Blade II (DVD) Testbericht
Erfahrungsbericht von Schejtan
Vampire als Kanonenfutter?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Ich höre sie schon, die Stimmen von Stufenkollegen und sonstigen Altersgenossen...“Blade 2 ist voll krass, die ganze Zeit nur Gemetzel, total geil. Und Blade ist auch wieder einfach nur cool.“. Und ich kann sie jetzt schon nicht mehr hören. Schon nach dem ersten Teil waren sie da, der Film selber war aber eher mal mittelmäßig. Und so langsam kommen sie wieder, die Stimmen, aber diesmal weiß ich mehr als sie, denn ich habe den Film schon gesehen.
Und so sah ich den Vampirjäger Blade, selber Halbvampir, über die Leinwand springen und kämpfen was das Zeug hält. Und zugeben muss ich schon, die Actionszenen sind schon ziemlich gut gemacht. Perfekt choreographiert sind sie, teilweise in atemberaubender Geschwindigkeit. Und zimperlich wird auch nicht gerade vorgegangen, da zerfallen eine Menge Vampire und es wird viel gemetzelt. Deshalb auch die Freigabe ab 18 Jahren (*dumdidum*). Für den Durchschnittsjugendlichen auf der Suche nach Geschwindigkeit und Blut wird hier also viel geboten, an schnellen Schnitten und vielen Kämpfen mangelt es nun echt nicht. Wesley Snipes spielt den Halbvampir natürlich wieder auf Coolness getrimmt, was wohl auch gut ankommen dürfte. Klingt eigentlich nach ganz guter Unterhaltung, aber wie mein Ton vielleicht schon verrät, war dem nicht so.
Denn allein Action kann auch nicht unterhalten und so muss eine Story her. Das dachten sich die Drehbuchautoren aber wohl nicht, denn was anderes als eine 08/15 – Story mit pseudo – überraschenden Wendungen sucht man hier vergebens: Die Herrscher des Vampirreiches brauchen Blades Hilfe, weil sie einer neuen Gefahr, den Reapern, die weitaus mächtiger als die gewöhnlichen Vampire sind, gegenüberstehen. Blade wird dabei das „Bloodpack“, ein Elitetrupp der Vampire, deren Mitglieder natürlich coole Namen wie Lighthammer(aua, diese Kopfschmerzen), zur Seite gestellt, dem unter anderem auch die Tochter des Obervampirs, Nyssa, angehört. Doch natürlich kommt alles anders und so passiert eine Menge Schrott, über den ich mich später noch genug aufregen werde. Zwischen Blade und Nyssa bleibt es „überraschenderweise“ auch nicht bei einem Söldnerverhältnis und so wird so etwas wie eine Liebesgeschichte angedeutet. Zur Story kann man nur sagen: belanglos, zumal die story – relevanten Parts des Films durch eher unterdurchschnittliche Schauspielerleistungen ganz und gar nicht überzeugen können. Ach ja, Whizzler (oder so), Blades Freund, der in Teil 1 eigentlich gestorben ist, ist auch wieder dabei...
Aber das ist nicht der einzige Schwachpunkt des Films, ansonsten hätte er noch gut werden können. Aber so gut die Actionszenen auch sein mögen...über 90 Minuten können sie nicht unterhalten. So ist spätestens nach 45 Minuten der Aha – Effekt verpufft. Zumal die Actionszenen auch nicht besonders originell sind und man eigentlich immer nur dasselbe aufgetischt bekommt, nur eben in anderer Umgebung und ein wenig anders choreographiert. So wünscht man sich dann auch so was wie ein Story oder Atmosphäre...aber man bekommt es nicht.
Auch ein wenig nervig ist die Coolness des Protagonisten. Sonnenbrille darf natürlich nie fehlen, warum auch immer, ebenso wenig wie markige Sprüche oder das obligatorische Knochen – knacken – lassen vor einem Kampf. Ich weiß immer noch nicht, was das soll, ein Halbvampir bietet so viele verschiedene Möglichkeiten und die des obercoolen Vampirjägers ist da nicht gerade passend.
