Beirut Testbericht


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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von LoMei
Seefahrt 21: Kurzbesuch in Beirut
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Die Stadt liegt auf einem kleinen flachen etwas länglichen Hügel zu Füßen ziemlich hoher zeitweise schneebedeckter Berge. Am 10.Mai 1956 in aller Frühe traf unser Schiff in Beirut ein.
Daraus kann man ersehen, dass der Bericht keinen Anspruch auf Aktualität erheben will.
INHALT
1. Beirut
2. Rundfahrt in die Berge
3. Weiterfahrt nach Norden
4. Fazit
1. BEIRUT
Die Stadt sieht von Hafen aus sehr schön aus. Die Lage und das ganze Bild sind einfach bezaubernd. Leider konnte ich am Abend nur sehr kurz an Land. Dabei fiel mir auf, dass ungefähr jedes dritte Auto einen Mercedesstern trug.
Am Freitag, dem 11.5. wurde wegen des mohammedanischen Feiertages im Hafen nicht gearbeitet. Am Sonnabend war der Nachmittag frei. Unser Messesteward und ich gingen zusammen an Land. Wir schlenderten zuerst kreuz und quer durch Beirut. Es war überall viel Betrieb und große Geschäftigkeit. Manches mutete französisch an. In Fotoläden sah man fast nur deutsche Kameras. Auch sonst fielen uns sehr viele deutsche Artikel auf, von der Nähmaschine bis zur Hafenkrananlage.
Wir nahmen uns ein Taxi und fuhren aus der Stadt heraus am Meer entlang zu einem wunderschönen Badestrand. Mit dem Fahrer machten wir aus, dass er uns später wieder abholen sollte. Am Strand war es ganz herrlich. Ab und zu tummelten wir uns in den anrollenden Wellen. Das Wasser war herrlich kühl. Wir lagen dann etwa 1½ Stunden im Sand und konnten einmal so richtig faulenzen. Um ¼ nach 3 stiegen wir in das schon vor dem Portal wartende Taxi und begannen die vereinbarte Rundfahrt.
2. RUNDFAHRT IN DIE BERGE.
Unser Fahrer sprach etwas Englisch. Er war sehr erfreut, als er hörte, wir seien Deutsche. Er erzählte uns, dass er im zweiten Weltkrieg einen Deutschen, der dort in einer Firma eine leitende Stellung bekleidete und den die Engländer internieren wollten, in seinem Wagen weggefahren und dafür gesorgt habe, dass er nicht geschnappt wurde. Dafür sei er eingesperrt worden, und darauf sei er heute noch stolz. Den vorher vereinbarten Fahrpreis setzte er aus lauter Sympathie auf die Hälfte herunter. Ob das so stimmte, konnten wir nicht gut beurteilen. In der Nähe des Strandbadbades verließen wir die Uferstraße und fuhren in die Berge hinauf. Es war einfach ’ne Wucht. Durch Haine mit orientalischen mir unbekannten Bäumen ging es einen hohen Berg hinauf. In einer Schlucht schräge unter der Straße waren die Ruinen einer alten römischen Brücke zu sehen. Die Straße führte in vielen Serpentinen und unheimlich scharfen Kurven ziemlich steil nach oben. Unser Wagen, es war ein Dodge, fegte nur so um die Ecken. Unser Fahrer wurde nicht müde, immer wieder und wieder zu erklären und zu erzählen. Leider haben wir gar nicht alles verstanden.
Als wir auf der Höhe waren, befanden wir uns etwa 600 m über dem Meere. Unter uns am anderen Hang breitete sich Beirut aus. An der Trennungslinie zwischen Land und Meer sahen wir gerade eben erkennbar den Hafen mit seinen in das Wasser hinaus gebauten Molen. Es war ein schönes und sehr friedliches Bild. Überhaupt strahlte Beirut zwar viel Geschäftigkeit aber vor allem viel heitere Gelassenheit aus.
Kurz vor dem Abendbrot waren wir wieder an Bord. Der Nachmittag hat jeden mal eben 14.00 DM gekostet. Das waren 0.26 DM pro Kilometer.
Wir bedauerten wieder einmal sehr, dass die Liegezeiten bei der christlichen Seefahrt immer so kurz sind.
3. WEITERFAHRT NACH NORDEN
Am Sonntag legte „Tilly Russ“ nachmittags von der Pier ab. Beirut blieb achteraus. Es ging immer unter der Küste nach Norden. Wir sahen an Steuerbord hohe Berge, an deren langen Hängen Ortschaften wie winzige, kleine weiße Kleckse klebten. Das war ein herrliches Bild.
Nach kurzen Liegezeiten im syrischen Reede-Hafen Lattakia und im türkischen Iskenderun mit einer staubigen Getreideschüttanlage für Gerste traten wir die Heimreise an.
4. FAZIT
Inzwischen hat der Libanon einen lange Bürgerkrieg hinter sich, und der Frieden ist keiner. Ich kann keine aktuellen Informationen geben, und ich weiß auch nicht, ob ich den Rat erteilen soll, dort hin zu fahren? Das muss jeder selber entscheiden. Es gibt viele sehr aktuellere Berichte bzw. Meinungen. Jedenfalls ist der Libanon ein schönes Land. Von Beirut aus kann man in den Bergen Ski fahren und gleichzeitig im Meer baden.
Ich hörte damals, hier sei die Riviera des vorderen Orient, und ich hatte den Eindruck, dass das stimmt.
Daraus kann man ersehen, dass der Bericht keinen Anspruch auf Aktualität erheben will.
