Boogeyman - Der schwarze Mann (DVD) Testbericht
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Erfahrungsbericht von LilithIbi
Oh Badewann', du grus'lig Ding....
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
....langsam aber sicher macht mir das nämlich Angst.
Zwar betritt man hier nicht wie bei „Constantine“ die Unterwelt; dafür aber schnappt sich der Boogeyman die nette Dame, die eben noch so lüstern im Wasser planschte.
Wie dem auch sei ~ nachdem der Frühling hereinbrach, die Sonne uns beglückt, die Blumen blühen und die ersten Schmetterlinge schmettern kann nur noch eines die pure Romantik toppen ~ ein wahrer Schwall von Horrorfilmen im Kino.
Es hat diesesmal auch nur 2 Wochen gedauert, bis ich meine Exkollegin soweit hatte ~ sie erbarmte sich, auf „Den Date-Doktor“ zu verzichten und ging mit mir in „The Boogeyman“. Ein Film, von dem ich eigentlich nicht viel gehört hatte ~ doch da ich schon beim Titel alleine dauernd an den Song „Schwarzer Mann“ von Terminal Choice denken musste und demnach mehr als eingestimmt war, dachte ich, dass man für 4 EUR Eintritt nicht viel falsch machen kann.
//DAS KINOERLEBNIS//
war an und für sich schon ein wenig lau, weil der Raum proppevoll war. Schulferien! Na was ein Glück dass es ganz egal hätte sein können welche Platzkarten wir ergatterten ~ es wimmelte nur so von spätpubertären Leutchen, die bei jeder 3. Filmszene kicherten, Kommentare streuten oder sonst wie nervten.
Glücklicherweise hielt sich das nach 20 Minuten dann doch noch in Grenzen; und ich konnte mich somit fast zu 85 % auf den Film konzentieren.
Auf den Film, der wirklich sehr gut anfing:
Der kleine Tim liegt abends in seinem Bettchen und hat wie so viele andere Kinder auch von seinem Vater die Geschichte des „Schwarzen Mannes“ gehört, der sich entweder im Wandschrank oder unter dem Bett versteckt. Auch Tims Zimmer wurde so geschickt eingerichtet, dass überall bedrohliche Schatten fallen ~ nach und nach verstaut Tim allerhand Utensilien in seiner Kommodenschublade; stößt dabei versehentlich sein Nachtischlämpchen um und verkriecht sich unter der Decke.
Ein Schatten fällt auf sein Bett..... doch es ist natürlich „nur“ sein Vater, der absolut nicht verstehen kann, warum sein Sohn sich so in die Hosen macht. Was, da soll einer im Schrank sein? Also bitte.
Vorführeffektmässig öffnet Paps die Tür ~ und schwupps! Kurz gesagt: nennen wir das ganze ein dramatisches Verschwinden eines Ungläubigen.
15 Jahre später hat sich Tim zu einem gutaussehenden jungen Mann gemausert; der zwar nach wie vor von Angstattacken heimgesucht wird, aber scheinbar doch ganz gut zurecht kommt. Zu hause hat er alle Schranktüren entfernt; ferner besucht er wohl eine Art „Kinderpsychiatrie“.....
Als er bei den Eltern seiner schnucken Freundin zu Besuch ist findet diese ihn auf den Boden hockend vor ~ und Tim versucht ihr zu erklären, dass er zu seinem Onkel fahren muss; da seine Mutter gestorben ist.
Kurz und gut ~ Tim macht sich auf den Weg zu seinem Heimatort; versichert sich selbst und später auch der kleinen Franny, die von ihm wissen will, ob es den Boogeyman wirklich gibt, dass er sich das ganze nur ausgedacht hat, weil er damit nicht klar kam, dass sein Vater die Familie verlassen hat.
Was mir schon hier nicht einleuchten wollte ~ wer um alles in der Welt ist so verrückt, in diesem Haus noch einmal übernachten zu wollen? Ein Fan von dieser Art Konfrontationstherapie war ich jedenfalls noch nie....
Tim hingegen durchwühlt über kurz oder lang Frannys Rucksack, den sie scheinbar bei ihm vergessen hat. Und spätestens als er die ganzen „Vermisst!“ Anzeigen in der Hand hält, hätte er doch etwas ahnen müssen.....
