Black Market Music - Placebo Testbericht

Black-market-music-placebo
ab 19,95
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
5 Sterne
(7)
4 Sterne
(1)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)
Summe aller Bewertungen
  • Cover-Design:  gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Erfahrungsbericht von MissMolko

Zum Glück auch legal erhältlich!

5
  • Cover-Design:  durchschnittlich
  • Klangqualität:  sehr gut

Pro:

ziemlich perfekt

Kontra:

das kann nerven

Empfehlung:

Ja

Mit diesem Album schließt sich die Trilogie der ersten Alben. Die Band dazu: „Das erste Album war der pure Sex. Das zweite das Chill-out und `Black Market Music´ ist die warme Dusche danach.“
Das Gefühl einer warmen Dusche hat man tatsächlich beim ersten Hören. Vordergründig kommen die Melodien zur Geltung, die besser wahrscheinlich kaum sein können. Beschäftigt man sich mit den Texten, fällt auf, dass Placebo neue Themen in ihr Repertoire aufgenommen haben. Die politischen Anspielungen fallen auf, weil sich die Band in ihren Liedern noch nie mit solchen Themen beschäftigt hatte. Brian meinte dazu: „Während der Aufnahmen im Studio hatten wir nur uns und CNN.“ Klar, dass das die Texte prägt.

Placebos drittes Album wurde am 10. Oktober 2000 im Label Virgin Records Ltd. veröffentlicht. Ausgekoppelte Singles waren die Vorabveröffentlichung "Taste in Men" (7. Juli 2000), "Slave to the Wage" (25. September), "Special K" (8. Januar 2001) und "Black-Eyed" (9. Oktober).
Wie schon mit „Every You Every Me” bei “Eiskalte Engel“, durften sie erneut an einem Soundtrack mitarbeiten. „Black-Eyed“ wurde zum Symbol des Filmes „Engel und Joey“.

TRACKLIST:
1. Taste In Men
2. Days Before You Came
3. Special K
4. Spite & Malice
5. Passive Aggressive
6. Black-Eyed
7. Blue American
8. Slave To The Wage
9. Commercial For Levi
10. Haemoglobin
11. Narcoleptic
12. Peeping Tom
Hidden Track: Black Market Blood

>>Die Band<<
Die Multi-Kulti-Band besteht aus Stefan Olsdal (Schwede), Steve Hewitt (Britte) und natürlich Brian Molko (Halb Ami halb Britte), dem androgynen Bandleader. 1995 gegründet, wurden sie schon 1996 von niemand geringerem als David Bowie entdeckt, bei dessen Tour sie als Vorband spielen durften. Er veranlasste schließlich auch den Plattenvertrag, und ebenfalls 1996 wurde ihr erstes Album "Placebo" veröffentlicht. Die erste Vorabveröffentlichung daraus war "Buise Pristine", doch erst mit "Nancy Boy" (1997) gelang der Durchbruch. 1998 folgte das zweite Album "Without you I'm nothing" mit dem Megaknaller "Pure Morning". 2000 kam dann "Black Market Music", und nach der 18 monatigen Tour gönnte sich die Band nach fast sieben Jahren Tour- und Albumstress eine längere Pause. Bis die Arbeiten an "Sleeping with ghosts" begannen. Das letzte Album der Band wurde am 24. März 2003 veröffentlicht.

>>Diskographie<<
-17.6.1996 "Placebo" mit den Singles:
"Bruise Pristine"(1995, nur 1500 Exemplare), "Come Home"(5.2.1996), "36 Degrees" (3.7.1996), "Teenage Angst" (16.9.1996), "Nancy Boy" (20.1.1997, zwei Versionen) und erneut "Bruise Prisitine"(12.6.1997, zwei Versionen) => Elevator Music

-13.10.1998 "Without you I'm nothing"mit den Singles:
"Pure Morning"(3.8.1998, zwei Versionen), "You don't care about us"(28.9.1998, zwei Versionen), "Every you every me" (25.1.1999, zwei Versionen), "Without you I'm nothing"(17.8.1999, mit David Bowie), "Burger Queen Francais"(22.11.1999, nur in Frankreich, Belgien, Luxemburg, nur 5000 Exemplare) => Elevator Music

-10.10.2000 "Black Market Music" mit den Singles:
"Taste in men"(17.7.2000, zwei Versionen), "Slave to the Wage"(25.9.2000, zwei Versionen), "Special K"(8.1.2001, zwei Versionen), "Black Eyed"(9.10.2001) => Virgin Records

-24.3.2003 "Sleeping wiht ghosts" mit den Singles:
"The Bitter End"(10.3.2003, drei Versionen), "This Picture"(9.6.2003) und demnächst "Special Needs"(15.9.2003, zwei Versionen und eine Video-DVD), "English Summer Rain" (23.02.2004, drei Versionen)
Special-Edition des Albums mit 10 Cover Songs (22.09.2003)

Außerdem Brians Soloausflüge mit Asia Argento "Je't aime" und Alpinestars "Carbon Kid", "Ultra-Rare-Trax" Vol. I und II, "Feeling Like A Motherfucker" und mehrere limitierte Live-Alben.

