Bretagne Testbericht




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Auf yopi.de gelistet seit 10/2008
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Erfahrungsbericht von CocoK
Schönheit pur
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Einleitung
°°°°°°°°°°°
Jahr für Jahr zieht es tausende von Urlaubern in den äußersten Westen Frankreichs. Sie suchen hier nicht die überfüllten Badestrände, wie man sie im Süden des Landes gerade am Mittelmeehr antrifft. Sie werden immer wieder von der Faszination für eine Landschaft angezogen, die jedes Jahr aufs Neue durch ihre Vielfalt die Menschen begeistert, wo das Meer durch Ebbe und Flut, also durch seine Veränderungen den Tagesablaufso bestimmt wie wohl kaum irgendwo sonst. Für manche zeigt sich die ganze Schönheit der Küste bei Flut, manche aber finden die Zeit des Niedrigwassers genauso attraktiv, dann nämlich, wenn das Wasser Sandflächen freigibt und sich überall die Menschen auf den Weg „ins Meer“ machen, um nach Krabben, Muscheln oder sonst irgendwie Essbarem zu suchen. Auch ich bin seit Jahren Fan dieser einmaligen Landschaft, der Bretagne nämlich.....
Das Land und das Meer
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Insgesamt 2500 km Küste prägen das Land, wobei aber auch das Landesinnere seine besonderen Reize hat. Reist man entlang der Küste, so wird man immer wieder die unterschiedlichsten Landschaften antreffen. Während es an der Westseite der Halbinsel dunkle, zerklüftete Klippen, vorgelagerte Inseln, Felsen und Riffe sind, die eine Landschaft mit einmaliger Wildheit zaubern, so ist es im Norden in der Nähe von Ploumanac’h, Trégastel und Cap Fréhel der rötliche Sandstein, der der Küste ein unvergessliches und einmaliges Gesicht verleiht. Wieder ganz anders der Golf von Morbihan mit seinen Inseln oder aber die Buchten zwischen Rance und Loire, die gerade bei Flut ein herrliches Bild abgeben. Wie man sieht, ist es eine Küste voller Kontraste. Aber gerade das macht wohl den Reiz dieser Landschaft aus. Die Menschen an der Küste leben schon immer (wie könnte es auch anders sein) vom Meer. Auf der einen Seite gibt es immer noch den Fischfang, der sich aber längst nicht mehr auf die Küstenregion der Bretagne beschränkt. Schon lange werden die Köstlichkeiten wie Krebse, Seespinnen oder Langusten auf allen Weltmeeren gefischt, da der Bestand an der bretonischen Küste nach und nach schwindet, dieses Meeresgetier aber nach wie vor auf allen Speisekarten der Bretagne steht. Auf der anderen Seite hat sich der Tourismus einen festen Platz als Einnahmequelle erobert. Gott sei Dank wurden in der Bretagne aber nicht die Fehler gemacht und die im Süden häufig anzutreffenden Bettenburgen errichtet. Hier ist alles beschaulicher und es dominieren auch in den stark frequentierten Urlaubsorten die Familienbetriebe.
Abseits der Badestrände, häufig nur wenige Kilometer im Landesinneren findet der interessierte Besucher das andere Gesicht der Bretagne. Hier liegen die beschaulichen Dörfer mit ihren kleinen Kirchen und Marktplätzen. Gerade die überall noch erhaltenen alten Steinhäuser laden zum Bummeln in den alten Städtchen ein. Ein besonderes Highlight ist sicherlich Locronan ganz im Westen gelegen. Das Dorf, das schon oft als Filmkulisse „herhalten“ musste (unter anderem für Polanskis Tess), versetzt den Besucher wirklich zurück ins Mittelalter. Kein Autoverkehr stört das Bild, während vor der Kirche gedrechselt wird und man in den historischen Gebäuden Töpferwaren oder Tuche, die nach alter Tradition hergestellt wurden, erstehen kann. Leider ist die Stadt mitlerweile ein so großer Anziehungspunkt für Touristen geworden, dass gerade während der Hochsaison tausende von Besuchern die Stadt nicht zur Ruhe kommen lassen. Diese altertümlichen Orte wie das erwähnte Locronan, Dinan oder Quimper, ganz zu schweigen von dem wieder sehr schön aufgebauten St-Malo, sind natülich nicht zu übertreffen, trotzdem kann man immer wieder auch abseits der Hauptverkehrswege kleine noch fast unberührte Ortschaften entdecken, die einen Stopp lohnen.
Kommt man zum ersten Mal in die Bretagne, wird man vielleicht erstaunt sein über die Vielzahl der noch gut erhaltenen Burgen, Schlösser und Befestigungsanlagen. Hier sollte man sich, wenn es einem möglich ist, das Schloss von Combourg und die Burg von Dinan ansehen. Sie sind sehr gut erhalten.