Aber mit einer ausgeklügelten Vampirwelt haben es die Autoren genauso wenig. Kurz gesagt ist die Vampirwelt von Blade einfach nur dämlich. Das fängt bei der Anzahl der Vampire an(wie wollen die sich bitte schön ernähren) und hört bei der Reduzierung des Vampirmythos auf ein Virus auf. Dazwischen liegen so viele Dinge, die aus dem ehrfurchtgebietendem und faszinierendem Wesen, die ein Vampir eigentlich ist, lediglich einen nahezu erbärmlichen blutsaugenden Parasiten machen. Was soll dieser Schwachsinn mit Silberkugeln, die Vampire mit einem Schuss töten? Vampire sind schwer zu töten, gefährliche Gegner, keine Statisten, die man mit einem Grinsen mal ebenso nebenbei erlegt. Wenn sich jeder Gebissene in einen Vampir verwandelt, wie kann es da überhaupt noch Menschen geben? Wieso verbrennen UV – Strahler Vampire? Die vernichtende Kraft der Sonne liegt eher mal in einer mystischen Bedeutung als einer biologischen...ganz zu schweigen von den UV – Granaten oder der UV – Bombe.... Nein, das sind keine Vampire, das sind jämmerliche Wesen, kein bisschen furchteinflößend oder faszinierend. Sogar der Obervampir lässt weder Furcht noch Respekt in einem aufkeimen, eher mal ein müdes Lächeln. An Dämlichkeit kaum zu überbieten sind dabei aber sie Tatsachen, dass Vampire Kinder zeugen können und das man mit einem einfachem Gegengift einen Vampir zurückverwandeln kann.
Aber das Schlimmste ist, dass der Mythos Vampir auf ein Virus reduziert wird, das über den Speichel übertragen wird. Das gibt dem Wesen Vampir endgültig den Todesstoß. Lächerlich mutet es an, dass mit Vampiren Genexperimente gemacht werden, um sie stärker zu machen. Die Autoren haben das Wesen der Vampire zerstört, zurück bleibt lediglich ein Parasit, der mitleidserregender kaum sein könnte. Den durchschnittlichen Kinogänger wird das kaum stören, jeder, der sich aber mit Vampiren beschäftigt (so wie ich) wird die Hände über dem Kopf zusammenschlagen wegen diesem kläglich gescheitertem Versuch, eine Vampirwelt zu kreieren. Aber Vampire sind nun mal mythische Wesen und einzigartig, kein infiziertes Kanonenfutter. Mit Zombies kann man so was vielleicht machen (Resident Evil), die waren nie was anderes, aber mit Vampiren nicht!
Und so bin ich mit starken Kopfschmerzen aus dem Kino gekommen. Erstens weil die letzten 45 Minuten mich maßlos gelangweilt haben, weil einfach nichts neues mehr passiert ist, zweitens wegen der miserablen Vampirwelt. Wer Gemetzel nonstop sucht, der ist hier richtig, wer bei einem Vampirfilm aber auch Atmosphäre und einen stimmigen Hintergrund will, der ist hier falsch. Ich gebe dem Film knappe 5 von 10 Punkten.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-05-08 19:01:15 mit dem Titel Vampire als Kanonenfutter?
Ich höre sie schon, die Stimmen von Stufenkollegen und sonstigen Altersgenossen...“Blade 2 ist voll krass, die ganze Zeit nur Gemetzel, total geil. Und Blade ist auch wieder einfach nur cool.“. Und ich kann sie jetzt schon nicht mehr hören. Schon nach dem ersten Teil waren sie da, der Film selber war aber eher mal mittelmäßig. Und so langsam kommen sie wieder, die Stimmen, aber diesmal weiß ich mehr als sie, denn ich habe den Film schon gesehen.
