Black Market Music - Placebo Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Cover-Design:
- Klangqualität:
Erfahrungsbericht von Gimmick404
Auf dem Weg zum Klassiker
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Bei "Black Market Music" es handelt sich um die dritte Scheibe von Placebo, die seit 1996 in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen erfolgreich neues veröffentlichen. Der erste Longplayer hieß schlicht "Placebo" und beinhaltet Nancy Boy, der Song, der ihnen in England zum Durchbruch mit verholfen hatte. Soweit ich weiß, war die Band zu diesem Zeitpunkt in Deutschland noch unbekannt. 1998 kam dann "Without You I'm Nothing" auf den Markt, dank des Titelsongs, "Pure Morning" und vor allem "Every You Every Me", das auch auf dem Soundtrack zu dem Film "Eiskalte Engel" zu finden ist, gelang auch im Rest Europas der Durchbruch. Bei Placebo handelt es sich übrigens um eine richtige Multikultiband, Brian Molko, der Sänger, ist Amerikaner, der Drummer Steve Hewitt ist Engländer und der Bassist Stefan Olsdal kommt aus Schweden. Vor allem die schillernde Persönlichkeit des Frontmannes, Brian Molko, sorgt auch neben der Musik für Präsenz in den Medien, da ich mich aber eher für die wirklich gute Musik interessiere, möchte ich das hier unberücksichtigt lassen.
Im Jahre 2000 kam "Black Market Music" heraus, genau 2 Jahre nach "Without You I'm Nothing" und 4 Jahre nach dem Debut. Als Vorab-Single wurde "Taste In Men" veröffentlicht, dieser Song bringt vielleicht noch am ehesten das zum Ausdruck, was möglicherweise in Molko selbst vor sich geht ;-) - nichts genaues weiß man nicht. Es handelt sich hier um einen Song, der Elemente von Drum 'n' Bass beinhaltet, zunächst hört er sich sehr gewöhnungsbedürftig an, da man so einen Song von Placebo nicht unbedingt erwartet hätte.
Der zweite Song, "Days Before You Came", ist eine ganz nette Rocknummer, ohne wirklich zu den Highlights des Albums zu zählen, dafür fehlt ihm das gewisse etwas schon des folgendes Songs, "Special K", das auch gleichzeitig die dritte Singleauskopplung war. Ebenfalls eine rockige Nummer mit genial einfachem Chor, dem man sich kaum entziehen kann, die leicht nasale Stimme Molkos passt hervorragend zu diesem Song, der Backgroundchor unterstützt die Entwicklung des Songs mit seinem Echo-Effekt.
Der vierte Song, "Spite & Malice", ist mein persönlicher Favorit, neben 3 weiteren *g*, hier ist Molko nicht alleine für die Vocals zuständig, er wechselt sich ab mit Rap-Einlagen, die diesen Song zum vielleicht abwechslungsreichsten auf der ganzen CD machen.
Der nächste Track, mittlerweile sind wir bei Nummer 5 angelangt, heißt "Passive Aggressive" und ist eine eher ruhige Nummer, die man nach diesem fulminanten Anfang als Pause auch recht gut brauchen kann.
Aber es ist nur die Ruhe vor dem Sturm, denn dann folgt mit "Black-Eyed" einer der cleversten Songs, die ich je gehört habe, eigentlich ein sehr einfaches Arrangement mit fast hymnischen Elementen und Drums, die den Song regelrecht vorantreiben, man wähnt sich fast im - man möge mir den Vergleich als grauenhaftes Clichee verzeihen - im Urwald, wildes Getrommel und ansonsten Stille. Mit "Blue American" nehmen Placebo nach diesem Drum-Gewitter wieder Tempo raus, es handelt sich um eine Nummer, die am ehesten auch auf das Vorgängeralbum gepasst hätte, eine wunderschöne Ballade in "Without You I'm Nothing"-Manie.
Der achte Track, "Slave To The Wage", war die zweite Singleauskopplung und Top 10 in England, der Grund, weshalb ich mir das Album zunächst bei Napster gezogen und anschließend dann doch gekauft habe (als ich alle Songs hatte, weil ich die Künstler für diesen Geniestreich - bezogen auf das ganze Album untersützen wollte, da Sonderbares wie der ganze Big Brother-Müll sich unverständlicherweise besser in Deutschland verkauft haben). "Slave To The Wage" ist eine gelungene, rockige Nummer mit sich einprägendem Refrain.
