Star Wars: Knights of the Old Republic (PC Rollenspiel) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 03/2008
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Erfahrungsbericht von thklottka
STAR WARS: KotoR ------ ALLES WAS IHR WISSEN MÜSST !!!
Pro:
- GAMEPLAY - LANGZEIT
Kontra:
- VERPACKUNG
Empfehlung:
Ja
Yoda’s Urgroßeltern waren möglicherweise gerade geboren als einer der wildesten Kriege in der Galaxie herrschte. Eine wichtige Figur in der Geschichte spielt ein gewisser Darth Malak. Da wir aber nicht zuviel verraten wollen gehen wir nur auf die anfängliche Story des Spiels ein. Die restliche Story sollte jeder selbst erleben.
Schaffe, Schaffe, Helden basteln
Bevor euer Abenteuer beginnen kann, müsst ihr euren Charakter erstellen. Da Knights of the Old Republic ein reinrassiges Rollenspiel ist, habt ihr die Qual der Wahl. Die anfänglichen Spielerklassen sind Gauner, Späher und Soldat in jeweils einer weiblichen und männlichen Variante. Für Anfänger eignet sich der Soldat sehr gut. Nach dieser grundsätzlichen Auswahl legt ihr das Gesicht eures Charakters fest und es werden die ersten Attribute verteilt. Verschiedene Punkte wie Stärke, Charisma und Verfassung dürfen auf die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Im weiteren Verlauf des Spieles lassen sich weitere Werte aufbauen oder erweitern. Da lässt auch das Bioware Spiel vollkommen freie Hand. Danach dürfen spezielle Fähigkeitenpunkte plaziert werden, die ebenfalls nach und nach verbesserbar sind. Darunter fallen Sachen wie Computer, Sprengstoff, Heilen und einige mehr. Obwohl der Titel ein Rollenspiel ist, hat Bioware versucht das Spiel nicht zu komplex zu machen. Deshalb kann es passieren, dass ihr den einen oder anderen Wert aus anderen Spielen vermissen werdet. Da euer Charakter noch einige Besonderheiten lernen kann wie Verstärkter Angriff und Erweiterte Blasterkenntnisse, kommt ihr in ein noch weiteres Menü zum Verteilen von Punkten. Danach habt ihr es aber geschafft. Nun wird der Name noch festgelegt und der ganze Vorgang bestätigt. Sollte euch das zu Viel sein, dann kann der ganze Vorgang automatisiert werden und sogar einen Zufallsnamen bekommt ihr spendiert. Diese hören sich stellenweise richtig gut an. Als hätte der gute George Lucas selbst Hand angelegt.
Unsanfter Start
Euer Charakter erwacht aus einer Bewußtlosigkeit und wird direkt von einem republikanischen Soldaten „begrüßt“. Schnell wird euch klar, dass die aktuelle Situation nicht unbedingt das ist was man sich wünscht. Das Schiff auf dem ihr euch befindet wird von Sith Fliegern angegriffen und wurde bereits infiltriert. Diese ersten paar Minuten sind das Tutorial, das direkt ins Spiel verankert ist. Entweder ihr lasst euch die wichtigsten Funktionen erklären oder legt direkt los. Die ersten Kämpfe gestalten sich sehr einfach und bieten einen guten Einstieg in das Kampfsystem von Knights of the Old Republic. Anhand eines kleinen Beispiels erkläre ich das mal, damit man einen besseren Eindruck von dem Spiel bekommt:
Ihr lauft durch einen Komplex und begegnetet einem Gegner. Genau in diesem Moment, wo ihr den Gegner sichtet pausiert das Spiel. Nun legt man seine Angriffsbefehle fest. Dafür gibt es drei verschiedene, kleine Spalten. Die linke ist für die normalen Angriffe zuständig. Dort kann man durchschalten und aus den verschiedenen Angriffen wie dem verstärkten Angriff und Anderen wählen. Sobald ihr ein Jedi seid oder einen solchen in eurer Gruppe habt kann dieser über die mittlere Spalte noch zusätzlich Machtbefehle ausführen. Das reicht von der Heilung bis zum