Bounce - Bon Jovi Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Cover-Design:  gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Erfahrungsbericht von Marc12

Lasst uns springen!

3
  • Cover-Design:  durchschnittlich
  • Klangqualität:  gut

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

- Infos zu Bon Jovi -

Mitglieder der Band:

Gesang & Rhythmusgitarre: Jon Bon Jovi (bürgerlich John Francis Bongiovi)
Gitarre: Richie Sambora
Bass: bis 1994 Alec John Such / ab 1994 Hugh McDonald
Schlagzeug: Tico Torres
Keyboard: David Bryan

In New Jersey wurde 1984 eine Rockband gegründet, die in über 20 Jahren mehr als 100 Millionen Tonträger verkauft hat. Eine Band, die als Hairspray Metal Gruppe ihren Anfang nahm und nun eine der erfolgreichsten Mainstream Rock Bands ist. Diesen unglaublichen Erfolg haben die Jungs vor allem ihren ausgezeichneten Songwriter Desmond Child zu verdanken, der für Hits wie Living On A Prayer oder Keep The Faith sorgte.
Bon Jovi, der im übrigen der einzige der Band einen Plattenvertrag in der Tasche hat, wurde bei einem Auftritt als Vorgruppe für Scandal vom Produzenten Derek Shulman für PolyGram entdeckt. Das Debütalbum kam im Januar 1984 auf den Markt und verkaufte sich eine halbe Millionen Mal. Bon Jovi war Vorgruppe von ZZ Top, den Scorpions und Kiss.
Das zweite Album 7800 Fahrenheit war nicht so der Erfolg, doch mit dem dritten schaffte man den weltweiten Durchbruch. Slippery When Wet verkaufte sich 13 Mio mal allein in den USA. Als Erfinder von MTV Unplugged gelten die Jungs von Bon Jovi. Bei den MTV Music Awards spielten sie mit nur zwei Akustikgitarren zwei Hits. Schon oft geisterten Gerüchte über die Trennung der Band durch die Medien. Die Band gab sich zwar immer mal wieder Auszeiten und man sah einige der Mitglieder an Solopojekten Arbeiten, doch traf man sich immer wieder um die Band voran zu bringen. Bon Jovi gehört zu dem elitären Kreis der „Diamond Award“ Gewinner. Dieser Preis wird nur an Künstler vergeben, die mehr als 100 Millionen Alben verkauft haben.

- Diskografie / Studioalben -

1984: Bon Jovi
1985: 7800° Fahrenheit
1986: Slippery When Wet
1988: New Jersey
1992: Keep the Faith
1995: These Days
2000: Crush
2002: Bounce
2005: Have A Nice Day

- Trackliste -

-1- Undivided
-2- Everyday
-3- The Distance
-4- Joey
-5- Misunderstood
-6- All About Lovin' You
-7- Hook Me Up
-8- Right Side of Wrong
-9- Love Me Back To Life
-10- You Had Me From Hello
-11- Bounce
-12- Open All Night

