Borderline-Störung Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 08/2003
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Erfahrungsbericht von Nikkita01
Borderline- / Persönlichkeitsstörung
Pro:
Nichts
Kontra:
Alles
Empfehlung:
Nein
Das menschliche Verhalten - ein Produkt aus Anlage und Umwelt, wie aus wissenschaftlichen Erkenntnissen heraus feststellbar ist.
Inwieweit und in welche Richtung sich ein Mensch entwickelt, hängt daher nicht alleine von seinen Erbanlagen, sondern auch von der ihn umgebenen Umwelt ab. Diese umfasst im engeren Sinne die Eltern, die als Familie die ersten Bezugspersonen des Kindes bilden und im weiteren Sinne während der zukünftlichen Entwicklung immer mehr soziale Kontakte wie Schule, Freundeskreis und Arbeitswelt.
Wächst ein Mensch nun aber in einem defizienten oder unsicheren Umfeld auf, kann es, in Verbindung mit seinen erblichen Veranlagungen zu Störungen im Erleben und Verhalten kommen. Es entstehen psychische Krankheiten unter der auch die Borderline Persönlichkeitsstörung einzustufen ist.
Borderline - Begriffserklärung und Zuordnung
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Das Borderline Syndrom wurde in den vereinigten Staaten erforscht und als solches bezeichnet. Borderline (engl. = Grenzlinie) beschreibt somit ein Krankheitsbild, das zwischen der Neurose und der Psychose liegt, aber die Grenze der Psychose nicht überschreitet.
Zum besseren Verständnis sei hier kurz zusammengefasst, was eine Neurose und eine Psychose kennzeichnet und worin die Unterschiede zu sehen sind.
Bei der Neurose handelt es sich um eine Störung ohne körperliche Grundlage. Das bedeutet, die Beschwerden sind rein psychischer Natur. Neurotiker sind Opfer ihrer inneren Konflikte. Man kann verschiedene Neurosen unterscheiden, was aber in diesem Rahmen zu weit führen würde. Als gemeinsames Kennzeichen ist jedoch aufzuführen, dass Neurotiker
- ihr Leben meist unbewusst durch Kompromisslösungen zu lindern versuchen, um sich der Realität zu entziehen
- teilweise infantile (frühkindliche) Verhaltensmuster beim lösen ihrer Konflikte aufweisen
- Schwierigkeiten haben, sich der Wirklichkeit in der Gesellschaft anzupassen, sondern nach starren Grundsätzen und alten Mustern reagieren
Der Psychotiker befindet sich in einem Zustand der mit Realitätsverlust einhergeht.
Der Unterschied zwischen Neurose und Psychose besteht im Bewusstseinsgrad des Zustandes des Betroffenen.
Ein Neurotiker lebt z.B. in einer mal vagen, mal erschreckenden Angst vor etwas, die er sich zwar nicht erklären kann, sich aber davon zu distanzieren weiß. Für den Psychotiker ist die Bedrohung allerdings Realität.
Wie entsteht nun eine Borderlinestörung?
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Hierzu muss man wissen, dass Persönlichkeitsstörungen immer durch ein zusammentreffen verschiedener Faktoren verursacht wird. Um aber auffällige Verhaltensweisen in ihrer Komplexität und ihrem Gesamtgefüge verstehen zu können, ist es also notwendig die verschiedenen Entstehungsbedingungen die zusammenwirken, zu betrachten und zu erklären. Dies möchte ich mal im Kurzen versuchen.
*** Genetische und biologische Ursachen ***
Damit sind die Umgebungsfaktoren und Umweltstress, dem die Mutter während der Schwangerschaft ausgesetzt ist, gemeint. Bereits im Mutterleib beginnt die kindliche Entwicklung und schon da hat die Bezugsperson (hier natürlich die Mutter) Einfluss auf das Kind. Der Fötus reagiert auf positive sowohl auch auf negative Empfindungen der Mutter. Zum Beispiel führt Angstreaktionen der Mutter beim Fötus zu beschleunigtem Herzschlag und Adrenalinausschüttung, darauf reagiert es mit heftigeren Bewegungen. Bei längeren seelischen Belastungen wird das Kind mit Angsthormonen überschüttet, was sich schädigend auswirken kann. Das Gewicht dieses Kindes ist bei der Geburt meist verringert und aus unruhigen Föten werden nicht selten für Angst und Depressionen anfällige, labile Persönlichkeiten.
