Bewerbungstipps Testbericht
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Erfahrungsbericht von Teressa
Eine neue Chance
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
jeder von euch wird sich mindestens einmal in seinem Leben bei seinem zukünftigen Arbeitgeber bewerben müssen. Gerade in der heutigen Zeit, ist der Arbeitsmarkt von Mitbewerbern so überfüllt, dass eine aussagefähige Bewerbung unerlässlich ist. In meinem Orientierungs- und Reintegrationsseminar lernte ich unter anderem, wie man sich erfolgreich bewirbt. Hier möchte ich euch dazu ein paar wertvolle Tipps und Tricks weitergeben.
Formale Kriterien einer Bewerbung
Format
Anschreiben, Lebenslauf und Zeugniskopien nur in DIN A4 befügen
die komplette Bewerbung solltet ihr in eine Sichtmappe heften, jedoch ebenfalls in
Normalgröße
die Unterlagen ordnet ihr in folgender Reihenfolge an:
Anschreiben (nicht abheften, lose auf die Bewerbungsmappe legen)
Lebenslauf mit Foto
Werdegangstabelle
Zeugniskopien (chronologisch ordnen)
evtl. Kopien von Schul- oder Ausbildungszeugnissen
Zertifikate von Weiterbildungskursen, Seminaren, etc. (Kopien)
Porto
Frankiert unbedingt richtig!
Haben ihr Zweifel über die richtige Frankierung, lasst euch eure Bewerbung auf dem
Postamt auswiegen
Einschreiben
Grundsatz: Bewerbungen nicht als Einschreiben verschicken.
Ein Einschreiben macht nur Arbeit und verursacht unnötige Kosten.
Umgekehrt solltet ihr eure Bewerbungsunterlagen auch nicht per Einschreiben zurück verlangen.
Umfang der Bewerbung
Richtet euch nach den Wünschen, die in der Anzeige formuliert wurden.
Schickt keine Unterlagen, die nicht verlangt wurden.
Schickt keine schweren Bewerbungen ab. Das maximale Gewicht der Unterlagen
sollte bei ca. 250 gr liegen.
Anschrift
Achtet darauf, dass ihr die Adresse der Firma richtig und vollständig schreibt.
Schreibt bei Chiffreanzeigen statt der Adresse der Firma die ChiffreNummer und dasErscheinungsdatum der Zeitung in das Bewerbungsschreiben z.B.
Aachener Woche
Ausgabe vom 12.04.02
Chiffre Nr. 55821
Aachen
Vorsicht bei Chiffreanzeigen! Ihr könnt auch an eure alte Firma geraten, oder an eine
Firma, in die ihr nicht wollt. Um das zu vermeiden, schreibt auf den Umschlag: Bitte
nicht weiterleiten an die Firma XYZ.
Anforderungen an eine erfolgreiche Bewerbung
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Aufmerksamkeit erregen
gute Überschrift
Headline Slogan
interessante Gestaltung
Bezug zum Inserat.
Sie suchen....
(Anforderungsprofil)
Interesse wecken
Ich biete:
Ausbildung
Fachkenntnisse
Praxiserfahrung
(Leistungsprofil)
Druck machen- Wünsche erzeugen
Persönliche Vorzüge
Stärken
besondere Fähigkeiten
Angestrebte Position?
(Nebennutzen)
Aktionen veranlassen
möglicher Eintrittstermin
Bitte um persönliches Vorstellungsgespräch
Regeln für telefonische Kontaktaufnahme
Wählt den richtigen Platz. Die Telefonzelle ist am wenigsten geeignet.
(Auch Nachbarn und Freunde helfen!)
Legt euch alles bereit, was ihr evtl. benötigen könntet! (Tabellarischer Lebenslauf, Konzept des Gesprächs ... )
Verinnerliche vorher Deine bisherige Terminplanung! (Es geht schließlich um eine Terminvereinbarung) Der Kalender gehört neben das Telefon.
Erarbeit euch ein Gesprächskonzept!
