Blueberry und der Fluch der Dämonen (DVD) Testbericht
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Erfahrungsbericht von BelgiumKing
Dieser Western ist so ätzend wie ein GRIFF INS KLO !!!!!!!!!!!!!!!!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Blueberry ist solch ein Held, der auf einer Comic-Reihe der Franzosen Jean Moebius Giraud und Jean-Michel Charlier basiert und nun verfilmt wurde. Die DVD hielt 2005 Einzug auch in Deutschland...
@@@ SHORTCUTS Film und DVD @@@
BLUEBERRY und der Fluch der Dämonen
Frankreich 2004
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Darsteller: Vincent Cassel, Michael Madsen, Juliette Lewis
Regie: Jan Kounen
Musik: Jean-Jacques Hertz François Roy
Format: Dolby, Surround Sound, PAL
Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.1) Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9
Mein bezahlter Preis: 15,99 Euro im August 2005
@@@ STORY @@@
Der junge Blueberry (Vincent Cassel) wird zur besseren Erziehung zu einem Ziehvater in den rauen Westen gesteckt. Dort muss er richtig arbeiten und hat wenig Zeit für Flausen im Kopf. Doch zieht es ihn auch gelegentlich in eine kleine Stadt, nahe der Farm, wo er lebt.
Eine hübsche Lady aus einem Saloon hat es ihm angetan. Der Begriff Prostituierte wird hierbei gerne unter den Tisch fallen gelassen, doch ist sie einer der Damen, die auch im Wilden Westen dem horizontalen Gewerbe nachgehen. Ohne finanzielle Interessen findet die Nebendarstellerin Mike Steve Blueberry süß und entjungfert ihn kurzerhand.
Doch es bleibt ein kurzes Glück, denn der kaltblütige Bandit Wally Blount (Michael Madsen) taucht auf und fällt über das Mädchen her. Der verblüffte Blueberry will ihr helfen, fängt sich eine gebrochene Nase ein (Gebrochene Nase ist später sein Name bei den Indianern) und die junge Lady kommt im Kugelhagel um. Das Zimmer brennt durch eine umgefallene Petrolaumlampe lichterloh. Blueberry jagt aus der kleinen Stadt hinaus und wird später in ernstem Zustand von Indianern gefunden und gesund gepflegt.
Viele Jahre später wird Blueberry Marshall einer kleinen Stadt namens Palomito. Er hat einen Blutsbruder, Runi, ein Indianer und Schamane in einer Person. Unerwartet taucht nach diesen vielen Jahren Wally Blount wieder auf. Der Verbrecher ist auf der Suche nach El Rio, einer alten Karte, die zu einer geheimnisvollen Goldmine führen soll. Auch in Palomito wütet Wally Blount blutig und bringt Blueberry auf seine Spur.
Eine Jagd durch das karge Land beginnt, und Blueberry wird nicht nur von Runi, dem Schamanen, sondern auch von der couragierten Sängerin Maria (Juliette Lewis) begleitet. Blueberry jedoch ist nicht nur Jäger, sondern auch Gejagter ... Gejagter seiner eigenen Dämonen und Erinnerungen...
@@@ ÜBER DEN FILM @@@
Man darf ruhig von einem Fantasy-Western reden, denn dieser Film hat wenig gemein mit dem althergebrachten Western. Teils werden Landschaften imposant in Szene gesetzt, teils wird einfach - tatsächlich - ins Unbewusste und in die Psyche des Blueberry geschaut.
Hierzu bedient sich der Regisseur auch gerne einiger absurder Bilder, die so technisch und mechanisch ausschauen, als hätte er sie bei Alien oder Star Treck ausgeliehen.
Die schlüssige Handlung der Gute jagt den Bösen erstreckt sich über knapp 120 Minuten. Interessant aber wäre mit der Zeituhr mal zu stoppen, wie viel Zeit davon in Schamanismus und indianischem Unterbewusstheitszauber untergehen.
Die Formel gut gegen böse ist hier das normale Muster, aber die Story als solches bleibt recht dünn. Auch die gekonnte Hintergrundmusik und die imposanten Bilder können das nicht weglügen.
Der kompletten Story fehlt jede Spannung. Mehr verrate ich nicht...
@@@ ÜBER DIE HAUPTDARSTELLER @@@
Juliette Lewis war im Vorfeld (m)ein Grund, eine Schwäche in dem Film zu sehen. Diese Darstellerin konnte mich bislang noch nie überzeugen. Gut aussehend, aber nicht mein Typ, sollte das sekundär sein. Und aus der Darstellerin wurde der erste von drei schauspielerischen Flops: sie ist vom Typ her zu weich, u die Rolle einer harten Westernlady zu spielen, ein Typ à la ich-tu-keiner-Fliege-etwas-an. Der Western-Style im Kleid steht ihr blendend, doch in der Steppe wirkt sie so deplaziert wie Angela Merkel im Bett von Gerhard Schröder. Unabhängig von der eh trägen Handlung begann mich die Darstellung der Maria durch Juliette Lewis daher schnell an zu nerven.
