Blade II (DVD) Testbericht

Blade-ii-dvd-actionfilm
ab 82,82
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  sehr viel
  • Anspruch:  durchschnittlich
  • Romantik:  niedrig
  • Humor:  durchschnittlich
  • Spannung:  sehr spannend

Erfahrungsbericht von dalia

The True DOTWIN Story

2
  • Action:  sehr viel
  • Anspruch:  wenig anspruchsvoll
  • Romantik:  niedrig
  • Humor:  wenig humorvoll
  • Spannung:  spannend
  • Altersgruppe:  ab 16 Jahren
  • Meinung bezieht sich auf:  Kino-Version

Pro:

Action

Kontra:

keine story, kein Humor, kein anderes Bier

Empfehlung:

Nein

Zu meiner eigenen Überraschung hatte mir der erste Teil der Blade.saga recht gut gefallen, dies lag wohl vor allem an einem umwerfenden Mr.Dorff *sabber*, der als Gegenspieler von Superheld Blade einfach atemberaubend gut aussah :) Als der kleine Stephen im ersten Teil dann zerplatze, war mir eigentlich schon klar dass der einzig wahre Grund warum mir der Film gefallen hatte, sich im wahrsten Sinne des Wortes in Luft aufgelöst hatte ( oder eben irgendwo verteilt am Set von Blade an den Wänden klebte ). Meine Vermutungen sollten in Blade II bestätigt werden, obwohl es sicherlich nicht am Sexappelle der Vampire lag, dass mir die Fortsetzung nicht so gut gefiel wie das ‚Original’.

Wie wir ( hoffentlich ) alle wissen, ist Blade ( Wesley Snipes ) halb Mensch und halb Vampir. Dies hat er dem Umstand zu verdanken, dass seine Mutter kurz vor seiner Geburt von einem Vampir gebissen wurde. Tja nun hat der ‚Daywalker’ , wie er auch genannt wird, alle Stärken der Vampire, sprich unheimlich Kräfte und ist beinahe unverwundbar, ohne ihre Schwächen, wie Knoblauch, Silber und Tageslicht. Nur ihren Blutdurst hat er ‚geerbt’, den bekommt er aber mit Hilfe eines Serums in den Griff.

Im ersten Teil ist Whistler (Kris Kristofferson) , ein alter Waffenschmied und irgendwie netter Kerl, ein guter Freund und Mentor von Mr.Vampirkiller . Eigentlich denkt man, dass er in Blade I das zeitliche gesegnet hat, aber nein nein in der Fortsetzung wird er mit Hilfe merkwürdiger Erklärungen reanimiert und darf nun wieder zusammen mit seinem Herrchen und dem ‚Bloodpack’ neuen Gefahren entgegentreten. Diese neuen Gefahren nennen sich ‚Reapers’ - eine Art Übervampir. Nach einer genetischen Mutation ist nämlich ein gefährlicher Virus entstanden der ‚normale’ Vampire in Dämonen verwandelt, die sowohl Vampire als auch Menschen annagen. Das Problem ist, dass sich Blutsauger, die von einem Reaper angefallen wurden selber in solche Wesen verwandeln und ebenfalls rum.metzeln. Dies ist auch der Grund warum sich das Vampirvolk, unter der Führung von Obermacker Damaskinos (ein nicht wirklich wieder zu erkennender Thomas Kretschmann ), an den „Daywalker“ wenden, der mit Hilfe des schon erwähnten ‚Bloodpacks’ ( spezielle Blutsauger die eigentlich dazu ausgebildet wurden den ‚Daywalker* zu killen ), den Übervampiren den Garaus machen soll.

Ich kann nicht sagen dass der Film nur schlecht war, obwohl ich nicht unbedingt bloßes Popcorn.kino liebe , fand ich das Blade I ein Meisterwerk dieses Genre war. Mit entsprechenden Erwartungen geht man dann natürlich auch in die Fortsetzung eines solchen Films und wenn ich den Vergleich anstelle wurde ich definitiv enttäuscht.

Vor allem zu bemängeln ist natürlich die sehr löcherige Story. Der Film beginnt mit verdammt viel Gemetzel, zu diesem Moment ist ein Plot nicht mal zu erahnen. Es wird einfach auf alles druffgehauen was sich bewegt. Nach mehr als einer halben stunde kann der Zuschauer dann ungefähr erraten worum es sich drehen sollte/könnte/möchte. Damit fängt der Film aber auch an Tausende von Klischees zu präsentieren.
Mit Hilfe der weiblichen Bloddpack.anführerin Nyssa sollte wohl die romantische Spannung wenigstens gesteigert werden - die zarten Gefühle die der schwarze Sixpack Held des Films entwickelt sind aber eher lähmend als dass sie einen seufzend im Kinosessel versinken lassen.

Der Rest des ‚Bloodpacks’ hat sicherlich Konfliktpotential aber die kleinen Streiterein bekommt man letztendlich gar nicht mehr mit , weil man ab dem Punkt des Films es schon aufgegeben hat von dem Drehbuch noch sonderlich überrascht zu werden . Die Probleme die Blade schließlich mit dem aufmüpfigen Haufen Vampire hat und eigentlich auch jede weitere „überraschende“ Wendung während des Films ist simple gestrickt und meistens auch noch schrecklich vorhersehbar. Dafür ist der Film durchaus brutal und leider oft so überhaupt gar nicht humorvoll – ab und zu kann man zwar mal schmunzeln, aber das meist wenn der Film durchaus ernst ( für meinen Geschmack zu ernst ) wirken wollte.

