Blade II (DVD) Testbericht
Erfahrungsbericht von ZordanBodiak
Noch HÄRTER? Noch mehr BLUT? Noch mehr ACTION?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Der unterkühlteste aller Vampirjäger ist wieder zurück. Nach der ersten überaus erfolgreichen Verfilmung der Comic-Reihe „Blade“ war eine weitere Aufarbeitung des Stoffes nur eine Frage der Zeit. Nun kann sich der gewillte Kinogänger endlich ein eigenes Bild der Fortsetzung machen, erste Töne wie: „Noch härter, noch mehr Blut“ versprachen schon einiges, aber ob diese Vorstellungen letztendlich erfüllt wurden oder ob dies nur leere Worthülsen waren, ist wie immer das Thema meines Berichtes...
Blade ist als Daywalker, ein Wesen, das nur die heraussagenden Seiten des Menschseins und des Vampirdaseins hat, der größter Feind der blutsaugenden Nachtwesen. In seinem zweiten Abenteuer muss dieser nun in den sauren Apfel beißen und mit seinen größten Widersachern gemeinsam gegen eine noch größere Gefahr kämpfen. Die Reapers sind eine Horde mutierter Vampire, die die Weltherrschaft an sich reißen will.
Unterstützt wird Blade in seiner gnadenlosen und bluttriefenden Hatz von seinen waffentüftelnden Freunden Whistler und Scud, sowie einer Vampireliteeinheit, die zuvor darauf spezialisiert war, den Daywalker auszuschalten...
Waren erneut meine Erwartungen zu hoch oder wieso saß ich fast die gesamte Länge des Filmes über gelangweilt und hoffend auf ein baldiges Ende im Kino? Schon von dem auf „cool“ gestylten Vorgänger war ich nicht gänzlich überzeugt – so hatte dieser zwischen zahlreichen optisch-überragenden Szenen einige Durchhänger aufzuweisen – was jetzt aber Guillermo del Toro dem Zuschauer vorsetzt grenzt schon nahezu an eine Frechheit:
Sicherlich darf man bei einem Film wie „Blade 2“ keine tiefgreifende Geschichte erwarten, aber in diesem Fall hat sich Drehbuchautor David S. Goyer noch nicht mal die Mühe gemacht den Ansatz einer Story zu liefern. Wieso auch einen solchen Aufwand betreiben, wenn man den Zuschauer 128 Minuten mit durchgestylter Action bombardieren kann? Aber genau an dieser Übersättigung scheitert letztendlich der gesamte Film. Nachdem der Zuschauer bereits in den ersten zwanzig Minuten durchgängig mit aufeinanderfolgenden Kämpfen erdrückt wird ohne auch nur annähernd einen Hintergrund für diese zu wissen, verliert dieser sichtlich schnell das Interesse an der Möchtegern-Story, und verfolgt den restlichen Film gelangweilt und wird lediglich durch das lautstarke Ballern der zahlreichen Waffen wachgehalten.
Ebenso ein negativer Aspekt ist, dass durch die mangelhafte Story nahezu keinerlei Spannung aufkeimt. Bei diesen papierdünnen Figuren verspürt der Kinogänger keinerlei Sympathien und sollten diese eventuell mal in eine brenzlige Situation geraten, betrachtet der Beobachter diese eher beiläufig mit einer gewissen Distanz. Wieso sollte man auch mit einer Figur mitleiden, die einem gänzlich egal ist?
Ein weiterer Wermutstropfen, der dafür sorgt, dass der Film letztendlich weitaus schlechter als sein Vorgänger abschneidet, ist, dass die Kamera im zweiten Teil der Comic-Verfilmung teilweise zu hektisch geführt wird. Nicht selten ist es der Fall, dass der Zuschauer den Überblick über das Kampfgeschehen verliert, weil Gabriel Beristain erneut seine Kamera zu hektisch um die Kämpfenden rotieren lässt. Eben diese Hektik wird „beeindruckend“ von den schnellen Schnitten Peter Amundsons unterstützt. Wild wird zwischen zahlreichen Perspektiven umhergeschnitten, die es dem Zuschauer leider nicht leicht machen die imposant arrangierten Kampfszenen zu verfolgen.
