Blaze of Glory - Bon Jovi Testbericht

Blaze-of-glory-bon-jovi
ab 39,22
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Summe aller Bewertungen
  • Cover-Design:  sehr gut
  • Klangqualität:  sehr gut
  • Gesamteindruck:  sehr gut

Erfahrungsbericht von cskendras

Astalavista Baby! *Peng* Bon Jovis "Blaze Of Glory"

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Liebe YOPI-Leser,

Den meisten dürfte Bon Jovi ein Begriff sein, doch nur die wenigsten wissen, dass Band-Leadsinger Jon Bon Jovi ein paar Mal seine Solo-Karierre gepflegt hat. Und somit entsprangen aus dieser Solo-Karierre Alben wie \"Destination Anywere\" und eben \"Blaze Of Glory\".

Die meisten werden jetzt sagen, diesen Titel kenne ich irgendwoher...nun, es ist ein wirklich sehr bekannter Song zu einem Film mit dem Titel \"Young Guns II\". Und da die Leute damals Jon Bon Jovi wohl so arg mochten, haben sie ihm gleich ein ganzes Soundtrack-Album schreiben und produzieren lassen.

\"Blaze Of Glory\" wird in fast jedem Bon-Jovi-Konzert gespielt. Dabei trägt Jon (und ich glaube auch Richie Sambora) einen Cowboy-Hut, so dass eine Western-Stimmung entsteht. Aber da gehe ich gleich nochmal drauf ein, hier erstmal die Tracklist:

01 -- Billy Get Your Guns (4:48)
02 -- Miracle (5:08)
03 -- Blaze Of Glory (5:44)
04 -- Blood Money (2:34)
05 -- Santa Fe (5:40)
06 -- Justice In The Barrel (6:47)
07 -- Never Say Die (4:53)
08 -- You Really Got Me Now (2:23)
09 -- Bang A Drum (4:36)
10 -- Dyin\' Ain\'t Much Of A Livin\' (4:39)
11 -- Guano City (1:12)

Die CD hat eine Gesamtspielzeit von 48 Minuten und 51 Sekunden, was nicht gerade lang ist, wiederum lang genug, um ein Soundtrack-Album darzustellen.

Alle Lieder sind von Jon Bon Jovi geschrieben und von Danny Kortchmar und eben Jon produziert worden. Das Album erschien im \"Vertigo\"-Verlag, dürfte so ziemlich wenigen bekannt sein, ist jedoch in jedem gut sortierten Fachgeschäft zu finden, immer unter \"Bon Jovi\".
Man kann die CD aber auch über das Internet bestellen, was ich sehr empfehle. Dabei kann man Dienste, wie zum Beispiel Amazon.de und ebay.com nützen, um ein sehr gut erhaltenes Exemplar zu einem überaus günstigen Preis erhalten zu können. Der Preis dürfte nicht die 10€-Marke überschreiten, vielmehr dürfte sie im Rahmen von \"MidPrice\"-Aktionen zu Preisen jenseits der 7€ zu haben sein.

ZU DEN TRACKS
Ich möchte hier auf die einzelnen Tracks eingehen. Zwar ist dies schwer, denn häufig kann man Unterschiede zwischen den Songs nicht so leicht unterschiedlich erklären. Aber ich finde dies als angebracht, damit der Leser den Flair, den jeder Song erzeugt, allein vom Lesen spürt. Allein zu schreiben, \"der Song ist echt gut, voll mein Geschmack, Alder\" reicht mir persönlich nicht. Dies wollte ich gesagt haben, weil sich viele über die Entwicklung der CIAO-Berichte Sorgen gemacht haben. Da fielen Kommentare, wie zum Beispiel: \"Die Entwicklung, die einzelnen Alben in ihre Tracks zu zerlegen und diese zu beschreiben, ist nicht gut.\" Nun, ich persönlich bevorzuge keine bestimmte Art von Bericht. Auch achte ich nicht auf die Länge, sondern auf den Inhalt, den ich bewerte. Ich bleibe meiner Art, (Musik-)Berichte zu schreiben treu - das wollte ich hiermit gesagt haben.


