Beyond the Veil - Tristania Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Cover-Design:
- Klangqualität:
Erfahrungsbericht von gnoi_
Von Violinen, Chören und Gegrunze
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Wieder einmal möchte ich euch Fans der harten Klänge eines meiner absoluten Lieblingsalben ans Herz legen.
Es handelt sich hierbei um das 1999 erschienene „Beyond the Veil“ von Tristania. Wer hätte das gedacht...
Seither stehe ich ja auf bombastische Alben mit ebenso guter Atmosphäre. Und Tristania treffen damit bei mir genau ins Schwarze. Bombastisch, druckvoller Gothic Metal. Ich muss zugeben: Bis vor eine paar Monaten hab ich noch nie von dieser Ausnahmeband gehört. Zum Glück hat sich das geändert. Was wäre mir sonst wohl alles entgangen?
Ich sags euch: Ein Meisterwerk des modernen Gothic Metals. Nein, nicht diesen Scheiß Gothic, den HIM zum Beispiel spielen, sondern perfekt arrangierten und kompositorisch hoch anspruchsvollen Gothic Metal.
Wie keine andere Band verbinden Tristania gekonnt sowohl richtig hart ausfallende, wenn auch niemals in Geknüppel oder Raserei ausartende, mit stellenweise extrem ruhigen Passagen. Klar. Die sind auch nicht die einzige Band, die im einen Moment abgehen wie die Post und anschließend plötzlich die Ruhe selbst sind. Aber wie geschickt Tristania die einzelnen Passagen miteinander verbinden, ist für mich einfach unbeschreiblich.
Dabei könnte man zunächst meinen, dass opernhafter Frauengesang, Violinen und Klavier gar nicht mit üblem Black Metal Gegrunze harmonieren. Wohl bemerkt, bevor man sich dieses Album anhört.
Danach werden einem nämlich jegliche Zweifel gandenlos aus dem Hirn geblasen.
Gleich zu Beginn des Albums wird man förmlich vom dargebotenen Bombast erschlagen.
Startet der erste Song, gleichzeitig der Titelsong „Beyond the Veil“, noch sehr sanftmütig mit ruhigem Frauengesang, so schwenkt er kurz darauf in eine härtere Gangart über. Es setzen das Gegrunze von Morten Veland zusammen mit tiefen Bassläufen ein. Gepaart mit der während des ganzen Albums allgegenwärtigen Violine. Dann wieder der Umschwung zum weiblichen Gesang. Einfach nahtlos dieser Übergang...
Vom Grundgerüst her sind nahezu alle Songs auf Beyond the Veil aufgebaut. Ich meine damit die Paarung von Gegrunze und ruhigen Passagen. Dass heißt aber in keinster Weise, dass sich die Songs alle gleich anhören. Um Gottes Willen (oder besser: Um Satans Willen! :) ).
Gleich der nächste Song „Aphelion“ ist nämlich von seiner Machart eher härter gehalten. Zwar treffen auch hier wieder die angesprochenen Elemente aufeinander, aber insgesamt geht’s doch ein bisschen flotter zur Sache. Halt viel Bass und massig gute Gitarrenriffs.
Als nächstes möchte ich nur noch auf einen Song etwas näher eingehen: Den absoluten Oberhammer dieses Albums, ich glaub nicht nur für mich, sondern auch für viele andere, wie ich habe lesen können: „A Sequel of Decay“. Boah, hört sich dieser Song geil an! Mit Hilfe der Violine, die in diesem Stück besonders am Anfang voll zur Geltung kommt, schaffen es Tristania wunderbare Melodiebögen zu erzeugen, die mir persönlich nicht mehr aus dem Kopf gehen. Unterstützt werden diese Violinen natürlich wieder ein mal vom fett klingenden Bass und moderat schnellem Drumming. Der Frauengesang kommt hier nur anfangs und am Ende des Songs zum Vorschein. Der Haupteil der Vocals entfällt diesmal auf die dunkle klare Männerstimme, die eigentlich den einzig mitsingbaren Chorus auf diesem Album vorträgt. Genial!
