Bernd Schneider Testbericht

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Erfahrungsbericht von retilein

Ein Thüringer in der Nationalmannschaft

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Mit Fußballspielern im allgemeinen und Nationalspielern im speziellen ist das immer so ein Problem, sie bringen keine konstante Leistung über ihre Karriere und deshalb schneiden sie in der Beurteilung eben mal besser und mal schlechter ab.
Dies trifft auch für Bernd Schneider zu, dessen fußbalerische Entwicklung ich schon aufgrund seiner Herkunft gern verfolgt hatte und deshalb auch jetzt quasi eine Lanze für ihm brechen möchte.

Allgemeines
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Bernd Schneider, der am 17. November 1973 in Jena geborener Thüringer, ist der Spätstarter unter den deutschen Nationalspielern. Seit seiner frühesten Jugend verfolgt ihm der von seinen Freunden und Kumpels gegebene Spitznamen \'Schnix\' . Nach der mittleren Reife begann er eine Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker, die er aber nach neun Monaten mangels Perspektiven abbrach, um sich ganz auf den Fußball zu konzentrieren. Schneider: \"Job und Fußball, das ließ sich nicht mehr koordinieren.\" Ein sicherlich gewagtes Unterfangen, doch im Nachhinein hat Schneider alles richtig gemacht.

Zusammen lebt er mit seiner Freundin Carina und am 19. Juni 2001 wurde er Vater einer Tochter mit den Namen Emily und ist wohnhaft nahe Leverkusen.

Karriere
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Seine Karriere verlief bisher über die Stationen:
1980 - 1983: Aufbau Jena (heute SV Lobeda)
1983 - 1998: FC Carl Zeiss Jena
1998 - 1999: Eintracht Frankfurt
seit 1.7.1999 Bayer Leverkusen.

Das Fußball-ABC erlernte Bernd Schneider, der mit sechs Jahren von seinem Vater bei Aufbau Jena angemeldet wurde, in der Kinder- und Jugendsportschule Jena. Vier Jahre lang trainierte er dort nahezu zweimal täglich, absolvierte zudem eine Schulausbildung. Seit dieser Zeit ist der Bayer-Profi übrigens auch mit dem heutigen Schalker Jörg Böhme befreundet, der ebenfalls in dieser Einrichtung das Fußball-Einmaleins gelernt hat.

An diesem Beispiel sieht man wieder einmal was die gute Jugendarbeit den neuen Bundesländern so hervorbrachte. So spielte er 15 Jahre bei Carl Zeiss Jena einem der Traditionsvereine des Ostens bis dieser dann in die drittklassigkeit abrutschte, heute momentan irgendwo sogar in der in der Oberliga Nordost- Süd.

Seine Bundesliga-Premiere feierte er im Trikot von Eintracht Frankfurt. Seine kreative Spielweise, mehr aber noch seine bescheidene Art, haben den Thüringer schnell in die Mannschaft der Hessen integrieren lassen, sodaß er schnell in der Ersten Bundesliga geachtet wurde. Schneiders Vertrag in Frankfurt lief zwar bis 2001, doch der Mittelfeldakteur hatte mit der Eintracht eine Klausel ausgehandelt, dass er für eine Ablösesumme von zwei Millionen Mark zu einem Champions League-Verein wechseln darf. Das tat er denn auch und ging zu Vizemeister Bayer 04 Leverkusen.

Jahrelang kam er erst bei Daums Bayer nicht über die Rolle des Edeljokers hinaus und erst in der letztjährigen Spielzeit unter den neuen Bayer-Trainer Klaus Toppmöller, der voll auf die Stärken des beidfüßigen Dauerläufers setzte, rechtfertigte er dieses Vertrauen mit konstant guten Auftritten. \"Bernd gehört bei uns zu den ganz wichtigen Spielern und noch ist seine Entwicklung nicht zu Ende\", beschreibt Toppmöller seine Vorzüge.
\"Wenn er am Ball ist, kann ich mich beruhigt zurück lehnen\", erzählt Klaus Toppmöller, \"er verliert kaum einen Ball, auch wenn ihn zwei, drei Mann bedrängen, weil er sich dank seiner hervorragenden Technik immer befreien kann.\"

