Boogeyman - Der schwarze Mann (DVD) Testbericht

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ab 8,87
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Erfahrungsbericht von Scheinshaxe

Furchtlos erschreckend?!

Pro:

gutes Konzept, glaubwürdige Darsteller

Kontra:

miserable Umsetzung, unstimmige Handlung, katastrophaler Storyverlauf

Empfehlung:

Ja

Jede Ära erhält die Filme, die sie verdient. Blutrünstige Abschlachten und quälende Foltersequenzen gehören schon seit einigen Jahren zum Angebot der Kinokassen und freuen sich nach Bestsellern wie „Texas Chainsaw Massacre“ oder „Saw“, besonderer Beliebtheit. Doch auch Kindheitsängste spielen im Horrorgenre eine große Rolle.
Bereits im jungen Alter lassen wir uns von vielen, unerklärlichen und düsteren Dingen beeinflussen und manipulieren. So erschrecken uns nicht nur 8-beinige Spinnentiere oder blitzende Unwetter, sondern wir werden auch oft mit Fragen wie: „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann“, konfrontiert.

Dieser Ansatz hat sich auch die Ghost House Pictures Firma ans Herz gelegt, die bereits mit „The Grudge – der Fluch“ nicht gerade für Aufsehen sorgte. Mehr schlecht als recht, haben sie versucht, mit der Filmumsetzung „Boogeyman“ an diesem Thema anzusetzen und holten den Filmemacher Stephen Kay an Bord.
Stephen Kay ist in der Kinofilmgeschichte kaum ein bekanntes Gesicht. Neben „Boogeyman“ widerspiegelt „Get Carter“ seinen größten Kinoerfolg. Tiefsinnige Erfahrungen im Horrorgenre konnte er bis zu „Boogeyman“ nicht verzeichnen, was vielleicht teilweise am Misserfolg des Filmes beitrug.

Tim (Barrey Watson) wurde als Kind Nacht für Nacht von furchtbaren Ereignissen in seinem Schlafzimmer traumatisiert. Jahre später – Tim leidet immer noch unter schrecklichen Angstzuständen – erhält er von seiner Therapeutin den Rat, an den Ort des Geschehens zurückzukehren und sich seinen Ängsten zu stellen, die ihrer Meinung nach nur Einbildungen sind. Doch Tim weiß was geschah. Und die Geschichte vom „Boogeyman“ ist für ihn bereits ein Leben lang grausame Realität. Trotzdem kehrt er in sein früheres Zuhause zurück: Eine verfalle viktorianische Villa, deren Anblick bereits bei Tag das Blut in den Adern gefrieren lässt. Tim soll in dieser Spukvilla eine ganze Nacht verbringen, wobei es nicht lange dauert und der Horror nimmt seinen Lauf….

Wo das Drehbuch alles richtig macht, macht der Film alles falsch. Die Story (die sich anfangs wirklich noch recht außergewöhnlich anhört) verläuft sich im Film immer weiter, bis sie durch den unpassenden Schluss vollkommen den Geist aufgibt.
Zu Beginn ist der Zuschauer noch recht gespannt da er vieles hinterfragt (wer ist der schwarze Mann? was passiert mit Tim?). Doch zu einem bestimmten Punkt im Film ist der Zuschauer verloren und bleibt ratlos im Sitz zurück. Sequenzzusammenhänge scheinen unstimmig zu sein, Erklärungen fehlen, Hintergründe sucht man vergebens. Letztendlich bleiben Fragen offen und der Zuschauer muss sich die unerklärlichen Aspekte selber zusammenreimen.
Auch das Potential des Horrorgenres und der Figur des Schwarzen Mannes wird mehr als vernachlässigt. Wo bei Filmbestseller wie „The Others“ oder „Sieben“ mit außergewöhnlichen Ideen die Beine zu schlottern beginnen, fehlt jeder Einfallsreichtum in „Boogeyman“. Nur mit einfachen Stilmitteln wie stimmige Geräusche oder düsterer Kulissen, kommt das Bild eines Horrorfilmes auf.
Da können die Schauspieler, die trotz ihrer wenigen Kinoerfahrungen großes Können zeigen, kaum etwas gut machen. Barrey Watson, Emil Deschanel und einige mehr, zeigen ihr schauspielerisches Talent, als ängstliche Darsteller in einem (leider) schlecht inszenierten Horrofilmschinken, ein Gegensatz, den man hätte vermeiden können.

Schon fast beschämend zeigt sich die DVD. Wo die schlechte Kinokritik ihr Machtwort gesprochen hat, versucht man mit teilweisen schlechteren Bonusmaterialien, wie z.B. ein alternatives Ende, das angeschlagene Image zu verbessern. Auch die Interviews, geschnittenen Szenen, Storyboards oder Trailer zeigen kaum eine professionelle Wirkung. Wo die Kinoversion anfing, macht die DVD-Umsetzung munternd weiter.