Muss man aber auch einfach mal gehört haben. So wunderbare Musik kann man eigentlich gar nicht in Worte fassen. Zumindest fehlt es mir da an passender Ausdrucksweise.
Da dies auch für den Rest des Albums gilt, möchte ich nur noch mal herausstellen, dass die weiteren Stücke von himmlischen Chören, Klavierpassagen und teilweise sogar mönchsartigem Gesang geprägt sind.
Herausheben möchte ich hier noch die Tracks „Opus Relinque“ und „Angina“, die es mir schwer angetan haben.
Alles natürlich gekonnt gepaart mit super Gitarren und fettem Bass, die für mich aber immer noch im Hintergrund stehen. Ganz klar: Das Hauptaugenmerk liegt auf den klassischen Elementen. Und das ist auch, was Tristania von der Masse der übrigen Gothic Band abhebt.
Ich denke, die Hauptmerkmale der Musik auf „Beyond the Veil“ habe ich damit deutlich hervorgehoben.
@@@ Noch ein paar Fakten @@@
@@@ Tracklist @@@
1. Beyond the Veil
2. Aphelion
3. A Sequel of Decay
4. Opus Relinque
5. Lethan River
6. ...of Ruins and a red Nightfall
7. Simbelmyne
8. Angina
9. Heretique
10. Deventia
@@@ Das Line Up @@@
Morten Veland – Vocals & Guitar
Vibeke Stene – Female Vocals
Einar Moen – Synth
Kenneth Olsson – Drums
Anders H. Hidle – Guitar
Rune Osterhus – Bass
+ diverse Gastmusiker für Violine und die männlichen cleanen Vocals
Laufzeit: ca. 65 Minuten
@@@ Fazit @@@
Wie eingangs erwähnt, kann ich „Beyond the Veil“ uneingeschränkt weiterempfehlen, es sei denn ihr steht nicht auf gute Musik :)
In decadence I take thee by the hand
Euer gnoi
Es handelt sich hierbei um das 1999 erschienene „Beyond the Veil“ von Tristania. Wer hätte das gedacht...
Seither stehe ich ja auf bombastische Alben mit ebenso guter Atmosphäre. Und Tristania treffen damit bei mir genau ins Schwarze. Bombastisch, druckvoller Gothic Metal. Ich muss zugeben: Bis vor eine paar Monaten hab ich noch nie von dieser Ausnahmeband gehört. Zum Glück hat sich das geändert. Was wäre mir sonst wohl alles entgangen?
Ich sags euch: Ein Meisterwerk des modernen Gothic Metals. Nein, nicht diesen Scheiß Gothic, den HIM zum Beispiel spielen, sondern perfekt arrangierten und kompositorisch hoch anspruchsvollen Gothic Metal.
Wie keine andere Band verbinden Tristania gekonnt sowohl richtig hart ausfallende, wenn auch niemals in Geknüppel oder Raserei ausartende, mit stellenweise extrem ruhigen Passagen. Klar. Die sind auch nicht die einzige Band, die im einen Moment abgehen wie die Post und anschließend plötzlich die Ruhe selbst sind. Aber wie geschickt Tristania die einzelnen Passagen miteinander verbinden, ist für mich einfach unbeschreiblich.
Dabei könnte man zunächst meinen, dass opernhafter Frauengesang, Violinen und Klavier gar nicht mit üblem Black Metal Gegrunze harmonieren. Wohl bemerkt, bevor man sich dieses Album anhört.
Danach werden einem nämlich jegliche Zweifel gandenlos aus dem Hirn geblasen.
Gleich zu Beginn des Albums wird man förmlich vom dargebotenen Bombast erschlagen.