Auch gibt es noch Veränderung neuronaler Störungen postnatal (nachgebutlich) durch extreme Umweltereignisse und -bedingungen.
Unter neuronalen Strukturen versteht man Nervenstränge, die Erregungen und Impulse empfangen und chemisch sowie elektronisch weiterleiten. Neuronen bilden die physiologischen (körperlichen) Grundlagen des Verhaltens.
Leider verstehe ich davon so gut wie nichts und kann darüber nicht mehr berichten.
*** Familiäre Entstehungsbedingungen ***
Damit wird gemeint, das bereits im frühesten Kindesalter das Kind in seinen Verhaltensmustern durch die Art und Weise, die die Eltern ihm vorleben geprägt wird.
- die Art der emotionalen Zuwendung zum Kind,
- die Art der Konfrontierung des Kindes mit Wertmaßstäben und
- die Art der Lernmöglichkeiten
Positive emotionale Zuwendung der Eltern vermitteln dem Kind Gefühle des Vertrauens und der Geborgenheit, negative und ambivalente (zwiegespalten) emotionale Zuwendung dagegen eine kräftezehrende und entwicklungshemmende Konfliktsituation. Verhalten sich die Eltern zwiespältig, hat das Kind Probleme zu einer eigenen Identität zu finden und ist verwirrt bezüglich der Richtigkeit seiner Verhaltensweisen.
Noch gravierender wirkt sich dies aus, wenn das Kind zudem körperlichem oder sexuellem Missbrauch ausgesetzt ist, da das Kind hierbei gezwungen ist, Teile der Realität zu leugnen, um sich die "guten Eltern", die es für sein Überleben dringend braucht, in Anteilen zu bewahren.
*** Soziologische Erklärungsansätze ***
Eine mögliche Ursache des Anstiegs der Verbreitung der Borderlinestörung mag in unserer schnellebigen Zeit liegen. In einer Gesellschaft in der es immer mehr an Beständigkeit und Verlässlichkeit in zwischenmenschlichen Beziehungen fehlt, ist das Risiko größer, dass sich Störungen entwickeln. Es wird vermutet, dass ca. 2% der Bevölkerung unter der Borderlinestörung leidet. Erschreckend, nicht war?
Charakteristika der Borderlinestörung
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
- Neigung andere zu idealisieren und zu entwerten. Hierbei werden innere Wünsche und Gefühle auf das Gegenüber projeziert. Der andere bekommt sozusagen das Bild, das man von ihm haben möchte oder durch frühere eigene Erfahrungen befürchtet, übergestülpt. Dies hat nicht unbedingt was mit den wirklichen Eigenschaften dieser Person zu tun.
- mangelnde Perspektivenübernahme (Störungen in der Wahrnehmung und Verarbeitung)
- Zentrierung auf ein Merkmal unter Ignorierung anderer (Spaltung)
- selbstzerstörerisches Verhalten, Selbstverletzungen (gegen den inneren Schmerz, zur Bestrafung, sich spüren...)
- Bedrohungen von innen werden nach Aussen gerichtet, also im anderen gesehen, da sie so greifbar und somit bekämpfbar werden. Dabei werden beim Gegenüber bereits Indizien für das zu erwartende Verhalten gesucht.
Borderliner speziell verfügen über eine hohe "Interaktionelle Potenz". Das bedeutet, sie haben die Fähigkeit ihre Umwelt unbewusst so weit zu manipulieren, bis diese ihre Befürchtungen bestätigt. Ziel wäre es, diesen Kreislauf zu erkennen und zu auszusteigen.
Affekte bei Borderlinern
~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Die Gefühlswelt des Borderliners ist geprägt durch meist heftige und schnell wechselnde Gefühlsstimmungen. Wobei Trauer und Wut die vorherrschenden Gefühle sind.