Und so sah ich den Vampirjäger Blade, selber Halbvampir, über die Leinwand springen und kämpfen was das Zeug hält. Und zugeben muss ich schon, die Actionszenen sind schon ziemlich gut gemacht. Perfekt choreographiert sind sie, teilweise in atemberaubender Geschwindigkeit. Und zimperlich wird auch nicht gerade vorgegangen, da zerfallen eine Menge Vampire und es wird viel gemetzelt. Deshalb auch die Freigabe ab 18 Jahren (*dumdidum*). Für den Durchschnittsjugendlichen auf der Suche nach Geschwindigkeit und Blut wird hier also viel geboten, an schnellen Schnitten und vielen Kämpfen mangelt es nun echt nicht. Wesley Snipes spielt den Halbvampir natürlich wieder auf Coolness getrimmt, was wohl auch gut ankommen dürfte. Klingt eigentlich nach ganz guter Unterhaltung, aber wie mein Ton vielleicht schon verrät, war dem nicht so.
Denn allein Action kann auch nicht unterhalten und so muss eine Story her. Das dachten sich die Drehbuchautoren aber wohl nicht, denn was anderes als eine 08/15 – Story mit pseudo – überraschenden Wendungen sucht man hier vergebens: Die Herrscher des Vampirreiches brauchen Blades Hilfe, weil sie einer neuen Gefahr, den Reapern, die weitaus mächtiger als die gewöhnlichen Vampire sind, gegenüberstehen. Blade wird dabei das „Bloodpack“, ein Elitetrupp der Vampire, deren Mitglieder natürlich coole Namen wie Lighthammer(aua, diese Kopfschmerzen), zur Seite gestellt, dem unter anderem auch die Tochter des Obervampirs, Nyssa, angehört. Doch natürlich kommt alles anders und so passiert eine Menge Schrott, über den ich mich später noch genug aufregen werde. Zwischen Blade und Nyssa bleibt es „überraschenderweise“ auch nicht bei einem Söldnerverhältnis und so wird so etwas wie eine Liebesgeschichte angedeutet. Zur Story kann man nur sagen: belanglos, zumal die story – relevanten Parts des Films durch eher unterdurchschnittliche Schauspielerleistungen ganz und gar nicht überzeugen können. Ach ja, Whizzler (oder so), Blades Freund, der in Teil 1 eigentlich gestorben ist, ist auch wieder dabei...
Aber das ist nicht der einzige Schwachpunkt des Films, ansonsten hätte er noch gut werden können. Aber so gut die Actionszenen auch sein mögen...über 90 Minuten können sie nicht unterhalten. So ist spätestens nach 45 Minuten der Aha – Effekt verpufft. Zumal die Actionszenen auch nicht besonders originell sind und man eigentlich immer nur dasselbe aufgetischt bekommt, nur eben in anderer Umgebung und ein wenig anders choreographiert. So wünscht man sich dann auch so was wie ein Story oder Atmosphäre...aber man bekommt es nicht.
Auch ein wenig nervig ist die Coolness des Protagonisten. Sonnenbrille darf natürlich nie fehlen, warum auch immer, ebenso wenig wie markige Sprüche oder das obligatorische Knochen – knacken – lassen vor einem Kampf. Ich weiß immer noch nicht, was das soll, ein Halbvampir bietet so viele verschiedene Möglichkeiten und die des obercoolen Vampirjägers ist da nicht gerade passend.
Aber mit einer ausgeklügelten Vampirwelt haben es die Autoren genauso wenig. Kurz gesagt ist die Vampirwelt von Blade einfach nur dämlich. Das fängt bei der Anzahl der Vampire an(wie wollen die sich bitte schön ernähren) und hört bei der Reduzierung des Vampirmythos auf ein Virus auf. Dazwischen liegen so viele Dinge, die aus dem ehrfurchtgebietendem und faszinierendem Wesen, die ein Vampir eigentlich ist, lediglich einen nahezu erbärmlichen blutsaugenden Parasiten machen. Was soll dieser Schwachsinn mit Silberkugeln, die Vampire mit einem Schuss töten? Vampire sind schwer zu töten, gefährliche Gegner, keine Statisten, die man mit einem Grinsen mal ebenso nebenbei erlegt. Wenn sich jeder Gebissene in einen Vampir verwandelt, wie kann es da überhaupt noch Menschen geben? Wieso verbrennen UV – Strahler Vampire? Die vernichtende Kraft der Sonne liegt eher mal in einer mystischen Bedeutung als einer biologischen...ganz zu schweigen von den UV – Granaten oder der UV – Bombe.... Nein, das sind keine Vampire, das sind jämmerliche Wesen, kein bisschen furchteinflößend oder faszinierend. Sogar der Obervampir lässt weder Furcht noch Respekt in einem aufkeimen, eher mal ein müdes Lächeln. An Dämlichkeit kaum zu überbieten sind dabei aber sie Tatsachen, dass Vampire Kinder zeugen können und das man mit einem einfachem Gegengift einen Vampir zurückverwandeln kann.