Betäuben der Gegner. Droiden können auch über diese mittlere Leiste befehligt werden. Als guter letzt bleibt die rechte Seite übrig für verschiedene Items. Solche können Granaten sein. Von diesen gibt es sehr viele unterschiedliche zu kaufen und zu entdecken. Neben den normalen Splittergranaten gibt es Betäubungsgranaten, Schallgranaten und viele mehr. Zu beachten ist aber, dass nicht jede Granaten für jeden Gegner geeignet sind. Anhand eigener Erfahrungen wird man das aber früh genug merken. Nachdem die Auswahl getroffen ist hebt ihr die Pause auf. Nun beginnt der eigentliche Kampf der nun teilweise in Echtzeit, aber auch in Runden abläuft. Die Angriffe sind nach dem Letzteren ausgerichtet. Präsentiert werden die furiosen Fights aber so, dass ihr denkt man spielt in Echtzeit. Maximal vier Befehle könnt ihr gleichzeitig einem Charakter geben, die er dann nach und nach abarbeitet. Eine Pause einlegen dürft ihr jederzeit im Kampf, um noch mal die Planung zu überarbeiten. Um den Kampfstatus zu erfahren erscheinen kleine Zahlen über den Figuren, rote deuten Schaden an und grüne Heilung. Ein Klick auf dem Gegner zeigt dazu noch seine derzeitige Lebensenergie. Da eure Gruppe auf nur 3 Personen beschränkt ist, könnt ihr schnell in einen bösen Hinterhalt geraten und sterben. Der Tod eines Charakters bedeutet aber nicht das Ende. Sollte maximal eine Person den Kampf gewinnen, dann werden die anderen nach kurzer Zeit wiederbelebt bzw. erwachen aus ihrer Bewußtlosigkeit. Daran erkennt man sehr gut, dass der Schwierigkeitsgrad sehr fair ist. Anfänger werden zwar einige Kämpfe auf dem normalen Schwierigkeitsgrad wiederholen müssen, aber die Kämpfe sind insgesamt, wie auch die Rätsel, sehr fair angelegt und jederzeit lösbar.
Wie es sich für jedes gute Rollenspiel gehört, gibt es in Knights of the Old Republic sehr viele unterschiedliche Gegenstände. Das fängt an mit den kleinen Sachen wie Medipacks und weiteren Medizinen. Solltet ihr vergiftet sein, gibt es auch ein entsprechendes Item, welches euch heilen kann. Um an solche Sachen zu kommen geht ihr einen der diversen Händler besuchen und bezahlt mit euren hart erarbeiteten Credits. Ein anderer Weg an solche Sachen zu kommen ist es den Besitzer des Ladens mit Hilfe der Macht zu bequatschen und euch die Ware so auszuhändigen. Des Weiteren haben die meisten erledigten Gegner einige Items und sogar Waffen in ihrem Gepäck. Es wird euch sehr oft passieren, dass ihr die gleiche Waffe findet die ihr bereits habt. Diese könnt ihr dann verkaufen, um ein paar Credits zu bekommen. Besonders fällt auf, dass euch anfänglich ständig das Geld ausgeht oder ihr euch die meisten Items gar nicht leisten könnt. Das sollte euch aber nicht stören, denn das ändert sich bereits recht früh. Die bedeutenden Items bekommt man sowieso auf einem anderen Weg. Euer Inventar ist eigentlich unbegrenzt aber um bestimmte Gegenstände nutzen zu können braucht ihr die vorausgesetzten Fähigkeiten. Sollte dies nicht der Fall sein, habt ihr Pech gehabt und müsst warten. Da das Star Wars Universum fast unendlich groß ist, gibt es auch entsprechend viele Waffen. Neben normalen Schwertern - in verschiedenen Ausgaben - gibt es sehr viele unterschiedliche Blaster und Rifles. Die Granaten erwähnte ich bereits eingangs, aber die wichtigste Waffe im Spiel ist ganz klar das Lichtschwert. Bereits im ersten drittel dürft ihr solch eins für euren Hauptcharakter benutzen. Rüstungen, Handschuhe und ähnliche Gegenstände lassen eure Figur nicht nur besser aussehen sondern verbessern ganz nebenbei eure Attribute. Netter Nebeneffekt.
