Biologie Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Gesamteindruck:  gut
  • Betreuung durch Lehrstühle:  gut
  • Technische Ausstattung:  sehr gut
  • Lehrniveau:  hoch
  • Qualität der Lehrkräfte:  sehr gut
  • Mensa:  gute Alternative zum selber kochen
  • Chancen für Auslandssemester:  gut
  • Hochschulleben:  jede Woche ein Event
  • Jahr der Immatrikulation:  2003

Erfahrungsbericht von dieanke

Dieanke wird jetzt Biologin... In Gießen!

3
  • Gesamteindruck:  gut
  • Betreuung durch Lehrstühle:  sehr gut
  • Technische Ausstattung:  sehr gut
  • Lehrniveau:  hoch
  • Qualität der Lehrkräfte:  durchschnittlich
  • Mensa:  nicht wie bei Muttern, aber ok
  • Chancen für Auslandssemester:  gut
  • Hochschulleben:  Party-Campus
  • Verbindung zur Hochschule:  Student
  • Jahr der Immatrikulation:  2003
  • Anzahl Studenten im Studiengang:  100 - 200 Studenten

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Nun, ja, wer meine Berichte kennt, weiß, dass ich seit kurzem Biologie-Studentin bin. Heute möchte ich meine Uni vorstellen: Die Justus-Liebig Universität Giessen.

Giessen, wo ist eigentlich Giessen?
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Giessen ist eine Stadt, mitten in Hessen, zwischen Siegen und Frankfurt. Zu den 79000 regulären Einwohnern kommen noch 23000 Studenten. Damit ist es die Stadt mit der größten Studentendichte in Deutschland.

Professoren
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Professoren gibt es wie überall solche und solche... Das ist in Giessen nicht anders als sonst wo. Die meisten arbeiten in den Vorlesungen mit Powerpoint-Folien. Auch da ist die Qualität sicher sehr unterschiedlich... Die Professoren haben zwar alle unheimlich viel Ahnung, entscheidend ist aber, wie man es rüberbringt. Das gelingt manchem mehr und manchem weniger...

Wir werden aber durch ein Mentorensystem bestens betreut. Jeder Student wird einem Professor zugewiesen, mit dem man dann sich öfters mal trifft. Meiner hat da echt jederzeit ein offenes Ohr für seine Truppe und es macht auch echt Spaß.

Aufbau des Grundstudiums
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Im Grundstudium soll eine umfassende Ausbildung in sämtlichen Biologischen Fächern vermittelt werden, sozusagen in Ökologie, Zoologie, Botanik, Genetik und Mikrobiologie. Dazu kommen Vorlesungen und Praktika in Chemie und Physik und eine Übung in Biometrie (Biomathematik).

Auf das Grundstudium folgt die Vordiplomsprüfung mit vier Prüfungen in zwei Wochen: Botanik und Zoologie + Genetik und Mikrobiologie.

Das Hauptstudium
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Im Hauptstudium muss man sich dann zunächst drei biologische Fachgebiete, sogenannte Säulen, aussuchen, in denen dann auch die Diplomprüfungen stattfinden. Dort werden dann Seminare, Praktika, Vorlesungen etc. besucht. Im Hauptstudium wird sich dann auch entschieden, in welchem der drei Fächer die Diplomarbeit geschrieben wird.

Mündliche Diplomsprüfungen gibt es in allen drei „Säulen“, nur in einer wird allerdings die Diplomarbeit geschrieben!

Im kommenden Jahr wird das Bachlor/Master-System eingeführt. Dann wird alles anders, wie kann ich aber noch nicht sagen...

Das Drumherum
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Na, ja vom Drumherum hab ich derzeit noch nicht soooo wahnsinnig viel mitbekommen (ich wohn ja noch daheim und mein letzter Zug geht um 22 Uhr nach Hause...).

Die Mensen sind preislich in Ordnung (etwa 1,50€ bis 3€ pro Essen). Na, ja und geschmacklich eben typisch Mensa... Die Nudeln sind zu weich, die Kartoffeln zu lange gekocht, aber so was ist ja normal...

Erfahrungen
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Na, ja aller Anfang ist sicher schwer. Und schwerer kann es die JLU den Anfängern kaum machen...

Na, ja Beispiele dafür: die Praktikumsvergabe... Es sind für die „Erstis“ ein Chemie- und ein Physikpraktikum angedacht. Leider sind wir aber 126 Erstsemestler. Und so kam es, dass wir in Gruppen eingeteilt wurden, weil nicht genügend Plätze da waren. So kam ich natürlich in die Gruppe ohne Praktikum... Na, ja damit könnte man sich ja noch abfinden. Allerdings kam dann eine Woche später raus, dass im Chemiepraktikum nun doch 40 Plätze frei sind. Aber anstatt eine zweite Sicherheitsbelehrung für 40 Leute zu machen, die teilweise noch kein Praktikum haben, geht das Praktikum mit 60 anstatt 100 Leuten weiter... Und wir können nicht einmal was dafür. Wenn wir ja wenigstens selbst schuld gewesen wären... Aber das war unsere Studiendekanin.

Beispiel 2... Man stelle sich vor, es ist Streik und keiner geht hin... Irgendwie bringt es keiner auf die Reihe, die Leute richtig zu informieren... Nur weil die Asta den Studenten sagt, dass die Vorlesungen wegen des Streiks ausfallen, aber die Professoren nicht informieren, bekommen jetzt einige den Schein in Biometrie nicht, weil sie gefehlt haben. Sowas finde ich schon echt ärgerlich.

Fazit
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Die Uni ist sicher eine der chaotischsten überhaupt. Manchmal hat man den Eindruck, dass die eine Hand nicht weiß, was die andere tut.

Die Uni selbst und die Stadt sind aber echt in Ordnung. Die Institute sind bestens ausgestattet, die Professoren sind spitze!

Mein großer Vorteil ist allerdings, dass ich zu Hause bei Mami und Papi bleiben darf... Das spart erst mal Kosten. Ich will ja vielleicht auch noch mal ein Jahr im Ausland studieren, und da kann ich das Geld gut gebrauchen...

Außerdem ist das ganze mit den richtigen Kommilitonen durchaus zu ertragen... Ich sag da nur „Humor ist wenn man trotzdem lacht...“

Ob ich in Gießen bleibe, kann ich noch nicht genau sagen, mittlerweile denke ich aber schon. Im kommenden Jahr will ich hinziehen...

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