Jedoch gibt es auch kleinere Pluspunkt, wie zum Beispiel die interessante Musikauswahl: Bekannte DJs kooperieren mit ebenso bekannten Stars der schwarzen Musikszene. Diese Schöpfungen unterstützen auf nahezu brillante Weise die Kampfgeschehnisse und sorgen so erneut dafür, dass auch die Fortsetzung des Vampir-Splatter-Filmes durch seine hektische Inszenierung wie ein Videoclip wirkt, den man leider nicht länger im Gedächtnis behalten wird.
In Punkto Schauspieler kann man sicherlich in einem bluttriefenden Horror-Splatter-Film nicht große Ansprüche stellen und eben diese Vorstellungen werden auch von Wesley Snipes und seinen Schergen erfüllt. Mr. Snipes ist erneut bemüht darum seine Figur als so „cool“ wie möglich darzustellen – die Sonnenbrille verrutscht während des ganzen Filmes kein eniziges Mal –, eine Aufgabe, die nicht allzu schwer ist und die auch von dem schwarzen Action-Recken mit Leichtigkeit gemeistert wird.
Kris Kristofferson probiert hingegen seine Rolle als die eines weiseren Freundes auszulegen, ebenso eine Aufgabe, die im Rahmen eines Action-Splatter-Filmes nicht allzu hohe Anforderungen inne hat. Hier kann man ungetrost, wie im Bezug auf das gesamte Restensemble, schreiben, dass die Schauspieler ihren Zweck im Rahmen des Filmes ohne größere Probleme bewältigen. Ob dies allerdings schauspielerische Glanzleistungen sind, ist wohl nur eine rhetorische Frage...
Abschließend mal wieder von mir keine Guckempfehlung. Wer auf der Suche nach einem durchgestylten Horror-Action-Film in hipper Videoclip-Ästhetik ist, kann durchaus seinen Weg ins Kino wagen, die Hoffnungen auf eine halbwegs gelungene Hintergrundgeschichte sollte man aber spätestens beim Betreten des Kinosaales begraben. Erneut beweist Hollywood eindrucksvoll, dass man auf der Suche nach dem schnellen Geld, bereit ist interessante Ideen zu opfern.
Aber mal sehen, vielleicht kann der bereits in Planung stehende dritte Teil endlich mal mit einer gelungenen Story aufwarten, die den Film zwischen den Action-Szenen tragen kann, ohne das der Zuschauer in tiefe Phasen der Langeweile verfällt. Aber das, das sind noch alles Fragen, die erst in der Zukunft gelöst werden können...
Punkte: 2 zähnefletschende Punkte auf meiner 10er-Skala
Internet: www.blade2.com
Blade ist als Daywalker, ein Wesen, das nur die heraussagenden Seiten des Menschseins und des Vampirdaseins hat, der größter Feind der blutsaugenden Nachtwesen. In seinem zweiten Abenteuer muss dieser nun in den sauren Apfel beißen und mit seinen größten Widersachern gemeinsam gegen eine noch größere Gefahr kämpfen. Die Reapers sind eine Horde mutierter Vampire, die die Weltherrschaft an sich reißen will.
Unterstützt wird Blade in seiner gnadenlosen und bluttriefenden Hatz von seinen waffentüftelnden Freunden Whistler und Scud, sowie einer Vampireliteeinheit, die zuvor darauf spezialisiert war, den Daywalker auszuschalten...
Waren erneut meine Erwartungen zu hoch oder wieso saß ich fast die gesamte Länge des Filmes über gelangweilt und hoffend auf ein baldiges Ende im Kino? Schon von dem auf „cool“ gestylten Vorgänger war ich nicht gänzlich überzeugt – so hatte dieser zwischen zahlreichen optisch-überragenden Szenen einige Durchhänger aufzuweisen – was jetzt aber Guillermo del Toro dem Zuschauer vorsetzt grenzt schon nahezu an eine Frechheit:
Sicherlich darf man bei einem Film wie „Blade 2“ keine tiefgreifende Geschichte erwarten, aber in diesem Fall hat sich Drehbuchautor David S. Goyer noch nicht mal die Mühe gemacht den Ansatz einer Story zu liefern. Wieso auch einen solchen Aufwand betreiben, wenn man den Zuschauer 128 Minuten mit durchgestylter Action bombardieren kann? Aber genau an dieser Übersättigung scheitert letztendlich der gesamte Film. Nachdem der Zuschauer bereits in den ersten zwanzig Minuten durchgängig mit aufeinanderfolgenden Kämpfen erdrückt wird ohne auch nur annähernd einen Hintergrund für diese zu wissen, verliert dieser sichtlich schnell das Interesse an der Möchtegern-Story, und verfolgt den restlichen Film gelangweilt und wird lediglich durch das lautstarke Ballern der zahlreichen Waffen wachgehalten.
