Black Past (DVD) Testbericht

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ab 9,18
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  sehr viel
  • Anspruch:  wenig anspruchsvoll
  • Romantik:  niedrig
  • Humor:  humorvoll
  • Spannung:  durchschnittlich

Erfahrungsbericht von Wuschel_F

Horror made in Bavaria

4
  • Action:  viel
  • Anspruch:  anspruchslos
  • Romantik:  niedrig
  • Humor:  sehr humorvoll
  • Spannung:  durchschnittlich
  • Altersgruppe:  keine Angabe
  • Meinung bezieht sich auf:  DVD-Version

Pro:

lustig, viel Blut

Kontra:

es bleibt natürlich ein Amateurfilm

Empfehlung:

Ja

Ich möchte euch gerne den Film „Black Past“ vorstellen. Die mir vorliegende Version ist aus der Olaf Ittenbach Collection von Laser Paradise „–Uncut Version-„(die alte Version). Gekostet hat mich die DVD 10€ in einem Internethandel.


STORY
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Tommy Kronach ist Schüler, ziemlich unordentlich, schlampig und mitten in der trotzigsten Teenagerphase. Nachdem er in der Schule zusammen geschlagen wurde, hilft ihm das Mädchen, für das er schon lange schwärmt und die beiden werden kurz darauf auch ein Paar. Tommy, der zusammen mit seinen beiden Schwestern noch bei seinem Vater wohnt, findet eines Tages auf dem Dachboden eine alte, zu gekettete Truhe, in der er einen Spiegel und ein Buch findet, in dem eine seltsame Geschichte steht, von einem Typen, der nach dem Blick in den Spiegel seine ganze Familie ermordet hat. Er glaubt das natürlich nicht und hängt sich den Spiegel ins Zimmer. Als ihn seine Freundin Petra besucht und das Zimmer aufräumen will, solange er beim Essen ist, blickt sie in den Spiegel und läuft kurz darauf, wie in Trance aus dem haus und vor ein Auto. Im Krankenwagen stirbt sie an ihren Verletzungen. Tommy ist todtraurig und seit diesem Geschehnis hat er auch ständig Visionen von Petra, in denen sie ihn töten will. Die Visionen werden immer häufiger und schlimmer. Schließlich bittet ihn Petras Kopf, der neben ihm im Bett liegt den Spiegel endlich zu zerstören. In anderen Visionen tötet er seine gesamte Familie oder verletzt sich selbst übelst mit einer Rasierklinge. Als er schließlich doch den Spiegel zerstören will und ihn mit beiden Händen packt, fährt er wie vom Blitz getroffen zurück, bekommt übelste Krämpfe und mutiert zu einem grässlichen Monster, dass seine übelsten Visionen wahr macht…
…Zu viel sei an dieser Stelle nicht verraten, dass müsst ihr dann schon selbst kucken…



FILMINFOS
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OT: Black Past
Land: Deutschland
Jahr: 1989
Regie: Olaf Ittenbach
Ländercode: 2 PAL
Sprache: Deutsch
Untertitel: Keine
Tonformat: Dolby Digital
Bildformat: Fullscreen (4:3)
Laufzeit: ca.80 Minuten



MENÜ/EXTRAS
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Das Menü ist recht übersichtlich gestaltet.
Es gibt eine Kapitelwahl, wobei man an 8 verschiedenen Szenen des Films wieder einsteigen kann.
Als Extras sind vorhanden:
- Special Olaf Ittenbach (die gleichen 7 Seiten Biografie und Filmografie, wie auch auf den anderen DVDs der „Olaf Ittenbach Collection“
- Trailershow: die selben Trailer, wie auf den anderen DVDs
Die Extras sind nicht so überragend, noch dazu, weil ich sie ohnehin schon auswendig kenne…



BILD-/TONQUALITÄT
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Man merkt doch ziemlich deutlich, dass der Film ursprünglich auf einer ganz normalen Videokamera gedreht war und erst später digital überarbeitet wurde. Das Bild weißt oft leichte bis mittelstarke Unschärfen auf und flimmert manchmal. Teilweise kann man am oberen Rand einen grünen Streifen und ähnliche farbliche Veränderungen feststellen. Der Ton ist recht gut nachgebessert worden, wobei auch hier die Synchronisation nicht immer genau stimmt.
Bei allen Mängeln muss man aber bedenken, dass es sich hierbei um eine reine Amateurproduktion handelt und der Film mit einem 4-stelligen Budget gedreht wurde. Man darf also von vorneherein keinen Streifen in Hollywoodmanier erwarten.



