Brennessel Testbericht
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Summe aller Bewertungen
- Geschmack:
Erfahrungsbericht von schraddel
Brennesseln, das verkannte Gewürz
Pro:
Weitgehend naturbelassen und sehr aromatisch; Abwechslung auf dem Tisch
Kontra:
hoher Preis
Empfehlung:
Ja
Vor einigen Jahren bereits habe ich mir in einem Bioladen getrocknete Brennesseln gekauft, um sie als Suppengewürz einzusetzen, und war von dem Geschmack nicht begeistert. Das, was ich damals erhielt, schmeckte wie Stroh, und hat mich so enttäuscht, dass ich jahrelang keine Brennesseln mehr versucht habe. Das war ein Fehler, wie sich jetzt herausstellte.
Vor Kurzem habe ich eine kleinere Lebensmittelbestellung bei \"Brot und Butter\" (das ist eine Tochtergesellschaft des bekannten Versenders Manufactum) aufgegeben, und fand in deren Katalog eingelegte Brennesseln aus Frankreich. Aus reiner Neugierde bestellte ich ein Glas mit.
Inzwischen habe ich diese eingelegten Brennesseln auf verschiedene Art und Weise verwendet, zum Beispiel als Brotauflage zu einem Wurstbrot oder als Gewürz in einem Wurstsalat. Auch zum Schweinebraten machen sie sich in der Soße ganz gut, oder man macht sich ein Brennessel-Omelette.
Geschmacklich würde ich sie als scharf bezeichnen, mit einem leicht nussigen Einschlag. Wenn man Brennesseln als Gewürz benutzt, sollte man auf jeden Fall auf den Pfeffer verzichten; die Pflanzen liefern die scharfe Würze bereits selber mit. Die Sorte, die von \"Brot und Butter\" (www.brot-und-butter.de) verkauft wird, scheint recht sanft blanchiert worden zu sein, und hinterlässt auf der Zunge einen leicht prickelnden Nachgeschmack, der vom Gefühl her noch ein wenig an das Brennen einer frischen Brennessel erinnert, aber nicht unangenehm ist, wenn man auch sonst scharfe Speisen bevorzugt.
Wenn man die Brennesseln erhitzen muss, zum Beispiel für eine Bratensoße oder ein Omelett, sollte man sie erst gegen Ende des Kochvorgangs zufügen, da sie sonst zum Verbrennen neigen. Überhaupt ist es ratsam, sie sehr sparsam zu dosieren; es spricht jedoch nichts dagegen, sich auch mal ein Butter- oder Margarinebrot statt mit Schnittlauch mit Brennesseln aus dem Glas zu machen.
Brennesseln sollen angeblich sehr mineralstoffeich sein, und die Verdauung ausgleichen. Sie eignen sich auch anstelle des Salzherings als Katerfrühstück nach einer Nacht, in der es etwas länger geworden ist, sagt man.
Nach meiner Enttäuschung mit der getrockneten Version bin ich inzwischen davon überzeugt, dass man Brennesseln durchaus essen kann, und die angenehme Wirkung auf die komplette Verdauung kann ich nur bestätigen. Schade, dass dieses Gemüse so schwer erhältlich ist; bei \"Brot und Butter\" kostet ein 180-Gramm-Glas immerhin acht Euro, und dazu kommen noch die Versandkosten. Für eine Einzelbestellung also kaum lohnenswert.
Der Preis relativiert sich allerdings dadurch, dass man wirklich nur kleine Mengen braucht, und auch nicht täglich sein Essen mit Brennesseln würzt. Hygienisches Arbeiten ist allerdings angesagt. Brennesseln bringen zwar ihre eigenen Konservierungsstoffe mit; man sollte jedoch trotzdem nicht mit bereits abgeleckten Löffeln und Gabeln im Glas herumstochern, da man sonst Schimmelpilze einschleppt, die auch im Kühlschrank prächtig gedeihen.
