Brauhaus Sion Testbericht

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Erfahrungsbericht von Papa_Santano

HIER FAND DER CIAO STAMMTISCH STATT !

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Vorwort:

Ciao hat gerufen, und fast alle die sich angemeldet hatten sind zum ersten Stammtisch ins Brauhaus Sion nach Köln gekommen. Brauhäuser haben besonders im Rheinland eine lange Tradition und sind meist die besten Adressen um sein Bier frisch von der Quelle genießen zu können.
Am gestrigen Abend hatte ich dann also die Ehre diese Lokalität zum ersten mal besuchen zu dürfen, und muss sagen, dass es sich hier um ein typisches Kölner Brauhaus handelt. Während ich in Düsseldorf, die Stadt mit dem richtigen Bier, schon in einigen Brauhäusern war, kann ich für Köln lediglich einen Vergleich zum Brauhaus Früh ziehen, der wohl ersten Adresse am Platz.
Sion ist dann hierbei der Name des Bieres, in Köln auch Kölsch genannt, dass hier
frisch vom Faß gezapft natürlich dem Brauhaus Sion den Namen gab. Ganz so bekannt und beliebt wie Früh ist Sion bei den Kölnern eigentlich nicht, und für mich als alten Düsseldorfer eh nur gelbes Pippiwasser.

Das Brauhaus selbst liegt etwas versteckt im Schatten des Kölner Doms, und ist von dort aus zu Fuß binnen weniger Minuten zu erreichen. Einmal am Römisch Germanischen Museum vorbei Richtung Altstadt befindet sich das Brauhaus Sion dann schließlich in einer kleinen Seitenstrasse.
Hätte man mich nicht mit der Nase drauf gestoßen wäre ich dann auch glatt dran vorbei gelaufen, da sich dieses Lokal in einem unscheinbaren Altbau befindet, der zudem derzeit mit Baugerüsten umgeben ist. Wenn ich da an andere mir bekannte Brauhäuser denke erschien mir dieses hier dann von außen recht klein, was sich aber als Trugschluss herausstellte, da das Lokal doch sehr große, und auf mehrere Räume aufgeteilt ist. Gestern Abend, mitten in der Woche also war das Brauhaus Sion auch ohne die Ciao Gesellschaft gut gefüllt, was für mich ein Zeichen dafür ist, dass es den Leuten hier gefällt, und sie auch unter der Woche gerne mal auf einen Sprung vorbeikommen.
Das Ambiente, wenn man dies bei einem Brauhaus überhaupt so nennen darf, könnte typischer nicht sein. Zentrale Anlaufstelle ist wie nicht anders zu erwarten die im Eingangsbereich befindliche lange Theke, von der aus man zu den einzelnen Räumlichkeiten gelangt.

Eingerichtet ist das Brauhaus Sion in einem sagen wir mal rustikalen Stil. Viel Holz und hier und da ein paar Relikte aus Zeiten als die Braukunst zu Köln noch auf dem Höhepunkt war, zieren die Wände des Lokals. Tische und Stühle reihen sich dann auch nahtlos in dieses Bild ein. Wer besonderen Luxus, oder eine gehobene Ausstattung hier erwartet, sollte sich schnell ein anderes Lokal suchen, denn hier ist eben alles ein wenig rustikaler.
Neben ein paar Stehtischen in unmittelbarer Nähe der Theke hatten wir es uns dann in einem der vielen Räume bequem gemacht, die den Gästen hier zur Verfügung stehen. Für geschlossene Gesellschaften, und Veranstaltungen stehen dann auch weitere Räume zur Verfügung, die allerdings einer Reservierung bedürfen.
Ein Blick an die Decke unseres Raumes sagte mir dann dass man hier auch Live-Musik geboten bekommen kann, denn an den Decken befanden sich die für eine solche Präsentation nötigen Scheinwerfer, die auf solche Verwendung schließen lassen.

Getrunken wird hier wie könnte es anders sein, das hauseigene Bier. Natürlich kann man sich auch alkoholfreie Getränke zu moderaten Preisen servieren lassen. Aber wo getrunken wird kann der Hunger nicht so weit entfernt sein, und so besteht dann auch die Möglichkeit im Brauhaus zu essen.
Nun wäre das Brauhaus Sion, aber kein typisch kölsches Brauhaus, wenn nicht auch die Auswahl an Speisen in diese Richtung tendieren würde.
Zünftige Speisen gibt es hier zu bestellen. Vom Reibekuchen, über den halven Hahn, einem Brötchen mit Käse, über Matjes, Bratkartoffeln, bis hin zu Salattellern und Fleischgerichten. Alles sehr kalorienreich und deftig. Ganz wie man es von einem Brauhaus erwartet. Serviert wird das ganze von den Kellnern, die man so aber bitte nicht nennen möge. Der kölsche Kellner hat seinen Stolz und nennt sich Köbes.
Die Köbesse am gestrigen Abend, es waren zwei Mann, bedienten flott und freundlich. Abgerechnet wird über den typischern Bierdeckel, und bei den insgesamt sehr angenehmen Preisen gibt man da auch gerne ein Trinkgeld.

