Erfahrungsbericht von Raszagal
Echt wow
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Vollkommen neu ist die Idee, einen Gott zu spielen, nicht, da war schon Popoulous Vorreiter gewesen, wohl aber ist die Umsetzung eine der genialsten, die ich in letzter Zeit gesehen habe. Seit dem 04.04.01 kann man das Spiel nun auch für ca. 100 DM käuflich erwerben, Monate vorher hat es ja schon in Form von Previews für Furore gesorgt. Vorweg genommen, das Spiel ist ein Meisterstück geworden, wer sich für ähnliche Spiele, sprich Simulationen, interessiert, findet bestimmt auch Gefallen an "Black & White". Doch anfangs ist es gar keine gewöhnliche Simulation...
In "Black & White" spielt man einen Gott. Da Götter nur durch den Glauben von Gläubigen entstehen, fangen die Gläubigen auf der Insel Eden an Sie zu glauben an, als Sie einen Jungen vor dem Ertrinken und Haien retten. Sie werden von den glücklichen Eltern in ihr Dorf geführt, wo man Ihnen zu Ehren schon angefangen hat, einen Tempel zu bauen. Was danach folgt, ist ein gut verständliches Tutorial zum Eingewöhnen in die etwas gewöhnungsbedürftige Steuerung. Und das ist auch notwendig, denn bis man problemlos da hin kommt, wo man hin will, dauert es etwas. Die Steuerung erfolgt über eine goldene Hand:
- Wenn man mit ihr auf einen beliebigen Ort greift und mit der gedrückten linken Maustaste nach vorne oder hinten zieht, zieht man sich von oder zu dem entsprechenden Ort weg oder hin.
- Wenn man zum rechten oder linken Seitenrand mit der Hand hinfährt, erscheint ein gebogener Pfeil. Mit gedrückter linker Maustaste muss man nun auf dem Bildschirm einen Kreis nahe des Bildschirmrandes fahren. So kann man sich im Kreis drehen, je nach dem, in welche Richtung man seine Hand bewegt.
- Wenn man zum oberen oder unteren Seitenrand mit der Hand hinfährt, erscheint ein Pfeilsymbol nach oben und nach unten, damit dann man seine Kameraperspektive verändern, d.h. also nach oben oder nach unten schauen.
- Wenn man beide Mousetasten gedrückt hält oder am Mouserädchen, sofern vorhanden, dreht, kann man her- und wegzoomen.
Das größte Problem für mich persönlich ist die Einstellung "inverted mouse", die man auch nicht ändern kann. Zieht man die Mouse zu sich hin, um sich nach vorne zu ziehen, was ich allerdings nicht als problematisch angesehen habe, da ich es von anderen Spielen schon so gewohnt bin. Wenn man aber sich im Kreis drehen will und die Mouse nach recht bewegt, dreht man sich nach links, womit ich meine größten Probleme habe.
Es gibt insgesamt 4 Inseln, auf denen man sich mehr oder weniger behaupten muss. Erst auf der zweiten Insel kann man Gebäude kaufen, wobei die Baufunktion recht eigenwillig ist. In einer Werkstatt kann man Gerüste bauen lassen, wobei man 2.500 Einheiten an Holz pro Gerüst braucht, was sehr viel ist. Diese Gerüste kann man kombinieren bis Stufe 7, wobei die Stufe die Anzahl der kombinierten Gerüste angibt. Bei der Stufe 1 kann man nur eine kleine Hütte bauen, bei der Stufe 2 eine große Hütte. Bei Stufe 3 kann man ein sogenanntes Verwaltungsgebäude, also einen Friedhof oder eine Werkstatt bauen, und bei Stufe 4 kann man ein weiteres Feld zur verbesserten Nahrungsversorgung bauen. Mit einem Gerüst der Stufe 5 kann man ein neues Dorfzentrum zur Gründung eines neuen Dorfes bauen, Stufe 6 beinhaltet einen Wunderspender und Stufe 7 ein Weltwunder. Kombinationen kann man übrigens auch wieder rückgängig machen. Dann schnappt man sich ein (kombiniertes) Gerüst und hält es über freies Land. Je nach dem, wie viel Platz ist, dreht sich ein Gebäude, welches man bauen kann. Reicht der Platz nicht für die Größe des Gerüstes, wird ein kleineres Gebäude angezeigt. Wenn man dieses dann baut, bekommt man die Gerüste, welche man zu viel kombiniert hat, wieder zurück. Gebaut wird sehr großzügig, was den Platz angeht. Es empfiehlt sich, vor allem große Hütten zu bauen. Wenn man viel Holz übrig hat, kann man auch noch kleine in die Zwischenräume der großen bauen lassen.