Die Wut erfüllt verschiedene Funktionen:
- Wut als Abwehr von Angs
- Wut als Füllversuch der inneren Leere
- Wut Entäuschungsprophylaxe, indem man Kontakte vorab verhindert
- Wut als Möglichkeit Kontakt zu halten, ohne Nähe zuzulassen
Die Borderlinestörung setzt sich aus verschiedenen Punkten zusammen, die aber nicht zwingend alle beinhalten müssen um Borderline diagnostizieren zu können. Auch einige Abweichungen sind möglich.
Kliniken haben oft den Ruf, gerne diese Diagnose zu stellen, wenn sie nicht mehr weiterwissen. So traf ich während meiner Klinikzeit auf erstaunlich viele Borderliner und wunderte mich. Mit der Zeit muss ich sagen, habe auch ich diesen Eindruck gewonnen.
Ich selbst bin Borderlinerin, wohl aber in geschwächter Form und ist heute in keinen meiner Therapiegespräche mehr Thema. Wenigstens das selbstverletzende Verhalten (Aufschneiden der Arme, Beine, Bauch, Verbrennungen...) habe ich nun überwunden und ich hoffe sehr, dass dies auch für meine Zukunft so bleiben wird.
Hier noch ein Tipp den mir LeaOfRafiki gegeben hat:
"Bei der Kommunikation mit Borderlinepatienten hat sich sowohl für Therapeuten als auch für Bezugspersonen aus dem sozialen Umfeld die sogenannte SET-Kommunikation als hilfreich erwiesen. Danach sollen Kommunikationsprozesse mit Borderlinepersönlichkeiten durch die Botschaften Support (Unterstützung), Empathy (Mitgefühl) und Truth (Wahrheit) geprägt sein."
(http://www.borderline-community.de/borderline/13.htm)
Nicki
© Nikkita01 (Ciao / Yopi)
Quellen:
Leider sind mir nicht mehr alle bekannt, da ich diesen Text in ähnlicher Form schon vor ein paar Jahren geschrieben hatte.
In erster Linie meine eigenen Erfahrungen, ansonsten bekam ich natürlich Informationen von Ärzten, andere Betroffene und ausgeliehenen Bücher über Borderlinestörung.
Inwieweit und in welche Richtung sich ein Mensch entwickelt, hängt daher nicht alleine von seinen Erbanlagen, sondern auch von der ihn umgebenen Umwelt ab. Diese umfasst im engeren Sinne die Eltern, die als Familie die ersten Bezugspersonen des Kindes bilden und im weiteren Sinne während der zukünftlichen Entwicklung immer mehr soziale Kontakte wie Schule, Freundeskreis und Arbeitswelt.
Wächst ein Mensch nun aber in einem defizienten oder unsicheren Umfeld auf, kann es, in Verbindung mit seinen erblichen Veranlagungen zu Störungen im Erleben und Verhalten kommen. Es entstehen psychische Krankheiten unter der auch die Borderline Persönlichkeitsstörung einzustufen ist.
Borderline - Begriffserklärung und Zuordnung
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Das Borderline Syndrom wurde in den vereinigten Staaten erforscht und als solches bezeichnet. Borderline (engl. = Grenzlinie) beschreibt somit ein Krankheitsbild, das zwischen der Neurose und der Psychose liegt, aber die Grenze der Psychose nicht überschreitet.
Zum besseren Verständnis sei hier kurz zusammengefasst, was eine Neurose und eine Psychose kennzeichnet und worin die Unterschiede zu sehen sind.
Bei der Neurose handelt es sich um eine Störung ohne körperliche Grundlage. Das bedeutet, die Beschwerden sind rein psychischer Natur. Neurotiker sind Opfer ihrer inneren Konflikte. Man kann verschiedene Neurosen unterscheiden, was aber in diesem Rahmen zu weit führen würde. Als gemeinsames Kennzeichen ist jedoch aufzuführen, dass Neurotiker
- ihr Leben meist unbewusst durch Kompromisslösungen zu lindern versuchen, um sich der Realität zu entziehen
- teilweise infantile (frühkindliche) Verhaltensmuster beim lösen ihrer Konflikte aufweisen
- Schwierigkeiten haben, sich der Wirklichkeit in der Gesellschaft anzupassen, sondern nach starren Grundsätzen und alten Mustern reagieren
Der Psychotiker befindet sich in einem Zustand der mit Realitätsverlust einhergeht.
