Bar Celona Testbericht

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Erfahrungsbericht von maertens

Barcelona in Berlin

Pro:

gute Küche, gut zu erreichen

Kontra:

nicht billig

Empfehlung:

Ja

Eigentlich dürfte ich ja gar nicht mehr auswärts essen gehen, jeder Restaurant-Besuch schlägt mit einem Plus vom wenigstens einem Zentimeter Hüftumfang zu Buche.... Dabei sind gute Restaurants, wo es mir wirklich schmeckt, nicht gerade reichlich gesät in Berlin-Mitte.
Bei der Bar Celona handelt es sich, wie man schon dem Namen nach vermuten könnte, um ein Restaurant mit spanischer bzw. katalanischer Küche. Es ist nicht ganz leicht zu finden, aber um es vorweg zu nehmen, die Suche lohnt sich!

Lage/Anreise:

Die Bar Celona befindet sich in Berlin Mitte in der Hannoverschen Straße 2. im Kiez zwischen Charité und Scheunenviertel.
Möglicherweise wissen ja einige User, wo früher die ständige Vertretung der BRD in der DDR war. Dort gegenüber und relativ unscheinbar liegt das Restaurant im Erdgeschoss eines hohen grauen Altbaus.
Man reist am besten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln an, am besten mit der U-Bahn Linie 6 bis Station Oranienburger Tor oder Zinnowitzer Straße oder mit den Straßenbahnlinien 1, 6, 13, oder 50. Mit einem kleinen Fußmarsch verbunden ist die Anreise per S-Bahn. Mit allen Linien im Nord-Süd-Tunnel kann man den Bahnhof Oranienburger Straße erreichen. Von hier aus sind es dann noch einmal 300 Meter zu laufen. Ähnlich gestaltet sich der Weg vom Bahnhof Friedrichstraße, wo sich die S-Bahnen des Nord-Südtunnels mit den Linien auf der Stadtbahn sowie der Regionalbahn treffen.

Ausstattung/Flair:

Tritt man durch den Windfang ein wird einem bewusst, warum das Restaurant von außen so unscheinbar ist: Es ist ein Schlauch, der nach hinten geht. Vorn an der Straße gibt es nur die Tür und ein größeres Schaufenster.
Drinnen jedoch fühlt man sich sofort wohl, die Wände erstrahlen in einem warmen gedämpftem Gelb, die Tische sind kommunikationsfördernd in einer Reihe angeordnet. An den Wänden sitzt man auf Lederbänken, davor an Stühlen. Unweit der Tür befindet sich ein Tresen, hier schaltet und waltet resolut aber freundlich eine Frau, welche möglicherweise Chefin des Landes ist. Die Bedienung ist sehr freundlich, schnell und kompetent, lediglich zu kleineren Verständigungsschwierigkeiten kann es kommen, wenn die Spanier auf stark dialektsprechende Deutsche geraten. Dann greift meistens die Chefin persönlich ein.
Die Einrichtung soll von einem katalanischen Künstler stammen, auf alle Fälle gefällt sie mir immer wieder, da sie spartanisch, schick und zweckmäßig ist. Gedämpfte Latino-Musik rundet das Ganze ab.

Die Küche:

Lecker und reichhaltig kann ich nur sagen, hier wird man noch satt. Mir haben es ja besonders die Paellas angetan, wie man sie besser in Spanien nicht bekommt! Sie sind auch Spezialität der Bar Celona.
Aber die spanisch-katalanische Küche hat natürlich noch viel mehr zu bieten. Zu nennen und zu empfehlen wäre da die deftige Knoblauchsuppe (Sopa de ajo), die Gazpacho andalúz, einer kalte Suppe aus rohem Gemüse, Öl, Essig, Brot und Wasser oder eine Meeresfrüchtesuppe. Außerdem gibt es verschiedene Tapas und Salate.
Zwischen wenigstens 25 Hauptgerichten kann man wählen, neben der bereits angesprochenen Paella reichhaltige Speisen aus Lamm, Kaninchen, Fischen, Tintenfisch, Garnelen, Huhn oder Rinderhack. Schwerpunkt sind Fisch und Meeresfrüchte, wie man ihn besser nicht so schnell bekommt in Berlin. Das erklärt auch die relativ hohen Preise der Gerichte. Alle Gerichte sind gut gewürzt und nicht dem deutschen Geschmack angepasst! Das halte ich für ganz wichtig!
Wer nach dem Hauptgang noch etwas essen kann (unwahrscheinlich) kann sich noch einen der hervorragenden Desserts zu Gemüte führen, z. B. die Crema Catalana, einer Eiercreme mit Karamell.
Zum Essen trinkt man passender Weise Wein, entweder preisbewusst den Hauswein oder einer der zahlreichen Flaschen spanischen Weins. Natürlich gibt es auch Bier oder Softdrinks, dafür wird man nicht schief angeguckt.

Öffnungszeiten/Publikum:

Geöffnet wird mittags um zwölf, zwischen 01:00 und 02:00 Uhr ist auch hier Schluss.
Besonders abends empfiehlt es sich, einen Tisch zu reservieren, kommt man zu spät, hat man das Nachsehen. Reservieren kann man telefonisch unter 030 / 2829153 oder unter [email protected]
Das Publikum besteht zum größten Teil aus Stammpublikum. Hier trifft man sich mit Freuden zum Essen und Gedankenaustausch, nehmen Paare ein Liebesmahl ein, verirren sich auch manchmal Touristen. Schicki-Micki ist eher rar vertreten. Studenten sieht man selten, dazu sind dann die Preise doch etwas zu hoch. Alles in Allem- Easy Going.

Preise:

Das Preis-Leistungsverhältnis ist angemessen, das heißt, dem guten Service und den schmackhaften Speisen entsprechend hoch. Suppen kosten zwischen 6,50 bis 10,00 Euro, Vorspeisen 8,00 bis 20,00 Euro, Hauptgerichte 15,00 bis 34,00 Euro sowie Desserts 5,00 bis 9,00 Euro. Bei der überaus reichhaltigen Weinauswahl reichen die Preise von 6,50 Euro bis hin zu 150,00 Euro für Spitzenweine. Aber das muss dann wohl für den schmaleren Geldbeutel nicht sein.
Neben Bargeld werden übrigens auch die gängigen Kreditkarten (Amex, Visa, Master und Diners) akzeptiert.

Fazit:

Nicht ganz billig aber unbedingt empfehlenswert für Freunde der Mediterranen Lebensweise und spanischen Küche. Sehr gute Küche, freundlichstes Personal, nette Atmosphäre- von mir 5 Sterne, Punkte, was auch immer...

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