Aber das Schlimmste ist, dass der Mythos Vampir auf ein Virus reduziert wird, das über den Speichel übertragen wird. Das gibt dem Wesen Vampir endgültig den Todesstoß. Lächerlich mutet es an, dass mit Vampiren Genexperimente gemacht werden, um sie stärker zu machen. Die Autoren haben das Wesen der Vampire zerstört, zurück bleibt lediglich ein Parasit, der mitleidserregender kaum sein könnte. Den durchschnittlichen Kinogänger wird das kaum stören, jeder, der sich aber mit Vampiren beschäftigt (so wie ich) wird die Hände über dem Kopf zusammenschlagen wegen diesem kläglich gescheitertem Versuch, eine Vampirwelt zu kreieren. Aber Vampire sind nun mal mythische Wesen und einzigartig, kein infiziertes Kanonenfutter. Mit Zombies kann man so was vielleicht machen (Resident Evil), die waren nie was anderes, aber mit Vampiren nicht!
Und so bin ich mit starken Kopfschmerzen aus dem Kino gekommen. Erstens weil die letzten 45 Minuten mich maßlos gelangweilt haben, weil einfach nichts neues mehr passiert ist, zweitens wegen der miserablen Vampirwelt. Wer Gemetzel nonstop sucht, der ist hier richtig, wer bei einem Vampirfilm aber auch Atmosphäre und einen stimmigen Hintergrund will, der ist hier falsch. Ich gebe dem Film knappe 5 von 10 Punkten.
Und so sah ich den Vampirjäger Blade, selber Halbvampir, über die Leinwand springen und kämpfen was das Zeug hält. Und zugeben muss ich schon, die Actionszenen sind schon ziemlich gut gemacht. Perfekt choreographiert sind sie, teilweise in atemberaubender Geschwindigkeit. Und zimperlich wird auch nicht gerade vorgegangen, da zerfallen eine Menge Vampire und es wird viel gemetzelt. Deshalb auch die Freigabe ab 18 Jahren (*dumdidum*). Für den Durchschnittsjugendlichen auf der Suche nach Geschwindigkeit und Blut wird hier also viel geboten, an schnellen Schnitten und vielen Kämpfen mangelt es nun echt nicht. Wesley Snipes spielt den Halbvampir natürlich wieder auf Coolness getrimmt, was wohl auch gut ankommen dürfte. Klingt eigentlich nach ganz guter Unterhaltung, aber wie mein Ton vielleicht schon verrät, war dem nicht so.
Denn allein Action kann auch nicht unterhalten und so muss eine Story her. Das dachten sich die Drehbuchautoren aber wohl nicht, denn was anderes als eine 08/15 – Story mit pseudo – überraschenden Wendungen sucht man hier vergebens: Die Herrscher des Vampirreiches brauchen Blades Hilfe, weil sie einer neuen Gefahr, den Reapern, die weitaus mächtiger als die gewöhnlichen Vampire sind, gegenüberstehen. Blade wird dabei das „Bloodpack“, ein Elitetrupp der Vampire, deren Mitglieder natürlich coole Namen wie Lighthammer(aua, diese Kopfschmerzen), zur Seite gestellt, dem unter anderem auch die Tochter des Obervampirs, Nyssa, angehört. Doch natürlich kommt alles anders und so passiert eine Menge Schrott, über den ich mich später noch genug aufregen werde. Zwischen Blade und Nyssa bleibt es „überraschenderweise“ auch nicht bei einem Söldnerverhältnis und so wird so etwas wie eine Liebesgeschichte angedeutet. Zur Story kann man nur sagen: belanglos, zumal die story – relevanten Parts des Films durch eher unterdurchschnittliche Schauspielerleistungen ganz und gar nicht überzeugen können. Ach ja, Whizzler (oder so), Blades Freund, der in Teil 1 eigentlich gestorben ist, ist auch wieder dabei...