Der Unterschied zwischen Neurose und Psychose besteht im Bewusstseinsgrad des Zustandes des Betroffenen.
Ein Neurotiker lebt z.B. in einer mal vagen, mal erschreckenden Angst vor etwas, die er sich zwar nicht erklären kann, sich aber davon zu distanzieren weiß. Für den Psychotiker ist die Bedrohung allerdings Realität.
Wie entsteht nun eine Borderlinestörung?
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Hierzu muss man wissen, dass Persönlichkeitsstörungen immer durch ein zusammentreffen verschiedener Faktoren verursacht wird. Um aber auffällige Verhaltensweisen in ihrer Komplexität und ihrem Gesamtgefüge verstehen zu können, ist es also notwendig die verschiedenen Entstehungsbedingungen die zusammenwirken, zu betrachten und zu erklären. Dies möchte ich mal im Kurzen versuchen.
*** Genetische und biologische Ursachen ***
Damit sind die Umgebungsfaktoren und Umweltstress, dem die Mutter während der Schwangerschaft ausgesetzt ist, gemeint. Bereits im Mutterleib beginnt die kindliche Entwicklung und schon da hat die Bezugsperson (hier natürlich die Mutter) Einfluss auf das Kind. Der Fötus reagiert auf positive sowohl auch auf negative Empfindungen der Mutter. Zum Beispiel führt Angstreaktionen der Mutter beim Fötus zu beschleunigtem Herzschlag und Adrenalinausschüttung, darauf reagiert es mit heftigeren Bewegungen. Bei längeren seelischen Belastungen wird das Kind mit Angsthormonen überschüttet, was sich schädigend auswirken kann. Das Gewicht dieses Kindes ist bei der Geburt meist verringert und aus unruhigen Föten werden nicht selten für Angst und Depressionen anfällige, labile Persönlichkeiten.
Auch gibt es noch Veränderung neuronaler Störungen postnatal (nachgebutlich) durch extreme Umweltereignisse und -bedingungen.
Unter neuronalen Strukturen versteht man Nervenstränge, die Erregungen und Impulse empfangen und chemisch sowie elektronisch weiterleiten. Neuronen bilden die physiologischen (körperlichen) Grundlagen des Verhaltens.
Leider verstehe ich davon so gut wie nichts und kann darüber nicht mehr berichten.
*** Familiäre Entstehungsbedingungen ***
Damit wird gemeint, das bereits im frühesten Kindesalter das Kind in seinen Verhaltensmustern durch die Art und Weise, die die Eltern ihm vorleben geprägt wird.
- die Art der emotionalen Zuwendung zum Kind,
- die Art der Konfrontierung des Kindes mit Wertmaßstäben und
- die Art der Lernmöglichkeiten
Positive emotionale Zuwendung der Eltern vermitteln dem Kind Gefühle des Vertrauens und der Geborgenheit, negative und ambivalente (zwiegespalten) emotionale Zuwendung dagegen eine kräftezehrende und entwicklungshemmende Konfliktsituation. Verhalten sich die Eltern zwiespältig, hat das Kind Probleme zu einer eigenen Identität zu finden und ist verwirrt bezüglich der Richtigkeit seiner Verhaltensweisen.
Noch gravierender wirkt sich dies aus, wenn das Kind zudem körperlichem oder sexuellem Missbrauch ausgesetzt ist, da das Kind hierbei gezwungen ist, Teile der Realität zu leugnen, um sich die "guten Eltern", die es für sein Überleben dringend braucht, in Anteilen zu bewahren.