Wer viel trinkt wird dann auch irgendwann an den Punkt kommen an dem sich die Blase meldet und man das stille Örtchen aufsuchen muss.
Ein paar Schritte in den Keller seht man dann vor einer kölschen Institution wie dem Dom, oder den Bläck Föös. Die Klofrau, ein zu unrecht verpönter Beruf sorgt in den sanitären Einrichtungen des Brauhaus Sion für Ordnung und Sauberkeit.
Eigentlich sollte man meinen dass die Benutzung der Toiletten kostenlos ist. Nicht so in Köln, denn wo immer eine Klofrau ihren Dienst verrichtet, kann die Untertasse mit Münzen nicht weit sein. 30 Cent kostete mich dann das Vergnügen die sauberen Toiletten benutzen zu dürfen. Seife und Papierhandtücher waren auch da, also kann man sich auch nicht beschweren.
Die Dame die dort ihre Arbeit macht fungiert wie ich erfahren konnte auch als Gardrobiere, da man hier im Keller auch eine Kegelanlage bereithält, und die Leute dort an der Gardrobe ihre Sachen abgeben können.

Alles in allem habe ich einen sehr positiven Eindruck von diesem Brauhaus gewinnen können. Eine Sache hat es mir besonders angetan. Eigentlich eine Nichtigkeit, aber irgendwie clever gemacht. In dem Saal in dem wir uns befanden wurden die mit Mosaiken gestalteten Fenster von hinten mit einem Licht angestrahlt, dass den Eindruck erweckte es sei helllichter Tag. Zuerst bin ich auch wirklich darauf reingefallen und wunderte mich noch dass es so lange hell blieb, obwohl es schon recht spät war.
Ob ich dieses Lokal nochmals aufsuchen werde hängt davon ab, ob es einen weiteren Stammtisch von Ciao geben wird. Es hat mir zwar gefallen, aber ich kenne in Köln viele gute Adressen, die mir dann doch etwas besser gefallen.
Über den Ciao Stammtisch gestern Abend zu Köln hier zu berichten wäre der falsche Platz, weshalb ich meinen Bericht dazu in die entsprechende Kategorie gesetzt habe.

© Papa_Santano am 11,03,2002 für YOPI, im Original bei Ciao

27 Bewertungen, 8 Kommentare

  • bachelor

    14.05.2002, 15:16 Uhr von bachelor
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr gelungener Bericht bis auf die Stelle, dass Kölsch "Pippiwasser" ist! :-) Grüsse. Alex

  • TheGreatMaster

    14.03.2002, 00:56 Uhr von TheGreatMaster
    Bewertung: sehr hilfreich

    Obs Kölsch oder Alt ist, daß sind beides keine Biere im Vergleich zu unserem Krombacher! *g* Gut das Du nicht über den Ciao Stammtisch hier noch berichtet hast, denn Du hast recht, den interessiert hier wirklich niemanden. Gruß TheGre

  • skorpion99

    13.03.2002, 20:57 Uhr von skorpion99
    Bewertung: weniger hilfreich

    Was ist eigentlich dieses ciao, wovon Du andauernd redest, ist das ein Gericht auf der Speisenkarte (vielleicht ein holländisches Wort für Schweinshaxe?), oder heißt die Toilettenfrau so mit Vornamen, oder, oder, oder. Du siehst Sascha, zuv

  • Ricke

    13.03.2002, 19:20 Uhr von Ricke
    Bewertung: sehr hilfreich

    Das hab ich doch schon alles erfahren. Grüsse von Ricke

  • anonym

    13.03.2002, 18:55 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    schön ausführlich, man liest sich, gruß mibod

  • Sor2cerer

    13.03.2002, 18:02 Uhr von Sor2cerer
    Bewertung: sehr hilfreich

    Jep dies war ein schöner Abend, wäre aber mit besserem personal noch besser geworden ;) Ciao Sor2cerer

  • Knutschbaer

    13.03.2002, 18:02 Uhr von Knutschbaer
    Bewertung: sehr hilfreich

    hmm, und das kenn ich net? Ich kenn eigentlich nur das Gaffels, das Früh und den Biergarten von .. ähm, weiss gar nicht mehr wer das war. Aber eins haben sie alle gleich: das Bier schmeckt net ;-)

  • bianca24

    13.03.2002, 18:01 Uhr von bianca24
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hä? Du gibst eine schlechte Wertung, obwohl Du "alles in allem zufrieden" warst? Versteh ich jetzt nicht. Liebe Grüße, Bianca PS: Du postest ja wie von Sinnen - da kommt ja keiner nach...