Man lernt bei diesem Tutorial auch sein Gewissen in Form von einem Teufelchen und einem weisen Mann kennen, die durch das ganze Spiel führen und Vorschläge unterbreiten. Das Teufelchen ist natürlich der Böse und schlägt dementsprechend auch Böses vor ("Black"), der weise Mann dagegen ist friedfertig und verkörpert praktisch einen Engel und das Gute ("White"). Je nach dem, ob man eher gute oder böse Dinge tut, wird man geliebt oder gefürchtet. Übrigens, je nach dem, ob man gut oder böse sein will, kann man das Cover der DVD-ähnlichen Hülle wenden und entweder ein weißes oder schwarzes Logo auf der Hülle haben.
Nach einiger Zeit und den ersten Aufgaben kann man sich eine von drei Kreaturen aussuchen, denn jeder Gott hat eine Kreatur. Man hat eine stehende Kuh, einen Orang-Utan-Affen und einen stehenden Tiger zur Auswahl, die auf sich mit Winken, Verbeugen u.ä. aufmerksam machen. Man kann leider nur eine Kreatur aussuchen, die man später zwar auch austauschen, aber eben nicht parallel halten kann. Man beginnt nun mit der Ausbildung und Erziehung der Kreatur und der Erfüllung neuer Aufgaben, womit man einen langen Weg, also etliche Spielstunden vor sich hat.
Zur Kreatur lässt sich auch noch etwas sagen: Zuerst bekommt man eine kleine Kreatur, je mehr man sich um sie kümmert, desto größer und wohlerzogener wird sie. Erzogen wird nach dem allseits bekannten Peitschenhiebe-und-Zuckerbrot-Prinzip: Ist die Kreatur lieb, wird sie mit Streicheln belohnt, ist sie ungehorsam, wird sie mit Schläge bestraft, wobei es Intensitäten bis 100% in 10%-Stufen gibt. Es gibt dann auch noch drei Leinen, die bei der Erziehung der kreativ behilflich sind, die Leine des Lernen, die Leine des Zorns und die Leine der Güte. Je nach dem, mit welcher Leine man die Kreatur führt, wird die Persönlichkeit beeinflusst. Kreaturen eignen sich für Handlangerarbeiten, z.B. besteht eine Aufgabe darin, 5 Ertrinkende mittels Kreatur zu retten, wobei man aufpassen muss, dass die Kreatur die Geretteten nicht frißt, wenn man ein guter Gott sein will. Wenn man böse sein will, muss man natürlich nicht aufpassen.
Dieses Gut-Böse-Prinzip zeigt sich ständig in "Black & White". Man kann jede Aufgabe lösen, wie man will. Wie man sich verhält, ist eigentlich egal, es wirkt sich nur auf die Gesinnung, ob Gut oder Böse aus. Wenn jetzt z.B. die Kreatur in obigem Beispiel die 5 Leute frißt, reagieren die Leute natürlich anders, als wenn die nicht gefressen werden. Aber man hat die Aufgabe gelöst, eben auf seine eigene Art und Weise. Und gerade diese Freiheit macht bei dem Spiel den besonderen Reiz aus.
Der Sound und die Musik ist wirklich ausgezeichnet geworden. Die Hintergrundmusik nervt kein bisschen, zumal sie abwechslungsreich gestaltet ist auch sich auch wirklich sehr gut anhört. Ich hoffe, da kommt noch ein Soundtrack heraus!
Die Grafik ist fantastisch geworden. Das Spiel bietet realistische Formen und Texturen der Landschaft sowie auch noch relativ gut gelungene Leute, bei denen man sogar das Atmen sehen kann. Die Quasi-Filmsequenzen (in der Engine gerendert) unterscheiden sich qualitativ kaum vom normalen Spiel, ohne aber schlecht zu sein. Was ich besonders beeindruckend fand, ist, dass es einen Tagesablauf mit Tag- und Nachtzyklen gibt. Der Horizont ist beim Sonnenuntergang wirklich gut gelungen und in der Nacht brennen Lichter, in deren Schein man Dinge gut, sonst aber nur etwas verdunkelt sehen kann.
Im LAN oder per Modem kann man "Black & White" auch spielen. Dort kann man nämlich seine trainierten Kreaturen mit denen von gegnerischen Gottheiten kämpfen lassen.