DARSTELLER
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Olaf Ittenbach (Tommy), Andrea Arbter (Petra), André Styi (Frankie), Sonja Berg (Maria), Alfons Sigllechner (Vater), Ivo Tischler (Achim), Susanne Nebbe (Bettina)
Die Darsteller sind alles Leute aus dem Freundes- und Bekanntenkreis von Olaf Ittenbach. Noch dazu bekamen sie keine Bezahlung und dementsprechend spielen sie im Großen und Ganzen auch.
Olaf Ittenbach finde ich in seiner Rolle als Tommy, wie in seinen nachfolgenden beiden Filmen auch, ein schlechter Schüler, leicht asozial und nicht besonders beliebt. Die Rolle ist ihm irgendwie auf den Leib geschrieben. Scheinbar ist er wirklich auch etwas asslig und da fällt ihm diese Rolle nicht schwer zu spielen ;-)
Auch die Mutation zum Ende ist sehr schön gemacht, wobei hier ja weniger das Schauspielerische, als viel mehr die Effekte zählen.
Ziemlich dämlich finde ich seine Schwestern, die zum Teil auch etwas arg gekünstelt wirken. Und sein Vater überzeugt mich auch nicht 100%. Frankie hat immer nur denselben Spruch auf Lager und wirkt nicht wirklich so lässig, wie er für diese Rolle wirken sollte.
Nachdem ich aber mittlerweile 3 Filme von Ittenbach, mit in etwa denselben Darstellern gesehen habe, muss ich sagen, man gewöhnt sich langsam an die Leute und findet sie ganz lustig ;-)



MEINE MEINUNG
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Im Vergleich zu Ittenbachs zweitem Film „Burning Moon“ muss ich sagen, dass ich dieses Erstlingswerk fast besser fand. Die Story ist zwar nicht überragend und hat auch Ähnlichkeiten mit anderen Horrorfilmen, aber die Effekte sind wirklich gut. Besonders gut fand ich die Schere im Auge, das war wirklich eklig…
Wie bereits erwähnt sind die Darsteller nicht gerade die besten, um das mal gelinde aus zudrücken, aber man gewöhnt sich wirklich dran, wenn man mehrere Ittenbach-Filme gesehen hat. Den bayrischen Akzent fand ich in diesem Werk gar nicht so schlimm, zumindest wurde hier nicht so krampfhaft versucht hochdeutsch zu reden, wie bei den anderen beiden folgenden Filmen.
Gut fand ich auch, dass mir die Schauplätze zum teil wieder bekannt waren, wie z. B. der Tierpark, durch den die beiden schlendern, ist der Augsburger Tierpark, in den wir auch öfter gehen ;-)
Ganz gut war auch die Filmmusik gemacht. Vor allem die markante Melodie, immer wenn Petra wieder auftaucht und dazu der blick auf die ziemlich markanten (wenn auch ziemlich hässlichen) Stiefel. Wobei sowohl die Frisuren, als auch die Klamotten ohnehin ziemlich daneben sind, aber schließlich spielen hier ja ohnehin keine Modells sondern stinknormale Leute mit, warum sollte man sie dann auch so aufdonnern, wie Claudia Schiffer und Co?
Der Film enthält auch einige kleiner Ungereimtheiten, z. B. wieso zieht sich Tommy einen frischen Pulli an, wenn der alte stinkt, lässt aber as T-Shirt darunter an, dass sicherlich noch mehr stinkt? Aber das war glaube ich ohnehin in einer seiner Visionen, da ist er dann ja eh nicht wirklich ganz da und Horrorfilme müssen ohnehin nicht logisch sein, oder?
Ich glaube ich habe alles gesagt. Wer viel Blut in einem Film mag sollte ihn sich anschauen, darf aber nicht vor Amateuraufnahmen zurückschrecken, denn das merkt man trotz Digitalisierung natürlich immer noch an den vielen Unschärfen, der manchmal etwas unruhigen Kameraführung, farblichen Unsauberheiten oder ähnlichem. Ich fand den Film nicht schlecht und werde ihn daher eingeschränkt weiter empfehlen…



ZUM REGISSEUR
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Da dieser Beitrag zu einem besonderen Anlass geschrieben ist werde ich doch einige Infos zu Olaf Ittenbach angeben. Noch dazu, weil er aus meiner Wohngegend kommt. Und zwar aus Fürstenfeldbruck, was etwa 20km von meinem Wohnort entfernt liegt.
Geboren ist er dort 1969 und schon seit seiner Kindheit interessierte er sich fürs Horrorgenre. Sein Erstlingswerk „Black Past“ sollte eigentlich nie öffentlich vertrieben werden, aber das Fanzine „Splatting Image“ bekam das Band in die Hände und es wurde doch noch vertrieben. Ein neuer Stern am Splatterhimmel war geboren.

Filme:
• 1989 – Black Past
• 1992 – The burning moon
• 1997 – Premutos - Der gefallene Engel
• 2000 - Riverplay
• 2000 Legion of the dead
• Neuester Filme: „beyond the limits“, \"Legions ... for we are many”, “Garden of love”






Danke an alle fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren!!!

Schaurige Grüße vom Horror-Wuschel

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