Ich würde sagen: Einfach mal ausprobieren. Außer \"Brot und Butter\" gibt es sicher noch andere Anbieter von eingelegten Brennesseln. Schaut einfach mal im nächsten Bioladen oder Reformhaus vorbei.
Schraddel
Vor Kurzem habe ich eine kleinere Lebensmittelbestellung bei \"Brot und Butter\" (das ist eine Tochtergesellschaft des bekannten Versenders Manufactum) aufgegeben, und fand in deren Katalog eingelegte Brennesseln aus Frankreich. Aus reiner Neugierde bestellte ich ein Glas mit.
Inzwischen habe ich diese eingelegten Brennesseln auf verschiedene Art und Weise verwendet, zum Beispiel als Brotauflage zu einem Wurstbrot oder als Gewürz in einem Wurstsalat. Auch zum Schweinebraten machen sie sich in der Soße ganz gut, oder man macht sich ein Brennessel-Omelette.
Geschmacklich würde ich sie als scharf bezeichnen, mit einem leicht nussigen Einschlag. Wenn man Brennesseln als Gewürz benutzt, sollte man auf jeden Fall auf den Pfeffer verzichten; die Pflanzen liefern die scharfe Würze bereits selber mit. Die Sorte, die von \"Brot und Butter\" (www.brot-und-butter.de) verkauft wird, scheint recht sanft blanchiert worden zu sein, und hinterlässt auf der Zunge einen leicht prickelnden Nachgeschmack, der vom Gefühl her noch ein wenig an das Brennen einer frischen Brennessel erinnert, aber nicht unangenehm ist, wenn man auch sonst scharfe Speisen bevorzugt.
Wenn man die Brennesseln erhitzen muss, zum Beispiel für eine Bratensoße oder ein Omelett, sollte man sie erst gegen Ende des Kochvorgangs zufügen, da sie sonst zum Verbrennen neigen. Überhaupt ist es ratsam, sie sehr sparsam zu dosieren; es spricht jedoch nichts dagegen, sich auch mal ein Butter- oder Margarinebrot statt mit Schnittlauch mit Brennesseln aus dem Glas zu machen.
Brennesseln sollen angeblich sehr mineralstoffeich sein, und die Verdauung ausgleichen. Sie eignen sich auch anstelle des Salzherings als Katerfrühstück nach einer Nacht, in der es etwas länger geworden ist, sagt man.
Nach meiner Enttäuschung mit der getrockneten Version bin ich inzwischen davon überzeugt, dass man Brennesseln durchaus essen kann, und die angenehme Wirkung auf die komplette Verdauung kann ich nur bestätigen. Schade, dass dieses Gemüse so schwer erhältlich ist; bei \"Brot und Butter\" kostet ein 180-Gramm-Glas immerhin acht Euro, und dazu kommen noch die Versandkosten. Für eine Einzelbestellung also kaum lohnenswert.
Der Preis relativiert sich allerdings dadurch, dass man wirklich nur kleine Mengen braucht, und auch nicht täglich sein Essen mit Brennesseln würzt. Hygienisches Arbeiten ist allerdings angesagt. Brennesseln bringen zwar ihre eigenen Konservierungsstoffe mit; man sollte jedoch trotzdem nicht mit bereits abgeleckten Löffeln und Gabeln im Glas herumstochern, da man sonst Schimmelpilze einschleppt, die auch im Kühlschrank prächtig gedeihen.
Ich würde sagen: Einfach mal ausprobieren. Außer \"Brot und Butter\" gibt es sicher noch andere Anbieter von eingelegten Brennesseln. Schaut einfach mal im nächsten Bioladen oder Reformhaus vorbei.
Schraddel
14 Bewertungen, 1 Kommentar
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03.03.2005, 18:06 Uhr von EvolutionEight
Bewertung: sehr hilfreichToller Bericht! Ich trinke mit Vorliebe Brennesseltee. Der treibt schön! mfG
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