Aber das ist nicht der einzige Schwachpunkt des Films, ansonsten hätte er noch gut werden können. Aber so gut die Actionszenen auch sein mögen...über 90 Minuten können sie nicht unterhalten. So ist spätestens nach 45 Minuten der Aha – Effekt verpufft. Zumal die Actionszenen auch nicht besonders originell sind und man eigentlich immer nur dasselbe aufgetischt bekommt, nur eben in anderer Umgebung und ein wenig anders choreographiert. So wünscht man sich dann auch so was wie ein Story oder Atmosphäre...aber man bekommt es nicht.
Auch ein wenig nervig ist die Coolness des Protagonisten. Sonnenbrille darf natürlich nie fehlen, warum auch immer, ebenso wenig wie markige Sprüche oder das obligatorische Knochen – knacken – lassen vor einem Kampf. Ich weiß immer noch nicht, was das soll, ein Halbvampir bietet so viele verschiedene Möglichkeiten und die des obercoolen Vampirjägers ist da nicht gerade passend.
Aber mit einer ausgeklügelten Vampirwelt haben es die Autoren genauso wenig. Kurz gesagt ist die Vampirwelt von Blade einfach nur dämlich. Das fängt bei der Anzahl der Vampire an(wie wollen die sich bitte schön ernähren) und hört bei der Reduzierung des Vampirmythos auf ein Virus auf. Dazwischen liegen so viele Dinge, die aus dem ehrfurchtgebietendem und faszinierendem Wesen, die ein Vampir eigentlich ist, lediglich einen nahezu erbärmlichen blutsaugenden Parasiten machen. Was soll dieser Schwachsinn mit Silberkugeln, die Vampire mit einem Schuss töten? Vampire sind schwer zu töten, gefährliche Gegner, keine Statisten, die man mit einem Grinsen mal ebenso nebenbei erlegt. Wenn sich jeder Gebissene in einen Vampir verwandelt, wie kann es da überhaupt noch Menschen geben? Wieso verbrennen UV – Strahler Vampire? Die vernichtende Kraft der Sonne liegt eher mal in einer mystischen Bedeutung als einer biologischen...ganz zu schweigen von den UV – Granaten oder der UV – Bombe.... Nein, das sind keine Vampire, das sind jämmerliche Wesen, kein bisschen furchteinflößend oder faszinierend. Sogar der Obervampir lässt weder Furcht noch Respekt in einem aufkeimen, eher mal ein müdes Lächeln. An Dämlichkeit kaum zu überbieten sind dabei aber sie Tatsachen, dass Vampire Kinder zeugen können und das man mit einem einfachem Gegengift einen Vampir zurückverwandeln kann.
Aber das Schlimmste ist, dass der Mythos Vampir auf ein Virus reduziert wird, das über den Speichel übertragen wird. Das gibt dem Wesen Vampir endgültig den Todesstoß. Lächerlich mutet es an, dass mit Vampiren Genexperimente gemacht werden, um sie stärker zu machen. Die Autoren haben das Wesen der Vampire zerstört, zurück bleibt lediglich ein Parasit, der mitleidserregender kaum sein könnte. Den durchschnittlichen Kinogänger wird das kaum stören, jeder, der sich aber mit Vampiren beschäftigt (so wie ich) wird die Hände über dem Kopf zusammenschlagen wegen diesem kläglich gescheitertem Versuch, eine Vampirwelt zu kreieren. Aber Vampire sind nun mal mythische Wesen und einzigartig, kein infiziertes Kanonenfutter. Mit Zombies kann man so was vielleicht machen (Resident Evil), die waren nie was anderes, aber mit Vampiren nicht!
