Brasilien - Türkei 1:0 (Halbfinale) Testbericht
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Erfahrungsbericht von carlo2000
Das Traum-Endspiel ist perfekt!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Allgemeines
==========
Zumindest aus deutscher Sicht. Denn etwas besseres als ein Gegner wie Brasilien kann einem in einem WM-Finale ja kaum passieren. Zwar halte ich es für eher unwahrscheinlich, dass die deutsche Nationalmannschaft in dieser Partie große Erfolge feiern kann, aber man hat bei dieser WM ja die ein oder andere Überraschung der größeren Art gesehen. Warum also sollte nicht auch Deutschland gegen die Fußballkünstler aus Brasilien großartiges Gelingen. Wenn Oliver Kahn seinen Kasten wieder sauber hält, ist der Grundstein für einen Erfolg über die Brasilianer ja bereits gelegt. Diese erreichten das Finale heute nach einem meiner Ansicht nach verdienten Sieg gegen den Überraschungs-Halbfinalisten Türkei. Zwar waren die Türken durchaus bemüht, Brasilien Paroli zu bieten, allerdings war das türkische Spiel insgesamt zu ideenlos, um die Abwehrreihe der Südamerikaner zu überwinden.
Zum Spielverlauf
==============
Bei den Brasilianer waren es einmal mehr hervorragende Einzelleistungen, die den Weg zum Sieg ebneten. Dabei ragte vor allem Rivaldo heraus, der ja noch im Vorrundenspiel gegen die Türkei durch eine Schauspieleinlage negativ aufgefallen war. Neben Rivaldo war es einmal mehr Ronaldo, der glänzte und der mit seinem Siegtreffer zum 1:0 sein insgesamt sechstes Tor in diesem Turnier erzielte und nun alleine die Torschützenliste der WM anführt. Der erste brasilianische Spieler, der im Rampenlicht stand, war jedoch ihr Torhüter Marcos. Denn während es die Brasilianer zu Beginn der Partie eher ruhig angingen, waren die Türken gleich bemüht, Druck nach vorne aufzubauen. Die Drangperiode führte zu einer guten Kopfballchance durch Alpay, die von Marcos jedoch hervorragend pariert wurde.
Danach war es dann aber mit der türkischen Herrlichkeit zunächst einmal vorbei. Denn nach diesem Warnschuß der Türken wachte Brasilien auf, übernahm die Initiative in dem Spiel und brachte die Türken ein ums andere Mal in Bedrängnis. Ihrem Schlußmann Rüstü hat es die Türkei zu verdanken, dass die Partie nicht schon zur Halbzeit entschieden war. Denn Rüstü war es, der gute Möglichkeiten durch Cafu, Roberto Carlos, Rivaldo und Ronaldo zunichte machte und seiner Mannschaft so zunächst das 0:0 sicherte. Die Türkei konnte sich in dieser Phase des Spiel keine nennenswerten Chancen mehr erarbeiten. Überhaupt fiel auf, das die Türken sich immer wieder am brasilianischen Strafraum festliefen. Fast ausschließlich liefen die Angriffe über die Mitte mit flachen Bällen, die für die Abwehr Brasiliens jedoch keine Gefahr darstellten. Anfällig war die brasilianische Defensive lediglich bei hohen Flanken von den Außenpositionen, was von der türkischen Mannschaft jedoch viel zu selten ausgenutzt wurde. Und so stand es zur Halbzeit weiterhin 0:0-Unentschieden.