INHALT
1. Beirut
2. Rundfahrt in die Berge
3. Weiterfahrt nach Norden
4. Fazit
1. BEIRUT
Die Stadt sieht von Hafen aus sehr schön aus. Die Lage und das ganze Bild sind einfach bezaubernd. Leider konnte ich am Abend nur sehr kurz an Land. Dabei fiel mir auf, dass ungefähr jedes dritte Auto einen Mercedesstern trug.
Am Freitag, dem 11.5. wurde wegen des mohammedanischen Feiertages im Hafen nicht gearbeitet. Am Sonnabend war der Nachmittag frei. Unser Messesteward und ich gingen zusammen an Land. Wir schlenderten zuerst kreuz und quer durch Beirut. Es war überall viel Betrieb und große Geschäftigkeit. Manches mutete französisch an. In Fotoläden sah man fast nur deutsche Kameras. Auch sonst fielen uns sehr viele deutsche Artikel auf, von der Nähmaschine bis zur Hafenkrananlage.
Wir nahmen uns ein Taxi und fuhren aus der Stadt heraus am Meer entlang zu einem wunderschönen Badestrand. Mit dem Fahrer machten wir aus, dass er uns später wieder abholen sollte. Am Strand war es ganz herrlich. Ab und zu tummelten wir uns in den anrollenden Wellen. Das Wasser war herrlich kühl. Wir lagen dann etwa 1½ Stunden im Sand und konnten einmal so richtig faulenzen. Um ¼ nach 3 stiegen wir in das schon vor dem Portal wartende Taxi und begannen die vereinbarte Rundfahrt.
2. RUNDFAHRT IN DIE BERGE.
Unser Fahrer sprach etwas Englisch. Er war sehr erfreut, als er hörte, wir seien Deutsche. Er erzählte uns, dass er im zweiten Weltkrieg einen Deutschen, der dort in einer Firma eine leitende Stellung bekleidete und den die Engländer internieren wollten, in seinem Wagen weggefahren und dafür gesorgt habe, dass er nicht geschnappt wurde. Dafür sei er eingesperrt worden, und darauf sei er heute noch stolz. Den vorher vereinbarten Fahrpreis setzte er aus lauter Sympathie auf die Hälfte herunter. Ob das so stimmte, konnten wir nicht gut beurteilen. In der Nähe des Strandbadbades verließen wir die Uferstraße und fuhren in die Berge hinauf. Es war einfach ’ne Wucht. Durch Haine mit orientalischen mir unbekannten Bäumen ging es einen hohen Berg hinauf. In einer Schlucht schräge unter der Straße waren die Ruinen einer alten römischen Brücke zu sehen. Die Straße führte in vielen Serpentinen und unheimlich scharfen Kurven ziemlich steil nach oben. Unser Wagen, es war ein Dodge, fegte nur so um die Ecken. Unser Fahrer wurde nicht müde, immer wieder und wieder zu erklären und zu erzählen. Leider haben wir gar nicht alles verstanden.
Als wir auf der Höhe waren, befanden wir uns etwa 600 m über dem Meere. Unter uns am anderen Hang breitete sich Beirut aus. An der Trennungslinie zwischen Land und Meer sahen wir gerade eben erkennbar den Hafen mit seinen in das Wasser hinaus gebauten Molen. Es war ein schönes und sehr friedliches Bild. Überhaupt strahlte Beirut zwar viel Geschäftigkeit aber vor allem viel heitere Gelassenheit aus.
Kurz vor dem Abendbrot waren wir wieder an Bord. Der Nachmittag hat jeden mal eben 14.00 DM gekostet. Das waren 0.26 DM pro Kilometer.
Wir bedauerten wieder einmal sehr, dass die Liegezeiten bei der christlichen Seefahrt immer so kurz sind.
3. WEITERFAHRT NACH NORDEN
Am Sonntag legte „Tilly Russ“ nachmittags von der Pier ab. Beirut blieb achteraus. Es ging immer unter der Küste nach Norden. Wir sahen an Steuerbord hohe Berge, an deren langen Hängen Ortschaften wie winzige, kleine weiße Kleckse klebten. Das war ein herrliches Bild.
Nach kurzen Liegezeiten im syrischen Reede-Hafen Lattakia und im türkischen Iskenderun mit einer staubigen Getreideschüttanlage für Gerste traten wir die Heimreise an.
4. FAZIT
Inzwischen hat der Libanon einen lange Bürgerkrieg hinter sich, und der Frieden ist keiner. Ich kann keine aktuellen Informationen geben, und ich weiß auch nicht, ob ich den Rat erteilen soll, dort hin zu fahren? Das muss jeder selber entscheiden. Es gibt viele sehr aktuellere Berichte bzw. Meinungen. Jedenfalls ist der Libanon ein schönes Land. Von Beirut aus kann man in den Bergen Ski fahren und gleichzeitig im Meer baden.
Ich hörte damals, hier sei die Riviera des vorderen Orient, und ich hatte den Eindruck, dass das stimmt.
28 Bewertungen, 3 Kommentare
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12.09.2004, 23:14 Uhr von Negendank
Bewertung: sehr hilfreichDort möchte ich gerne auch einmal hinfahren. VLG - Olaf
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11.06.2002, 15:42 Uhr von Andreas68
Bewertung: sehr hilfreichIch kenne vom Libanon noch den Begriff der "Schweiz des Nahen Ostens". Was ist daraus geworden! Die historisierende Freudlichkeit dieser Menschen für uns habe ich auch schon erfahren u. schockiert heute viele.
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08.05.2002, 12:17 Uhr von Gabri
Bewertung: sehr hilfreichBei sovielen Reisen macht das Schreiben bestimmt Spass und alles einfacher ;o) Gabri
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