Vor allem „Krieg der Sterne: Das Imperium schlägt zurück“ und „Rückkehr der Jediritter“ begeisterten das Publikum Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre durch die fortschrittliche Technik, die grandiose aber auch verträumte Story und eine perfekte Atmosphäre. Damals hat George Lucas Filmgeschichte geschrieben, die man nie vergessen wird, aber Knights of the Old Republic würde ideal in das Bild der Filme passen. Zwar ist die Story viel früher angesiedelt, trotzdem springt der Funken direkt vom Start an auf den Spieler über. Das Intro mit den fliegenden Buchstaben und der original Filmmusik von John Williams ist der Auftakt für ein gigantisches Abenteuer. Anfangs seid ihr auf einem Planeten gefangen, der von den Siths kontrolliert und belagert wird. Eure Aufgabe ist es eine Jedi Padawan Schülerin zu retten, die in die Hände einer miesen Bande gefallen ist. Um dies zu meistern müssen einige andere Aufgaben gelöst werden, die sich fließend in das Szenario integrieren. Entweder ihr macht euch direkt auf den Weg um die ersten Anstrengungen zu machen, um die gute Frau zu retten oder erkundigt den kleinen Stadtteil, in dem ihr euch bewegen dürft. Auf der Straße bewegen sich überall Sith Patrouillen, die bisher keinen Verdacht gegenüber euch hegen. Neben den Soldaten begegnet ihr aber auch den Bürgern von Taris. Ihr erfahrt nebenbei von einer schrecklichen Seuche, die in den Slums wütet. Damit verbunden gibt es eine Nebenquest. Ein Wissenschaftler bietet euch ein Serum, das in den Händen der Banden liegt, zu besorgen damit er kostengünstig das Serum vervielfältigen kann. Erledigt ihr diese Quest dann bekommt ihr Punkte auf der Hellen Seite der Macht gutgeschrieben. Auf dem Weg raus aus dem Laden des Wissenschaftlers spricht euch aber ein dunkler Geselle an, der euch für das Serum mehr als nur den Dank anbieten will. Übergebt ihr später ihm das Serum dann steigen eure dunklen Gedanken und ihr werdet eher in die Richtung der dunklen Seite der Macht gezogen. Das ist aber schon eine größere Veränderung. Bereits in Gesprächen können eure Machtströmungen einfließen. Helft ihr einem Mann auf der Straße gegen Kopfgeldjäger und tötet ihn weil er keine Belohnung zahlen kann, dann gibt dies weitere Punkte für das Böse. Lasst ihr ihn aber laufen und macht auf Gut dann hagelt es helle Zähler. Solche Entscheidungen müsst ihr teilweise sehr schnell treffen. Anfangs werdet ihr aber bei dunklen Aktionen oft von euren Mitstreitern abgehalten, da ihr ja einen wichtigen Auftrag habt. Im späteren Verlauf ändert sich das komplette Spiel durch euer Verhalten. Die spielerische Freiheit ist riesig. An jeder Ecke warten Quests auf euch, die manchmal nur ein paar Informationen bringen. Dadurch gibt es aber einiges zu erfahren, was den Eindruck der kompletten Welt erzeugt. Gut gelungen ist auch das Leben auf der Straße. Jede Person hat eigene Interessen und Gedanken. Betrunkenen begegnet ihr, mit denen man scherzen kann, Alien Rassisten gibt es aber ebenso, die am liebsten alle Aliens vernichten würden. Entweder sagt ihr ihm das er sich vom Acker machen soll oder seit mit ihm einer Meinung. Ingesamt werdet ihr verdammt viel zu tun haben auf den verschiedenen Planeten, die unterteilt sind in verschiedene Abschnitte. Episch wird die Story sehr schnell. Die Zwischensequenzen sind einfach klasse. Eine solche Atmosphäre hat mir selten ein Spiel geliefert. Der Wechsel zwischen den Ingamesequenzen und den Rendersequenzen ist fließend. Wenn ihr von Episode I und II enttäuscht wart und lieber eine Geschichte, ähnlich wie Episode IV, V und VI vom Ausmaß und der Atmosphäre wollt, dann ist Knights of the Old Republic genau das richtige Spiel für euch. Neben den normalen Kämpfen und Dialogen gibt es sogar noch Minigames. Bereits sehr früh dürft ihr ein Swooprace absolvieren. Das ist sehr ähnlich wie die berühmten POT Rennen aus „Die dunkle Bedrohung“. Ihr fahrt eine gerade Strecke ab und müsst Hindernissen ausweichen. Um noch schneller zu werden als ihr sowieso schon seid, könnt ihr Beschleunigungsfelder nutzen. Sobald ihr eine unschlagbare Bestzeit geschafft habt seid ihr der Sieger und bekommt einen besonderen Preis. Nach dem Abflug vom ersten Planeten Taris wird euer Raumschiff von Sith Fliegern verfolgt. Das ist die ideale Gelegenheit um an die Kanonen zu steigen um die fiesen Sith ins Jenseits zu schießen.Technische Spitzenklasse