1 -- Billy Get Your Guns (4:48)

Wer ist Billy? Nun, das ist wohl nicht so wichtig. Wichtiger erscheint mir, dass der Song wirklich sehr gut anfängt, man hört einen Schuss und danach ertönt eine E-Gitarre, die die Tonleiter rauf- und runtergespielt wird. Dann kommt Bon Jovi\'s Stimme zum Einsatz. Man merkt, dass sein Stimmkelchen damals noch nicht so arg ausgeprägt war. Seine Stimme ist sehr hoch und dünn. Dies merkt man auch im Refrain, wenn er die hohen Stellen \"Billy Get Your Guns\" singen muss und dabei \"Guns\" sehr hoch und die Tonleiter erst hoch- und dann runtersingen muss. Der Text an sich ist wirklic sehr schön, ein kleiner Auszug: \"Billy Get Your Guns / There\'s trouble like a hurricane / Billy get your guns / That\'s the price on your head for the / Price of fame / And it\'ll never change\"

2 -- Miracle (5:08)

Der nächste Song ist unspektakulär, langsam und eben alt. Aber das Alter soll ja nicht die Messlatte sein. Am Anfang habe ich den Eindruck, hier ist aus Versehen ein Song aus dem Musikantenstadl reingerutscht...klingt beinahe wie ein deutsches Volkslied. Aber spätestens beim Refrain merkt man, dass es Jon Bon Jovi ist. Hier muss Jon ziemlich hoch singen, was er meisterlich bewältigt. Insgesamt eine solide Gesangsleistung, aber dafür unspektakulär. Der Refrain gleicht den an (deutsche) Volksmusik klingenden Teil aus...wobei ich jetzt nicht sagen möchte, dass ich Volksmusik nicht ausstehen kann. Ich hasse sie!! :-)

3 -- Blaze Of Glory (5:44)

Der Anfang ist ja beinahe schon legendär und von keinem Bon-Jovi-Konzert wegzudenken: Seichte E-Gitarren-Klänge, die ein unverkennbares Western-Flair verschaffen. Dann Stille. Nur die pure Stimme von Jon. Die klingt wirklich laut und wirklich gut! Dann kommt der Refrain, bei dem man wirklich an die alten Western-Filme erinnert wird…ich stelle mir da immer eine Szene mit einem Reiter auf einem Pferd vor, der im Vordergrund der untergehenden Sonne gen Nirgendwo reitet…ein spezielles Gefühl und dann diese E-Gitarre…so genial, beinahe so gut, wie es Richie Sambora hinbekommt. Doch ein Blick ins Booklet bestätigt, dass dieser nicht am Album teil hat. Insgesamt ein wirklich guter Song, der zurecht zu den besten von Bon Jovi gehört und zurecht immer wieder bei Konzerten gespielt wird. Sehr gute Arbeit, Jon!

4 – Blood Money (2:34)

Mundharmonika. Diese erklingt am Anfang, dann Jon’s Stimme, die wirklich sehr seicht klingt und Stellen, wie „I wonder what would have happened / If you were the killer / and i was the hero / would things bet he same / or would i have traded / your life for my own life/. Wirklich bewegende Stellen und ein sehr gut gelungener, ruhiger Song, Vor allem der Refrain, der durch gut ausgewählte Tonveränderungspunkte im Refrain ein wirklich unverkennbares Bon-Jovi-Western-Flair verschafft. Es hätte mir persönlich besser gefallen, wenn die Mundharmonika, die am Anfang zum Einsatz kam, eben einbisschen mehr hier und da erklungen wäre…aber dies ist nebensächlich und macht den Song nicht minder wertig.

5 – Santa Fe (5:40)

Ich weiß gar nicht mehr, wie lange ich diesen Song immer nachts immer wieder gehört hatte. Aber ich weiß, dass ich mich immer mit meinem Bruder stritt, wer denn die Nacht lang unseren gemeinsamen DiscMan bekommen durfte, um mit Kopfhörern den Songs von Bon Jovi, Roxette und Co. Lauschen zu dürfen. Meine Argumentation war immer, „Santa Fe“ ein paar mal hören zu dürfen…aber da mein Bruder dann ständig einschlief, konnte ich den DiscMan nächtelang für mich beanspruchen und so wurde „Santa Fe“ eines meiner Lieblingslieder. Sei es durch das wunderbare Intro mit den Geigen, sei es durch Jon’s Stimme, die wehmütig klingt und dann urplötzlich sich in eine Rockerstimme mit Profil verwandelt. Und dann dieser Refrain….so was geniales haben die wenigsten Musiker hinbekommen…“I swear i’m gonna live forever / Tell my maker he can wait / I’m riding somewhere south of heaven /Heading back to Santa Fe /....Und den Höhepunkt stellt die Bridge mit den Geigen dar…traumhaft! Diesen Song muss man einfach mal gehört haben. Neben „Blaze Of Glory“ der beste Song auf diesem Album.