Systemvoraussetzungen von "Black & White" sind: Windows 95 / 98 / ME / 2000, mindestens Pentium II mit 350 MHz, 600 MB Festplattenspeicher, 4fach-CDROM-Laufwerk, 8-MB-Grafikkarte.
Gelegentlich kommt es zu Abstürzen: Mir ist schon wenige Male "Black & White" mit einem Runtime-Fehler abgestürzt. Was allerdings etwas häufiger passiert ist, ist ein Einfrieren des Bildschirms, wobei der Sound normal weiterläuft. Hier reagiert der PC weder auf Tastatur noch auf die Mouse, lediglich die Power- oder Resettaste kann da Abhilfe schaffen. Das blöde bei einem Absturz ist, dass man natürlich den Spielstand verliert. Das besonders blöde daran ist, dass es zwar eine automatische Sicherungsspeicherung und eine Schnellspeicherung ("Strg"+"s") gibt, die auch relativ häufig auftritt, aber bei einem der oben genannten Crashs auch die Spielstände dieser Sicherheitsspeicherungen weg ist. So sind mir mindestens schon 8h an Spielfortschritt verloren gegangen. Weiteres zu bemängeln: Bei mir dauert die Speicherung relativ lange, ca. 30sec., da hat man natürlich besonders Lust, oft zu speichern...
In der Ausgabe 5/2001 vom 04.04.01 der PC Games gibt es eine 64-seitige Komplettlösung für "Black & White", in einer früheren Ausgabe gibt es noch die "Black & White Bibel", beide zusammen (sie ergänzen sich) sind hilfreich beim Lösen von Aufgaben, da man mehrere Dinge (Steine, Tiere) zur Bewältigung einer Aufgabe suchen muss, kann man schon leicht ausflippen, weil die Suche einer Sisyphosarbeit gleicht; wenn man noch unschlüssig ist, ob sich der Kauf des Spiels rentiert, sollte darauf und vor allem auch auf die Bilder einen kritischen Blick werfen.
Auf einer der Homepages zum Spiel, www.bwgame.com, kann man sich neben Wallpapern und anderen Extras drei weitere Kreaturen herunterladen, eine davon ist als Extra-CDROM beim Spiel mit dabei. Es gibt noch ein Pferd, eine Schildkröte und einen Leoparden zur Auswahl. Allerdings kann man diese Kreaturen nicht am Anfang wählen, sondern man muss sie dann austauschen.
FAZIT:
Bei "Black & White" sollte man zugreifen. Sound und Grafik sind tadellos, das Spielprinzip ist fesselnd und höchst interessant und bietet etwas Neues. Nur die Steuerung ist... nun ja... nicht so gelungen. Daher auch nur 5 statt 6 Bewertungspunkte.
In "Black & White" spielt man einen Gott. Da Götter nur durch den Glauben von Gläubigen entstehen, fangen die Gläubigen auf der Insel Eden an Sie zu glauben an, als Sie einen Jungen vor dem Ertrinken und Haien retten. Sie werden von den glücklichen Eltern in ihr Dorf geführt, wo man Ihnen zu Ehren schon angefangen hat, einen Tempel zu bauen. Was danach folgt, ist ein gut verständliches Tutorial zum Eingewöhnen in die etwas gewöhnungsbedürftige Steuerung. Und das ist auch notwendig, denn bis man problemlos da hin kommt, wo man hin will, dauert es etwas. Die Steuerung erfolgt über eine goldene Hand:
- Wenn man mit ihr auf einen beliebigen Ort greift und mit der gedrückten linken Maustaste nach vorne oder hinten zieht, zieht man sich von oder zu dem entsprechenden Ort weg oder hin.
- Wenn man zum rechten oder linken Seitenrand mit der Hand hinfährt, erscheint ein gebogener Pfeil. Mit gedrückter linker Maustaste muss man nun auf dem Bildschirm einen Kreis nahe des Bildschirmrandes fahren. So kann man sich im Kreis drehen, je nach dem, in welche Richtung man seine Hand bewegt.
- Wenn man zum oberen oder unteren Seitenrand mit der Hand hinfährt, erscheint ein Pfeilsymbol nach oben und nach unten, damit dann man seine Kameraperspektive verändern, d.h. also nach oben oder nach unten schauen.
- Wenn man beide Mousetasten gedrückt hält oder am Mouserädchen, sofern vorhanden, dreht, kann man her- und wegzoomen.