>>Black Market Music<<

COVER, BOOKLET, ÄUßERE ERSCHEINUNG
Auf dem Cover der CD ist der Name der Band und Titel des Albums abgedruckt. Es ist in schwarz gehalten und man kann eine Maschine erkennen, die sich vervollständigt, wenn man das Booklet aufklappt.
Auf der Rückseit findet man die Tracklist (natürlich ohne den Hidden-Track), die Fanclub- und Homepageadresse, natürlich die Copyright-Erklärungen sowie die Mitwirkenden am Album. Der Hintergrund ist dunkelrot und zeigt wahrscheinlich eine Computerfestplatte.
Im Booklet befindet sich ein sehr großes und sehr schönes Foto der Band, eines der schönsten überhaupt, und alle Songtexte. Ein Vorteil zu den anderen Alben, dann da waren - wenn überhaupt - nur Textabschnitte abgedruckt.

TRACKLIST

Taste In Men
"Come back to me a while, change your taste in men..."
Von einem Opener, der gleichzeitig noch Vorabveröffentlichung war, könnte man erwarten, dass er auf das Album hinweist, es eben „eröffnet“. Hier ist das aber ganz anders. Das Lied passt überhaupt nicht zum Rest. Auch wenn es meiner Meinung nach eines der schwächeren Lieder der CD ist, hat es was besonderes. Es ist schnell und die Melodie spielt keine vordergründige Rolle. Es klingt sehr maschinell. Zum Inhalt kann ich nicht viel sagen. Sehr zu empfehlen ist das Video zum Song.

Days Before You Came
"Day before you came, freezing cold and empty..."
Sehr schnell, melodiös und rockig. Erst hier bekommt man einen richtigen Eindruck vom Album. Es geht um Drogen, um Liebe, um Verzweiflung - eben ein ganz typischer Placebo-Song.

Special K
"I’ll describe the way I feel, weeping wounds that never heal..."
"Special K" ist der Name einer Droge, die in der Szene relativ bekannt ist. Die Anziehung, die von der Droge ausgeht, sowie das Leben mit ihr werden hier beschrieben. Das Lied ist schnell und Brians Gesang wird von einem Chor unterstützt, dessen einfache Passagen sich sofort einprägen und das Lied zu einem echten Ohrwurm machen.

Spite & Malice
"Lust, spite and malice, your degrees of sin…”
Hier wagen sich Placebo in ein ganz neues Terrain. Sie erhalten Unterstützung vom amerikanischen Papper Justin Warfield ("One Inch Punch"). Spite & Malice entwickelt sich so zum Hip Hop-Stück mit einigen gesanglichen Stellen. Und: Sogar ich als Hip Hop-Hasser finde das Lied überdurchschnittlich gut!

Passive Aggressive
"Everytime I rise I see you falling..."
Es geht ganz ruhig los und steigert sich dann in eine richtige Extase. Wunderschöne Melodie, zwar wenig, aber sehr aussagekräftiger Text über die Ablehnung von Gott.

Black-Eyed
"I'm forever black-eyed, a product of a broken home..."
Eins der schönsten Lieder des Albums und deshalb wohl auch Bestandteil des Soundtracks von "Engel & Joey". "Black-Eyed" ist hier ein Synonym für "schwarze Seele", was im Text schnell ersichtlich wird. Der einfache Refrain verleitet zum Mitsingen und abgehen.

Blue American
"I read a book about Uncle Tom, where a whitey bastard made a bomb..."
Sehr langsam und gesanglich. Die Melodie ist vielleicht nicht soo gut, aber der Text ist dafür sehr aussagekräftig. Des geht um Vergangenheit und Familie, um Politik und das eigene Ich.

Slave To The Wage
"It's a race for rats to die..."
Der Titel sagt schon alles: Die Band scheint nicht sehr kapitalistisch eingestellt zu sein. Jedenfalls kommt der Wunsch sehr deutlich zum Ausdruck, alles zurück zu lassen. Schnelle und fröhliche Melodie, sehr schönes Lied.

Commercial For Levi
"I understand the fascination, I've even been there once or twice or more, but if you don't change your situation, then you'll die..."
Hier geht es um einen drogenabhängigen Freund, Levi, einstiger Produzent der Band. Ruhig mit eingängiger Melodie, die sich an wichtigen Stellen steigert.

Haemoglobin
"Theories of conspiracy: The whole world wants my disappearance..."
Sehr schnelles Lied, richtig extatisch. Es geht um Verschwörungen, Realitätsverlust und diverse andere Paranoia.

Narcoleptic
"Change of seasons, love can die..."
Ein sehr langsames, ruhiges und schönes Stück. Es werden sehr private Themen besungen.

Peeping Tom
"I'm just a Peeping Tom, on my own for far too long, problems with the booze, nothing left to lose..."
Erneut sehr langsam und ruhig, aber unverwechselbar schöne Melodie. Wie der Titel schon sagt, geht es um einen Spanner, einem Mensch, dem das Leben so richtig in den Arsch getreten hat.

Black Market Blood
"Wasted face that swallow time, with Armageddon crawlin`, she's insane, this friend of mine..."
Der Hidden-Track des Albums, der sich aber auf keinen Fall verstecken muss. Es geht hier um eine Frau, die ihr Leben nach der Angst vorm Weltuntergang ausrichtet. Unterstützt wird der Text durch die langsame, von einem Orchester begleitete Melodie.


Hier kann ich mich auf keinen Fall für Lieblingslieder entscheiden, weil alle Lieder auf eine andere Art und Weise gut sind. Das Album ist so perfekt, dass man sich nach einiger Zeit daran überhört, weil man es immer wieder hören will. So ging es mir zumindest.
Ich geb Note 1!

19 Bewertungen