Und dann Michael Madsen als Bösewicht... Schmierig genug und entsprechend böse ist der Darsteller durchaus. Der deutschen Ausgabe in Kino und DVD kam zudem die blendende Synchronstimme zugute. Und doch bleibt Madsen recht farblos. Wie war das mit Henry Fonda als Bösewicht in Spiel mir das Lied vom Tod des Sergio Leone? Da war eine echte Bosheit und eine blendende Ausstrahlung als gemeiner Kerl, den die Welt hasst ... oder zumindest der Wilde Westen hasst. Madsen, so Leid es mir tut, wirkt bestenfalls wie ein böser Eierdieb, der einen Revolver gefunden hat und damit durch die Gegend ballert. Obwohl ich diesen Schauspieler mag, war ich enttäuscht, wie ausdrucklos er die Rolle des Gauners spielt, der über Leichen geht.
Und nun - leider - der SUPERFLOP: ich bin seit jeher begeistert von dem Schauspieler Vincent Cassel, den ich immer wieder gerne in seinen Rollen in Die purpurnen Flüsse oder Pakt der Wölfe sehe. Ich würde ihn sogar auch einen Darsteller mit enormen Ausstrahlung bezeichnen.
Aber in Blueberry als Blueberry geht er gnadenlos unter. Das Original aus dem Comic ist nicht unbedingt attraktiv, aber prägnant in seiner Ausstrahlung. Zweifellos bedurfte es der Suche nach einem Darsteller, der dies verkörpert. Cassel, und ohne Zweifel ein von mir sehr geschätzter Darsteller, geht in dieser Rolle unter. In seiner ganzen Darstellung des Marshall Blueberry wirkt er ausdruckslos. Western steht ihm offenbar ebenso wenig wie ein Cowboy-Hut. Auch sein Talent als Schauspieler kompensiert leider nicht, dass er in der Rolle des Blueberry recht dünn herüberkommt.
Sonstige Schauspieler: der Rest - quasi Nebendarsteller - kann ebenfalls nicht überzeugen. Es wirkt gestelzt, es wirkt verkrampft. Nichts wirkt so, dass es an einen Western erinnert.
Nur bei den Darstellern der Indianer ist dem Casting-Team, dem Regisseur und den Kollegen der Schminke ein guter Wurf gelungen. Wenn etwas den Film überhaupt retten könnte, dann wären es die faszinierend agierenden Rothäute...
@@@ WARUM... @@@
... ich diesen Film nicht empfehlen kann: knappe 16 Euro für einen Film mit wenig Western und nicht überzeugenden Schauspielern sind schlicht eine Fehlinvestition gewesen. Aus den beschriebenen Gründen ist es diese Art Film, die man sich einmal und nie wieder anschaut. Darum kann ich den Film als Kauf-DVD NICHT empfehlen.
Auch die imposanten Landschaftsaufnahmen und -perspektiven trösten über die 16 Euro teure Fehlinvestition nicht weg.
Das Making Of mag indes ganz interessant als Bonus auf der DVD sein, aber es ist ebenfalls wenig überzeugend ...einfach eine Sammlung von Szenen, wie der Film entstanden ist.
Wäre die Story besser aufbereitet, würde es wenigstens (teilweise) kompensieren, dass die Darsteller in ihren Rollen irgendwie unpassend erscheinen. Wenn aber nicht einmal der Hauptdarsteller des Blueberry sein Rolle ausfüllt, dann wird es schwer, diesen Film in irgendeiner Weise zu empfehlen.
Wer die Jahrzehnte schon existente Comicserie kennt, wird ein Problem haben, Gefallen an der Echt-Verfilmung zu finden. Wer indes Blueberry als Comic nicht kennt, wird zumindest über die wenig westernhafte Verfilmung stolpern. Diese Technik-Tricks im schamanischen Bereich der Blueberriy'schen Unterbewusstsein, wirken albern und wie aus einem Science-Fiction entliehen. Das Experiment mag gestattet sein, ist aber fehlgeschlagen.
Fazit: 3 Euro Risiko für die Verleihgebühr in einer Videothek mag ich gerne als erträglich betrachten. Aber Kaufen ...und das für locker 15 bis 16 Euro... kann ich bei bestem Wissen und Gewissen nicht empfehlen.
Da schau ich mir doch lieber zum x-ten Mal den Klassiker Spiel mit das Lied vom Tod an...
JL (für yopi und ciao)
18 Bewertungen, 6 Kommentare
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26.04.2006, 11:01 Uhr von phobee
Bewertung: sehr hilfreichsuper bericht! lg, pia
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25.04.2006, 23:13 Uhr von bodspy
Bewertung: sehr hilfreichsuper ausführlich mal wieder ;) klasse Leistung.. weiter so lg rene
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25.04.2006, 20:53 Uhr von schnekuesschen
Bewertung: sehr hilfreichKlasse Bericht...LG Sandy :-)))
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25.04.2006, 20:53 Uhr von SeriousError
Bewertung: sehr hilfreich<b>Ein "sehr hilfreich" von mir für diesen tollen Beitrag. :o) Gruß SeriousError!</b>
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25.04.2006, 20:31 Uhr von kolibri850
Bewertung: sehr hilfreichIch glaube den tu'e ich mir nicht an, sogar die 3 Euro für die Leihothek sind mir zuviel, Gruß Michael
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25.04.2006, 20:28 Uhr von Mogry1987
Bewertung: sehr hilfreichFür den Berichte gibts ein SH ;) LG Stefanie :)
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