//ERGO//
Ich muss sagen, bis hier hin fand ich den Film wirklich spannend. Die Schockeffekte waren grandios; beinahe so genial, dass mir mein linker Kinonachbar fast auf dem Schoss gelandet ist. Und auch wenn ich mich eigentlich „nur“ aufgrund dessen erschrocken habe ~ „The Boogeyman“ schien ein wirklich guter Horrorstreifen zu sein. Fasziniert bin ich ohnehin immer von Dingen, wo sich auf einmal der Haupt- oder von mir aus Nebendarsteller fragt, was überhaupt passiert ist ~ oder beispielsweise in einen Wandschrank geht; nur um in einem anderen Haus unter dem Bett wieder hervorzukrabbeln.
Leider wurde dieser „Beam“-Effekt einige male zu oft eingesetzt ~ die Hoffnung, dass das ganze wenigstens noch einen Sinn a la „Tor zur Unterwelt“ machen würde, wurde nicht nur zerstört, sondern völlig ignoriert.
Mehr noch: es wirkte, als hätte der Filmmacher selbst vergessen, auf was er damit hinaus wollte. Reihen wir dieses event also ein in die laaaaaange Serie von Ungereimtheiten.
Ferner muss ich zugeben, dass es hier an jemanden fehlte, der das Zeug zum „derzeitigen Lieblingsdarsteller“ hatte. Soll heißen: wir alle kennen vermutlich den Effekt, dass man vor dem Bildschirm sitzt und nahezu mitfiebert; dass man demjenigen welchen zurufen möchte „pass auf“, „lauf“ oder sonstiges. Doch irgendwie fehlte diese Person hier ~ als Jessica in der Badewanne „verschwand“ war ich noch nicht mal „böse“ auf Tim, dass er nur halbherzig wieder versuchte, sie wieder herauszuziehen.
Hachja, muss Liebe schön sein....
Trotzdem hätte der Film nicht ganz so mies enden müssen.
Ja, mies.
Es hat mich schon bei Stephen King’s „Dreamcatcher“ geärgert, dass es im Endeffekt mal wieder so einfach war, den Dämon zu besiegen. Es scheint vermehrt so zu sein, als würde der Autor sich noch Mühe geben, sehr viel Spannung aufzubauen ~ doch dann erschrocken feststellen, dass ihm für den "Sieg des guten" nur noch 5 Minuten bleiben. Also hopphopp, irgendeinen Zauber daher (der ähnlich albern ist wie LaVeys Liebeszauber, dass aber nur am Rande); und gut ist.
~ Wo sind diese umständlichen Prozeduren geblieben, die noch bei „Der Exorzist“ benötigt wurden? Sicher, ein halbstündiges „verschwinde du Dämon“ kann auch nervig sein ~ aber wenn man dem doppelteutig Bösen einfach nur mal ins Gesicht gucken muss und ihm eine Spielzeugfigur entgegenhält.... dann finde ich das nicht nur grotesk, sondern mehr als albern.
Es hätte mich ein wenig getröstet, wenn sich der Wandschrank doch noch mal aufgetan hätte und die „Retter der Wandschränke“ ebenfalls verschwunden wären.
Oder wenn kitschigerweise die ganzen verschwundenen Kinder, die immerhin auch mal kurz mitspielen durften, um sich hilfesuchend an Tim zu krallen, noch mal aufgetaucht wären.
Von mir aus in einer Art billigem Abklatsch vom „Geisterhaus“, wo die Seelen in den Himmel fahren.
Doch hier ~ niente.
Was bleibt, ist ein leergefegtes Kinderzimmer, eine Verstimmung des Kinogängers und viele offene Fragen. Von mir aus auch die, ob „The Saw“ nicht doch besser gewesen wäre.
Aller Kritik zum Trotz muss ich aber dennoch sagen, dass ich mich nicht wirklich geärgert habe. Ich habe schon schlechtere Filme gesehen, und hier konnte man über ¾ des Streifens nicht wirklich meckern. Klar, ich hätte mir noch einige „Updates“ gewünscht; aber für die 4,00 EUR die ich bezahlt habe hat es sich irgendwie dann doch wieder gelohnt.
Hätte ich den Film hingegen an einen Nicht-Kino-Tag (also für 8,00 EUR) gesehen ~ dann hätte ich hier wohl evtl. noch einen halben Stern abziehen wollen.
Da das aber ohnehin nicht möglich ist ~ ein Hoch auf jeden Dienstag!
Zu guter letzt eine Beichte: wenn es mir möglich sein sollte, den Film noch mal umsonst anschauen zu dürfen: ich würde es wohl auch noch mal tun.....