Das gleiche Bild wie im ersten Abschnitt bot sich in den zweiten 45 Minuten. Brasilien machte Druck und die Türkei verlegte sich hauptsächlich aufs Verteidigen. Und dass das gegen Brasilien nicht lange gutgehen kann, zeigte sich in der 49. Minute. Gilberto Silva passt auf Ronaldo, der sich gegen drei Abwehrspieler durchsetzt und mit der Fußspitze ins lange Eck zielte. Der überraschte Torwart Güstü war an dem Schuß zwar noch dran, konnte das Tor aber nicht verhindern. Im folgenden forcierten die Türken ihre Bemühungen, den Ausgleich zu erzielen. Die Brasilianer hingegen zogen sich etwas zurück und verlegten sich aufs Kontern, waren dabei jedoch stets gewohnt gefährlich und mehrfach dicht am 2:0. Auf der anderen Seite liefen die türkischen Angriffe weiterhin fast ausschließlich über die Mitte, wo dann meist Schluß war. Jedoch steckten die Türken nicht auf und kamen kurz vor Schluß durch den eingewechselten Ilhan Mansiz (Schütze des Golden Goals gegen Senegal) und Hakan Sükür zu aussichtsreichen Chancen, die jedoch nichts mehr einbrachten, so dass es am Ende 1:0 für Brasilien stand.
Fazit
=====
Die heutige Halbfinalpartie zwischen Brasilien und der Türkei war sicherlich eines der besseren Spiele der K.O.-Runde bei dieser WM, in dem der Sieger am Ende verdientermaßen Brasilien hieß. Zwar zeigte die Türkei technisch guten Fußball und eine gute Moral, aber halt nur bis zur Strafraumgrenze. Und das ist gegen eine brasilianische Mannschaft einfach zu wenig. Und so war trotz einiger guter Chancen der Türken dieser Sieg von Brasilien nie ernsthaft gefährdet. Man muss schon sagen, dass das Spiel von den Südamerikanern insgesamt sehr gut kontrolliert wurde.
Während die Türkei nun am Samstag im Spiel um den dritten Platz noch einmal gegen den Gastgeber Südkorea ran muss, trifft Brasilien im Finale am Sonntag auf Deutschland - ein Spiel, das es erstaunlicherweise noch nie zuvor bei einer WM gegeben hat. Und wenn die Brasilianer dort eine ähnlich gute Vorstellung zeigen werden wie heute - und davon kann man denke ich ausgehen -, dann habe ich wenig Hoffnung, dass der Weltmeister Deutschland heißen wird. Aber warten wir es mal ab. Vielleicht gelingt der deutschen Elf ja doch die Überraschung, wenn man unter anderem die Schwäche der brasilianischen Abwehr bei hohen Flanken besser ausnutzt, als es die Türken heute getan haben.
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Zumindest aus deutscher Sicht. Denn etwas besseres als ein Gegner wie Brasilien kann einem in einem WM-Finale ja kaum passieren. Zwar halte ich es für eher unwahrscheinlich, dass die deutsche Nationalmannschaft in dieser Partie große Erfolge feiern kann, aber man hat bei dieser WM ja die ein oder andere Überraschung der größeren Art gesehen. Warum also sollte nicht auch Deutschland gegen die Fußballkünstler aus Brasilien großartiges Gelingen. Wenn Oliver Kahn seinen Kasten wieder sauber hält, ist der Grundstein für einen Erfolg über die Brasilianer ja bereits gelegt. Diese erreichten das Finale heute nach einem meiner Ansicht nach verdienten Sieg gegen den Überraschungs-Halbfinalisten Türkei. Zwar waren die Türken durchaus bemüht, Brasilien Paroli zu bieten, allerdings war das türkische Spiel insgesamt zu ideenlos, um die Abwehrreihe der Südamerikaner zu überwinden.
Zum Spielverlauf
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Bei den Brasilianer waren es einmal mehr hervorragende Einzelleistungen, die den Weg zum Sieg ebneten. Dabei ragte vor allem Rivaldo heraus, der ja noch im Vorrundenspiel gegen die Türkei durch eine Schauspieleinlage negativ aufgefallen war. Neben Rivaldo war es einmal mehr Ronaldo, der glänzte und der mit seinem Siegtreffer zum 1:0 sein insgesamt sechstes Tor in diesem Turnier erzielte und nun alleine die Torschützenliste der WM anführt. Der erste brasilianische Spieler, der im Rampenlicht stand, war jedoch ihr Torhüter Marcos. Denn während es die Brasilianer zu Beginn der Partie eher ruhig angingen, waren die Türken gleich bemüht, Druck nach vorne aufzubauen. Die Drangperiode führte zu einer guten Kopfballchance durch Alpay, die von Marcos jedoch hervorragend pariert wurde.
