Black album - Metallica Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Cover-Design:
- Klangqualität:
Erfahrungsbericht von Spritzer
Eines der besten Alben der Rockgeschichte
Pro:
geniale, Kraftvolle Produktion
Kontra:
nicht mehr so hart und anspruchvoll wie die vorherigen Meztallica Alben
Empfehlung:
Ja
Moin!
Es geht um das bejubelte und erfolgreiche Heavy Metal Album „Metallica“ von Metallica. In Fankreisen wird dieses Album auch das „Black Album“ genannt.
Erst ein mal ein paar Informationen zur Band Metallica:
Metallica wurde 1981 vom Schlagzeuger Lars Ulrich gegründet. Er traf den Gitarristen James Hetfield, mit dem er dann diese Band eröffnete. Bald stießen auch Gitarrist Dave Mustain und Bassist Ron McGovney hinzu. Beide verweilten aber nicht lange bei Metallica und verließen die Band noch vor dem Beginn der Produktion der ersten CD. Ersetzt wurden die beiden von Kirk Hammet (Gitarre) und Cliff Burten (Bass(gott)). In dieser Formation nahmen sie also ihr Debüt „Kill `Em all“ auf, das eigentlich „Metal up your ass“ genannt werden sollte, was aber von der Plattenfirma verboten wurde. Mit Kill `Em all erfanden Metallica praktisch eine neue Musikrichtung: Den Trash Metal. Dem grandiosen Erstlingswerk folgten „Ride the lightning“ und „Master of Puppets“. Dann starb Bassist Cliff Burton bei einem Busunglück. Doch die Band entschied sich dazu weiterzumachen. Jason Newstedt wurde in die Band aufgenommen. Nach der Coversammlung „Garage Days Re Revisit erschien das komplexe „...and justice for all“. Doch dann kam der große Stilbruch: Auf dem 1992 erscheinenden Black-Album waren keine schnellen Bassdrums, schnelle Gitarren und 7 Minuten lange Songs mehr zu finden. Stattdessen gab es einprägsame Heavy Metal Riffs und einen Haufen Kohle. Dafür war unter anderem Produzent Bob Rock zuständig. Das Black-Album verkaufte sich sensationell. Noch heute gehört es zu den 3 meistverkauftesten Rock-Platte der letzten 12 Jahre und ist neben „...and justice for all“ meine Lieblings CD. Leider hatte der Erfolg nicht gerade positiven Einfluss auf die Band. Die danach erscheinenden CDs Load und ReLoad sind bis heute umstritten, da sie nicht mehr viel mit Metal zu tun haben. 1998 brachten Metallica die Covcr Sammlung „Garage Inc. (2CD) heraus, die wieder etwas härter, zum größten Teil aber schon durch z.B. B-Sides bekannt. 1999 kam es dann zum wahrscheinlich zum größten Projekt der ganzen Bandgeschichte: Metallica gaben mehrere Konzerte mit dem San Francisco Symphony Orchestra. Was viele Leute für unmöglich hielten, funktionierte wunderbar. Metallica spielten ihre Lieder von einem Orchester begleitet live. Das ganze erschien auf einer Doppel CD. 2001 war ein schweres Jahr für alle Metallica Fans. Jason Newstedt verließ die Band. Lange stand die Band alleine da und begann ihr Album zu dritt aufzunehmen. Im letzten Jahr wurde Robert aufgenommen und das neue, umstrittene Album \"St. ANger erschien. Es folgt eine gigantische bejubelte Tour um die ganze Welt.
Nun aber zum Album um das es hier geht. Das so genannte Black Album brachte seinerzeit Metallica den kommerziellen Durchbruch, da die Songs nicht mehr so hart, Radiotauglicher und einfacher zu durchschauen waren. Als Singel wurden Enter Sandmann, The Unforgiven und Nothing else matters ausgekoppelt. Zu diesen Songs gibt es auch Musikvideos. Das von Nothing else matters läuft nach über 10 Jahren immer noch gelegentlich auf MTV.
Hier ein paar Daten zum Album:
Produktion: Bob Rock
Aufgenommen: Oktober 1990-Juni 1991
Studio: One on One Studios in Los Angeles
Erschienen: 1991
Vertrieb: Vertigo
Preis: ca 16€
Nun aber zu den Songs, die auf den gut 60 Minuten zu finden sin.