-Ich bin bei
-Ich mache dort (übersichtlich Stichworte)
-Ich will
-Dazu bitte Termin
Verfolgt bei allen Worten euer Ziel: Termin für eine persönliche Vorstellung. Deshalb nicht zu viel über die eigene Person! (Haltet an diesem Ziel fest!)
Wählt eindeutige und klare Begriffe um Missverständnisse zu vermeiden. Vieles ist am Telefon nicht mehr "auszubügeln"
Vergewissert euch auch genau wo ihr "angekommen" seid und wer euer Gegenüber ist! (Der Pförtner ist kaum und die Sekretärin nicht immer kompetent)
Bei auftretenden Missverständnissen den Gesprächspartner nicht belehren. Geht immer davon aus, dass ihr etwas falsch verstanden hast.
Wiederholt euch nicht zu oft. Geht davon aus, dass euer Partner das Problem beim ersten Mal begriffen hat!
Sprecht so, wie ihr seid und versucht nicht, euch sprachlich abzuheben (Man
stolpert leicht über spitze Steine)
Gebt ruhig zu, dass ihr aufgeregt seid, falls ihr euch einmal verhaspelst. Euer Gegenüber wird das verstehen.
Vorsicht vor Anrufbeantworten! In unserem Fall: Am besten wieder auflegen!
Übt euer Gespräch mit einem Freund, Bekannten oder dem Ehepartner, bevor ihr zum Hörer greifst!
Der telefonische Kontakt
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Vorteile
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Freier sprechen- Stichworte machen- Zeit sparen- zeitlich ungebunden- schnell sein- weniger Lampenfieber-Kosten sparen- Gestik, Mimik, Haltung, Kleidung entfallen- Mut zur Gegenfrage- Durch schnelle Reaktion schneller einen Arbeitsplatz erreichen- Rückruf möglich- Kurzfassung- positiv bekannt- durch telefonische Kontaktaufnahme ist man bei Ankunft der Bewerbungsunterlagen in der Firma schon bekannt.
Nachteile
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Verlust des ersten Eindrucks- Kurzfassung des Gesprächs- sofortige Absage- man weiß nicht ob man stört- evt. falscher Gesprächspartner- richtiger Partner läßt sich verleugnen- Störung in der Leitung- fehlende Gestik und Mimik- Bewerber bekommen selbst kein Bild vom Betrieb- Missverständnisse durch falsche Verständigung- menschlicher Kontakt fehlt- man ist negativ bekannt- Partner oft nicht entscheidungsbefugt- zu langes Plaudern- es entsteht oft ein oberflächliches unvorteilhaftes Bild vom Bewerber.
Tipps zum Vorstellungsgespräch
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Bestätigt den vorgeschlagenen Gesprächstermin schriftlich
Sammelt euch zusätzliche Informationen über das Unternehmen z.B. über Firmengröße, Produktprogramm, Mitarbeiterzahl etc. Dazu bieten sich beispielsweise Geschäftsberichte und Firmenhandbücher an.
Kommt pünktlich zum Vorstellungsgespräch! Klärt dazu vorher den genauen Anfahrtsweg, die benutzten Verkehrsmittel und die benötigte Fahrtzeit.
Es empfiehlt sich eine dem Anlass entsprechende Kleidung sowie korrektes und gepflegtes Äußeres.
Während des Gesprächs solltet ihr eine Kopie Ihrer Bewerbungsunterlagen dabei haben.
Bereitet euch auf mögliche Fragen vor, die man euch stellen wird. So möchte der Arbeitgeber beispielsweise auf folgende oder ähnliche Fragen eine Antwort erhalten:
Passt der Bewerber in die Struktur und das Gefüge meines Unternehmens, meiner Firma? Wird er den Anforderungen seines künftigen Arbeitsplatzes gerecht werden? Sind seine Ausbildung und sein beruflicher Werdegang für die Stelle ausreichend? Kann ich mit dem Bewerber auch meine längerfristigen Zielsetzungen erreichen?