Ebenso ein negativer Aspekt ist, dass durch die mangelhafte Story nahezu keinerlei Spannung aufkeimt. Bei diesen papierdünnen Figuren verspürt der Kinogänger keinerlei Sympathien und sollten diese eventuell mal in eine brenzlige Situation geraten, betrachtet der Beobachter diese eher beiläufig mit einer gewissen Distanz. Wieso sollte man auch mit einer Figur mitleiden, die einem gänzlich egal ist?
Ein weiterer Wermutstropfen, der dafür sorgt, dass der Film letztendlich weitaus schlechter als sein Vorgänger abschneidet, ist, dass die Kamera im zweiten Teil der Comic-Verfilmung teilweise zu hektisch geführt wird. Nicht selten ist es der Fall, dass der Zuschauer den Überblick über das Kampfgeschehen verliert, weil Gabriel Beristain erneut seine Kamera zu hektisch um die Kämpfenden rotieren lässt. Eben diese Hektik wird „beeindruckend“ von den schnellen Schnitten Peter Amundsons unterstützt. Wild wird zwischen zahlreichen Perspektiven umhergeschnitten, die es dem Zuschauer leider nicht leicht machen die imposant arrangierten Kampfszenen zu verfolgen.
Jedoch gibt es auch kleinere Pluspunkt, wie zum Beispiel die interessante Musikauswahl: Bekannte DJs kooperieren mit ebenso bekannten Stars der schwarzen Musikszene. Diese Schöpfungen unterstützen auf nahezu brillante Weise die Kampfgeschehnisse und sorgen so erneut dafür, dass auch die Fortsetzung des Vampir-Splatter-Filmes durch seine hektische Inszenierung wie ein Videoclip wirkt, den man leider nicht länger im Gedächtnis behalten wird.
In Punkto Schauspieler kann man sicherlich in einem bluttriefenden Horror-Splatter-Film nicht große Ansprüche stellen und eben diese Vorstellungen werden auch von Wesley Snipes und seinen Schergen erfüllt. Mr. Snipes ist erneut bemüht darum seine Figur als so „cool“ wie möglich darzustellen – die Sonnenbrille verrutscht während des ganzen Filmes kein eniziges Mal –, eine Aufgabe, die nicht allzu schwer ist und die auch von dem schwarzen Action-Recken mit Leichtigkeit gemeistert wird.
Kris Kristofferson probiert hingegen seine Rolle als die eines weiseren Freundes auszulegen, ebenso eine Aufgabe, die im Rahmen eines Action-Splatter-Filmes nicht allzu hohe Anforderungen inne hat. Hier kann man ungetrost, wie im Bezug auf das gesamte Restensemble, schreiben, dass die Schauspieler ihren Zweck im Rahmen des Filmes ohne größere Probleme bewältigen. Ob dies allerdings schauspielerische Glanzleistungen sind, ist wohl nur eine rhetorische Frage...
Abschließend mal wieder von mir keine Guckempfehlung. Wer auf der Suche nach einem durchgestylten Horror-Action-Film in hipper Videoclip-Ästhetik ist, kann durchaus seinen Weg ins Kino wagen, die Hoffnungen auf eine halbwegs gelungene Hintergrundgeschichte sollte man aber spätestens beim Betreten des Kinosaales begraben. Erneut beweist Hollywood eindrucksvoll, dass man auf der Suche nach dem schnellen Geld, bereit ist interessante Ideen zu opfern.
Aber mal sehen, vielleicht kann der bereits in Planung stehende dritte Teil endlich mal mit einer gelungenen Story aufwarten, die den Film zwischen den Action-Szenen tragen kann, ohne das der Zuschauer in tiefe Phasen der Langeweile verfällt. Aber das, das sind noch alles Fragen, die erst in der Zukunft gelöst werden können...
Punkte: 2 zähnefletschende Punkte auf meiner 10er-Skala
Internet: www.blade2.com
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