1. Enter Sandman 5:29
Dieser Song besteht eigentlich nur aus einem grandiosem Traum-Riff, der aber trotzdem fast nie langweilig wird. Einer der Metallicasongs überhaupt. Das ist echter, fetziger Heavy Metal. Killer! James Hetfield beschreibt den Song so: „Das ist die neue Vibration, bloß im Extremen.“
2. Sad but true 3:47
Ebenfalls ein Top Song. Die Gitarren sind zwar relativ langsam, aber trotzdem verdammt heavy. James singt in diesem Lied über das Gewissen, von dem man nicht los kommen kann.
3. Holier than thou 3:47
Holier than thou ist der schnellste und härteste Titel des Albums. Old-School Fans werden sich freuen ;-)
4. The unforgiven 6:26
The unforgiven ist eine von den beiden Baladen auf dem Album. Die Strophen sind zwar relativ hart, im Refrain wird Hetfields stimme und die Gitarren jedoch ziemlich weich. Auch ein super Song, der zu den bekanntesten von Metallica gehört. Es besteht auch ein sehr gutes Video.
5. Wherever I may roam 6:42
Der Song beginnt mit einem unheimlichen Intro, dass James Hetfield auf einer Sitar gespielt hat. Dann ertönen mehrere einzelne Snareschläge und der schleppende, coole Gitarrensound beginnt. James’ Stimme ist in diesem Song das Hauptthema. Ebenfalls ein Knaller. Der Text handelt über das Tourleben von Metallica.
6. Don´t tread on me 3,59
Für mich eindeutig der schlechteste Song des ganzen Albums, wenn nicht sogar der ganzen „Langhaaralben“. Das ganze Lied wirkt so gewollt heiter und der Gesang klebt zu sehr an den Gitarren. Das ganze passt irgendwie nicht zu Metallica.
7. Through the never 4:01
Wieder relativ schneller Song, der durch sagenhafte Tempiwechsel und einen sehr guten Refrain glänzt. Ein Song der zum Headbangen aufruft.
8. Nothing else matters 6:29
Diese Ballade dürfte eigentlich jeder kennen, da sie der bekannteste Metallicasong ist und immer noch auf vielen Radiostationen läuft. Durch dieses, eigentlich recht einfach aufgebaute Lied sind viele Leute auf die Band aufmerksam geworden. Ein Lied sowohl für Metallicafans, als auch für alle anderen Fans, egal welche Stilrichtung. Dieses Lied gefällt selbst meiner Metallicaabgeneigten Mutter ;-)
9. Of wolf and man 4:16
Dieses, recht heftige Lied beginnt mit mehreren drum und Gitarrenschlägen, bevor ein cooles Reißzahn-Riff beginnt.
10. The god that failed 5:05
Durchschnittlicher Heavy Metal Song. Hier drückt der Sänger seine schwere Kindheit aus, in der er bezwungen wurde einer bestimmten Religion anzugehören.
11. My friend of misery 6:47
Das Lied beginnt mit einem langsamen Bass-Intro, bevor die Gitarren einsetzen. Irgendwie kann ich mich mit diesem Song nicht so ganz anfreunden.
12. The struggle within 3:51
Diese Song würde ganz gut auf die „..and justice for all“-CD passen. Er erinnert nämlich sehr an „Harvester of sorrow. Wieder sind Tempowechsel zu hören. Dieser Song knallt ordentlich rein und beendet dieses Album würdig.
Die Produktion ist dank dem neuen Produktenten Bob Rock erstklassig.
Das Cover des Albums ist vollkommen schwarz. Rechts unten ist leicht eine Schlange und rechts oben die Umrisse des Metallica Logos zu erkennen. Das Album wurde deshalb so schlicht gestaltet, weil das Cover nicht von der Musik ablenken soll. Ursprünglich wurde auch überlegt, den Songs keinen Namen zu geben, diese Idee wurde aber bald wieder verworfen.
Insgesamt kann gesagt werden, dass das Album einige (nur einige!) Uralt-Fans wahrscheinlich enttäuschen wird, da nicht mehr die alte Härte und Schnelligkeit vorhanden ist. Alle anderen werden mit eingängigen coolen Riffs belohnt, die bis heute zu den Klassikern der Rockszene gehören. Hiermit ist Metallica der letzte große Wurf gelungen. Ich bin jedenfalls begeistert und höre das Album immer noch neben der justice-Patte regelmäßig. Als Rockfan kann man hier eigentlich nichts falsch machen. Aber auch für Leute die einmal ins Genre der „harten Musik“ eintauchen wollen, ist dieses Album sicher ein guter Einstieg.