Zwar betritt man hier nicht wie bei „Constantine“ die Unterwelt; dafür aber schnappt sich der Boogeyman die nette Dame, die eben noch so lüstern im Wasser planschte.
Wie dem auch sei ~ nachdem der Frühling hereinbrach, die Sonne uns beglückt, die Blumen blühen und die ersten Schmetterlinge schmettern kann nur noch eines die pure Romantik toppen ~ ein wahrer Schwall von Horrorfilmen im Kino.
Es hat diesesmal auch nur 2 Wochen gedauert, bis ich meine Exkollegin soweit hatte ~ sie erbarmte sich, auf „Den Date-Doktor“ zu verzichten und ging mit mir in „The Boogeyman“. Ein Film, von dem ich eigentlich nicht viel gehört hatte ~ doch da ich schon beim Titel alleine dauernd an den Song „Schwarzer Mann“ von Terminal Choice denken musste und demnach mehr als eingestimmt war, dachte ich, dass man für 4 EUR Eintritt nicht viel falsch machen kann.
//DAS KINOERLEBNIS//
war an und für sich schon ein wenig lau, weil der Raum proppevoll war. Schulferien! Na was ein Glück dass es ganz egal hätte sein können welche Platzkarten wir ergatterten ~ es wimmelte nur so von spätpubertären Leutchen, die bei jeder 3. Filmszene kicherten, Kommentare streuten oder sonst wie nervten.
Glücklicherweise hielt sich das nach 20 Minuten dann doch noch in Grenzen; und ich konnte mich somit fast zu 85 % auf den Film konzentieren.
Auf den Film, der wirklich sehr gut anfing:
Der kleine Tim liegt abends in seinem Bettchen und hat wie so viele andere Kinder auch von seinem Vater die Geschichte des „Schwarzen Mannes“ gehört, der sich entweder im Wandschrank oder unter dem Bett versteckt. Auch Tims Zimmer wurde so geschickt eingerichtet, dass überall bedrohliche Schatten fallen ~ nach und nach verstaut Tim allerhand Utensilien in seiner Kommodenschublade; stößt dabei versehentlich sein Nachtischlämpchen um und verkriecht sich unter der Decke.
Ein Schatten fällt auf sein Bett..... doch es ist natürlich „nur“ sein Vater, der absolut nicht verstehen kann, warum sein Sohn sich so in die Hosen macht. Was, da soll einer im Schrank sein? Also bitte.
Vorführeffektmässig öffnet Paps die Tür ~ und schwupps! Kurz gesagt: nennen wir das ganze ein dramatisches Verschwinden eines Ungläubigen.
15 Jahre später hat sich Tim zu einem gutaussehenden jungen Mann gemausert; der zwar nach wie vor von Angstattacken heimgesucht wird, aber scheinbar doch ganz gut zurecht kommt. Zu hause hat er alle Schranktüren entfernt; ferner besucht er wohl eine Art „Kinderpsychiatrie“.....
Als er bei den Eltern seiner schnucken Freundin zu Besuch ist findet diese ihn auf den Boden hockend vor ~ und Tim versucht ihr zu erklären, dass er zu seinem Onkel fahren muss; da seine Mutter gestorben ist.
Kurz und gut ~ Tim macht sich auf den Weg zu seinem Heimatort; versichert sich selbst und später auch der kleinen Franny, die von ihm wissen will, ob es den Boogeyman wirklich gibt, dass er sich das ganze nur ausgedacht hat, weil er damit nicht klar kam, dass sein Vater die Familie verlassen hat.
Was mir schon hier nicht einleuchten wollte ~ wer um alles in der Welt ist so verrückt, in diesem Haus noch einmal übernachten zu wollen? Ein Fan von dieser Art Konfrontationstherapie war ich jedenfalls noch nie....
Tim hingegen durchwühlt über kurz oder lang Frannys Rucksack, den sie scheinbar bei ihm vergessen hat. Und spätestens als er die ganzen „Vermisst!“ Anzeigen in der Hand hält, hätte er doch etwas ahnen müssen.....
//ERGO//
Ich muss sagen, bis hier hin fand ich den Film wirklich spannend. Die Schockeffekte waren grandios; beinahe so genial, dass mir mein linker Kinonachbar fast auf dem Schoss gelandet ist. Und auch wenn ich mich eigentlich „nur“ aufgrund dessen erschrocken habe ~ „The Boogeyman“ schien ein wirklich guter Horrorstreifen zu sein. Fasziniert bin ich ohnehin immer von Dingen, wo sich auf einmal der Haupt- oder von mir aus Nebendarsteller fragt, was überhaupt passiert ist ~ oder beispielsweise in einen Wandschrank geht; nur um in einem anderen Haus unter dem Bett wieder hervorzukrabbeln.