Der nächste Song, "Commercial For Levi", wäre auf anderen Alben vielleicht ein Highlight, meiner Meinung nach fällt er hier ein klein wenig ab, aber er ist zum Glück nicht sehr lang .
Mit "Haemoglobin", dem 10. und "Narcoleptic", dem 11. Song, folgen zwei weitere Beweise dafür, dass Placebo die schönsten traurigen Songs schreiben und performen können, wer hier nicht auch beim zuhören traurig wird, den wird es spätestens beim 12. Song, "Peeping Tom" erwischen, einem weiteren Highlight. Diesen Song in Worte zu fassen, ist fast unmöglich, man muss ihn einfach mal gehört haben. Der sogenannte Hidden Track, "Black Market Blood" rundet das Gehörte mit seiner Verzweifelung ab.
Finally
******
Placebo sind eine der Bands auf dem Alternative-Sektor, vollkommen zu Recht. Auch wenn dieses Album vielleicht nicht den Übersong hat, wie noch die beiden vorangegangenen Alben, so kann es durch seine Geschlossenheit sehr wohl überzeugen, außer vielleicht 2 etwas schwächeren Songs, die aber auch nicht wirklich störend wirken, hat es absolut keinen Schwachpunkt, und es ist ein Album, dass mit stetigem Hören immer weiter wächst, hier überzeugen nicht einzelne Songs, sondern das Gesamtkonzept. Man darf von dieser Band zurecht noch sehr viel erwarten, und wenn Placebo weiter im 2-Jahres-Rhythmus Alben veröffentlicht, darf man auf das Jahr 2002 sehr gespannt sein. Aber wie immer gilt natürlich, auch hier: entweder man mag die Art Musik und den Gesang von Brian Molko, oder man hasst ihn... eins ist sicher, langweilig ist es nie. Und auch nach einigen Jahren gehört die CD immer noch in meine persönliche Top 10.
Das Cover: Im Prinzip ganz in schwarz gehalten sieht man hier eine alte Dampfmaschine - oder etwas in der Art.
Das Booklet: hier finden sich alle Texte abgedruckt.
Der Preis: Mitunter schon recht günstig zu bekommen, bei amazon oder im Saturn für deutlich unter 10 Euro.
Placebo - Black Market Music (2000)
1. Taste In Men, 2. Days Before You Came, 3. Special K, 4. Spite & Malice, 5. Passive Aggressive, 6. Black-Eyed, 7. Blue American, 8. Slave To The Wage, 9. Commercial For Levi, 10. Haemoglobin, 11. Naroleptic, 12. Peeping Tom, 13. Black Market Blood (Hidden Track)
Stilrichtung: Alternative, Crossover
Website: www.placeboworld.co.uk
Im Jahre 2000 kam "Black Market Music" heraus, genau 2 Jahre nach "Without You I'm Nothing" und 4 Jahre nach dem Debut. Als Vorab-Single wurde "Taste In Men" veröffentlicht, dieser Song bringt vielleicht noch am ehesten das zum Ausdruck, was möglicherweise in Molko selbst vor sich geht ;-) - nichts genaues weiß man nicht. Es handelt sich hier um einen Song, der Elemente von Drum 'n' Bass beinhaltet, zunächst hört er sich sehr gewöhnungsbedürftig an, da man so einen Song von Placebo nicht unbedingt erwartet hätte.
Der zweite Song, "Days Before You Came", ist eine ganz nette Rocknummer, ohne wirklich zu den Highlights des Albums zu zählen, dafür fehlt ihm das gewisse etwas schon des folgendes Songs, "Special K", das auch gleichzeitig die dritte Singleauskopplung war. Ebenfalls eine rockige Nummer mit genial einfachem Chor, dem man sich kaum entziehen kann, die leicht nasale Stimme Molkos passt hervorragend zu diesem Song, der Backgroundchor unterstützt die Entwicklung des Songs mit seinem Echo-Effekt.
Der vierte Song, "Spite & Malice", ist mein persönlicher Favorit, neben 3 weiteren *g*, hier ist Molko nicht alleine für die Vocals zuständig, er wechselt sich ab mit Rap-Einlagen, die diesen Song zum vielleicht abwechslungsreichsten auf der ganzen CD machen.
