß dies schon alles sei, was die Special Edition zu bieten hat, der irrt. In den USA ist die Special Edition unter dem Namen Platinum Edition erhältlich, was die Ausstattung schon eher würdigt. Ein Hauptaugenmerk wird auch darauf gelegt, wie das Filmmaterial von "Bambi" nach all den Jahren vor dem unaufhaltsamen Zerfall gerettet und mit einem gewaltigen (computer-) technischen Aufwand sowohl optisch als auch akustisch restauriert wurde.
Neben einer "Zeitreise ins Jahr 1942" - als Bambi fertig gestellt und ins Kino gebracht wurde, obwohl man Disney dazu zwang, statt kommerzieller vielmehr patriotische und Lehrfilme zu drehen - wird zusätzlich ein kleiner Ausblick auf den zweiten Teil von Bambi gegeben, der im Jahr 2006 in die Kinos kommen, dabei aber ganz im Stil des Originals gehalten sein soll, was der Kunst des Zeichnens im Vergleich zu digitalen Produktionen eine ganz neue Wertigkeit verschafft.
Wer bis dahin durchgehalten hat, den erwartet noch eine umfangreiche "Bildergalerie", die in Form einer Diashow nicht nur eine große Menge von Konzepten, Zeichnungen zu den einzelnen Figuren des Films zu bieten hat, sondern auch Plakate und solche Fotos, die während der Produktion entstanden und die Zeichner beim Arbeiten oder das kreative Team bei den Meetings zeigt und somit erneut eine Art Zeitreise ermöglicht.
Den Abschluß bildet schließlich eine von Walt Disney höchstpersönlich moderierte und im Februar 1937 erstmalig ausgestrahlte Dokumentation, in der er uns in "Die hohe Kunst des Zeichentricks" einweiht. Dabei wird auf die Technik, die es ermöglichte, eine Art drei- dimensionales Erlebnisbild zu erschaffen, ebenso eingegangen wie auf die Art und Weise, wie die Figuren erst gezeichnet und dann durch mühsame Handarbeit zum Leben erweckt wurden.
..:: Fazit ::..
Daß diese Geschichte über Bambi, der sich vom kleinen Rehkitz zum stattlichen Hirsch entwickelt und währenddessen mit seinen Freunden Klopfer und Blume einige lustige, zum Teil aber auch lehrreiche und tragisch- gefährliche Abenteuer bestehen muß, nicht nur wunderschön erzählt ist, sondern zudem mit einer geradezu einzigartigen Detailtreue brilliert, trägt sein Übriges dazu bei, daß dieser Zeichentrickfilm zu einem der schönsten und zugleich zeitlosen Klassiker avanciert ist, der nicht nur unsere Herzen und auch die unserer Kinder, sondern auch noch viele Generationen danach erfreuen wird.
Nichts hat dieser Zeichentrickfilm mit heutigen gleich gearteten Produktionen gemein, die allesamt aus dem Computer stammen und - dies kann ich unumwunden sagen - an Detailtreue diesem nun schon mehr als sechzig Jahre alten Meisterwerk bei weitem nicht das Wasser reichen können. Und gerade dies macht den Charme dieses Films aus, neben seiner unvergleichlichen Art der visuellen Erzählung, die weniger Wert legt auf Sprache als auf Eindrücklichkeit der Bilder.
Dies und das Bonusmaterial, das in diesem Umfang zweifellos seinesgleichen sucht, sorgt dafür, daß dieser nun endlich für das Heimkino und noch dazu als Special Edition erhältliche All Time Klassiker und Meilenstein des Zeichentricks ein "Must Have" für jede gute DVD- Sammlung ist ...
23 Bewertungen, 10 Kommentare
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16.03.2010, 10:52 Uhr von Jack100
Bewertung: sehr hilfreichSehr guter Bericht. Viele Grüße
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22.02.2009, 14:59 Uhr von nikita86
Bewertung: sehr hilfreichgut berichtet. meine bw's sind leider für heute alle :( lg, nikita
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21.02.2009, 00:28 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreich.•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.
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20.02.2009, 22:34 Uhr von sonnenbaerchen
Bewertung: besonders wertvollIch liebe Bambi!!!!
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20.02.2009, 20:21 Uhr von TigerLady
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreicher Bericht!
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20.02.2009, 19:07 Uhr von Prueter87
Bewertung: sehr hilfreichDa kommt ja der Reporter raus. LG
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20.02.2009, 18:05 Uhr von minasteini
Bewertung: sehr hilfreichIch wünsche ein schönes Wochenende. LG aus Potsdam
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20.02.2009, 17:34 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichWünsche dir ein schönes Wochenende. Lg Sigi
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20.02.2009, 16:44 Uhr von senora
Bewertung: besonders wertvollEin schönes Wochenende wünsche ich dir
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20.02.2009, 16:07 Uhr von Gemeinwesen
Bewertung: besonders wertvollIch wünschte, solche Texte würden sich vor allem diejenigen Zeitgenossen zum Vorbild wählen, die in dieser Rubrik unbelehrbar Filmbesprechungen - meist dürftiger Qualität - posten, die mit dem Produkt DVD nichts zu tun haben. Beste Grüße vom Gemeinwesen.
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