Bregenz Testbericht

No-product-image
ab 61,83
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003

5 Sterne
(2)
4 Sterne
(3)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von dottigross_juliaa

Dotti ist kein faules Stück...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Ich möchte in diesem Bericht hauptsächlich über die Pfänderbahn schreiben, weil sie - wie ich finde - die *Hauptattraktion* von Bregenz ist. Leider kann ich hier keine Unterkategorie anlegen, also bitte ich euch, diese *Fahrlässigkeit* zu entschuldigen. - Da ich diesen Ausflug letztes Jahr machte, liegen mir leider nur die DM-Preise vor. Informationen können aber jederzeit unter www.pfaender.at eingeholt werden.
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++


Dotti schreibt einen Bericht über die Pfänderbahn. Das ist eine Kabinenbahn im österreichischen Vorarlberg bei Bregenz am Bodensee. Und wer jetzt glaubt, Dotti ist ein faules Stück, weil sie immer nur die Berge rauf fährt, anstatt sie zu bewandern, der irrt. Sie hat nur das wahnsinnige Glück Berufliches mit Privatem verbinden zu können. In dem Fall heißt das, dass sie verschiedene touristische Einrichtungen kostenlos benutzen... ähm... sagen wir mal testen kann. Und da sie gerade Urlaub hatte, nutzte sie die Gelegenheit schamlos aus. *lach*


Bregenz
+++++++

Bregenz liegt unmittelbar am Bodensee auf österreichischer Seite im landschaftlich sehr reizvollen Vorarlberg. Von Deutschland aus kommend erreicht man die Stadt am besten über die Autobahn aus Richtung Lindau. Das Problem dabei ist allerdings, dass man auch für das kurze Stück eine Autobahnvignette braucht. Solange diese Regelung noch Bestand hat, quält sich also der Straßenverkehr überwiegend durch die Stadt Lindau und auf der Landstraße - direkt am See entlang - nach Bregenz. Die offiziellen Routen wären: via Stuttgart-Singen-Meersburg-Lindau-Bregenz oder via Augsburg-München-Kempten-Lindau-Bregenz. Für die österreichischen Gäste: via Innsbruck-Landeck-Arlbergstraßentunnel oder Arlbergpaß. Und für die Schweizer: via Innsbruck-Landeck-Arlbergstraßentunnel oder Arlbergpass. Aus allen drei Ländern gibt es auch zahlreiche Möglichkeiten der Bahnanreise.

Bregenz selbst hat - abgesehen von der herrlichen Lage am Bodensee - auch einige Sehenswürdigkeiten zu bieten. Am See befindet sich die Seepromenade, das Festspiel- und Kongresshaus und das Kunsthaus Bregenz (KUB). In der Stadt gibt es den Kornmarktplatz, das Vorarlberger Landesmuseum, das Theater am Kornmarkt, das Rathaus, Leutbühel, Vorarlberger Landhaus und noch vieles mehr. Wer Näheres darüber erfahren will, kann unter www.bregenz.at nachschauen oder als interessante Alternative kann ich auch die Homepage des Bregenzer Bürgernetzes unter www.bbn.at/freizeit empfehlen.


Der Pfänder
+++++++++

Der Pfänder ist der Hausberg von Bregenz und bietet mit seinen nur 1064 m einen einzigartigen Blick über den Bodensee, Österreich, Deutschland, die Schweiz und angeblich 240 m Alpengipfel. Ich habe sie nicht nachgezählt, obwohl die Sicht an meinem Ausflugstag traumhaft war. Schaut man in Richtung Bodensee, der mit seiner Länge von ca. 63 km und seiner Breite von ungefähr 14 km ein wunderschönes Motiv abgibt, sollte man seinen Blick nicht unbedingt über Bregenz selbst schweifen lassen. Dort zeigt sich eine nicht sonderlich reizvolle Architektur sowie ein großer Güterbahnhof und ein Industriegebiet. Doch der Blick Richtung Deutschland, mit der Bodenseeinsel Lindau - bei guter Sicht bis weit hinunter nach Meersburg -, lohnt sich allemal. Wenn man Glück hat, sieht man sogar einen Zeppelin über dem See aufsteigen. Denn im Friedrichshafener Werk werden noch heute (oder gerade heute!!!) Zeppeline gebaut und in die Luft geschickt.


Die Pfänderbahn
+++++++++++++

Am Fuße des Pfänders - direkt in Bregenz - befindet sich die Talstation der Pfänderbahn. Es sind zahlreiche gebührenpflichtige Parkplätze in den Seitenstraßen rund um die Station vorhanden. Die Parkautomaten nehmen sowohl Schillinge als auch D-Mark und Franken. Die Parkgebühren sind davon abhängig, wie weit man jeweils von der Talstation entfernt ist. *Je näher, destro teurer* heißt die Devise. Wir waren im Parkbereich B und zahlten für ungefähr fünf Stunden fünf Mark. Außerdem gibt es ein Pfänderbahn-Parkhaus in der Schillerstraße. Wer mit dem Schiff anreist, läuft etwa fünf Minuten; vom Hauptbahnhof sind es ungefähr 15 Gehminuten bis zur Talstation.