- Zum Album -

Wenn man seine Anlage etwas aufgedreht hatte und das Album von Bon Jovi nun anmacht, wird man doch schnell mal die Lautstärke etwas nach unten regulieren müssen. UNDIVIDED (Ungeteilt) kracht doch gleich mächtig los. Rock läst grüßen! Eine gewaltige Wand an Bass strömt auf uns ein. One For Love, on for trust – ist ja schon fast klassisch. Dieser Song bietet einen gelungen Start in ein neues Album dieser Band. Der Song EVERYDAY dürfte wohl jeder schon irgendwo mal gehört haben. Mit seinem eingängigen Refrain weiß dieser Song gleich ins Ohr zu gehen. Dazu ist dieser Titel mehr als griffig und rockt richtig ab. Einfach nur ein genialer Song! Bei THE DISTANCE macht die Gitarre erstmal so richtig die Musik. Überraschend für einige, wird dieser Song von Streichern begleitet, die bei Worten wie – close your eyes and see my blue skie breaking through these dark clouds – gleich mal für Gänsehaut sorgen. Ein Song mit sehr viel Dramatik und durchaus Gefühlsbetont. Bei JOEY dachte ich im ersten Moment an die Peanuts. Irgendwie kam es mir so vor, als ob ich dieses Klaviergeklimper da schon mal gehört habe. Der Song, der von Bon Jovi selbst geschrieben wurde, ist zu dem recht harten Anfang eine gern genommene Abwechslung, denn er ist wunderbar warmherzig und trägt einen fast schon romantisch mit zum nächsten Song. MISUNDERSTOOD ist ein traditionelles Lied welches den Follow-Up-Stil pflegt. Sehr seicht und melodisch nimmt uns diese leicht angerockte Ballade mit auf ihren Weg. ALL ABOUT LOVIN’ YOU ist eine etwas rockigere Ballade, aber meiner Meinung nach der erste schwache Song auf diesem Album. Mich stört hier etwas die Zweistimme vom Gitarristen Richie Sambora. Wäre die nicht da hätte der Song etwas mehr. Dabei darf der doch bei dem Lied ordentlich seine Klampfe zupfen. Jetzt geht es aber wieder los. Fast wie am Anfang werden wir zur zweiten Hälfte des Albums gegrüßt. Die harten Töne sind bei HOOK ME UP wieder da. Für Bon Jovi eigentlich untypisch, kommt dieser Song recht düster daher. Dennoch ist dies mal eine ganz interessante Variation, die man so nicht gewohnt ist. Bei RIGHT SIDE OF WRONG hatte mal wieder Jon Bon den Stift in der Hand und hat diesen fast sechs Minuten langen Song geschrieben. Diesen Titel hätte man glatt von Soloalbum klauen können, denn er ist recht langsam und melodisch. Bestimmt wird dieser Titel sehr viel von der Stimme, doch im Mittelteil überrascht und ein fast einminütiges Gitarrensolo. Ein sehr starkes Stück! Weiter geht es auch etwas ruhig mit LOVE ME BACK TO LIFE. Hier bieten uns die Rocker einen recht euphorischen Chorus, der sehr eingängig ist. YOU HAD ME FROM HELLO – wo mich bei ALL ABOUT LOVIN’ YOU noch der Doppelgesang zwischen Bon Jovi und Sambora gestört hat, wirkt er hier auf mich sehr angenehm. Auch diese Nummer ist wieder etwas ruhiger gehalten. Beim nächsten Song merkt man, warum sich die Jungs etwas zurück gehalten haben. Sie wollten ihre Kraft für BOUNCE sparen. Count me out, count me in, I’ll be bouncing back again – wird von Rhythmussektionen dominiert, die sofort die Ohrhörgänge frei räumen. Hier wird nicht gekleckert, sondern geklotzt. Dieser Song geht wie ein Zäpfchen ab, ist aber nicht für den Arsch, sondern richtig geil! Verabschiedet werden wir wieder sehr ruhig, mit der schweren Nummer OPEN ALL NIGHT.

- Meine Meinung -

Was erwartet man, wenn man sich ein Bon Jovi Album kauft? Rock, Balladen und vielleicht hier und da mal eine Überraschung. Wenn die Songs dann noch eingängig im Ohr hängen bleiben, umso besser. Das man das nicht von jeden Titel auf einem Album erwarten kann, dürfte jeden klar sein. Nicht jeder Song kann eine Hynde sein.
Nachdem ich hier schon einige Alben richtig in die Kritik genommen habe, und vom Kauf der Tonträger abhalten wollte, kann ich hier mal guten Gewissens einen Silberling anpreisen. Da dieses Album auf dem Jahr 2002 kommt, kann man es sicher schon für unter 15 Euro irgendwo erstehen. Dieses Geld sollte einem das Album auch wirklich wert sein. Zwar ist dieses Album sicher nicht das Beste, was es je von Bon Jovi gab, aber es kann durchaus in großen Teilen mithalten. Hier gibt es alles zu hören, den großen Rock hat man untergebracht, aber auch Gänsehaut Balladen. Dazu natürlich noch die erstklassische Stimme von Jon Bon, die man einfach zu den rockigsten überhaupt zählen muss. Ich bin sehr zufrieden mit diesem Album und werde hier zum ersten Mal ein Album als Empfehlenswert einstufen und wie Leser gerade meiner Musikberichte wissen, bin ich da schon etwas wählerisch.

12 Bewertungen, 3 Kommentare

  • Damk1x

    03.02.2006, 01:33 Uhr von Damk1x
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh, würde mich über eine Gegenbewertung freuen

  • tobbbbi

    02.02.2006, 19:09 Uhr von tobbbbi
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schöner Bericht! Freue mich übrigens immer über Gegenlesungen ;) LG Tobias

  • anonym

    02.02.2006, 16:36 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich