Bonsai Testbericht

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Erfahrungsbericht von Schilkschi

Bonsai - was ist das eigentlich?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Bonsai - was ist das eigentlich?

Nach einer Legende zogen sich der chinesische Dichter und Beamte Guen - Ming im 4. Jahrhundert nach Christus von den Staatsgeschäften zurueck und begann, Chrysanthemen in Töpfe zu pflanzen, dieses kleine Stück Natur in sein Haus zu holen und die Veranda zu stellen. Dies mag der Anfang der Topfpflanzenkultur gewesen sein.

200 Jahre später war daraus eine neue Kunst entstanden: Die Kunst des Bonsai.
Auf Gemälden der Tang Dynastie (618-906) sind Kiefern, Zypressen, Pflaumen, Bambus und Sageretin in Schalen gepflanzt zu sehen. Seit der Tang- Zeit gehören Bonsai zur chinesischen Kultur und sind heute fast überall in Asien zu finden.

Aus Japan, wo die Kunst, kleine Bäume nach dem Vorbild der großen zu gestalten, im Laufe der Jahrhunderte zur Vollendung gebracht wurde, stammt auch das Wort Bonsai: „ Bon “ heißt Topf, „ Sai “ heißt Baum. Die „ Größe “ der kleinen liegt meistens zwischen 20 und 70 cm.
In tropischen Klimazonen wie Südchina, Taiwan, Thailand, Singapur und Hong –Kong, werden Bonsai auch aus Pflanzen gezogen, die als Zimmerpflanze schon lange unsere Wohnräume schmücken, z.b. aus Gummibäumen, Carmonien und Bougainvillien.

Wir Europäer, die wir unsere Pflanzen liebvoll pflegen und hegen, kamen nie auf die Idee, ihnen ihre ursprüngliche For wiederzugeben. Vielleicht standen unserer Phantasie die Bilder der baumlangen Farne und 40 m hohen Gummibäume im Wege, denn diese Pflanzen hätten niemals auf unseren Terrassen oder in unseren Wohnungen Platz. Doch wissen wir, dass tropische und subtropische Pflanzen zwar in unsrem Wohnklima gut gedeihen, aber niemals „ In den Himmel wachsen “, sondern eher Zwergformen entwickeln.

Bei der Gestaltung eines Bonsais befolgen die Asiaten die Prinzipien des Zen:
Natürlichkeit, Einfachheit, Asymmetrie und die Konzentration auf das Wesentliche. Anhänger des Zen- Buddhismus suchen die Harmonie zwischen Mensch und Natur und verstehen die kleinen Bäume als religiöse Objekte und ihre Betrachtung als Meditationsübung.

Der Europäische Bonsai – Liebhaber, dem der religiöse Hintergrund fehlt und die Tradition der Meditation fremd ist, lernt mit seinen kleinen Bäumen, sich Zeit für ihre Betrachtung zu nehmen, schöpferisch formend und gestaltend in ihr Wachstum einzugreifen und sie dem Vorbild in der Natur in allem, außer der Größe, immer ähnlicher zu machen.

Gestaltung und Pflege eines Bonsai erfordern ein wenig Geschick. Wer aber mit Pflanzen ein glückliches Händchen hat, wird auch die Bonsai- Kunst schnell erlernen und viel Freude daran finden.

14 Bewertungen, 1 Kommentar

  • habitatskater

    04.06.2002, 22:14 Uhr von habitatskater
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr gute Meinung!!