Ravensburger Bluff Testbericht

Ravensburger-bluff
ab 15,21
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Summe aller Bewertungen
  • Präsentation:  sehr gut
  • Spaßfaktor:  sehr hoch
  • Spielanleitung:  sehr gut
  • Wird langweilig:  nie

Erfahrungsbericht von bibogg

Wer hat ein gutes Pokerface

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Heute will ich Euch über eins der Lieblingsspiele meine Juz Besucher informieren (Juz heißt Jugendzentrum und ich bin in einem solchen Honorakraft). Ich habe es irgendwann mal im Spieleschrank entdeckt, und da ich es kannte und gut fand ein paar Jungs (die Mädels spielen irgendwie net gerne) mitspielen gesucht. Waren wir in der ersten Runde auch nur 3 oder 4 waren spätestens in der 3 Runde alle Würfelbecher in Gebrauch. Aber worüber schreibe ich eigentlich gerade?? Ich schreibe über das Spiel Bluff. Allerdings nehmt meine Angaben zu Farbe und Aufteilung des Spielbretts nicht so ganz ernst, denn ich besitze das Spiel nicht selbst, und muß alles aus dem Kopf beschreiben, und wie das so ist, leide ich gerade heftig unter Gedächtnisschwund.

Wie schon erwähnt ist Bluff ein Würfelspiel, und das wichtigste an diesem Spiel sind die Würfel und die Würfelbecher. Es gibt insgesamt 6 Becher, die jeweils mit 5 Würfeln gefüllt sind, also sind es insgesamt 30 Würfel. Stimmt nicht ganz, denn es kommt noch ein Würfel dazu, der sich farblich von den anderen unterscheidet. Aber erstemal zurück zu den Würfelbechern. Sie sind nicht so schmal wie normale Würfelbecher, sonder ein wenig bauchig, daß man im Prinzip eine ovale Halbkugel in der Hand hält (an alle Mathebegabten, wie heißt denn eine Kugel, die nicht von jedem Punkt ihrer Hülle den selben Radius hat??) deren oberes Ende aber abgeflacht ist. Ich würde behaupten die Öffnung ist breiter als bei einem gewöhnlichen Becher. Der Becher liegt gut in der Hand (jedenfalls in meine, wie es bei Kindern aussieht weiß ich nicht).
Nun zu den Würfeln, sie sind ein wenig anders als andere. Mal davon abgesehen, daß sie sich von den beliebten weißen Würfeln in der Farbe unterscheiden, sie sind nämlich in einem sonnigen Gelb gehalten, besitzen sie auch keine 6. An deren Stelle finden wir auf diesem Würfel einen Stern vor.
Jetzt kommen wir zu dem, was meine ganze Erinnerungsfähigkeit beansprucht, und ich gerade kläglich versage. Kennt ihr das, ihr habt was schon hundert mal gesehen, aber wenn ihr es beschreiben sollt seit ihr Euch nicht mal bei der Farbe sicher?? Nicht unbedingt typisch für ein Würfelspiel ist das Spielbrett. Es ist länglich, und wenn ich mich richtig erinnere in einem grünlichen Blau gehalten, man könnte auch sagen Türkis. Am Rand befinden sich hell türkisene Felder, die im Uhrzeigersinn mit weißen Zahlen von 1 bis (ich glaube) 27 beschriftet sind. Nach dem ersten türkisenen und dann jeweils alle zwei türkisenen Felder ist ein violettes dazwischen. Auf diesem ist ein Stern und auch im Uhrzeigersinn die Zahlen 1-10. In der Mitte des Spielbrettes ist ein Schachbrettartiges Muster. Hat aber eigentlich wenig Bedeutung für das Spiel, dort sollen nur die ausgeschiedenen Würfel aufgereiht werden. Wer es aber mal ne zeit lang gespielt hat wird sie einfach ohne große Ordnung in die Mitte legen.