Und so bin ich mit starken Kopfschmerzen aus dem Kino gekommen. Erstens weil die letzten 45 Minuten mich maßlos gelangweilt haben, weil einfach nichts neues mehr passiert ist, zweitens wegen der miserablen Vampirwelt. Wer Gemetzel nonstop sucht, der ist hier richtig, wer bei einem Vampirfilm aber auch Atmosphäre und einen stimmigen Hintergrund will, der ist hier falsch. Ich gebe dem Film knappe 5 von 10 Punkten.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-05-08 19:01:15 mit dem Titel Vampire als Kanonenfutter?
Ich höre sie schon, die Stimmen von Stufenkollegen und sonstigen Altersgenossen...“Blade 2 ist voll krass, die ganze Zeit nur Gemetzel, total geil. Und Blade ist auch wieder einfach nur cool.“. Und ich kann sie jetzt schon nicht mehr hören. Schon nach dem ersten Teil waren sie da, der Film selber war aber eher mal mittelmäßig. Und so langsam kommen sie wieder, die Stimmen, aber diesmal weiß ich mehr als sie, denn ich habe den Film schon gesehen.
Und so sah ich den Vampirjäger Blade, selber Halbvampir, über die Leinwand springen und kämpfen was das Zeug hält. Und zugeben muss ich schon, die Actionszenen sind schon ziemlich gut gemacht. Perfekt choreographiert sind sie, teilweise in atemberaubender Geschwindigkeit. Und zimperlich wird auch nicht gerade vorgegangen, da zerfallen eine Menge Vampire und es wird viel gemetzelt. Deshalb auch die Freigabe ab 18 Jahren (*dumdidum*). Für den Durchschnittsjugendlichen auf der Suche nach Geschwindigkeit und Blut wird hier also viel geboten, an schnellen Schnitten und vielen Kämpfen mangelt es nun echt nicht. Wesley Snipes spielt den Halbvampir natürlich wieder auf Coolness getrimmt, was wohl auch gut ankommen dürfte. Klingt eigentlich nach ganz guter Unterhaltung, aber wie mein Ton vielleicht schon verrät, war dem nicht so.
Denn allein Action kann auch nicht unterhalten und so muss eine Story her. Das dachten sich die Drehbuchautoren aber wohl nicht, denn was anderes als eine 08/15 – Story mit pseudo – überraschenden Wendungen sucht man hier vergebens: Die Herrscher des Vampirreiches brauchen Blades Hilfe, weil sie einer neuen Gefahr, den Reapern, die weitaus mächtiger als die gewöhnlichen Vampire sind, gegenüberstehen. Blade wird dabei das „Bloodpack“, ein Elitetrupp der Vampire, deren Mitglieder natürlich coole Namen wie Lighthammer(aua, diese Kopfschmerzen), zur Seite gestellt, dem unter anderem auch die Tochter des Obervampirs, Nyssa, angehört. Doch natürlich kommt alles anders und so passiert eine Menge Schrott, über den ich mich später noch genug aufregen werde. Zwischen Blade und Nyssa bleibt es „überraschenderweise“ auch nicht bei einem Söldnerverhältnis und so wird so etwas wie eine Liebesgeschichte angedeutet. Zur Story kann man nur sagen: belanglos, zumal die story – relevanten Parts des Films durch eher unterdurchschnittliche Schauspielerleistungen ganz und gar nicht überzeugen können. Ach ja, Whizzler (oder so), Blades Freund, der in Teil 1 eigentlich gestorben ist, ist auch wieder dabei...
Aber das ist nicht der einzige Schwachpunkt des Films, ansonsten hätte er noch gut werden können. Aber so gut die Actionszenen auch sein mögen...über 90 Minuten können sie nicht unterhalten. So ist spätestens nach 45 Minuten der Aha – Effekt verpufft. Zumal die Actionszenen auch nicht besonders originell sind und man eigentlich immer nur dasselbe aufgetischt bekommt, nur eben in anderer Umgebung und ein wenig anders choreographiert. So wünscht man sich dann auch so was wie ein Story oder Atmosphäre...aber man bekommt es nicht.
