Blizzard Beach in Disney World Orlando Testbericht

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Erfahrungsbericht von Joebln

The Douple Dipper makes you shout out loud

Pro:

tolle Idee perfekt umgesetzt, Attraktionen für Groß und Klein

Kontra:

heiße Wege und Treppen, langes Anstehen, enge Liegeflächen

Empfehlung:

Ja

Der \"Blizzard Beach\" ist einer von 3 Disney Wasser- oder Badeparks in Disney World Orlando. Wir haben ihn 2 Mal besucht, da er mir vom Thema her am besten gefallen hat und sich das beim ersten Besuch auch bestätigt hatte.

Die Anfahrt
Kann sich etwas schwierig gestalten. Denn der Park ist auf den Bundesstraßen nicht ausgeschildert. Es empfiehlt sich also, irgendwo aufs Disneygelände zu fahren und dort der Beschilderung zu folgen. Natürlich fährt auch der Disney Transport dort hin.
Wenn man sich dem Park dann endlich nähert, kann man ihn kaum noch verpassen, denn von weithin sieht man schon die vereiste Bergkuppe mit der Ski-Schanze drauf.

Vor dem Eingang befindet sich die Bushaltestelle für den Disneytransport und der übliche riesige Parkplatz. Wer früh kommt, findet natürlich noch Platz in Eingangsnähe. Das Parken selbst ist kostenlos.
Der Eintritt zum Park hat beim letzten Besuch rund 30USD gekostet.
Es gibt allerdings keine Rabattkupons und auch keinen Nachlass für AAA Members.
Eventuell gibt es aber Kombitickets mit anderen Disneyparks.

Organisatorisches
Wer dann also den Eintritt erledigt hat, sollte sich am besten aufteilen. Denn es geht schlicht darum, einen schönen Platz für sich und seine Familie zu bekommen, der auch den ganzen Tag zu genießen ist.
Die Sonne wird vermutlich auch bei Eurem Besuch erbarmungslos brennen, und so muß man also drauf achten, seine Liegen auch im Schatten zu bekommen.
Des weiteren fand ich die Flächen mit Liegen sehr knapp bemessen. So liegt man teilweise enger als auf Malle. Na gut, wir waren ja immer nur zum Aufwärmen oder Ausruhen am Platz. Somit ging es.
Während also der erste mit den Amis nach guten Plätzen um die Wette rennt, kümmert sich der andere ums leibliche Wohl.
Kurz hinter dem Eingang befinden sich die Umkleiden. Seine Wertsachen und eventuell auch die Kleidung sollte man in einen der Schränke einschließen. Schlüssel kosten 5-7USD pro Tag.
Wer keine eigenen Handtücher mitbringen möchte, kann dann auch gleich noch eines für 1USD mieten.
Für (damals) 10USD bekommt man einen großen Becher mit Deckel und Trinkhalm. Mit Hilfe eines Strichcodes kann man so an diversen Stationen den ganzen Tag frei Getränke zapfen. Das ist natürlich sehr für Kinder zu empfehlen. Wir hatten eine Kühltasche mit Wasser dabei und haben uns dann zum Mittag auch mal ein Menü mit Cola gegönnt.

Da wir gerade beim Essen sind: Im Eingangsbereich gibt es eine Fast Food Hütte. Das schien mir die einzige Nahrungsquelle im ganzen Park zu sein.
Die Menüs entsprechen dem amerikanischen Klischee: Fritten und Burger oder Hähnchen und dazu Cola. Das ganze kostet 9USD. Aber es hat auch niemand etwas dagegen, wenn Ihr eigenes Essen mitbringt.

Im Eingangsbereich gibt es dann noch ein paar kleine Geldschneider wie z.B. einen Tattooaufmaler, einen kleinen Shop, einen Zöpfchenflechter usw.

Die Attraktionen
Sind ja eigentlich das, weswegen man diesen Park besucht.

1. Cross Country Creek
Für mich das Schönste ist, dass der gesamte Park mit einem kleinen Fluss umgeben ist, auf dem eine ständige Strömung herrscht. An etlichen Aus- und Einstiegspunkten befinden sich größere und kleinere Gummireifen, auf denen man sich stundenlang durchs Wasser treiben lassen kann oder einfach schnell und gut gekühlt zu den einzelnen Attraktionen kommt.
Während des Trips auf dem Fluss muß man allerdings mit einigen (kalten) Überraschungen rechnen.
Hier - wie auch an jeder anderen Attraktion – sitzt alle paar Meter ein Rettungsschwimmer am Rand und sorgt für Sicherheit und Ordnung. Eltern können also ihre kleinen unbesorgt auch mal unbeobachtet rumtoben lassen.