6 – Justice In The Barrel (6:47)

Gerechtigkeit in einem Barrel? Das deutet auf Ungerechtigkeit hin, dass man nur irgendwo eingesperrt (?) frei vor Ungerechtigkeit ist…nun ich weiß nicht, was mit diesem Titel gemeint ist (Kommentare erwünscht! *g*). Auf jeden Fall kann ich beschreiben, was ich höre…und das ist am Anfang erst Stille und wenig später eine schrille E-Gitarre, bis dann in einem, ja beinahe „Finale“ Drums, E-Gitarren und Jon’s Stimme eine merkwürdige Stimmung erzeugen. Dann wieder Stille und plötzlich setzt die Musik ein, damit Jon nach beinahe 3 Minuten zum ersten Mal seinen Text singt. Äußerst merkwürdig der Anfang, aber keinesfalls geschmacklos, jedoch innovativ klingend…der letzte Teil des 6:47 Minuten langen Songs ist eher unspektakulär und gefällt mir nicht besonders gut, weil Jon auch ziemlich unspektakulär, ja beinahe gelangweilt, singt und weil die Musik, die lahm ist und mich nicht gerade zum Hören anregt. Aber dann ein Aufschwung: Es scheint, dass der Refrain wirklich genial ist! Ein aufwertendes Plus also…

7 – Never Say Die (4:53)

E-Gitarren und Drums eröffnen den 7. Track auf „Blaze Of Glory“. Es ist ein schneller Rocksong, der mit Einsatz von Jon’s Stimme merklich leiser wird, um wohl im Refrain richtig aufgedreht werden zu können. Und so kommt es auch, dass im Refrain die E-Gitarre eine tragende Rolle spielt. „Never Say Die“ ist der Refrain, der wiederholt wird. Der Song an sich klingt frisch und fröhlich, gar aufmunternd im amerikanischen Stile. Ein solider Albumsong, der nicht besonders gut, aber auch nicht schlecht ist. Hörenswert!

8 – You Really Got Me Now ( 2:23)

Das könnte vielleicht ein Auszug aus einem Duell zwischen zwei Cowboys sein, bei dem es einen erwischt…da passt ja der Text wirklich gut dazu, und es würde mich nicht wundern, wenn dies der Fall sein sollte. Aber ehrlich gesagt hört sich das ganze gar nicht so an. Eher klingt das nach einer Live-Aufnahme in einer Bar im Western im Jahre 1856. Fehlen nur noch die klingenden Bierkruge im Hintergrund und es wäre echt so ein Song. Ehrlich gesagt ist dieser Song nicht mein Fall. Beinahe monoton singt Jon dieses Lied runter. Und ich bin ehrlich gesagt enttäuscht, hätte mir was Besseres erwartet. Country-Fans dürften jedoch voll auf ihre Kosten kommen….

9 – Bang A Drum (4:36)

Ein weiterer Höhepunkt dieses Albums: „Bang A Drum“. Ein ellenlanger Text und rockige Mid-Tempo-Musik (tolles Wort…*g*), dann noch Jon’s Stimme…das kann doch nur ein richtig guter Song sein, oder? Letzten Endes ist dies auch ein wunderbarer Song. Der Text ist ebenfalls nicht von schlechten Eltern, hier ein kleiner Auszug: „I went to see the preecher / to teach me how to pray / he looked at me and smiled / than that preacher turned away“ Witzig, oder? Also ich käme mir da doof vor, aber dies ist eine andere Geschichte…
Rockig, und gegen Ende sogar mit einem (Gospel-)Chor ausgestattet, ist dies ein weiteres Highlight auf „Blaze Of Glory“.

10 – Dyin’ Ain’t Much Of A Livin’ (4:39)

Diesen Song meine ich irgendwann mal gehört zu haben. Die Melodie kommt mir wirklich sehr bekannt vor. Es würde mich nicht wundern, wenn es selbiger Song ist, den ich mal gehört habe. Und plötzlich fällt es mir wieder ein: Das war auch mal eines meiner Lieblingssongs…ich glaube, das war zu der Zeit, als ich noch kein gutes Englisch sprach und somit Textzeilen und Titel gerne zu vergessen pflegte. Außerdem schmiss ich die CD eh nur ein, um „Santa Fe“ zu hören. Und jetzt weiß ich, was ich immer verpasst habe. Wehmütig singend, rührt die eine oder andere Stelle im von Jon Bon Jovi selbstgeschriebenen Text. Und ich hätte es niemals für möglich gehalten: Ich höre „Na na nas“ in einem Bon-Jovi-Song! Das haut mich beinahe vom Hocker, denn das war ich nur von Roxette gewöhnt…Aber das steht dem sympathischen Amerikaner….na na nana..naaa na nanaa……