Um eins vorweg zu nehmen. Knights of the Old Republic auf dem PC ist eine gut überarbeitete Xbox Version, welche grafisch natürlich nicht an die PC Referenzen herankommt, aber trotzdem sieht das Spiel vollkommen umwerfend aus und überrascht den Spieler durch völlig abwechslungsreiche Architektur. Die Welten sind sehr groß und laden zum bummeln ein, da sie ja, wie bereits erwähnt, sehr belebt sind. Die Texturen sind sehr abwechslungsreich und becircen das Auge. Trotzdem gibt es ein paar Stellen, die hätten ruhig ein bisschen schicker gestaltet werden können. Der Detailgrad ist relativ hoch. Leider gibt es aber viele Räume, die ein wenig nach Baukasten aussehen und sehr wenige Details haben. Glücklicherweise ist die Gesamtzahl dieser Räume im Vergleich zum gesamten Spiel relativ gering. Stören wird es voraussichtlich niemanden. Die verwendete Engine ist vor allem in Sachen Glanzeffekte eine ganz starke. Die Schwerter werfen wunderschöne Reflexionen und die Umgebung wird dadurch aufgehellt. Mir haben auch die genau berechneten Schatten gut gefallen. Aber besonders hervorstechen tun die detaillierten Charaktere, die alle vollkommen eigen Aussehen. Wer fremde Welten mag, wird die Aliens aus Galaxies lieben. Zwar werden diese in Star Wars Episode III noch besser aussehen aber für ein Videospiel sind die fremden Figuren wirklich grandios. Auch die Gegenstände haben einen angenehmen Look und passen in diese eigene Welt, die in diesem Spiel perfekt nachgebaut wurde. Zwar liegt das Geschehen 4000 Jahre vor dem Imperium, aber der Wiedererkennungswert ist sehr hoch.
Das Gameplay von Star Wars Knights of the Old Republic ist fehlerlos. Ja ihr lest richtig. Es gibt eigentlich keinen Kritikpunkt. Natürlich kann man sagen, dass einem das Genre nicht gefällt, aber dadurch wird das Spiel nicht schlechter. Die Entwickler haben ihr ganzes KnowHow aus Baldurs Gate und anderen Spielen in den Titel gesteckt. Wenn ein Rollenspiel richtig gut sein soll dann braucht es auch gute Dialoge und wenn es geht eine Sprachausgabe. Genau in dieser Disziplin punktet Knights of the Old Republic vollkommen. Die Texte sind perfekt übersetzt und sind spannend geschrieben sowie erdacht. Damit die Geschichte nicht stur bleibt gibt es viele lustige Momente und Gezanke mit den anderen Charakteren. Das lockert die Situationen auf und bindet den Spieler noch mehr an seine Lieblingscharaktere. Die entsprechende Sprachausgabe ist sehr gut angepasst. Die Auswahl der Stimmen ist Anfangs sehr gewöhnungsbedürftig, aber wenn man die Personen näher kennen lernt dann merkt man dass die Stimmen perfekt zur entsprechenden Person passen. Was bei Star Was nie schlecht ist, scheint die Musik zu seien. Aber auch immer passt die Melodie zum Geschehen. Der Soundtrack ist gemischt aus bekannten und neuen Stücken. Star Wars at it’s best.
Wie steuere ich dich?
Die Steuerung fährt zweigleisig. Entweder haltet ihr die rechte Maustaste gedrückt und lauft mit der Linken oder benutzt W und S zum laufen. Das kommt ganz auf euren Geschmack an. In den Menüs bewegt man sich sehr sicher - dank der genauen Maussteuerung - und bekommt alles genau erklärt. Da man aus der Third-Person Sicht spielt, wird es für einen Rollenspieler eine völlig neue Erfahrung sein.
Das Spiel des Jahres
Wertungen sind ein zweischneidiges Schwert. Star Wars: Knights of the Old Republic ist das absolute Highlight des zu ende gehenden Jahres. Zum Schluss kommt das Beste könnte man sagen. Wer das Spiel kauft, erwirbt das Game des Jahres. Die Spielzeit ist umfangreich und in dieser werdet ihr soviel erleben, dass ist gar nicht in Worte zu fassen. Einfach alles stimmt. Die Grafik ist sehr gut, der Sound phänomenal, das Gameplay fehlerfrei, die Story episch und das Gesamtbild perfekt. Zugreifen. Ihr könnt nichts falsch machen. Ich könnte 95% geben aber das wäre einfach zu nah am perfekten Spiel deshalb schaut selbst was wir gegeben haben. Auf jeden Fall bleibt die absolute Kaufempfehlung für eines der besten Spiele der letzten Jahre.