Das größte Problem für mich persönlich ist die Einstellung "inverted mouse", die man auch nicht ändern kann. Zieht man die Mouse zu sich hin, um sich nach vorne zu ziehen, was ich allerdings nicht als problematisch angesehen habe, da ich es von anderen Spielen schon so gewohnt bin. Wenn man aber sich im Kreis drehen will und die Mouse nach recht bewegt, dreht man sich nach links, womit ich meine größten Probleme habe.
Es gibt insgesamt 4 Inseln, auf denen man sich mehr oder weniger behaupten muss. Erst auf der zweiten Insel kann man Gebäude kaufen, wobei die Baufunktion recht eigenwillig ist. In einer Werkstatt kann man Gerüste bauen lassen, wobei man 2.500 Einheiten an Holz pro Gerüst braucht, was sehr viel ist. Diese Gerüste kann man kombinieren bis Stufe 7, wobei die Stufe die Anzahl der kombinierten Gerüste angibt. Bei der Stufe 1 kann man nur eine kleine Hütte bauen, bei der Stufe 2 eine große Hütte. Bei Stufe 3 kann man ein sogenanntes Verwaltungsgebäude, also einen Friedhof oder eine Werkstatt bauen, und bei Stufe 4 kann man ein weiteres Feld zur verbesserten Nahrungsversorgung bauen. Mit einem Gerüst der Stufe 5 kann man ein neues Dorfzentrum zur Gründung eines neuen Dorfes bauen, Stufe 6 beinhaltet einen Wunderspender und Stufe 7 ein Weltwunder. Kombinationen kann man übrigens auch wieder rückgängig machen. Dann schnappt man sich ein (kombiniertes) Gerüst und hält es über freies Land. Je nach dem, wie viel Platz ist, dreht sich ein Gebäude, welches man bauen kann. Reicht der Platz nicht für die Größe des Gerüstes, wird ein kleineres Gebäude angezeigt. Wenn man dieses dann baut, bekommt man die Gerüste, welche man zu viel kombiniert hat, wieder zurück. Gebaut wird sehr großzügig, was den Platz angeht. Es empfiehlt sich, vor allem große Hütten zu bauen. Wenn man viel Holz übrig hat, kann man auch noch kleine in die Zwischenräume der großen bauen lassen.
Man lernt bei diesem Tutorial auch sein Gewissen in Form von einem Teufelchen und einem weisen Mann kennen, die durch das ganze Spiel führen und Vorschläge unterbreiten. Das Teufelchen ist natürlich der Böse und schlägt dementsprechend auch Böses vor ("Black"), der weise Mann dagegen ist friedfertig und verkörpert praktisch einen Engel und das Gute ("White"). Je nach dem, ob man eher gute oder böse Dinge tut, wird man geliebt oder gefürchtet. Übrigens, je nach dem, ob man gut oder böse sein will, kann man das Cover der DVD-ähnlichen Hülle wenden und entweder ein weißes oder schwarzes Logo auf der Hülle haben.
Nach einiger Zeit und den ersten Aufgaben kann man sich eine von drei Kreaturen aussuchen, denn jeder Gott hat eine Kreatur. Man hat eine stehende Kuh, einen Orang-Utan-Affen und einen stehenden Tiger zur Auswahl, die auf sich mit Winken, Verbeugen u.ä. aufmerksam machen. Man kann leider nur eine Kreatur aussuchen, die man später zwar auch austauschen, aber eben nicht parallel halten kann. Man beginnt nun mit der Ausbildung und Erziehung der Kreatur und der Erfüllung neuer Aufgaben, womit man einen langen Weg, also etliche Spielstunden vor sich hat.
Zur Kreatur lässt sich auch noch etwas sagen: Zuerst bekommt man eine kleine Kreatur, je mehr man sich um sie kümmert, desto größer und wohlerzogener wird sie. Erzogen wird nach dem allseits bekannten Peitschenhiebe-und-Zuckerbrot-Prinzip: Ist die Kreatur lieb, wird sie mit Streicheln belohnt, ist sie ungehorsam, wird sie mit Schläge bestraft, wobei es Intensitäten bis 100% in 10%-Stufen gibt. Es gibt dann auch noch drei Leinen, die bei der Erziehung der kreativ behilflich sind, die Leine des Lernen, die Leine des Zorns und die Leine der Güte. Je nach dem, mit welcher Leine man die Kreatur führt, wird die Persönlichkeit beeinflusst. Kreaturen eignen sich für Handlangerarbeiten, z.B. besteht eine Aufgabe darin, 5 Ertrinkende mittels Kreatur zu retten, wobei man aufpassen muss, dass die Kreatur die Geretteten nicht frißt, wenn man ein guter Gott sein will. Wenn man böse sein will, muss man natürlich nicht aufpassen.