Auch ein wenig nervig ist die Coolness des Protagonisten. Sonnenbrille darf natürlich nie fehlen, warum auch immer, ebenso wenig wie markige Sprüche oder das obligatorische Knochen – knacken – lassen vor einem Kampf. Ich weiß immer noch nicht, was das soll, ein Halbvampir bietet so viele verschiedene Möglichkeiten und die des obercoolen Vampirjägers ist da nicht gerade passend.
Aber mit einer ausgeklügelten Vampirwelt haben es die Autoren genauso wenig. Kurz gesagt ist die Vampirwelt von Blade einfach nur dämlich. Das fängt bei der Anzahl der Vampire an(wie wollen die sich bitte schön ernähren) und hört bei der Reduzierung des Vampirmythos auf ein Virus auf. Dazwischen liegen so viele Dinge, die aus dem ehrfurchtgebietendem und faszinierendem Wesen, die ein Vampir eigentlich ist, lediglich einen nahezu erbärmlichen blutsaugenden Parasiten machen. Was soll dieser Schwachsinn mit Silberkugeln, die Vampire mit einem Schuss töten? Vampire sind schwer zu töten, gefährliche Gegner, keine Statisten, die man mit einem Grinsen mal ebenso nebenbei erlegt. Wenn sich jeder Gebissene in einen Vampir verwandelt, wie kann es da überhaupt noch Menschen geben? Wieso verbrennen UV – Strahler Vampire? Die vernichtende Kraft der Sonne liegt eher mal in einer mystischen Bedeutung als einer biologischen...ganz zu schweigen von den UV – Granaten oder der UV – Bombe.... Nein, das sind keine Vampire, das sind jämmerliche Wesen, kein bisschen furchteinflößend oder faszinierend. Sogar der Obervampir lässt weder Furcht noch Respekt in einem aufkeimen, eher mal ein müdes Lächeln. An Dämlichkeit kaum zu überbieten sind dabei aber sie Tatsachen, dass Vampire Kinder zeugen können und das man mit einem einfachem Gegengift einen Vampir zurückverwandeln kann.
Aber das Schlimmste ist, dass der Mythos Vampir auf ein Virus reduziert wird, das über den Speichel übertragen wird. Das gibt dem Wesen Vampir endgültig den Todesstoß. Lächerlich mutet es an, dass mit Vampiren Genexperimente gemacht werden, um sie stärker zu machen. Die Autoren haben das Wesen der Vampire zerstört, zurück bleibt lediglich ein Parasit, der mitleidserregender kaum sein könnte. Den durchschnittlichen Kinogänger wird das kaum stören, jeder, der sich aber mit Vampiren beschäftigt (so wie ich) wird die Hände über dem Kopf zusammenschlagen wegen diesem kläglich gescheitertem Versuch, eine Vampirwelt zu kreieren. Aber Vampire sind nun mal mythische Wesen und einzigartig, kein infiziertes Kanonenfutter. Mit Zombies kann man so was vielleicht machen (Resident Evil), die waren nie was anderes, aber mit Vampiren nicht!
Und so bin ich mit starken Kopfschmerzen aus dem Kino gekommen. Erstens weil die letzten 45 Minuten mich maßlos gelangweilt haben, weil einfach nichts neues mehr passiert ist, zweitens wegen der miserablen Vampirwelt. Wer Gemetzel nonstop sucht, der ist hier richtig, wer bei einem Vampirfilm aber auch Atmosphäre und einen stimmigen Hintergrund will, der ist hier falsch. Ich gebe dem Film knappe 5 von 10 Punkten.
4 Bewertungen, 1 Kommentar
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08.05.2002, 21:18 Uhr von Genco!
Bewertung: sehr hilfreichallo shejtan dust bechim? manam irani hastam
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