Startet der erste Song, gleichzeitig der Titelsong „Beyond the Veil“, noch sehr sanftmütig mit ruhigem Frauengesang, so schwenkt er kurz darauf in eine härtere Gangart über. Es setzen das Gegrunze von Morten Veland zusammen mit tiefen Bassläufen ein. Gepaart mit der während des ganzen Albums allgegenwärtigen Violine. Dann wieder der Umschwung zum weiblichen Gesang. Einfach nahtlos dieser Übergang...
Vom Grundgerüst her sind nahezu alle Songs auf Beyond the Veil aufgebaut. Ich meine damit die Paarung von Gegrunze und ruhigen Passagen. Dass heißt aber in keinster Weise, dass sich die Songs alle gleich anhören. Um Gottes Willen (oder besser: Um Satans Willen! :) ).
Gleich der nächste Song „Aphelion“ ist nämlich von seiner Machart eher härter gehalten. Zwar treffen auch hier wieder die angesprochenen Elemente aufeinander, aber insgesamt geht’s doch ein bisschen flotter zur Sache. Halt viel Bass und massig gute Gitarrenriffs.
Als nächstes möchte ich nur noch auf einen Song etwas näher eingehen: Den absoluten Oberhammer dieses Albums, ich glaub nicht nur für mich, sondern auch für viele andere, wie ich habe lesen können: „A Sequel of Decay“. Boah, hört sich dieser Song geil an! Mit Hilfe der Violine, die in diesem Stück besonders am Anfang voll zur Geltung kommt, schaffen es Tristania wunderbare Melodiebögen zu erzeugen, die mir persönlich nicht mehr aus dem Kopf gehen. Unterstützt werden diese Violinen natürlich wieder ein mal vom fett klingenden Bass und moderat schnellem Drumming. Der Frauengesang kommt hier nur anfangs und am Ende des Songs zum Vorschein. Der Haupteil der Vocals entfällt diesmal auf die dunkle klare Männerstimme, die eigentlich den einzig mitsingbaren Chorus auf diesem Album vorträgt. Genial!
Muss man aber auch einfach mal gehört haben. So wunderbare Musik kann man eigentlich gar nicht in Worte fassen. Zumindest fehlt es mir da an passender Ausdrucksweise.
Da dies auch für den Rest des Albums gilt, möchte ich nur noch mal herausstellen, dass die weiteren Stücke von himmlischen Chören, Klavierpassagen und teilweise sogar mönchsartigem Gesang geprägt sind.
Herausheben möchte ich hier noch die Tracks „Opus Relinque“ und „Angina“, die es mir schwer angetan haben.
Alles natürlich gekonnt gepaart mit super Gitarren und fettem Bass, die für mich aber immer noch im Hintergrund stehen. Ganz klar: Das Hauptaugenmerk liegt auf den klassischen Elementen. Und das ist auch, was Tristania von der Masse der übrigen Gothic Band abhebt.
Ich denke, die Hauptmerkmale der Musik auf „Beyond the Veil“ habe ich damit deutlich hervorgehoben.
@@@ Noch ein paar Fakten @@@
@@@ Tracklist @@@
1. Beyond the Veil
2. Aphelion
3. A Sequel of Decay
4. Opus Relinque
5. Lethan River
6. ...of Ruins and a red Nightfall
7. Simbelmyne
8. Angina
9. Heretique
10. Deventia
@@@ Das Line Up @@@
Morten Veland – Vocals & Guitar
Vibeke Stene – Female Vocals
Einar Moen – Synth
Kenneth Olsson – Drums
Anders H. Hidle – Guitar
Rune Osterhus – Bass
+ diverse Gastmusiker für Violine und die männlichen cleanen Vocals
Laufzeit: ca. 65 Minuten
@@@ Fazit @@@
Wie eingangs erwähnt, kann ich „Beyond the Veil“ uneingeschränkt weiterempfehlen, es sei denn ihr steht nicht auf gute Musik :)
In decadence I take thee by the hand
Euer gnoi
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