Black & White (PC Strategiespiel) Testbericht

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ab 40,87
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Erfahrungsbericht von NashBridges

Möchten Sie Gott sein?

Pro:

gute grafik, gute idee

Kontra:

seeeeehr langwierig

Empfehlung:

Ja

Vor ein paar Wochen habe ich mir über Kazaa versucht, Redneck Rampage runterzuladen, in dem File war aber nicht das gewünschte Spiel, sondern Black & White. Also begann ich nach erflgreicher Installation \"Gott\" zu spielen und nachdem das Spiel sich nach der ersten Welt dezent zum Widows-Desktop verabschiedete, habe ich mir letztendlich das Game gekauft! Nun ja... :)

- Story:
\"Jedesmal wenn Menschen beten, entsteht ein neuer Gott\" erfährt man im Intro (wenn das so wäre müßte es Milliarden von Göttern geben)! Nun, als das Kind einer Familie von Haien verschlungen zu werden droht, entsteht durch ein Stoßgebet derselben der Gott, den der Spieler schlußendlich steuert. Sobald das Intro vorbei ist, wird auch das Ziel des Spieles schnell klar: man muß der mächtigste Gott im Universum werden! Dazu ist an sich jedes Mittel recht und man muß an sich nur seine Macht ausweiten und seine Gegner so verdrängen, schon hat man es geschafft!
Das klingt zwar einfach, ist es aber nicht. Es sind fünf Welten zu absolvieren, wobei es in der ersten zunächst darum geht, sich mit der Steuerung vertraut zu machen und sich eine Kreatur auszusuchen. Dieser kann man nun Zaubersprüche beibringen oder auch einfache Dinge wie Holzfällen, Lager auffüllen etc. (dann muß man nicht mehr alles selber machen)!
Jeder Gott hat seine eigene Kreatur, die ein Spiegel seiner Macht ist, und wenn zwei Götter aufeinandertreffen kämpfen die Kreaturen für sie.
Quelle der Macht sind aber die Gläubigen, auf ihr Wohl und ihre Vermehrung ist besonders zu achten, denn je mehr Gebetskraft sie erzeugen, desto mächtiger ist der Gott.

- KI
Leider läßt auch hier die KI zu wünschen über. Die Kreatur vergißt Sprüche, läuft oft schnurstracks in feindl. Territorium, spielt mit irgendetwas anstatt den Menschen im Dorf zu helfen. Diese sollten sich eigentlich selbstständig Arbeit suchen, aber nur allzuoft findet man sie sitzend im Dorf obwohl das Lager leer ist. Sehr nervend ist auch, daß die Menschen am Tempel verhungern und niemand in der Lage ist, Ihnen Nahrungsmittel ztu beschaffen, außer dem Gott selbst. Vor allem bei vielen Leuten am Tempel wird das sehr oft sehr nervig.

- Zwischensequenzen
Diese passen sehr gut ins Spiel und verstärken die Atmosphäre. Leider kann man sie nicht abbrechen, was oft zu Aggressionen führt, vor allem wenn man einen alten Spielstand lädt, weil man irgendetwas falsch gemacht hat und das ganze noch mal versuchen will.

- Gameplay
Das Spiel überzeugt durch seine einfache Steuerung. Vor allem die Gesten sind eine sehr gute Erfindung. Man macht einfach mit der Maus eine bestimmte Bewegung und schon kann man das gewünschte Wunder ausführen. Leider ist das Spiel im Allgemeinen recht komplex und wird sehr schnell eintönig. Mit Fortdauer wird man auf stupide Tätigkeiten wie Bekehren von Einwohnern beschränkt. Das Bekehren eines Dorfes ist gar nicht so leicht und wird oft zu einer tagefüllenden Aufgabe. Auf die Kreatur kann man sich hier wenig verlassen, selbst ist der Gott heißt die Devise. Schrecken schafft am meisten Eindruck und auch das Werfen von Artefakten ins gegnerische Dorf schafft viel Glaube. Leider hat man außerhalb seines Wirkungsbereiches nicht viel Einflußmöglichkeiten, wodurch das Ganze sehr sehr lange dauern kann.

- Grafik
Die Grafik ist in Spiel wirklich sehr gut und detailliert, vor allem der stufenlose Zoom ist beeindruckend.

- Stabilität
Leider stürzt das Spiel von Zeit zu Zeit ab, das ist gerade dann besonders ärgerlich wenn man nicht gespeichert hat und die autom. Speicherung schon zu lange zurückliegt.

- Meine Meinung
Das Spiel ist gut überlegt und es ist mal was anderes, als Gott in Erscheinung zu treten. Allerdings braucht man schon seeehr viel Geduld um das Ganze zu Ende zu spielen. Aber ich kann es dennoch weiterempfehlen, denn irgendwie hat das Spiel es geschafft, mich dennoch zu fesseln...

- Sonstiges
Während dem Spiel kann der Spieler Gebete erhören und erfüllen was ihm Wunderspender und Bonuskreaturen einbringt. Ist nett, aber nicht unbedingt notwendig.
Weiters kann man manchmal seine Kreatur gegen eine andere tauschen, wobei aber der Charakter des Tierleins gleich bleibt.
Außerdem stehen zwei Ratgeber zur Seite, ein Engelchen und ein Teufelchen, welche als Entscheidungshilfen in Aktion treten, die beiden sind wirklich sehr nett überlegt, nerven mit der Zeit aber ebenfalls...

7 Bewertungen