PS: Über die Entstehung des Black Albums gibt es auch eine DVD der „Classic Albums“ Reihe die für Fans sicherlich ganz interessant ist.
Es geht um das bejubelte und erfolgreiche Heavy Metal Album „Metallica“ von Metallica. In Fankreisen wird dieses Album auch das „Black Album“ genannt.
Erst ein mal ein paar Informationen zur Band Metallica:
Metallica wurde 1981 vom Schlagzeuger Lars Ulrich gegründet. Er traf den Gitarristen James Hetfield, mit dem er dann diese Band eröffnete. Bald stießen auch Gitarrist Dave Mustain und Bassist Ron McGovney hinzu. Beide verweilten aber nicht lange bei Metallica und verließen die Band noch vor dem Beginn der Produktion der ersten CD. Ersetzt wurden die beiden von Kirk Hammet (Gitarre) und Cliff Burten (Bass(gott)). In dieser Formation nahmen sie also ihr Debüt „Kill `Em all“ auf, das eigentlich „Metal up your ass“ genannt werden sollte, was aber von der Plattenfirma verboten wurde. Mit Kill `Em all erfanden Metallica praktisch eine neue Musikrichtung: Den Trash Metal. Dem grandiosen Erstlingswerk folgten „Ride the lightning“ und „Master of Puppets“. Dann starb Bassist Cliff Burton bei einem Busunglück. Doch die Band entschied sich dazu weiterzumachen. Jason Newstedt wurde in die Band aufgenommen. Nach der Coversammlung „Garage Days Re Revisit erschien das komplexe „...and justice for all“. Doch dann kam der große Stilbruch: Auf dem 1992 erscheinenden Black-Album waren keine schnellen Bassdrums, schnelle Gitarren und 7 Minuten lange Songs mehr zu finden. Stattdessen gab es einprägsame Heavy Metal Riffs und einen Haufen Kohle. Dafür war unter anderem Produzent Bob Rock zuständig. Das Black-Album verkaufte sich sensationell. Noch heute gehört es zu den 3 meistverkauftesten Rock-Platte der letzten 12 Jahre und ist neben „...and justice for all“ meine Lieblings CD. Leider hatte der Erfolg nicht gerade positiven Einfluss auf die Band. Die danach erscheinenden CDs Load und ReLoad sind bis heute umstritten, da sie nicht mehr viel mit Metal zu tun haben. 1998 brachten Metallica die Covcr Sammlung „Garage Inc. (2CD) heraus, die wieder etwas härter, zum größten Teil aber schon durch z.B. B-Sides bekannt. 1999 kam es dann zum wahrscheinlich zum größten Projekt der ganzen Bandgeschichte: Metallica gaben mehrere Konzerte mit dem San Francisco Symphony Orchestra. Was viele Leute für unmöglich hielten, funktionierte wunderbar. Metallica spielten ihre Lieder von einem Orchester begleitet live. Das ganze erschien auf einer Doppel CD. 2001 war ein schweres Jahr für alle Metallica Fans. Jason Newstedt verließ die Band. Lange stand die Band alleine da und begann ihr Album zu dritt aufzunehmen. Im letzten Jahr wurde Robert aufgenommen und das neue, umstrittene Album \"St. ANger erschien. Es folgt eine gigantische bejubelte Tour um die ganze Welt.
Nun aber zum Album um das es hier geht. Das so genannte Black Album brachte seinerzeit Metallica den kommerziellen Durchbruch, da die Songs nicht mehr so hart, Radiotauglicher und einfacher zu durchschauen waren. Als Singel wurden Enter Sandmann, The Unforgiven und Nothing else matters ausgekoppelt. Zu diesen Songs gibt es auch Musikvideos. Das von Nothing else matters läuft nach über 10 Jahren immer noch gelegentlich auf MTV.
Hier ein paar Daten zum Album:
Produktion: Bob Rock
Aufgenommen: Oktober 1990-Juni 1991
Studio: One on One Studios in Los Angeles
Erschienen: 1991
Vertrieb: Vertigo
Preis: ca 16€
Nun aber zu den Songs, die auf den gut 60 Minuten zu finden sin.
1. Enter Sandman 5:29
Dieser Song besteht eigentlich nur aus einem grandiosem Traum-Riff, der aber trotzdem fast nie langweilig wird. Einer der Metallicasongs überhaupt. Das ist echter, fetziger Heavy Metal. Killer! James Hetfield beschreibt den Song so: „Das ist die neue Vibration, bloß im Extremen.“
2. Sad but true 3:47
Ebenfalls ein Top Song. Die Gitarren sind zwar relativ langsam, aber trotzdem verdammt heavy. James singt in diesem Lied über das Gewissen, von dem man nicht los kommen kann.