2. Slush Gusher
Das Zentrum des Parks bildet natürlich der Mount Gushmore, den man über Treppen oder mittels eines Skiliftes erreicht. Hier auf dem höchsten Punkt befinden sich auch die drei schärfsten Rutschen. Einmal geht’s über diverse Hügel abwärts, ein anderes Mal ist die Rutsche so steil, dass man nahezu in freien Fall gerät.
Das ist ja alles nicht so mein Ding, daher kann ich nicht sagen, wie es ist. Aber es sieht von unten atemberaubend aus und erfordert viel Geduld beim Anstehen.

3. Downhill Double Dipper (wer erfindet bloß solche Namen??)
Eine Etage tiefer befinden sich auch noch drei nette Rutschen. Zum einen greift man sich eine Art Teppich und kann sich auf einer offenen mehrspurigen Bahn - wie man sie aus diversen Freizeitparks kennt – kopfüber auf einer Huckelpiste in die Tiefe stürzen.
Zum anderen erhält man nach dem Anstehen wieder einen Reifen und saust damit eine geschlossene Röhre runter, die ein paar Überraschungen enthält, die viele zum lauten Kreischen animiert hat *hihi*
Und als letztes gibt’s noch drei Parallelbahnen, die man auch wieder kopfüber erobern kann. In fast geschlossenen Kanälen, die an Gletscherausläufer erinnern sollen, bekommt man massig Speed und kann mit Freunden um die Wette rutschen.
Alle drei Rutschen sind klasse und machen richtig Spaß, ohne dass einem vor Angst der Magen abhebt.

4. Melt Away Bay
Am Fuße des Berges befindet sich ein riesiges Becken mit periodischem Wellenbad (Berliner kennen das überdacht aus dem SEZ) und riesigem Sandstrand. Da kommt fast Karibik Flair auf.
Neben diesem Karibik Becken befindet sich das Kinderland.
Mit kleinen Rutschen und flachen Becken wird hier auch an die Jüngsten gedacht.

5. Ski Patrol
nennt sich ein Übungsgelände für Teenies, dass nicht nur auf Baden, sondern auch auf Geschicklichkeit und Kraft setzt. Hier kriegt man seine Kinder bestimmt müde!

6. Team Boat Springs
Das ist eine eigentlich bekannte aber auch immer wieder witzige Attraktion, bei der sich mehrere Leute in ein rundes Schlauchboot setzen und im Wasser auf Serpentinen den Berg runterrauschen. Hier ist es natürlich Ziel, besonders nass zu werden. Und das ist mit all den Stromschnellen, Wasserfällen und Höhlen kein Problem. Die Fahrt ist herrlich - nur leider viel zu kurz.

7. Runoff Rapids
Auch hier gibt es wieder große Reifen, auf denen man eine der drei ellenlange Rutsche alleine oder zu zweit hinabsausen kann.
Und hinabsausen meine ich dabei wörtlich. Ihr kennt diese Rutschen aus den gängigen Spaßbädern. Wer sich hinlegt, kriegt Megaspeed, so dass man sich bald überschlägt.
Zwei der Rutschen sind offen und man bekommt einen Affenzahn drauf. Eine ist vollkommen geschlossen und dunkel!.
Wow - richtig spaßig. Leider mussten wir hier am längsten anstehen.

Tipps: Badeschuhe sind ein Muss – Die Steinwege und Treppen werden während des Tages extrem heiß, so dass man kaum noch barfuss drauf laufen kann. Und die Badeschuhe kann man beim runterrutschen dann auch gleich anlassen.
Sonnenmilch mit mindestens LSF30 ist auch für Leute zu empfehlen, die sonst keinen Sonnenbrand bekommen. Alle anderen sollten noch höher nehmen. So hübsch und dicht der Park auch bepflanzt ist und Liegeplätze im Schatten bietet – wer den ganzen Tag rumtollt ist auch den ganzen Tag in der Sonne!!
Ich empfehle ein altes T-Shirt zum Überziehen und Baden um die Mittagszeit sowie einen Hut/Basecap.
Wertsachen nicht liegen lassen. Essen und Trinken kann, aber muss man nicht mitbringen.
Einige Handtücher zum Trockenrubbeln sind noch empfehlenswert.
Übrigens: zu den meisten Attraktionen muß man Treppen erklimmen und anstehen – mehrfach, wenn man was erleben will! Der Park ist also nur was für Leute, die gut zu Fuß sind und sich nicht stören lassen, wenn sie schon mal ewig in praller Sonne und brütender Hitze für 10sec Spaß anstehen müssen.

Die Öffnungszeiten schwanken zwischen 10 und 17 oder 18Uhr

Fazit: Ich finde den Park total toll. Die Idee ist witzig und - wie üblich bei Disney – perfekt umgesetzt: Alle Attraktionen und Gebäude sind mit Kunstschnee, Eiszapfen und Ski dekoriert oder erinnern an Almhütten und ähnliches. Dazu gibt’s bayrische Volksmusik auf Deutsch in Abwechslung mit karibischem Reggae.
Einfach nur herrlich und ein Muss für alle Badenixen!

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