*** Soziologische Erklärungsansätze ***
Eine mögliche Ursache des Anstiegs der Verbreitung der Borderlinestörung mag in unserer schnellebigen Zeit liegen. In einer Gesellschaft in der es immer mehr an Beständigkeit und Verlässlichkeit in zwischenmenschlichen Beziehungen fehlt, ist das Risiko größer, dass sich Störungen entwickeln. Es wird vermutet, dass ca. 2% der Bevölkerung unter der Borderlinestörung leidet. Erschreckend, nicht war?
Charakteristika der Borderlinestörung
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
- Neigung andere zu idealisieren und zu entwerten. Hierbei werden innere Wünsche und Gefühle auf das Gegenüber projeziert. Der andere bekommt sozusagen das Bild, das man von ihm haben möchte oder durch frühere eigene Erfahrungen befürchtet, übergestülpt. Dies hat nicht unbedingt was mit den wirklichen Eigenschaften dieser Person zu tun.
- mangelnde Perspektivenübernahme (Störungen in der Wahrnehmung und Verarbeitung)
- Zentrierung auf ein Merkmal unter Ignorierung anderer (Spaltung)
- selbstzerstörerisches Verhalten, Selbstverletzungen (gegen den inneren Schmerz, zur Bestrafung, sich spüren...)
- Bedrohungen von innen werden nach Aussen gerichtet, also im anderen gesehen, da sie so greifbar und somit bekämpfbar werden. Dabei werden beim Gegenüber bereits Indizien für das zu erwartende Verhalten gesucht.
Borderliner speziell verfügen über eine hohe "Interaktionelle Potenz". Das bedeutet, sie haben die Fähigkeit ihre Umwelt unbewusst so weit zu manipulieren, bis diese ihre Befürchtungen bestätigt. Ziel wäre es, diesen Kreislauf zu erkennen und zu auszusteigen.
Affekte bei Borderlinern
~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Die Gefühlswelt des Borderliners ist geprägt durch meist heftige und schnell wechselnde Gefühlsstimmungen. Wobei Trauer und Wut die vorherrschenden Gefühle sind.
Die Wut erfüllt verschiedene Funktionen:
- Wut als Abwehr von Angs
- Wut als Füllversuch der inneren Leere
- Wut Entäuschungsprophylaxe, indem man Kontakte vorab verhindert
- Wut als Möglichkeit Kontakt zu halten, ohne Nähe zuzulassen
Die Borderlinestörung setzt sich aus verschiedenen Punkten zusammen, die aber nicht zwingend alle beinhalten müssen um Borderline diagnostizieren zu können. Auch einige Abweichungen sind möglich.
Kliniken haben oft den Ruf, gerne diese Diagnose zu stellen, wenn sie nicht mehr weiterwissen. So traf ich während meiner Klinikzeit auf erstaunlich viele Borderliner und wunderte mich. Mit der Zeit muss ich sagen, habe auch ich diesen Eindruck gewonnen.
Ich selbst bin Borderlinerin, wohl aber in geschwächter Form und ist heute in keinen meiner Therapiegespräche mehr Thema. Wenigstens das selbstverletzende Verhalten (Aufschneiden der Arme, Beine, Bauch, Verbrennungen...) habe ich nun überwunden und ich hoffe sehr, dass dies auch für meine Zukunft so bleiben wird.
Hier noch ein Tipp den mir LeaOfRafiki gegeben hat:
"Bei der Kommunikation mit Borderlinepatienten hat sich sowohl für Therapeuten als auch für Bezugspersonen aus dem sozialen Umfeld die sogenannte SET-Kommunikation als hilfreich erwiesen. Danach sollen Kommunikationsprozesse mit Borderlinepersönlichkeiten durch die Botschaften Support (Unterstützung), Empathy (Mitgefühl) und Truth (Wahrheit) geprägt sein."
(http://www.borderline-community.de/borderline/13.htm)
Nicki
© Nikkita01 (Ciao / Yopi)
Quellen:
Leider sind mir nicht mehr alle bekannt, da ich diesen Text in ähnlicher Form schon vor ein paar Jahren geschrieben hatte.
In erster Linie meine eigenen Erfahrungen, ansonsten bekam ich natürlich Informationen von Ärzten, andere Betroffene und ausgeliehenen Bücher über Borderlinestörung.
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