Der nächste Track, mittlerweile sind wir bei Nummer 5 angelangt, heißt "Passive Aggressive" und ist eine eher ruhige Nummer, die man nach diesem fulminanten Anfang als Pause auch recht gut brauchen kann.
Aber es ist nur die Ruhe vor dem Sturm, denn dann folgt mit "Black-Eyed" einer der cleversten Songs, die ich je gehört habe, eigentlich ein sehr einfaches Arrangement mit fast hymnischen Elementen und Drums, die den Song regelrecht vorantreiben, man wähnt sich fast im - man möge mir den Vergleich als grauenhaftes Clichee verzeihen - im Urwald, wildes Getrommel und ansonsten Stille. Mit "Blue American" nehmen Placebo nach diesem Drum-Gewitter wieder Tempo raus, es handelt sich um eine Nummer, die am ehesten auch auf das Vorgängeralbum gepasst hätte, eine wunderschöne Ballade in "Without You I'm Nothing"-Manie.
Der achte Track, "Slave To The Wage", war die zweite Singleauskopplung und Top 10 in England, der Grund, weshalb ich mir das Album zunächst bei Napster gezogen und anschließend dann doch gekauft habe (als ich alle Songs hatte, weil ich die Künstler für diesen Geniestreich - bezogen auf das ganze Album untersützen wollte, da Sonderbares wie der ganze Big Brother-Müll sich unverständlicherweise besser in Deutschland verkauft haben). "Slave To The Wage" ist eine gelungene, rockige Nummer mit sich einprägendem Refrain.
Der nächste Song, "Commercial For Levi", wäre auf anderen Alben vielleicht ein Highlight, meiner Meinung nach fällt er hier ein klein wenig ab, aber er ist zum Glück nicht sehr lang .
Mit "Haemoglobin", dem 10. und "Narcoleptic", dem 11. Song, folgen zwei weitere Beweise dafür, dass Placebo die schönsten traurigen Songs schreiben und performen können, wer hier nicht auch beim zuhören traurig wird, den wird es spätestens beim 12. Song, "Peeping Tom" erwischen, einem weiteren Highlight. Diesen Song in Worte zu fassen, ist fast unmöglich, man muss ihn einfach mal gehört haben. Der sogenannte Hidden Track, "Black Market Blood" rundet das Gehörte mit seiner Verzweifelung ab.
Finally
******
Placebo sind eine der Bands auf dem Alternative-Sektor, vollkommen zu Recht. Auch wenn dieses Album vielleicht nicht den Übersong hat, wie noch die beiden vorangegangenen Alben, so kann es durch seine Geschlossenheit sehr wohl überzeugen, außer vielleicht 2 etwas schwächeren Songs, die aber auch nicht wirklich störend wirken, hat es absolut keinen Schwachpunkt, und es ist ein Album, dass mit stetigem Hören immer weiter wächst, hier überzeugen nicht einzelne Songs, sondern das Gesamtkonzept. Man darf von dieser Band zurecht noch sehr viel erwarten, und wenn Placebo weiter im 2-Jahres-Rhythmus Alben veröffentlicht, darf man auf das Jahr 2002 sehr gespannt sein. Aber wie immer gilt natürlich, auch hier: entweder man mag die Art Musik und den Gesang von Brian Molko, oder man hasst ihn... eins ist sicher, langweilig ist es nie. Und auch nach einigen Jahren gehört die CD immer noch in meine persönliche Top 10.
Das Cover: Im Prinzip ganz in schwarz gehalten sieht man hier eine alte Dampfmaschine - oder etwas in der Art.
Das Booklet: hier finden sich alle Texte abgedruckt.
Der Preis: Mitunter schon recht günstig zu bekommen, bei amazon oder im Saturn für deutlich unter 10 Euro.
Placebo - Black Market Music (2000)
1. Taste In Men, 2. Days Before You Came, 3. Special K, 4. Spite & Malice, 5. Passive Aggressive, 6. Black-Eyed, 7. Blue American, 8. Slave To The Wage, 9. Commercial For Levi, 10. Haemoglobin, 11. Naroleptic, 12. Peeping Tom, 13. Black Market Blood (Hidden Track)
Stilrichtung: Alternative, Crossover
Website: www.placeboworld.co.uk
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