Aber auch ihr als Bewerber solltet Fragen stellen. So könnten beispielsweise eure Fragen lauten:
Wie sieht meine künftige Tätigkeit genau aus?(Inhalt, Verantwortung, Entscheidungsbefugnis) ? Welches sind die Anforderungen, die mein Arbeitsplatz an mich stellt? Wie bin ich in der Hierarchie und Struktur der Firma eingeordnet? Gibt es Aufstiegschancen und Weiterbildungsangebote? Wie sehen die Konditionen des Zusammenarbeitens aus? (Arbeitszeit, Bezahlung, Urlaub, Schichtarbeit etc.)
Bleibt während des Gespräches natürlich und selbstbewusst. Antwortet auf Fragen klar und präzise, bleibt sachlich und gebt euch so, wie ihr seid. Spielt kein Theater und über- oder untertreibt nicht. Überzeugt euch durch eure Persönlichkeit, eure Ausbildung und eure bisherigen beruflichen Erfahrungen.
Welchen Zweck haben Fragen an den Bewerber?
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Das Unternehmen möchte im Vorstellungsgespräch so viel wie möglich über den Bewerber in Erfahrung bringen. Zur Entscheidungsfindung, welcher Bewerber der am besten geeignet ist, werden Informationen – offen oder versteckt – zu unterschiedlichen Punkten gesammelt. Hier einige Bespiele:
Man will wissen:
Warum eine Position aufgegeben wurde, ob Gründe dabei auftraten, die den Bewerber ausschließen.
Warum man sich gerade bei der Firma beworben hatte, ob ein echter Motivationshintergrund besteht.
Ob der tatsächlich berufliche Werdegang mit dem im Lebenslauf angegebenen übereinstimmt.
Warum gerade dieser berufliche Weg gewählt wurde und wie die Laufbahn weitergehen soll.
Wie ihr die Gesamtsituation einschätzt, ob ihr optimistisch oder pessimistisch denkt.
Wie ihr eure persönliche Situation einschätzt, auch mit einer privaten Komponente.
Wie euer Familienstand und eure Mobilität ist, welche Bindungen,z.B. Schule vor Ort, vorhanden sind
Wie ihr euch in eurer schulischen und beruflichen Ausbildung verhalten habt.
Wann und wo, in welchem Arbeitsbereich ihr mehr oder weniger erfolgreich ward.
Wie ihr euch verhaltet, wenn überraschend Schwierigkeiten auftauchen.
Welche Stärken und Schwächen ihr habt, wie ihr diese zu nutzen, bzw. zu überwinden versteht.
Welche lang- und kurzfristigen Ziele ihr habt, wo ihr in fünf und in zehn Jahren stehen wollt.
Ist für euch die Art der Tätigkeit oder die Höhe des Einkommens von größerer Bedeutung.
Aus welchen Gründen die Firma gerade euch einstellen sollte, was ihr dann besonders nützlich ist.
Steht irgend etwas einem Auslandseinsatz zuwider.
Wann ihr anfangen könnt.
Unzulässige Fragen
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Unzulässige Fragen sind Fragen, die folgende Lebensbedingungen betreffen:
Gewerkschaftszugehörigkeit – Krankheiten ( jedoch erlaubt, wenn dies für die vorgesehene Arbeit oder Mitarbeiter von Belang ist ) – Verlobungs- oder Heiratsabsichten – Religionszugehörigkeit – Parteizugehörigkeit – Schwangerschaft ( jedoch zulässig, wenn sich für eine angebotene Stelle nur Frauen bewerben ) – Vermögen ( allerdings zulässig bei bestimmten Vertrauensstellen ) – Vorstrafen
( allerdings zulässig, wenn dies für den Arbeitgeber von Bedeutung ist, Beispiel: ein wegen Unterschlagung vorbestrafter Prokurist ) – Längere Zeit zurückliegende Pfändungen.