Vor allem zu erwähnen ist wohl das Ende mit der lächerlich „ich bin dein Vater, Luke„ ( greetz to Berte ;) Szene, dem Wrestling.gehabe mit Elbowdrops im „Endkampf“ und die „führ mich ans licht“ Szene die meinem Bericht seinen Namen verdankt. Werde an dieser Stelle nicht viel mehr dazu sagen, da ich Keinem die Spannung nehmen will. Jeder der Blade II schon kennt wird wissen warum Nyssa für mich in diesem Moment der Inbegriff eines DOTWINS war :)

Abgelöst wird der Regisseur Norrington, der den erfolgreichen ersten Blade.film gedreht hat von Guillermo del Toro , der sich um Nummer zwei kümmern sollte und dies leider mehr schlecht als recht verwirklichen konnte. Natürlich ist der Film wieder übermäßig cool und actionreich, aber diesmal wurde zu wenig wert darauf gelegt eine wirklich Atmosphäre zu schaffen – nur weil da nen paar Vampire durch die Kanalisation krauchen oder um ein Auto rumhüpfen bin ich doch nicht wirklich beeindruckt. Obwohl ich leicht einzuschüchtern bin ( ja ja *schäm* ), finde ich dass der zweite Teil keineswegs die schummerig gruselige Vampir.atmosphäre erschaffen kann, wie ich sie im ersten film erlebt habe. Es wird mehr auf großspurige Action gesetzt, als einfach mal nem Vampir ganz ordinär, aber deswegen ja nicht weniger wirkungsvoll, den Kopf abzubeißen.

Kommen wir nun zu den Effekten die in Blade II durchaus akzeptabel waren. Sie haben auf jeden Fall in das Gesamtbild des Films gepasst - mich aber auch nicht wirklich beeindruckt. Obwohl ich natürlich begeistert davon war , dass ein ‚Daywalker’ mit nacktem Oberkörper in ein Blutbad reinfallen kann und mit glänzender Weste wieder hinaussteigt. Versteht sich natürlich von selbst dass wen sich ein Wesely ein Sixpack für nen Film antrainieren muss, dat auch gezeigt wird – definitiv ein Dejavú.erlebnis aus Teil I.
Was mir absolut gut gefallen hat war hingegen die Art wie die Vampire sterben – im ersten Teil verbufften sie sofort – in der Fortsetzung gibt es viel mehr Lichteffekte und die Reapers glühen sogar noch romantisch nach :) Der Rest war aber eher gähnend langweilig, vor allem wohl weil man die ‚Tricks’ meistens sofort als solche erkannt hat. Manchmal wünsche ich mir wirklich die zeit zurück wo noch mit Klebe.masse und maschinen.armen ‚Effekte’ hervorgezaubert wurden. Ohne den ganzen Computer.matsch könnte man sich endlich mal wieder auf das Wesentliche konzentrieren.

Tja und was war nun positiv an dem Film ? Durchaus kann man an dieser Stelle die Besetzung des Films erwähnen. Allen voran der überragende Wesley Snipes, der auch im zweiten Teil der Inbegriff von Coolness ist. Auch wenn diese Coolness oft an der Grenze des Lächerlichen war und an Mission.Impossible.Sonnenbrillen.fanatismus erinnert hat, nur das seine halt nicht explodiert wenn man sie durch die Luft wirft. Zwar ist die Begründing warum Kris Kristofferson als Whisler wieder im Film mitspielen darf etwas merkwürdig, dennoch war ich recht erfreut den alten Kerl wieder zu sehen. Er gibt dem Film irgendwie emotionale Substanz , alle anderen Charakter wirken eher leblos, man kann und will keine wirkliche Beziehung zu ihnen aufbauen, einzig mit den Erinnerungen an den guten alten Whisler aus Teil I kann man die Nummer zwei gut überstehen *schnüff*. Im Gegensatz dazu stand Leonor Varela ( Nyssa ) die eigentlich zu Liebesgeschichtlichen Zwecken in den Film eingepflanzt wurde, aber leider Fehl am Platze zu sein schien – obwohl ich ihr natürlich durchaus gutes Aussehen bescheinigen würde.

Tja abschließend ist nur zu sagen : ich finde diesen Film im Vergleich zu Blade I einfach schlichtweg „nicht gut“ aber auch wenn man ihn als eigenständiges Werk betrachtet ist es wohl mehr ein brutaler Actionfilm, als ein mystischer Vampirfilm. Wenn man mit diesem Anspruch ins Kino geht ist Blade II auch durchaus gelungen und daher fällt meine Gesamt.bewertung auch nicht wirklich richtig negativ aus.

Dennoch:
Sollte es jemals jemand wagen einen dritten Teil von Blade herauszubringen sollte er mit Dotwins gepfählt werden *grmpf*

34 Bewertungen