Wer sich den Film ansieht, dem wird schnell klar, „Boogeyman“ gehört in vielen Aspekten zu den unterdurchschnittlichen Streifen des Horrors. Zwar erst spät, aber dadurch heftiger, merkt man, dass „Boogeyman“ kaum das Potential eines guten und ängstlichen Filmes bietet. Zwar bietet er in manchen erschreckenden Szenen kurz ein Angstgefühl, nachdem man aber merkt, mit welchen unprofessionellen Mitteln gearbeitet worden ist, kommt eher die Lächerlichkeit zum Vorschein.


>DVD-Infos<

Katergorie: Horror
Regie: Stepehn T. Kay
Darsteller: Barry Warson, Emily Deschanel, Lucy Lawless, Skye McCole Bartusiak, Tory Mussett
Drehbuch: Eric Kripke, Juliet Snowden, Stiles White
Kamera: Bobby Bukowski
Land: USA
Sprachen: Deutsch und Englisch
Untertitel: Deutsch und Englisch
Filmlänge: 1:25
Produktionsjahr: 2005
Preis: 10 €


>Fazit<
Leicht habe ich mich mit dem zusagendem Trailer und der glänzenden DVD-Box einschüchtern lassen und wirklich geglaubt, endlich einmal wieder einen netten Horrorfilm ansehen zu können, der mich um jeden Schlaf raubt.
Doch wie ich schon beschrieben habe, wird der Film bald umständlich kompliziert. Handlungen waren mir nicht klar, Fragen, die wirklich beantwortet hätten müssen, blieben ungeklärt. In vieler Hinsicht zeigt „Boogeyman“ einige Horroraspekte, wie gruselige Geräusche, dunkle und düstere Atmosphäre und Schauplätze. Doch das ist leider keine Entschuldigung für die weit aus miserabler Story, die sich anfangs so gut hätte entwickeln können.
Das Potential einer düsteren Gestalt nicht auszunützen finde ich mehr als unprofessionell. Wo viele meiner Lieblings (Horror-)film alles richtig machen, bringt „Boogeyman“ komplett durcheinander und stellt es mit unlogischen Szenen in ein dunkles Licht. Stephen Kay hat für mich sich leider im Genre geirrt und die Ghost House Firma zeigt mit „Boogeyman“ einen weitern Film, der nach „The Grudge“ leider keine großen Aussichten für einen stürmischen Erfolg hat.

„Boogeyman“ bleibt für mich leider ein Film, der tief unten in meiner DVD-Sammlung verstaut und nur dann angeschaut wird, wenn mir nach einem nichtunterhaltsamen Filmschinken ist. Eine geniale Idee, deren Umsetzung genau das Gegenteil bewirkt! Schade!

Danke fürs Lesen und Kommentieren!
LG Scheinshaxe :o)

36 Bewertungen, 13 Kommentare

  • Mondlicht1957

    11.08.2007, 16:49 Uhr von Mondlicht1957
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH LG Pet

  • LadySimara

    19.03.2007, 11:18 Uhr von LadySimara
    Bewertung: sehr hilfreich

    ~+~Liebe Grüße Steffi~+~

  • Sabate

    18.03.2007, 18:10 Uhr von Sabate
    Bewertung: sehr hilfreich

    Gruss, Todd

  • morla

    18.03.2007, 17:37 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • sandrad198

    18.03.2007, 16:18 Uhr von sandrad198
    Bewertung: sehr hilfreich

    **sh+lg** Sandra :o)

  • swissflyer

    18.03.2007, 16:09 Uhr von swissflyer
    Bewertung: sehr hilfreich

    Very hilfreich :o))

  • anonym

    18.03.2007, 15:23 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh :o)

  • bumbi3

    18.03.2007, 15:10 Uhr von bumbi3
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh! super Bericht! Gruß Steffi

  • Maximo01985

    18.03.2007, 15:03 Uhr von Maximo01985
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich LG

  • titus_1982

    18.03.2007, 14:26 Uhr von titus_1982
    Bewertung: sehr hilfreich

    :-) lg titus_1982

  • spidey06

    18.03.2007, 14:07 Uhr von spidey06
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schönen Sonntag! Freue mich über Gegenlesungen!

  • Mogry1987

    18.03.2007, 13:54 Uhr von Mogry1987
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr hilfreich =)

  • SenorSunrise

    18.03.2007, 13:20 Uhr von SenorSunrise
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH gruß SENOR