3. Holier than thou 3:47
Holier than thou ist der schnellste und härteste Titel des Albums. Old-School Fans werden sich freuen ;-)
4. The unforgiven 6:26
The unforgiven ist eine von den beiden Baladen auf dem Album. Die Strophen sind zwar relativ hart, im Refrain wird Hetfields stimme und die Gitarren jedoch ziemlich weich. Auch ein super Song, der zu den bekanntesten von Metallica gehört. Es besteht auch ein sehr gutes Video.
5. Wherever I may roam 6:42
Der Song beginnt mit einem unheimlichen Intro, dass James Hetfield auf einer Sitar gespielt hat. Dann ertönen mehrere einzelne Snareschläge und der schleppende, coole Gitarrensound beginnt. James’ Stimme ist in diesem Song das Hauptthema. Ebenfalls ein Knaller. Der Text handelt über das Tourleben von Metallica.
6. Don´t tread on me 3,59
Für mich eindeutig der schlechteste Song des ganzen Albums, wenn nicht sogar der ganzen „Langhaaralben“. Das ganze Lied wirkt so gewollt heiter und der Gesang klebt zu sehr an den Gitarren. Das ganze passt irgendwie nicht zu Metallica.
7. Through the never 4:01
Wieder relativ schneller Song, der durch sagenhafte Tempiwechsel und einen sehr guten Refrain glänzt. Ein Song der zum Headbangen aufruft.
8. Nothing else matters 6:29
Diese Ballade dürfte eigentlich jeder kennen, da sie der bekannteste Metallicasong ist und immer noch auf vielen Radiostationen läuft. Durch dieses, eigentlich recht einfach aufgebaute Lied sind viele Leute auf die Band aufmerksam geworden. Ein Lied sowohl für Metallicafans, als auch für alle anderen Fans, egal welche Stilrichtung. Dieses Lied gefällt selbst meiner Metallicaabgeneigten Mutter ;-)
9. Of wolf and man 4:16
Dieses, recht heftige Lied beginnt mit mehreren drum und Gitarrenschlägen, bevor ein cooles Reißzahn-Riff beginnt.
10. The god that failed 5:05
Durchschnittlicher Heavy Metal Song. Hier drückt der Sänger seine schwere Kindheit aus, in der er bezwungen wurde einer bestimmten Religion anzugehören.
11. My friend of misery 6:47
Das Lied beginnt mit einem langsamen Bass-Intro, bevor die Gitarren einsetzen. Irgendwie kann ich mich mit diesem Song nicht so ganz anfreunden.
12. The struggle within 3:51
Diese Song würde ganz gut auf die „..and justice for all“-CD passen. Er erinnert nämlich sehr an „Harvester of sorrow. Wieder sind Tempowechsel zu hören. Dieser Song knallt ordentlich rein und beendet dieses Album würdig.
Die Produktion ist dank dem neuen Produktenten Bob Rock erstklassig.
Das Cover des Albums ist vollkommen schwarz. Rechts unten ist leicht eine Schlange und rechts oben die Umrisse des Metallica Logos zu erkennen. Das Album wurde deshalb so schlicht gestaltet, weil das Cover nicht von der Musik ablenken soll. Ursprünglich wurde auch überlegt, den Songs keinen Namen zu geben, diese Idee wurde aber bald wieder verworfen.
Insgesamt kann gesagt werden, dass das Album einige (nur einige!) Uralt-Fans wahrscheinlich enttäuschen wird, da nicht mehr die alte Härte und Schnelligkeit vorhanden ist. Alle anderen werden mit eingängigen coolen Riffs belohnt, die bis heute zu den Klassikern der Rockszene gehören. Hiermit ist Metallica der letzte große Wurf gelungen. Ich bin jedenfalls begeistert und höre das Album immer noch neben der justice-Patte regelmäßig. Als Rockfan kann man hier eigentlich nichts falsch machen. Aber auch für Leute die einmal ins Genre der „harten Musik“ eintauchen wollen, ist dieses Album sicher ein guter Einstieg.
PS: Über die Entstehung des Black Albums gibt es auch eine DVD der „Classic Albums“ Reihe die für Fans sicherlich ganz interessant ist.
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