Seine Ersteinsatz für Deutschland machte er schon am 29. Juli 1999 in Guadalajara beim verpönten Konföderationen-Cup im Spiel gegen Neuseeland (2:0).
Sein erstes und einzigstes Tor erzielte er zur WM gegen Saudi-Arabien per Freistoß. Bisher hat er in seinen 21Einsätzen ganze 1 mal getroffen auch als Flankengeber keine berauschende Bilanz.

In der Bundesliga sieht die Bilanz besser aus denn da hat er in mittlerweile 142 Spielen 15 Tore erzielt und das kann sich sehen lassen (diese Daten ändern sich dynamisch mit jedem Einsatz und sind deshalb aktualisiert unter www.fussballdaten.de/Spieler zu verfolgen) bzw. http://www.kickbase.de/.

Meinung
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Selbst Altmeister Günter Netzer, gefürchtet als einer der härtesten Kritiker des deutschen Fußballs, bemerkte in der Sport-Bild, Schneider habe ihm „viel Spaß gemacht“. In seiner Hinrunden-Bilanz lobte er das Zweikampfverhalten und die Flankentechnik des Leverkusener Außenbahnathleten.

Neben Kahn sicherlich unser entscheidendes Plus bei der WM war das Mittelfeld mit Hamann als Organisationstalent in der Defensive, mit Ballack als strategischer Lenker und Schneider als freischaffendem Künstler in der Offensive. Nicht nur laut Sport1 zeigte Bernd Schneider im WM-Endspiel gegen Brasilien seine beste Turnierleistung. Der 28-Jährige war als Spielmacher Dreh- und Angelpunkt der deutschen Offensive und initiierte fast alle gefährlichen Aktionen.

Der nur 1,76 m große und 74 kg schwere Mittelfeldspieler von Bayer Leverkusen hat sich gerade in der letzten Saison in die Herzen der Fans gespielt mit seinen beherzten Auftritten für seinen Klub und vor allem auch für die Nationalmannschaft, in der er mittlerweile eine feste Größe geworden ist. Bernd Schneider leistet zumeist ein enormes Laufpensum und schafft damit immer wieder Lücken für seine Mitspieler.

Er ist ein technisch äußerst versierter Spieler, der am liebsten auf der rechten Außenbahn spielt und vorzügliche Flanken zu schlagen versteht. Darüber hinaus ist er dabei sich auch als Freistoßschütze einen gefürchteten Namen zu machen.
Hinsichtlich alter Schwächen in der Defensive und bei Zweikämpfen hat er sich in der Zeit bei Bayer sichtlich weiterentwickelt.

Durch hervorragende Leistungen bei Bayer machte er aber wieder auf sich aufmerksam, so dass Teamchef Rudi Völler im Herbst vergangenen Jahres gar nicht mehr an dem heute 28-Jährigen vorbeikam.

Und in diesem Sinne wenn er sich seine Trikotnummern zum Maßstab nimmt 19 im DFB-Team und 25 bei Bayer, dann können wir noch einige Treffer von Ihm erwarten.

Unter http://www.bernd-schneider.lu/ kann man noch viel über ihm erfahren.

Sein absolutes Vorbild in seiner Jugendzeit war Diego Maradona. \"Er war einfach ein Ausnahmespieler\", schwärmt er noch heute vom Argentinier.

Übrigens sein Lieblingsessen ist natürlich logisch, Thüringer Klöþe mit Rouladen !

Fazit
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Bernd Schneider ist ein Skorpion - zumindest im Sternzeichen und auch von der Einstellung her zeigte er den Biss des astrologischen Vorbilds. Für mich ein Spieler der noch nicht an seinem Zenit angelangt ist und deshalb auch mal oder gerade wegen der momentanen Seuche über einen Vereinswechsel nachdenken sollte.

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