Leider wurde dieser „Beam“-Effekt einige male zu oft eingesetzt ~ die Hoffnung, dass das ganze wenigstens noch einen Sinn a la „Tor zur Unterwelt“ machen würde, wurde nicht nur zerstört, sondern völlig ignoriert.
Mehr noch: es wirkte, als hätte der Filmmacher selbst vergessen, auf was er damit hinaus wollte. Reihen wir dieses event also ein in die laaaaaange Serie von Ungereimtheiten.
Ferner muss ich zugeben, dass es hier an jemanden fehlte, der das Zeug zum „derzeitigen Lieblingsdarsteller“ hatte. Soll heißen: wir alle kennen vermutlich den Effekt, dass man vor dem Bildschirm sitzt und nahezu mitfiebert; dass man demjenigen welchen zurufen möchte „pass auf“, „lauf“ oder sonstiges. Doch irgendwie fehlte diese Person hier ~ als Jessica in der Badewanne „verschwand“ war ich noch nicht mal „böse“ auf Tim, dass er nur halbherzig wieder versuchte, sie wieder herauszuziehen.
Hachja, muss Liebe schön sein....
Trotzdem hätte der Film nicht ganz so mies enden müssen.
Ja, mies.
Es hat mich schon bei Stephen King’s „Dreamcatcher“ geärgert, dass es im Endeffekt mal wieder so einfach war, den Dämon zu besiegen. Es scheint vermehrt so zu sein, als würde der Autor sich noch Mühe geben, sehr viel Spannung aufzubauen ~ doch dann erschrocken feststellen, dass ihm für den "Sieg des guten" nur noch 5 Minuten bleiben. Also hopphopp, irgendeinen Zauber daher (der ähnlich albern ist wie LaVeys Liebeszauber, dass aber nur am Rande); und gut ist.
~ Wo sind diese umständlichen Prozeduren geblieben, die noch bei „Der Exorzist“ benötigt wurden? Sicher, ein halbstündiges „verschwinde du Dämon“ kann auch nervig sein ~ aber wenn man dem doppelteutig Bösen einfach nur mal ins Gesicht gucken muss und ihm eine Spielzeugfigur entgegenhält.... dann finde ich das nicht nur grotesk, sondern mehr als albern.
Es hätte mich ein wenig getröstet, wenn sich der Wandschrank doch noch mal aufgetan hätte und die „Retter der Wandschränke“ ebenfalls verschwunden wären.
Oder wenn kitschigerweise die ganzen verschwundenen Kinder, die immerhin auch mal kurz mitspielen durften, um sich hilfesuchend an Tim zu krallen, noch mal aufgetaucht wären.
Von mir aus in einer Art billigem Abklatsch vom „Geisterhaus“, wo die Seelen in den Himmel fahren.
Doch hier ~ niente.
Was bleibt, ist ein leergefegtes Kinderzimmer, eine Verstimmung des Kinogängers und viele offene Fragen. Von mir aus auch die, ob „The Saw“ nicht doch besser gewesen wäre.
Aller Kritik zum Trotz muss ich aber dennoch sagen, dass ich mich nicht wirklich geärgert habe. Ich habe schon schlechtere Filme gesehen, und hier konnte man über ¾ des Streifens nicht wirklich meckern. Klar, ich hätte mir noch einige „Updates“ gewünscht; aber für die 4,00 EUR die ich bezahlt habe hat es sich irgendwie dann doch wieder gelohnt.
Hätte ich den Film hingegen an einen Nicht-Kino-Tag (also für 8,00 EUR) gesehen ~ dann hätte ich hier wohl evtl. noch einen halben Stern abziehen wollen.
Da das aber ohnehin nicht möglich ist ~ ein Hoch auf jeden Dienstag!
Zu guter letzt eine Beichte: wenn es mir möglich sein sollte, den Film noch mal umsonst anschauen zu dürfen: ich würde es wohl auch noch mal tun.....
9 Bewertungen, 2 Kommentare
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07.08.2006, 16:29 Uhr von phobee
Bewertung: sehr hilfreichKlasse Bericht! LG, Pia
-
07.08.2006, 15:20 Uhr von Bayer04-Fan
Bewertung: sehr hilfreichsh :-)
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