Blade II (DVD) Testbericht

Blade-ii-dvd-actionfilm
ab 82,82
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  sehr viel
  • Anspruch:  durchschnittlich
  • Romantik:  niedrig
  • Humor:  durchschnittlich
  • Spannung:  sehr spannend

Erfahrungsbericht von Jarco

blutiges Spektakel - nichts für Jedermann

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Gestern Abend haben wir uns den Film 'Blade 2' angetan.

Handlung
Für die dies noch nicht kennen, hier erstmal Teil1:
Blades Mutter wurde während ihrer Schwangerschaft von einem Vampir gebissen. Bei Blade (Whesley Snipes) trat daraufhin eine genetische Mutation auf, sodaß er zwar die Stärken der Vampire, nicht jedoch deren Schwächen hat. Lediglich der Durst nach Blut ist auch bei ihm vorhanden. Da Blades Liebe zu den Menschen sehr stark ist, kämpft er gegen die Vampire wo er sie nur trifft. Dabei unterstützt ihn Whistler (Kris Kristofferson) den er als Ersatzvater anerkannt hat. Beide leben in einer Art Fabrikhalle in der Whistler u.a. auch Blades Waffen entwickelt und herstellt. Whistler wird jedoch am Ende des ersten Films von Vampiren gebissen. Um nicht selbst zum Vampir zu werden, begeht er Selbstmord.

Für die Verständnis von Teil 2 ist der Teil 1 jedoch nicht zwingend notwendig. Hier dann kurz die Story von Teil 2:
Blade ist seit zwei Jahren unterwegs auf der Suche nach Whistler. Die Vampire hatten ihn kurz nach seinem Tod entführt. Kurz nachdem er Whistler wiedergefunden hat, überbringen ihm die Vampire ein Waffenstillstandsangebot. Grund dafür ist Nomak (Luke Gloss). Nomak ist ebenfalls ein mutierter Vampir. Jedoch macht er Jagd auf alles was sich bewegt (also Menschen und Vampire). Ungünstigerweise werden Nomaks Opfer selbst zu diesen mutierten Vampiren, sodaß die echten Vampire ihre Existenz bedroht sehen. Und da sie der Meinung sind, daß der Feind meines Feindes ein Freund ist unterbreiten Sie dem Daywalker Blade ein entsprechendes Kooperationsangebot. Der Film dreht sich also um den (mehr oder weniger) gemeinsamen Kampf gegen den gemeinsamen Feind mit einem entwas überraschendem Ende.

Die Story ist überaus gut durchdacht für einen zweiten Teil. Sogar für eine kleine Liebesgeschichte blieb gegen Ende des Filmes Zeit. Da ein guter Teil des Filmes in Prag gedreht wurde, war mehr Geld für zusätzliche Szenen übrig. Wesley Snipes freute dies besonders, denn so konnten einige Szenen noch gedreht werden die eigentlich aus Kostengründen schon gestrichen waren.

Darsteller
  • Blade (Wesley Snipes)
  • Whistler (Kris Kristofferson)
  • Scud (Norman Reedus)
  • Nyssa (Leonor Varela)
  • Nomak (Luke Goss)
  • Reinhardt (Ron Perlmann)
  • Chupa (Matt Schulze)
  • Damaskinos (Thomas Kretschmann)
  • Asad (Danny John Jules)
  • Priest (Tony Curran)
  • Snowman (Donnie Yen)
  • Verlaine (Marit Velle Kile)
  • Lighthammer (Daz Crawford)


Wesley Snipes spielt in gewohnt wortkarger Weise die Rolle des Blade. Die Kampfszenen sind meiner Meinung nach überzeugender als im ersten Teil. Das liegt sicherlich nicht nur am extra dafür engagierten Fachmann, sondern auch an dem Zusatztraining das Wesley für diesen Film auf sich nahm.

Kris Kristoffersons Rolle ist diesmal weit weniger wichtig als im ersten Teil. Er stellt seine Figur überzeugend dar, agiert jedoch immer mehr aus dem Hintergrund heraus. Insgesammt erschien er mir etwas zu ruhig (fast brav) im Vergleich zum ersten Teil.

Luke Goss stellt den Gegenpol zu Blade dar. Ich denke, daß mit diesem Schauspieler kein schlechter Griff getan wurde. Er spielt überzeugend und sehr glaubhaft einen sicherlich nicht besonders leichten Part in diesem Film.

Leonor Varela, Ron Perlman, Donnie Yen und Daz Crowford verkörpern die Vampirelite die eigentlich die Aufgabe hat Blade auszuschalten. Die Leistung der Schauspieler ist sehr gut. Die unterschiedlichen Charaktere sind sehr glaubhaft rübergekommen. Teilweise war sogar ein anflug von Witz zu erkennen. Ich hoffe zumindest einige mal in anderen Produktionen wiederzusehen.

