Birkenfeige Testbericht

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Erfahrungsbericht von Paketmarke

MEIN FREUND AUS DEN TROPEN

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Der Ficus benjaminii ist mittlerweile in vielen deutschen Wohnzimmern angesiedelt,
da er zu der beliebtesten Pflanzenart unserer allen gehört.Ideal für Pflanzenliebhabern die nicht gerade einen grünen Daumen besitzen,einen pflegeleichten Zimmergenossen suchen,der in gewissen Größen einiges hermacht und von den Bekannten stolz bewundert wird.


Gerade in Baumärkten und Pflanzenfachgeschäften wird dieser in den verschiedensten Farbvarianten angeboten.Für Bonsaifreunde ein gern gesehenes Anfangsobjekt,bei dem bei Verlust keine finanzielle Schmerzgrenze zu befürchten ist.
Benjaminii mit dunkelgrünen, hellgruenen,weiß-grünen und sogar reinweißen
Blättern in allen Größen sind bei uns erhältlich.Es gibt sie aus Holland mit gedrehten, mehreren Stämmen oder schlicht einstämmig.Die Preise liegen je nach Topfgröße zwischen 4,- und 100,-EURO.


Seine Heimat ist Ostindien,am Malaischen Archipel.Dort herscht ein trophisches Klima,das er liebt.Er wird bis zu 15 Metern hoch,seine Blätter hat er mit einer dicken Katikula(Fettschicht)im Laufe der Jahre versehen. Gegen die Sonneneinstrahlung ist er dadurch geschützt.Die Katikula sitzt auf dem Blatt, auf der oberen Gewebeschicht(obere Epidermis).
Die ersten Ficusarten wurden im Jahre 1815 zu uns nach Europa gebracht.Sie wurden aus Asien eingeführt(Saman).Heute werden diese nur noch durch Kopfstecklinge vermehrt.Hauptproduktionsland ist Holland.


Vermehrung:
Diese geschieht nach dem Rückschnitt.Man verwendet ca. 10 cm lange Kopfstecklinge,die man in ein 1:1 Sand,Torfgemisch absteckt.
Man kann die Stecklinge in Wurzelfix(Wachstumshormon, Pulverform)tauchen, dies beschleunigt die Wurzelbildung.Die Temperatur sollte 25 Grad betragen.Man sollte die Stecklinge mit einer Folie schützen,um eine gespannte Luftfeuchtigkeit aufzubauen.Nach dem bewurzeln Folie abnehmen.
Nach 8-12 Wochen umtopfen, in eine aufgedüngte, ausgegliechene(NPK)Erde.


Temperatur, Wasser, Erde,Luft:
Der Ficus liebt im Sommer Temperaturen von 18-22 Grad.Im Winter(Nov-März)sollte er bei 15 Grad Überwintert werden.Er liebt normales Wasser mit einem PH- Wert von 6-7.
Das Substrat sollte ebenfalls über diesen Wert verfügen.
Dieser Wert ist bei herkömmlichem Substrat,sowie Wasserleitungswasser normal.

PH-Wert: Mit diesem Wert bezeichnet man den Säuregehalt des Wassers.Wenn dieser unter 5 fällt werden in der Pflanze Koloide festgesetzt(Schock).Die Pflanze kann keine Nährstoffe mehr aufnehmen.Ich hoffe,dies ist verständlich erklärt.

Der Ficus gehört zu den Stickstoffstarkzehern,dies bedeutet das er regelmäßig gedüngt werden muß.Aber was?
Ganz einfach.
Um das Wachstum anzuregen gibt man Stickstoff(N).
Für den Blattwuchs,sowie für die Grünfärbung der Blätter(Chloropylaufbau) Phospor(P)Dünger.
Kali(K) verwendet man für die Bildung der
Blüten(nur bei einigen Ficusarten werden Blüten gebildet).
Wenn die Blätter gelb werden, handelt es sich um Eisen(F) oder Magnesiummangel.


Der Benjaminii liebt keine nassen Füße,deshalb sollte die Erde nur Feucht und nicht Nass gehalten werden.Allergisch reagiert er gegen Zugluft,keine offenen Fenster.

In Büchern ließt man häufig das er hell oder halbschattig kultiviert werden soll.
Dies ist aber keine aussagekräftige Meinung.

Der Ficus benötigt für sein Existensminimum mindestens 1000 Lux Lichtstärke(Dezember 1000)an Helligkeit,wenn er diese nicht besitzt läßt er seine Blätter fallen.Wie ich euch am Anfang erklärt habe hat der Ficus eine dicke Katikula.Jede andere Pflanze(teilweise)dreht nun in den Wintermonaten seine Blätter gegen das Licht,nur dies ist durch die Fettschicht nicht möglich,da die Blätter sehr stabil dadurch sind,der Ficus verliert seine Blätter,hell stellen(Fensterbank-Süden).Diese Frage wird mir häufig gestellt:\"Warum verliert mein Ficus seine Blätter?
Momentan im März haben wir 2000 Lux und alles wird besser.


Krankheiten:

Brennfleckenkrankheiten,durch zu intensive Sonneneinstrahlung.
Phytium,Wurzel und Stengelfäule im Erdinneren.Bei Auftretten mit Rovral,Ronilan oder Euparen gießen.

Tierische Schädlinge:

Spinnmilben,Schildlaüse,Blasenfüße,Weichhautmilben.Bei Befall kann man einen Brenneselsud oder Nikotinsut mehrmals verwenden.
Einfach 48 Stunden Brennesel oder Zigarretenkippen in Wasser geben und mit dem Sud Ficus behandeln.
Gegen Schildläuse hilft sehr gut eine Schmierseifenloesung.

Der weiße Saft(Wolfsmilch) im inneren der Pflanze kann bei Berührung mit den Augen zu einem Sehausfall,sogar Blindheit führen bei Überempfindlichkeit.

Vielleicht konnte ich euch den Benjaminii etwas näher bringen und einigen Skeptikern was diese Pflanze angeht, zum Aufbau eines Grünen Daumens verhelfen.Ich freue mich über jeden Kommentar.

Euer Pflanzenfreund

Paketmarke(n) (c) 25.Februar 2002 Dooyoo/Ciao
(c) 22.März. 2002 Yopi

13 Bewertungen, 3 Kommentare

  • Tomcat01

    25.04.2002, 00:18 Uhr von Tomcat01
    Bewertung: sehr hilfreich

    noch mehr von diesen Tipps, und ich werde Stammkunde

  • seifertandreas

    22.03.2002, 23:23 Uhr von seifertandreas
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hut ab vor dieser Meinung.

  • Netti1982

    22.03.2002, 23:18 Uhr von Netti1982
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr interessante Infos... MfG Netti