Die Fahrpreise für Erwachsene beträgt für die Berg- und Talfhart 130.- Schilling, umgerechnet 19.- DM. Reist man mit dem Schiff an, erhält jeder Fahrgast eine Ermäßigung von einer Mark. Die einmalige Berg- oder Talfahrt kostet 75.- öS/10.90 DM (ermäßigt 10.40 DM). Senioren ab 61 Jahren zahlen für die Berg- und Talfahrt 13.- öS bzw. 1.90 DM weniger. Jugendliche im Alter von 16 bis 19 Jahre müssen immerhin noch 104.- öS bzw. 15.20 DM berappen. Die weiteren Preise für Kinder von 6 bis 15 Jahre, Familienkarten oder Reisegruppen bzw. Schulklassen kann man unter www.pfaenderbahn.at oder unter Tel. 0043/5574/421160-0 erfragen.
Die Fahrzeit ist täglich von 9 bis 19 Uhr. Vom 5. bis zum 23. November 2001 ist eine Betriebsruhe geplant. Wer dieses Jahr also noch einen Ausflug dort hin machen möchte, sollte dies berücksichtigen.

Eine (von zwei) Fahrgastkabinen befördert maximal 40 Pesonen. Die Fahrdauer beträgt ungefähr sechs Minuten. Dabei werden 642 Höhenmeter zurück gelegt. Die Steigung beträgt max. 53 Prozent und die Fahrgeschwindigkeit ist mit 7 m/s angegeben.

Oben angekommen gibt es mehrere Möglichkeiten, sich die Zeit zu vertreiben. Das Pfändergebiet hat eine Vielzahl von landschaftlich reizvollen Wander- und Radfahrwegen zu bieten. Während der gesamten Betriebszeit befördert die Pfänderbahn auch Fahrräder, allerdings nur von 9 bis 10 und 18 bis 19 Uhr kostenlos! An der Kasse der Pfänderbahn erhält man eine Broschüre mit den zehn schönsten Radtouren. Wer lieber wandert, sollte sich schon in Bregenz eine Wanderkarte besorgen, denn die Karten, die im Bergkiosk angeboten werden, sind leicht überteuert. Die Wanderwege sind gut ausgebaut und überwiegend geteert. Es gibt auch einen sogenannter Käselehrpfad mit Schautafeln zur Käseerzeugung und Besichtigung einer Käserei (Anmeldung erforderlich!), die vor allem für Schulklassen interessant sein sollte.

Unmittelbar an der Bergstation befindet sich ein kostenloser Alpenwildpark. Dort sind heimische Wildtiere untergebracht, wie z.B. Steinböcke, Muffelwild, Murmeltiere, Wildschweine und Rotwild. Der Rundgang durch den Park wird mit 30 Minuten angegeben. Wir haben uns jedoch etwas länger beim Hängebauchschwein-Nachwuchs aufgehalten und einige Fotos gemacht. Das hat immerhin eine Stunde in Anspruch genommen.

Das Selbstbedienungsrestaurant *Berghaus Pfänder* hat in der Sommersaison täglich von 9.30 bis 18.30 Uhr geöffnet. Es hat eine Aussichtsterrasse mit Blick über das Rotwildgehege und befindet sich direkt neben der Bergstation und ist auch für Rollstuhlfahrer bestens zugänglich.

In unmittelbarer Nähe kann man in der Adlerwarte für 48.- öS bzw. 7.- DM (Kinder bis 15 J. 25.- öS/3.70 DM) eine 40-minütige Vorführung erleben. Vom 1. Mai bis 3. Oktober finden jeweils um 11 und 14.30 Uhr Flugshows mit diversen Greifvögeln (z.B. Wanderfalke, Luggerfalke, Roter Milan, Uhu, Steinadler...) statt. Dort erfährt man vom Falkner Interessantes über das Verhalten und die Lebensgewohnheiten der teilweise bedrohten Tiere. Infos unter www.pfaender.at

Wem das alles zu anstrengend ist, kann sich auch auf der großzügigen Terrasse der Pfänderbahn entspannen. Das Gesicht Richtung Sonne, den Blick über die verschneiten Berge oder hinab zum Bodensee. Spätestens das leichte Vibrieren der abfahrenden Bahn mahnt einen zum Aufbruch...

++++++

Zurück zur Talstation, hoch über den Wipfeln der Bäume! Wer noch nicht genug hat, kann da Pfänderbahn-Museum besuchen, dass sich an der Rückseite des Pfänderbahn-Gebäudes befindet. Der Eintritt ist kostenlos. Dort wird Bildmaterial und Ausstellungsstücke von den Bahn auf den Pfänder gezeigt - von Jahrhundertwende bis in die Gegenwart.

So, das war’s auch schon wieder. Ich hoffe, ich konnte euch ein weiteres schönes Ausflugsziel - diesmal etwas außerhalb des Allgäus - vorstellen.

12 Bewertungen