Black album - Metallica Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Cover-Design:  gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Erfahrungsbericht von Ailton

Das schwarze Album

5
  • Cover-Design:  sehr gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Pro:

Lange Spielzeit, viel Abwechslung

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Das "Black Album" wie "Metallica" oft genannt wird war sicherlich das erfolgreichste Metallica Album und viele halten es für das beste, andere halten es wiederum für eines der schlechteren was am jeweiligen Standpunkt des Betrachters liegt.
Der melodische, kräftige aber nicht zu harte Metal fasziniert mich jedoch sehr. Mit dem Sound von "Kill 'em All" bis "Master of Puppets" hat dieses Album jedoch nicht mehr viel gemeinsam. Statt wütendem Geschrei wie auf „Kill’em All“ gibts "richtigen" Gesang zu hören, statt krachender Riffs in Lichtgeschwindigkeit eher Midtempo orientierten Metal. Ich denke ab diesem Album spaltete sich das Metallica Fan-Lager in zwei Hälften. Da sind die alten Fans die nicht verstehen können das die Band plötzlich so soft geworden ist (im Vergleich zu den frühen Tagen), und die neuen Fans die Metallica vielleicht erst seit dieser Scheibe kennen. Ich persönlich finde die Scheibe sehr gut aber chanchenlos im Vergleich zu den ersten Scheiben. Wenn du melodischen, gut produzierten Metal magst der nicht zu heavy ist bist du hier richtig, für alle die es härter mögen sind die Vorgänger-Alben besser geeignet.

Metallica – Black Album:


01.Enter Sandman (Hetfield, Ulrich, Hammett) 5:29
Neben “Nothing else Matters” das beste Lied der Platte, der Riff ist legendär!! Enter Sandman ist einer der wenigen Songs der 90er die es mit den Songs der 80er aufnehmen können. 9/10

02.Sad But True (Hetfield, Ulrich) 5:24
Dieses Lied ist wahrlich Heavy Metal, das müssen auch die Metallica-Fans eingestehen die auf die alten Platten schwören. Das Lied erinnert mich immer ein wenig an “The Thing that should not be” und hat auch ungefähr die gleiche Qualität. 8/10

03.Holier Than Thou (Hetfield, Ulrich) 3:47
Ein sehr schnelles Lied, hört sich vor allem sehr gut im Auto an. Eigentlich ein gutes Lied aber wenn man Speedmetal sucht, ist man nei den älteren Platten besser aufgehoben. 6/10

04.The Unforgiven (Hetfield, Ulrich, Hammett) 6:26
Eine erstklassige Rockballade die jedoch sehr im Schatten von “Nothing Else Matters“ steht, aber wie ich finde, zu Unrecht. The Unforgiven ist ein klasse Song, der einen wirklich zum nachdenken bringt. 9/10

05.Wherever I May Roam (Hetfield, Ulrich) 6:42
Der Beginn dieses Liedes gefällt mir sehr gut, es hat solch einen orientalischen Touch, und auch der Text zieht einen in seinen Bann, es handelt über einen Mann der sein ganzes Leben umherzieht, ohne festes Ziel. Ein sehr gutes Lied. 8/10

06.Don't Tread On Me (Hetfield, Ulrich) 3:59
Eines der schwächeren Lieder der Platte, hört sich nicht wirklich wie Metallica an und ist auch viel zu kurz geraten. Dies ist das einzige Lied der Platte wo ich diejenigen verstehen kann, die behaupten Metallica seien nicht mehr das was sie mal waren. 6/10

07.Through The Never (Hetfield, Ulrich, Hammett) 4:01
Ein solides Lied, wenn auch kein überragendes. Die schnelle Gitarre am Anfang macht Hoffnung, aber der Song ist insgesamt ein wenig zu soft. 7/10

08.Nothing Else Matters (Hetfield, Ulrich) 6:29
Das wohl bekannteste Metallica-Lied ist eine hinreissende Ballade, aber meiner Meinung nach, nicht die beste Ballade, ich finde “Fade To Black” wesentlich bewegender, aber naja, das ist wohl Geschmackssache. Auf jeden Fall ist „Nothing else Matters“ einer der Hauptgründe für den grossen Verkaufserfolg des schwarzen Albums. 9/10

09.Of Wolf And Man (Hetfield, Ulrich, Hammett) 4:16
Ein Song der versucht heavy zu sein wie Sad But True, es aber nicht wirklich schafft und irgentwie halbherzig klingt. Deshalb nur 6/10

10.The God That Failed (Hetfield, Ulrich) 5:05
Ein sehr nachdenkliches Lied mit tollem Text, allein der Titel macht schon einiges her. „The God That Failed ist jedenfalls ein Lied was ich immer wieder gern höre. 7/10

11.My Friend of Misery (Hetfield, Ulrich, Newsted) 6:47
Der Bassteil am Anfang von Jason Newsted ist wirklich grandiose und verbreitet eine tolle Atmosphäre und ebenfalls der von ihm geschriebene Mittelteil ist der Hammer. Dazu ein toller Text, vorgetragen von einem wütenden James Hetfield, einfach ein klasse Song. 9/10

12.The Struggle within (Hetfield, Ulrich) 3:51
Ein sehr schnelles Lied, was einen nicht sonderlich vom Hocker haut, aber einen auch nicht sonderlich stört, aber ein guter Abschluss für eine gute Platte. 7/10

Insgesamt muss man sagen, dass das Schwarze Album doch zu Unrecht kritisiert wird, musikalisch ist jedenfalls nichts falsch gemacht worden. Wem das Album zu kommerziell ist muss es ja nicht kaufen, er verpasst jedoch viele gute Songs. Meine Meinung ist sowieso die, dass die Metallica irgentwie jedes Album als kommerziell verschreien, dabei denke ich, dass die Band den grossen kommerziellen Erfolg nur deswegen hat, weil sie eine echt klasse Band sind. Das Debütalbum "Kill'em All" schaffte es ohne Werbung durch Fernsehen, Radio etc.. in die amerikanischen Top 100. Dies ist eine starke Leistung und war auch ein finanzieller Erfolg, aber "Kill'em All" ist DEFINITIV kein kommerzielles Album. Als "Ride The Lightning" rauskam, schrien alle, Metallica wären kommerziell geworden weil sie eine Ballade gespielt haben und 1989 wurde gesagt, sie haben ihre Seelen verkauft weil sie ein Video gedreht hatten. Und natürlich bei dem Kassenschlager schlechthin, dem Schwarzen Album, drehen alle Hardcore-Fans durch und werfen Metallica vor sie wären kommerziell. Metallica hat sich einfach während den 80ern eine riesige Fangemeinde aufgebaut, die nunmal allesamt das neue Album gekauft haben, nicht mehr, nicht weniger!!!


Produziert von:
Metallica & Bob Rock

Studio:
"One On One" Studios,
Los Angeles, Kalifornien,
USA

Erscheinungsdatum:
1991

Beste Chart Position:
1

Singles:
Enter Sandman
The Unforgiven
Nothing Else Matters
Wherever I May Roam
Sad But True
Don't Tread On Me
(Promo)

Spielzeit:
62:23

LineUp:
Hetfield, Ulrich,
Hammett, Newsted

16 Bewertungen