Löcher in der Story
Wie in allen Hollywoodstreifen gibt es auch diesmal mehrere Löcher in der Story. Neben den üblichen Zeitverzögerungen (aus 7 Sekunden wurde fast eine Minute) an die man sich ohnehin schon fast gewöhnt hat gibt es noch einige andere Ungereimtheiten:
  • Im ersten Teil setzten die Vampire recht erfolgreich Sunblocker gegen das Sonnenlicht ein. Im zweiten Teil verzichteten Sie darauf und begaben sich ganz cool direkt ins Sonnenlicht.
  • Zwei der Hauptdarsteller verstecken sich vor den Licht-Handgranaten erfolgreich unter Wasser. Wenige Minuten vorher war die gleiche Situation für einige Gegner höchst gesundheitsschädlich.
  • Die Lampen an den Waffen die für die Gegner unangenehme Folgen haben sind zwar immer mit dabei, werden aber in Kämpfen fast nie eingesetzt. Statt dessen verläßt man sich lieber auf die bekannt wirkungslose Silber-Knoblauch-Munition.


Beide Punkte sind jedoch nicht sonderlich schwerwiegend und stören die Handlung nur unwesentlich. Mission Impossible war da wesentlich schlimmer.

Kampfzenen und div. Tricks
Die Kampfszenen sind sehr ansehnlich und noch halbwegs realistisch. Die Kamera- und Schnittführung dabei ist jedoch an einigen (wenigen) Stellen derart hektisch, daß aus dem Kampf ein undefinierbares Farb- und Formspiel auf der Leinwand wird. Hier ist jemand über das Ziel hinausgeschossen. Auch der Einsatz der hyperaktiven Kamera ist schön, jedoch aufgrund der sehr kurzen Szenen wirken die Bilder eher verwirrend denn überzeugend.

Die katzenhaften Bewegungen der Gegner kommen sehr natürlich rüber. Lediglich an zwei Stellen erschienen mir die Bewegungen unrealistisch und wenig glaubwürdig. Doch dies war nur sehr kurz. Nur hier war klar erkennbar daß mit Computergrafik gearbeitet wurde. Alle anderen Computergrafikstellen waren von so hoher Qualität daß nichts mehr zu erkennen war.

Fazit
'Blade 2' ist ein durchaus sehenswerter Film der sich jedoch seine P18-Freigabe gut und hart erarbeitet hat. Viele Szenen sind nichts für zartbesaitete. Aber die werden ohnehin nicht rein gehen. Blut gibt es reichlich. Mir wars etwas zu viel. Wer versucht an den entsprechenden Stellen wegzuschauen verpaßt einen guten Teil des Filmes. Allerdings gibt es auch mehrere Situationen an denen unnötigerweise Gewalt eingesetzt wird. Ich halte es (auch aus filmischer Sicht) für nicht notwendig einen gefesselten zu schlagen oder jemanden der auf dem Boden liegt zu treten.
Ich gehe davon aus, daß es eine P16-Version dieses Filmes so bald nicht geben wird. Wenn doch macht es keinen Sinn sie sich anzuschaun, da zu viel weggeschnitten wurde. Wer den ersten Teil schon mochte, wird den zweiten Teil ebenfalls mögen. Der Kinobesuch ist nach meiner Meinung jedoch unbedingt nötig.

27 Bewertungen, 8 Kommentare

  • Lachesis

    27.05.2002, 20:41 Uhr von Lachesis
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr schöne Strukturierung....

  • Rena50

    25.05.2002, 00:21 Uhr von Rena50
    Bewertung: sehr hilfreich

    Den Bericht finde ich super aufgebaut und ausführlich. Lieben Gruß Rena

  • LaMagra

    22.05.2002, 18:02 Uhr von LaMagra
    Bewertung: sehr hilfreich

    hey du hast toll die Fehler entdeckt!!! Ich hab mich auch gefragt, warum die keinen Sunblocker benutzen (In USA gibts übrigens Sunblocker mit LSF 100 - ohne Scherz, den hatte ich - und hatte trotzdem Sonnenbrand bekommen) ...

  • Gabri

    22.05.2002, 00:52 Uhr von Gabri
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr ausführlich und einfach klasse ausgearbeitet. Toll Gabri

  • Avengelina

    19.05.2002, 17:45 Uhr von Avengelina
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr ausführlicher Bericht!! Alle Achtung! Ich werde mir Blade 2 auf jeden Fall noch mal irgendwann zu Gemüte führen! Cu Avengelina

  • eretrea

    05.05.2002, 22:52 Uhr von eretrea
    Bewertung: sehr hilfreich

    ich werde mir den zweiten Teil bestimmt ansehen..

  • ruebi

    05.05.2002, 22:47 Uhr von ruebi
    Bewertung: sehr hilfreich

    Beide Filme waren der Hammer, aber der 2. total Blutig !!!

  • Patrick75

    05.05.2002, 22:41 Uhr von Patrick75
    Bewertung: sehr hilfreich

    Klasse Beitrag. Für mich war Blade ein absoluter Kult-Film, über den zweiten Teil werde ich mir wohl nächste Woche ein eigenes Bild machen. Gruß, Pat