Zum Abschluss noch ein paar witzige Ratschläge, die ich mir nicht verkneifen kann und die ihr auf keinen Fall für euer bevorstehendes Vorstellungsgespräch anwenden solltet *gg*
Kommt zu spät und murmelt als Entschuldigung: In diesem Laden kann man sich ja nicht zurechtfinden. Hat das nicht gewirkt, begrüßt euren zukünftigen Chef mit einem Händedruck, dass er glaubt er wäre in einem Schraubstock geraten. Der Chef darf nicht zu Worte kommen, redet deshalb wie ein Wasserfall. Auch wird ihn interessieren, dass Tante Emma sich freut, dass ihr die Stelle wechselt. Wenn ihr alles gesagt habt, dann schweigt wie ein grab. Denn Schweigen ist Gold, sollen nur die anderen reden. Wozu sich besonders anziehen? Eine alte Jacke tut es auch. Der Chef merkt daran, wie sparsam ihr seid. Das Auto wird natürlich auf dem Chefparkplatz abgestellt. Man soll sehe, dass ihr keine falschen Komplexe habt! Wenn der Chef einen Scherz erzählt, dann brecht am besten in brüllendes Gelächter aus, das freut ihn. Blickt immer wieder auf die Uhr, denn das zeigt, dass ihr mit der Zeit haushalten könnt.. Zeigt immer wieder, dass man in eurem bisherigen Unternehmen alles besser machte und ihr den Laden schon aufräumen werdet! Stürzt euch auf seinen Schreibtisch und starrt ihn an, das hebt seine Bedeutung und stimmt ihn fröhlich. Macht eine sehr lange Pause, wenn euch euer zukünftiger Chef etwas fragt, denn das zeigt, dass ihr sorgfältig überlegt. Faltet pausenlos die Hände und nehmt sie wieder auseinander, das zeigt Bewegung und Dynamik. Räuspert euch immer wieder, um etwas zu sagen, der Chef freut sich, dass er dann zuhören kann. Unterbrecht den Chef bei jeder Gelegenheit und zeigt, dass ihr es besser könnt. *lol*
Der letzte Abschnitt war natürlich ein Scherz von mir, denn so bekommt ihr die Stelle garantiert nicht.
Als ich letztes Jahr meine Stelle wechselte, nahm ich mir die oben angegebenen Tipps sehr zu Herzen und bekam als eine von vielen eine Top-Stelle, die ich mir schon immer gewünscht hatte. Ich hoffe, dass auch ihr etwas mit meinen Tipps anfangen könnt und wünsche viel Erfolg :-)
Danke für´s Lesen, Teressa
51 Bewertungen, 8 Kommentare
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08.04.2005, 11:49 Uhr von plötzlichpapa
Bewertung: sehr hilfreicheinfach klasse, wieviel Zeit Du Dir für die Berichte nimmst.
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28.03.2003, 16:37 Uhr von Jochen8
Bewertung: sehr hilfreichsehr guter Beitrag ! ich würde mich freuen wenn du dir auchmal meine Beiträge anschaust ! grus jochen
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31.10.2002, 02:30 Uhr von zefania
Bewertung: sehr hilfreichThanks. Gute Hilfe. Gruss zefania
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20.08.2002, 15:53 Uhr von jozeil
Bewertung: sehr hilfreichNa wenn das dann mal nichts wird! jörg
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13.05.2002, 18:42 Uhr von Archmage
Bewertung: sehr hilfreichirgendwas läuft bei mir falsch, obs die gefaltete Mappe war oder der Vermerk auf dem Umschlag "Gebühr bezahlt Empfänger"?
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05.05.2002, 10:46 Uhr von kasparov
Bewertung: sehr hilfreichDas ist ein sehr guter Beitrag. Glücklicherweise fange ich am 1.8. meine Ausbildung zum Bankkaufmann an.
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03.05.2002, 03:57 Uhr von antjeeule
Bewertung: sehr hilfreichDas ist wirklich eine sehr hilfreiche Darstellung. Ist es erlaubt, sich dem eventuell zukünftigen Chef in Mundart vorzustellen? *fg* ---- *antjeeulejetztmalschnellflüchtet*
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02.05.2002, 23:34 Uhr von amrum
Bewertung: sehr hilfreichManche nehmen deinen vorletzten Absatz wirklich ernst, es ist manchmal erschreckend, was für Bewerbungen auf einen Stelle kommen, bzw. wie die Bewerber sich beim Vorstellungsgespräch geben (und einem die Zeit stehlen).
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