Danach war es dann aber mit der türkischen Herrlichkeit zunächst einmal vorbei. Denn nach diesem Warnschuß der Türken wachte Brasilien auf, übernahm die Initiative in dem Spiel und brachte die Türken ein ums andere Mal in Bedrängnis. Ihrem Schlußmann Rüstü hat es die Türkei zu verdanken, dass die Partie nicht schon zur Halbzeit entschieden war. Denn Rüstü war es, der gute Möglichkeiten durch Cafu, Roberto Carlos, Rivaldo und Ronaldo zunichte machte und seiner Mannschaft so zunächst das 0:0 sicherte. Die Türkei konnte sich in dieser Phase des Spiel keine nennenswerten Chancen mehr erarbeiten. Überhaupt fiel auf, das die Türken sich immer wieder am brasilianischen Strafraum festliefen. Fast ausschließlich liefen die Angriffe über die Mitte mit flachen Bällen, die für die Abwehr Brasiliens jedoch keine Gefahr darstellten. Anfällig war die brasilianische Defensive lediglich bei hohen Flanken von den Außenpositionen, was von der türkischen Mannschaft jedoch viel zu selten ausgenutzt wurde. Und so stand es zur Halbzeit weiterhin 0:0-Unentschieden.
Das gleiche Bild wie im ersten Abschnitt bot sich in den zweiten 45 Minuten. Brasilien machte Druck und die Türkei verlegte sich hauptsächlich aufs Verteidigen. Und dass das gegen Brasilien nicht lange gutgehen kann, zeigte sich in der 49. Minute. Gilberto Silva passt auf Ronaldo, der sich gegen drei Abwehrspieler durchsetzt und mit der Fußspitze ins lange Eck zielte. Der überraschte Torwart Güstü war an dem Schuß zwar noch dran, konnte das Tor aber nicht verhindern. Im folgenden forcierten die Türken ihre Bemühungen, den Ausgleich zu erzielen. Die Brasilianer hingegen zogen sich etwas zurück und verlegten sich aufs Kontern, waren dabei jedoch stets gewohnt gefährlich und mehrfach dicht am 2:0. Auf der anderen Seite liefen die türkischen Angriffe weiterhin fast ausschließlich über die Mitte, wo dann meist Schluß war. Jedoch steckten die Türken nicht auf und kamen kurz vor Schluß durch den eingewechselten Ilhan Mansiz (Schütze des Golden Goals gegen Senegal) und Hakan Sükür zu aussichtsreichen Chancen, die jedoch nichts mehr einbrachten, so dass es am Ende 1:0 für Brasilien stand.
Fazit
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Die heutige Halbfinalpartie zwischen Brasilien und der Türkei war sicherlich eines der besseren Spiele der K.O.-Runde bei dieser WM, in dem der Sieger am Ende verdientermaßen Brasilien hieß. Zwar zeigte die Türkei technisch guten Fußball und eine gute Moral, aber halt nur bis zur Strafraumgrenze. Und das ist gegen eine brasilianische Mannschaft einfach zu wenig. Und so war trotz einiger guter Chancen der Türken dieser Sieg von Brasilien nie ernsthaft gefährdet. Man muss schon sagen, dass das Spiel von den Südamerikanern insgesamt sehr gut kontrolliert wurde.
Während die Türkei nun am Samstag im Spiel um den dritten Platz noch einmal gegen den Gastgeber Südkorea ran muss, trifft Brasilien im Finale am Sonntag auf Deutschland - ein Spiel, das es erstaunlicherweise noch nie zuvor bei einer WM gegeben hat. Und wenn die Brasilianer dort eine ähnlich gute Vorstellung zeigen werden wie heute - und davon kann man denke ich ausgehen -, dann habe ich wenig Hoffnung, dass der Weltmeister Deutschland heißen wird. Aber warten wir es mal ab. Vielleicht gelingt der deutschen Elf ja doch die Überraschung, wenn man unter anderem die Schwäche der brasilianischen Abwehr bei hohen Flanken besser ausnutzt, als es die Türken heute getan haben.
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