Ein kleiner Wermutstropfen ist die unwürdige Verpackung. Zu so einem geilen Spiel passt keine lieblose DVD Hülle mit drei CDs aufeinander gequetscht plus einer weiteren CD in einer billigen Papphülle. Bitte liebe Publisher. Wenn ihr dem Raubkopieren ein Argument nehmen wollt dann liefert eine gescheite Ausstattung
Schaffe, Schaffe, Helden basteln
Bevor euer Abenteuer beginnen kann, müsst ihr euren Charakter erstellen. Da Knights of the Old Republic ein reinrassiges Rollenspiel ist, habt ihr die Qual der Wahl. Die anfänglichen Spielerklassen sind Gauner, Späher und Soldat in jeweils einer weiblichen und männlichen Variante. Für Anfänger eignet sich der Soldat sehr gut. Nach dieser grundsätzlichen Auswahl legt ihr das Gesicht eures Charakters fest und es werden die ersten Attribute verteilt. Verschiedene Punkte wie Stärke, Charisma und Verfassung dürfen auf die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Im weiteren Verlauf des Spieles lassen sich weitere Werte aufbauen oder erweitern. Da lässt auch das Bioware Spiel vollkommen freie Hand. Danach dürfen spezielle Fähigkeitenpunkte plaziert werden, die ebenfalls nach und nach verbesserbar sind. Darunter fallen Sachen wie Computer, Sprengstoff, Heilen und einige mehr. Obwohl der Titel ein Rollenspiel ist, hat Bioware versucht das Spiel nicht zu komplex zu machen. Deshalb kann es passieren, dass ihr den einen oder anderen Wert aus anderen Spielen vermissen werdet. Da euer Charakter noch einige Besonderheiten lernen kann wie Verstärkter Angriff und Erweiterte Blasterkenntnisse, kommt ihr in ein noch weiteres Menü zum Verteilen von Punkten. Danach habt ihr es aber geschafft. Nun wird der Name noch festgelegt und der ganze Vorgang bestätigt. Sollte euch das zu Viel sein, dann kann der ganze Vorgang automatisiert werden und sogar einen Zufallsnamen bekommt ihr spendiert. Diese hören sich stellenweise richtig gut an. Als hätte der gute George Lucas selbst Hand angelegt.
Unsanfter Start
Euer Charakter erwacht aus einer Bewußtlosigkeit und wird direkt von einem republikanischen Soldaten „begrüßt“. Schnell wird euch klar, dass die aktuelle Situation nicht unbedingt das ist was man sich wünscht. Das Schiff auf dem ihr euch befindet wird von Sith Fliegern angegriffen und wurde bereits infiltriert. Diese ersten paar Minuten sind das Tutorial, das direkt ins Spiel verankert ist. Entweder ihr lasst euch die wichtigsten Funktionen erklären oder legt direkt los. Die ersten Kämpfe gestalten sich sehr einfach und bieten einen guten Einstieg in das Kampfsystem von Knights of the Old Republic. Anhand eines kleinen Beispiels erkläre ich das mal, damit man einen besseren Eindruck von dem Spiel bekommt:
Ihr lauft durch einen Komplex und begegnetet einem Gegner. Genau in diesem Moment, wo ihr den Gegner sichtet pausiert das Spiel. Nun legt man seine Angriffsbefehle fest. Dafür gibt es drei verschiedene, kleine Spalten. Die linke ist für die normalen Angriffe zuständig. Dort kann man durchschalten und aus den verschiedenen Angriffen wie dem verstärkten Angriff und Anderen wählen. Sobald ihr ein Jedi seid oder einen solchen in eurer Gruppe habt kann dieser über die mittlere Spalte noch zusätzlich Machtbefehle ausführen. Das reicht von der Heilung bis zum Betäuben der Gegner. Droiden können auch über diese mittlere Leiste befehligt werden. Als guter letzt bleibt die rechte Seite übrig für verschiedene Items. Solche können Granaten sein. Von diesen gibt es sehr viele unterschiedliche zu kaufen und zu entdecken. Neben den normalen Splittergranaten gibt es Betäubungsgranaten, Schallgranaten und viele mehr. Zu beachten ist aber, dass nicht jede Granaten für jeden Gegner geeignet sind. Anhand eigener Erfahrungen wird man das aber früh genug merken. Nachdem die Auswahl getroffen ist hebt ihr die Pause auf. Nun beginnt der eigentliche Kampf der nun teilweise in Echtzeit, aber auch in Runden abläuft. Die Angriffe sind nach dem Letzteren ausgerichtet. Präsentiert werden die furiosen Fights aber so, dass ihr denkt man spielt in Echtzeit. Maximal vier Befehle könnt ihr gleichzeitig einem Charakter geben, die er dann nach und nach abarbeitet. Eine Pause einlegen dürft ihr jederzeit im Kampf, um noch mal die Planung zu überarbeiten. Um den Kampfstatus zu erfahren erscheinen kleine Zahlen über den Figuren, rote deuten Schaden an und grüne Heilung. Ein Klick auf dem Gegner zeigt dazu noch seine derzeitige Lebensenergie. Da eure Gruppe auf nur 3 Personen beschränkt ist, könnt ihr schnell in einen bösen Hinterhalt geraten und sterben. Der Tod eines Charakters bedeutet aber nicht das Ende. Sollte maximal eine Person den Kampf gewinnen, dann werden die anderen nach kurzer Zeit wiederbelebt bzw. erwachen aus ihrer Bewußtlosigkeit. Daran erkennt man sehr gut, dass der Schwierigkeitsgrad sehr fair ist. Anfänger werden zwar einige Kämpfe auf dem normalen Schwierigkeitsgrad wiederholen müssen, aber die Kämpfe sind insgesamt, wie auch die Rätsel, sehr fair angelegt und jederzeit lösbar.
Wie es sich für jedes gute Rollenspiel gehört, gibt es in Knights of the Old Republic sehr viele unterschiedliche Gegenstände. Das fängt an mit den kleinen Sachen wie Medipacks und weiteren Medizinen. Solltet ihr vergiftet sein, gibt es auch ein entsprechendes Item, welches euch heilen kann. Um an solche Sachen zu kommen geht ihr einen der diversen Händler besuchen und bezahlt mit euren hart erarbeiteten Credits. Ein anderer Weg an solche Sachen zu kommen ist es den Besitzer des Ladens mit Hilfe der Macht zu bequatschen und euch die Ware so auszuhändigen. Des Weiteren haben die meisten erledigten Gegner einige Items und sogar Waffen in ihrem Gepäck. Es wird euch sehr oft passieren, dass ihr die gleiche Waffe findet die ihr bereits habt. Diese könnt ihr dann verkaufen, um ein paar Credits zu bekommen. Besonders fällt auf, dass euch anfänglich ständig das Geld ausgeht oder ihr euch die meisten Items gar nicht leisten könnt. Das sollte euch aber nicht stören, denn das ändert sich bereits recht früh. Die bedeutenden Items bekommt man sowieso auf einem anderen Weg. Euer Inventar ist eigentlich unbegrenzt aber um bestimmte Gegenstände nutzen zu können braucht ihr die vorausgesetzten Fähigkeiten. Sollte dies nicht der Fall sein, habt ihr Pech gehabt und müsst warten. Da das Star Wars Universum fast unendlich groß ist, gibt es auch entsprechend viele Waffen. Neben normalen Schwertern - in verschiedenen Ausgaben - gibt es sehr viele unterschiedliche Blaster und Rifles. Die Granaten erwähnte ich bereits eingangs, aber die wichtigste Waffe im Spiel ist ganz klar das Lichtschwert. Bereits im ersten drittel dürft ihr solch eins für euren Hauptcharakter benutzen. Rüstungen, Handschuhe und ähnliche Gegenstände lassen eure Figur nicht nur besser aussehen sondern verbessern ganz nebenbei eure Attribute. Netter Nebeneffekt.
Vor allem „Krieg der Sterne: Das Imperium schlägt zurück“ und „Rückkehr der Jediritter“ begeisterten das Publikum Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre durch die fortschrittliche Technik, die grandiose aber auch verträumte Story und eine perfekte Atmosphäre. Damals hat George Lucas Filmgeschichte geschrieben, die man nie vergessen wird, aber Knights of the Old Republic würde ideal in das Bild der Filme passen. Zwar ist die Story viel früher angesiedelt, trotzdem springt der Funken direkt vom Start an auf den Spieler über. Das Intro mit den fliegenden Buchstaben und der original Filmmusik von John Williams ist der Auftakt für ein gigantisches Abenteuer. Anfangs seid ihr auf einem Planeten gefangen, der von den Siths kontrolliert und belagert wird. Eure Aufgabe ist es eine Jedi Padawan Schülerin zu retten, die in die Hände einer miesen Bande gefallen ist. Um dies zu meistern müssen einige andere Aufgaben gelöst werden, die sich fließend in das Szenario integrieren. Entweder ihr macht euch direkt auf den Weg um die ersten Anstrengungen zu machen, um die gute Frau zu retten oder erkundigt den kleinen Stadtteil, in dem ihr euch bewegen dürft. Auf der Straße bewegen sich überall Sith Patrouillen, die bisher keinen Verdacht gegenüber euch hegen. Neben den Soldaten begegnet ihr aber auch den Bürgern von Taris. Ihr erfahrt nebenbei von einer schrecklichen Seuche, die in den Slums wütet. Damit verbunden gibt es eine Nebenquest. Ein Wissenschaftler bietet euch ein Serum, das in den Händen der Banden liegt, zu besorgen damit er kostengünstig das Serum vervielfältigen kann. Erledigt ihr diese Quest dann bekommt ihr Punkte auf der Hellen Seite der Macht gutgeschrieben. Auf dem Weg raus aus dem Laden des Wissenschaftlers spricht euch aber ein dunkler Geselle an, der euch für das Serum mehr als nur den Dank anbieten will. Übergebt ihr später ihm das Serum dann steigen eure dunklen Gedanken und ihr werdet eher in die Richtung der dunklen Seite der Macht gezogen. Das ist aber schon eine größere Veränderung. Bereits in Gesprächen können eure Machtströmungen einfließen. Helft ihr einem Mann auf der Straße gegen Kopfgeldjäger und tötet ihn weil er keine Belohnung zahlen kann, dann gibt dies weitere Punkte für das Böse. Lasst ihr ihn aber laufen und macht auf Gut dann hagelt es helle Zähler. Solche Entscheidungen müsst ihr teilweise sehr schnell treffen. Anfangs werdet ihr aber bei dunklen Aktionen oft von euren Mitstreitern abgehalten, da ihr ja einen wichtigen Auftrag habt. Im späteren Verlauf ändert sich das komplette Spiel durch euer Verhalten. Die spielerische Freiheit ist riesig. An jeder Ecke warten Quests auf euch, die manchmal nur ein paar Informationen bringen. Dadurch gibt es aber einiges zu erfahren, was den Eindruck der kompletten Welt erzeugt. Gut gelungen ist auch das Leben auf der Straße. Jede Person hat eigene Interessen und Gedanken. Betrunkenen begegnet ihr, mit denen man scherzen kann, Alien Rassisten gibt es aber ebenso, die am liebsten alle Aliens vernichten würden. Entweder sagt ihr ihm das er sich vom Acker machen soll oder seit mit ihm einer Meinung. Ingesamt werdet ihr verdammt viel zu tun haben auf den verschiedenen Planeten, die unterteilt sind in verschiedene Abschnitte. Episch wird die Story sehr schnell. Die Zwischensequenzen sind einfach klasse. Eine solche Atmosphäre hat mir selten ein Spiel geliefert. Der Wechsel zwischen den Ingamesequenzen und den Rendersequenzen ist fließend. Wenn ihr von Episode I und II enttäuscht wart und lieber eine Geschichte, ähnlich wie Episode IV, V und VI vom Ausmaß und der Atmosphäre wollt, dann ist Knights of the Old Republic genau das richtige Spiel für euch. Neben den normalen Kämpfen und Dialogen gibt es sogar noch Minigames. Bereits sehr früh dürft ihr ein Swooprace absolvieren. Das ist sehr ähnlich wie die berühmten POT Rennen aus „Die dunkle Bedrohung“. Ihr fahrt eine gerade Strecke ab und müsst Hindernissen ausweichen. Um noch schneller zu werden als ihr sowieso schon seid, könnt ihr Beschleunigungsfelder nutzen. Sobald ihr eine unschlagbare Bestzeit geschafft habt seid ihr der Sieger und bekommt einen besonderen Preis. Nach dem Abflug vom ersten Planeten Taris wird euer Raumschiff von Sith Fliegern verfolgt. Das ist die ideale Gelegenheit um an die Kanonen zu steigen um die fiesen Sith ins Jenseits zu schießen.Technische Spitzenklasse
Um eins vorweg zu nehmen. Knights of the Old Republic auf dem PC ist eine gut überarbeitete Xbox Version, welche grafisch natürlich nicht an die PC Referenzen herankommt, aber trotzdem sieht das Spiel vollkommen umwerfend aus und überrascht den Spieler durch völlig abwechslungsreiche Architektur. Die Welten sind sehr groß und laden zum bummeln ein, da sie ja, wie bereits erwähnt, sehr belebt sind. Die Texturen sind sehr abwechslungsreich und becircen das Auge. Trotzdem gibt es ein paar Stellen, die hätten ruhig ein bisschen schicker gestaltet werden können. Der Detailgrad ist relativ hoch. Leider gibt es aber viele Räume, die ein wenig nach Baukasten aussehen und sehr wenige Details haben. Glücklicherweise ist die Gesamtzahl dieser Räume im Vergleich zum gesamten Spiel relativ gering. Stören wird es voraussichtlich niemanden. Die verwendete Engine ist vor allem in Sachen Glanzeffekte eine ganz starke. Die Schwerter werfen wunderschöne Reflexionen und die Umgebung wird dadurch aufgehellt. Mir haben auch die genau berechneten Schatten gut gefallen. Aber besonders hervorstechen tun die detaillierten Charaktere, die alle vollkommen eigen Aussehen. Wer fremde Welten mag, wird die Aliens aus Galaxies lieben. Zwar werden diese in Star Wars Episode III noch besser aussehen aber für ein Videospiel sind die fremden Figuren wirklich grandios. Auch die Gegenstände haben einen angenehmen Look und passen in diese eigene Welt, die in diesem Spiel perfekt nachgebaut wurde. Zwar liegt das Geschehen 4000 Jahre vor dem Imperium, aber der Wiedererkennungswert ist sehr hoch.
Das Gameplay von Star Wars Knights of the Old Republic ist fehlerlos. Ja ihr lest richtig. Es gibt eigentlich keinen Kritikpunkt. Natürlich kann man sagen, dass einem das Genre nicht gefällt, aber dadurch wird das Spiel nicht schlechter. Die Entwickler haben ihr ganzes KnowHow aus Baldurs Gate und anderen Spielen in den Titel gesteckt. Wenn ein Rollenspiel richtig gut sein soll dann braucht es auch gute Dialoge und wenn es geht eine Sprachausgabe. Genau in dieser Disziplin punktet Knights of the Old Republic vollkommen. Die Texte sind perfekt übersetzt und sind spannend geschrieben sowie erdacht. Damit die Geschichte nicht stur bleibt gibt es viele lustige Momente und Gezanke mit den anderen Charakteren. Das lockert die Situationen auf und bindet den Spieler noch mehr an seine Lieblingscharaktere. Die entsprechende Sprachausgabe ist sehr gut angepasst. Die Auswahl der Stimmen ist Anfangs sehr gewöhnungsbedürftig, aber wenn man die Personen näher kennen lernt dann merkt man dass die Stimmen perfekt zur entsprechenden Person passen. Was bei Star Was nie schlecht ist, scheint die Musik zu seien. Aber auch immer passt die Melodie zum Geschehen. Der Soundtrack ist gemischt aus bekannten und neuen Stücken. Star Wars at it’s best.
Wie steuere ich dich?
Die Steuerung fährt zweigleisig. Entweder haltet ihr die rechte Maustaste gedrückt und lauft mit der Linken oder benutzt W und S zum laufen. Das kommt ganz auf euren Geschmack an. In den Menüs bewegt man sich sehr sicher - dank der genauen Maussteuerung - und bekommt alles genau erklärt. Da man aus der Third-Person Sicht spielt, wird es für einen Rollenspieler eine völlig neue Erfahrung sein.
Das Spiel des Jahres
Wertungen sind ein zweischneidiges Schwert. Star Wars: Knights of the Old Republic ist das absolute Highlight des zu ende gehenden Jahres. Zum Schluss kommt das Beste könnte man sagen. Wer das Spiel kauft, erwirbt das Game des Jahres. Die Spielzeit ist umfangreich und in dieser werdet ihr soviel erleben, dass ist gar nicht in Worte zu fassen. Einfach alles stimmt. Die Grafik ist sehr gut, der Sound phänomenal, das Gameplay fehlerfrei, die Story episch und das Gesamtbild perfekt. Zugreifen. Ihr könnt nichts falsch machen. Ich könnte 95% geben aber das wäre einfach zu nah am perfekten Spiel deshalb schaut selbst was wir gegeben haben. Auf jeden Fall bleibt die absolute Kaufempfehlung für eines der besten Spiele der letzten Jahre.
Ein kleiner Wermutstropfen ist die unwürdige Verpackung. Zu so einem geilen Spiel passt keine lieblose DVD Hülle mit drei CDs aufeinander gequetscht plus einer weiteren CD in einer billigen Papphülle. Bitte liebe Publisher. Wenn ihr dem Raubkopieren ein Argument nehmen wollt dann liefert eine gescheite Ausstattung
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