Dieses Gut-Böse-Prinzip zeigt sich ständig in "Black & White". Man kann jede Aufgabe lösen, wie man will. Wie man sich verhält, ist eigentlich egal, es wirkt sich nur auf die Gesinnung, ob Gut oder Böse aus. Wenn jetzt z.B. die Kreatur in obigem Beispiel die 5 Leute frißt, reagieren die Leute natürlich anders, als wenn die nicht gefressen werden. Aber man hat die Aufgabe gelöst, eben auf seine eigene Art und Weise. Und gerade diese Freiheit macht bei dem Spiel den besonderen Reiz aus.
Der Sound und die Musik ist wirklich ausgezeichnet geworden. Die Hintergrundmusik nervt kein bisschen, zumal sie abwechslungsreich gestaltet ist auch sich auch wirklich sehr gut anhört. Ich hoffe, da kommt noch ein Soundtrack heraus!
Die Grafik ist fantastisch geworden. Das Spiel bietet realistische Formen und Texturen der Landschaft sowie auch noch relativ gut gelungene Leute, bei denen man sogar das Atmen sehen kann. Die Quasi-Filmsequenzen (in der Engine gerendert) unterscheiden sich qualitativ kaum vom normalen Spiel, ohne aber schlecht zu sein. Was ich besonders beeindruckend fand, ist, dass es einen Tagesablauf mit Tag- und Nachtzyklen gibt. Der Horizont ist beim Sonnenuntergang wirklich gut gelungen und in der Nacht brennen Lichter, in deren Schein man Dinge gut, sonst aber nur etwas verdunkelt sehen kann.
Im LAN oder per Modem kann man "Black & White" auch spielen. Dort kann man nämlich seine trainierten Kreaturen mit denen von gegnerischen Gottheiten kämpfen lassen.
Systemvoraussetzungen von "Black & White" sind: Windows 95 / 98 / ME / 2000, mindestens Pentium II mit 350 MHz, 600 MB Festplattenspeicher, 4fach-CDROM-Laufwerk, 8-MB-Grafikkarte.
Gelegentlich kommt es zu Abstürzen: Mir ist schon wenige Male "Black & White" mit einem Runtime-Fehler abgestürzt. Was allerdings etwas häufiger passiert ist, ist ein Einfrieren des Bildschirms, wobei der Sound normal weiterläuft. Hier reagiert der PC weder auf Tastatur noch auf die Mouse, lediglich die Power- oder Resettaste kann da Abhilfe schaffen. Das blöde bei einem Absturz ist, dass man natürlich den Spielstand verliert. Das besonders blöde daran ist, dass es zwar eine automatische Sicherungsspeicherung und eine Schnellspeicherung ("Strg"+"s") gibt, die auch relativ häufig auftritt, aber bei einem der oben genannten Crashs auch die Spielstände dieser Sicherheitsspeicherungen weg ist. So sind mir mindestens schon 8h an Spielfortschritt verloren gegangen. Weiteres zu bemängeln: Bei mir dauert die Speicherung relativ lange, ca. 30sec., da hat man natürlich besonders Lust, oft zu speichern...
In der Ausgabe 5/2001 vom 04.04.01 der PC Games gibt es eine 64-seitige Komplettlösung für "Black & White", in einer früheren Ausgabe gibt es noch die "Black & White Bibel", beide zusammen (sie ergänzen sich) sind hilfreich beim Lösen von Aufgaben, da man mehrere Dinge (Steine, Tiere) zur Bewältigung einer Aufgabe suchen muss, kann man schon leicht ausflippen, weil die Suche einer Sisyphosarbeit gleicht; wenn man noch unschlüssig ist, ob sich der Kauf des Spiels rentiert, sollte darauf und vor allem auch auf die Bilder einen kritischen Blick werfen.
Auf einer der Homepages zum Spiel, www.bwgame.com, kann man sich neben Wallpapern und anderen Extras drei weitere Kreaturen herunterladen, eine davon ist als Extra-CDROM beim Spiel mit dabei. Es gibt noch ein Pferd, eine Schildkröte und einen Leoparden zur Auswahl. Allerdings kann man diese Kreaturen nicht am Anfang wählen, sondern man muss sie dann austauschen.
FAZIT:
Bei "Black & White" sollte man zugreifen. Sound und Grafik sind tadellos, das Spielprinzip ist fesselnd und höchst interessant und bietet etwas Neues. Nur die Steuerung ist... nun ja... nicht so gelungen. Daher auch nur 5 statt 6 Bewertungspunkte.
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