11 – Guano City (1:00)

Ein einmütiges Ende, was bestimmt im Abspann von „Young Guns II“, zu dem ja dieses Album als Soundtrack dient, darstellten könnte (hier ebnenfalls Kommentare erwünscht!). Man hört ein Orchester, was so ziemlich ein Finale im Film bezwecken will. Das ganze erinnert mich irgendwie an „Ben Hour“ (schreibt man den so?) , aber fragt mich nicht, wieso. Irgendwie hätte ich mir keinen besseren Schluss für dieses Album vorstellen können und es mag vielleicht auch sein, dass dieser Track extra dafür produziert wurde, um am Ende von „Blaze Of Glory“ angehängt zu werden…ich glaube, dass werden wir eh nie herausbekommen…die Wahrheit ist irgendwo da draußen (hier die Titelmusik von Akte-X anstimmen! *g*)….


Boah, so schnell kann 1 Stunde vergehen. Denn so lang sitze ich schon an diesem Bericht dran. Und ich muss jetzt wirklich zugeben, dass diese einzelne Trackbeschreibung wirklich nervenzerreisend und anstrengend ist. Aber ich werde weiterhin auf diese Art meine Alben-Berichte gestalten.

Im Großen und Ganzen ist das ein solides Album von Jon. Man muss sich ja auch vorstellen, dass jeder Song von ihm geschrieben und er zum Teil auch mitproduziert hat. So viele Ideen würden mir zu einem Western gar nicht einfallen, deshalb entschuldige ich auch die Kürze dieses Albums, welches 1990 erschienen ist.

Die Qualität lässt hier und dort zu wünschen übrig, aber dies lässt sich durch die damaligen technischen Gegebenheiten leicht entschuldigen und fällt bei mir deshalb nicht in den Punkt „Kontra“ herein. Vielmehr möchte ich ein großes Lob aussprechen, dass dieses Album einen selbst 13 Jahre nach Veröffentlichung überzeugen kann und auch mich jungen Spross hier und dort vom Hocker gerissen hat.

Zwar ist dieses Album ein Solo-Projekt von Jon, aber trotzdem freue ich mich auf neuen Bon-Jovi-Stoff, auf die kommende Bon-Jovi-Tour und ich hoffe insgeheim, dass ich irgendwann mal „Santa Fe“ live hören werde…das ist echt ein Traum.

Neben „Santa Fe“ haben mich die Tracks „Blaze Of Glory“, „Blood Money“ und „Bang A Drum“ überzeugt, und damit wirklich jeder Rock-Fan mal in den Genuss dieses Albums kommt, spreche ich auch eine Kaufempfehlung aus. Die Wertung von drei Sternen empfinde ich persönlich als gut. Mehr Sterne sind nicht drin, da mit „These Days“ und „Keep The Faith“ Alben warten, die auf ihre Bewertungen warten, ich jedoch jetzt schon sagen kann, dass diese mehr wie drei Sterne bekommen werden.

Ich hoffe, ich konnte euch de Flair der einzelnen Stücke gut „verkaufen“, aber es würde mich persönlich mehr freuen, wenn ihr euch durch meinen Bericht ein eigenes, vielleicht besseres Bild über dieses Album machen würdet!

Vielen Dank für’s Lesen meines mit 2.235 Wörten und 13.736 Zeichen bestückten Berichts und ein Riesenlob an alle, die es ausgehalten haben, den Bericht bis zum Schluss zu lesen! :-)

Euer cskendras

PS: Schnell-Klicker haben eindeutig was verpasst…

37 Bewertungen, 5 Kommentare

  • Iris1979

    20.06.2008, 21:26 Uhr von Iris1979
    Bewertung: sehr hilfreich

    Super Bericht. LG Iris

  • frankensteins

    24.05.2008, 20:34 Uhr von frankensteins
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr gute Beschreibung lg

  • misscindy

    10.05.2008, 00:42 Uhr von misscindy
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein sehr schöner Bericht, lg Sylvia

  • try_or_die87

    08.05.2008, 23:54 Uhr von try_or_die87
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße aus Regensburg

  • Striker1981

    04.05.2008, 14:02 Uhr von Striker1981
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH und liebe Grüße sagt der STRIKER`