Jetzt zu den Regeln. Alle Teilnehmer würfeln gemeinsam und schauen sich ihren (und zwar nur ihren) Wurf an. Jetzt ist einer dran (muß halt vorher ausgemacht werden) der einen Tip abgibt, danach geht es dann im Uhrzeigersinn weiter. Einen Tip abgeben heiß, er schätzt, wieviel Würfel mit einer bestimmten Zahl im Spiel sind, natürlich indem er sich daran orientiert, Wieviel Würfel insgesamt im Spiel sind und wie sein Wurf aussieht. Also wir gehen jetzt davon aus, es ist die aller erste Runde, alle haben noch 5 Würfel, es spielen 6 Leute mit und der, der als erstes dran ist hat 3 Fünfer, eine 2 und eine 1 gewürfelt. Jetzt weiß er, es sind auf alle Fälle 3 Fünfer im Spiel, und kann jetzt rein aus Gefühl heraus Schätzen, wieviele seiner Mitspieler auch noch eine oder mehrere Fünfer haben. Er kommt zu dem Schluß, daß insgesamt mindestens 6 Fünfer im Spiel sind und markiert dies auf dem Spielplan. Das macht er folgender maßen. Er nimmt den andres farbigen Würfel und legt ihn auf das türkisene Feld mit der 6 den Würfel dreht er dabei so, daß die 5 nach oben zeigt. Also die Zahl des Feldes zeigt immer die Anzahl der Würfel an, die Zahl des Würfels, welche Zahl gemeint ist. Nun ist der nächste dran. Er hat zwei Möglichkeiten, entweder er rückt den Würfel mindestens ein Feld weiter, kann dabei aber die Zahl für die er steht neu wählen, oder er zweifelt an, daß 6 Fünfer im Spiel sind, dann heben alle den Becher hoch, und es wird gezählt, wieviel Fünfer wirklich im Spiel sind. Hätte der erste Spieler keine 5 Sondern eine 3 gewählt hätte der nächste Spiele auch noch die Möglichkeit gehabt, den Würfel auf dem Feld mit der 6 liegen zu lassen, aber den Würfel auf eine höhere Zahl (in diesem Fall 4 oder 5 zu drehen).
Bevor ich zu der Abrechnung komme werde ich aber erst noch sagen, was es mit den Sternen auf sich hat. Sterne haben zwei Bedeutungen. Entweder Zählen sie einfach als Sterne, oder sie Zählen als die Augenzahl die gerade gewünscht ist. In unserem Beispiel mit den Fünfen hätte also auch jeder Stern eines Gegenspielers als 5 gezählt. Wenn der nächste Spieler aber lieber 7 Vierer hätte haben wollen, dann wären aus den Sternen Vierer geworden.
Die Sterne gelten auch als Sterne, dafür sind die Violetten Sternfelder da. Ich kann den Würfe auf ein solches Feld legen und sage damit es sind z.B. 4 Sterne im Spiel. Das gemeine an den Sternfeldern ist, daß sie seltener vorkommen als die anderen, was bedeutet, wenn ich z.B. 5 Sterne biete ist das nächste Feld, was gewählt werden kann 10 Würfel irgendeiner anderen Zahl. So kann man das Spiel ziemlich schnell in die Höhe treiben.
Wenn jemandem ein Gebot zu unglaubwürdig erscheint, dann kann er es anzweifeln, sprich alle müssen jetzt offen zeigen was sie haben. Es werden nun alle Würfel mit der gewünschten Zahl plus alle Sterne gezählt (lag der Würfel auf einem Sternfeld werden natürlich nur die Sterne gezählt). Jetzt gibt es wieder drei Möglichkeiten. Die erste ist, der, der das Gebot abgegeben hat, hat sich überboten, sprich er hat mehr Würfel einer bestimmten Zahl geboten als wirklich im Spiel sind. Jetzt muß er die Anzahl von Würfeln in die Mitte legen, die der Differenz der Tatsächlichen Würfel zu seinem Gebot entspricht. Zweite Möglichkeit ist, der Bieter hat weniger Würfel geboten als tatsächlich im Spiel sind, dann muß der, der es angezweifelt hat, so viele Würfel in die Mitte legen wie die Differenz zwischen der Gebotenen Anzahl und der tatsächlichen beträgt. Sollt der Bieter genau richtig geboten haben, sprich sind genau so viele Würfel auch im Spiel wie er getippt hat, dann müssen alle Spieler Außer dem Bieter einen Würfel in die Mitte legen.
Nun Würfeln wieder alle und es beginnt eine neue Spielrunde. Jetzt fängt der an, der bei der Abrechnung recht bekam. Hatte also der Bieter Recht und es waren genauso viele oder mehr Würfel seines Gebots im Spiel, beginnt er, wenn nicht beginnt der, der aufgedeckt hat.
Natürlich wird das Spiel immer schwerer je weniger Würfel man selbst von denen hat, die im Spiel sind.
Dieses Spiel heißt übrigens nicht umsonst Bluff, man kann natürlich auch einen Tip abgeben mit einer Zahl die man selten oder gar nicht besitzt. Dann braucht man halt ein gutes Pokerface.

Ich habe dieses Spiele selbst mal auch einer Freizeit kennen gelernt und war sehr begeistert davon. Die Jugendlichen denen ich diese Spiel dann beigebracht habe teilten meine Begeisterung. Im Moment wird jeden offenen Betrieb geblufft was das Zeug hält. Das schöne an dem Spiel ist die einfache Spielidee. Wenn sich die Regeln auch erst mal schwierig anhören mögen, wenn man mal ein oder zwei Runden gespielt hat sind sie völlig klar. Außerdem ist es ein sehr schnelles Spiel. Man muß sich nur einmal heftig verschätzen und man kann alle seine Würfel auf einmal los sein.
Ein Nachteil ist meiner Meinung, daß das Spiel sehr laut werden kann, und gerade wenn man sich in einem Raum befindet, wo man sich vielleicht auch mal mit anderen unterhalten möchte kann das etwas nerven. Aber meistens hilft es schon, wenn man dann alle Beteiligten drauf hinweist, das sie auch gut würfeln, wenn sie den Becher nicht so auf den Tisch donnern.
Es ist auch kein so gutes Spiel zum mitnehmen, da es doch einen relativ großen Kasten besitzt und ich es auch nicht einfach so einzeln mitnehmen würde, so wegen Würfel verlieren und so. Aber natürlich könnte man das Spiel auch ohne Kasten transportieren, dann dürfte es eigentlich nur recht wenig Platz weg nehmen.
Zu den einfachen Regeln, die ich oben erklärt habe sind in der Bedienungsanleitung auch noch Erweiterungsregeln, die ich aber noch nie ausprobiert habe, die das Spiel aber bestimmt noch ein wenig spannender gestalten. Die Spielanleitung ist übrigens, wenn ich mich richtig erinnere auch sehr verständlich geschrieben.
Also Bluff ist alles in allem ein Spiel, was ich nur empfehlen kann. Leicht schnell und unheimlich fesselnd. Leider konnte ich nicht raus bekommen wieviel es kostet, da ich es weder bei Toys´r us.de noch bei Mytoys.de gefunden habe.

8 Bewertungen, 1 Kommentar

  • dani___

    29.04.2002, 23:04 Uhr von dani___
    Bewertung: sehr hilfreich

    Guter Bericht *lob* ciao die dani *;)