Meine letzte Reise
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Die letzte Reise, die ich durch die Bretagne unternommen habe, führte an den Küsten des Nordens vorbei bis in die Gegend von Brest und dann weiter an die Südküste bis vor die Tore von La Baule. Ausgangspunkt der Rundreise war wie schon ein paar Male vorher der Mont - Saint – Michel. Streng genommen gehört dieser berühmte Klosterberg noch zur Normandie, aber ich denke er ist ein Muss bei jedem Bretagne – Besuch. Unvergesslich das Bild, wenn die rot untergehende Sonne die Insel als Silhouette erscheinen läßt. Für die Besichtigung des Mont sollte man sich Zeit nehmen und auf jeden Fall bis ganz nach oben zum Kloster steigen.
Vom Mont Saint Michel aus ging es an der Küste entlang in Richtung Cote de Granit Rose. Hier ist es die einmalig schöne Küste mit den rosa schimmernden Granitfelsen und den feinen Sandstränden, die den Reiz dieser Region ausmachen. Hier ist besonders der Abschnitt zwischen Perros-Guirec und Trébeurden empfehlenswert. Auf jeden Fall sollte man hier eine Wanderung entlang der Granitblöcke, die so phantasievolle Namen wie „Napoleons Hut“, „Wachsoldat“, „Schildkröte“ oder „Korkenzieher“ tragen, unternehmen. Gerade zur Abendzeit ein besonderes Erlebnis.
Gerade am Nordrand der Bretagne bieten sich noch etliche Küstenabschnitte an, die besonders sehenswert sind und für Liebhaber von Leuchttürmen ein wahres Eldorado. Wir aber sind durchs Landesinnere in den Südwesten gefahren, um hier unter anderem Locronan zu besuchen. Auf dem Weg liegt eine der berühmtesten Kirchen der Bretagne mit der schönsten Calvarie, die mit sehr ausdruckstarken Skulpturen die Leidensgeschichte Christi erzählt.
Wie oben schon kurz angedeutet ist Locronan ein Städtchen, in dem die Zeit stehengeblieben zu sein scheint. Angenehm, dass wirklich alle Autos außerhalb der Stadt parken, so dass in der Innenstadt kein Lärm und keine Abgase störend wirken können.
Eines der nächsten Highlights war die im Südwesten gelegene Stadt Quimper. Während wir sonst häufig auf Stellplätzen, die es in der Bretagne in großer Zahl und an den schönsten Orten gibt, übernachten, haben wir uns hier für einen Schlosscampingplatz entschieden. Von diesen Plätzen gibt es in Frankreich eine ganze Menge, und die kann man nur empfehlen. Von Quimper aus geht es weiter an die Südküste, wo wir wieder ein paar Strandtage einlegen, da das Wetter mitspielt. Penmarc’h, Beg Meil und Concarneau sind weitere Stationen unserer Reise, wobei uns besonders Concarneau beeindruckt. Die kleine Altstadt, die Ville close, wird von einer fast komplett begehbaren Stadtmauer umgeben und bieten den besten Eindruck von der über 1000 Jahre alten Anlage. Die Fußgängergassen innerhalb der Stadtmauern werden von Souveniergeschäften, Restaurants und Crêperien gesäumt und die Urlauber strömen zu Hunderten durch die Stadt. Deshalb sollte man sich die Tageszeit genau überlegen, zu der man die Stadt besucht. Ich habe immer wieder festgestellt, dass man an solchen Orten in den Morgenstunden in der Regel nicht so viele Touristen antrifft. Westlich von Concarneau gibt es herrliche Badestrände mit feinem weißen Sand, leichten Dünen und kleinen felsigen Partien. Kleine Straßen führen fast direkt bis ans Meer, so dass man auch zum Surfen verschiedene Plätze findet, die man mit dem Auto ansteuern kann.
Von Beg Meil aus ging’s weiter Richtung La Baule. In La Turballe suchten wir uns einen schönen Stellplatz direkt am Meer, von dem wir das Sumpfgebiet Grande Bière erkundeten. Eine Kahnfahrt und natürlich ein Besuch eines typischen Dorfes mit strohgedeckten Häusern stehen ebenso auf dem Programm wie ein Ausflug zu Fuß, bei dem man hervorragend die Vogelwelt beobachten kann. Für uns ist es nicht die erste Bretagnereise, die hier langsam zu Ende geht. Es wird auch bestimmt nicht die letzte sein.
Wer Fotos sehen will : www.cocos-fotowelt.de.vu
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Jahr für Jahr zieht es tausende von Urlaubern in den äußersten Westen Frankreichs. Sie suchen hier nicht die überfüllten Badestrände, wie man sie im Süden des Landes gerade am Mittelmeehr antrifft. Sie werden immer wieder von der Faszination für eine Landschaft angezogen, die jedes Jahr aufs Neue durch ihre Vielfalt die Menschen begeistert, wo das Meer durch Ebbe und Flut, also durch seine Veränderungen den Tagesablaufso bestimmt wie wohl kaum irgendwo sonst. Für manche zeigt sich die ganze Schönheit der Küste bei Flut, manche aber finden die Zeit des Niedrigwassers genauso attraktiv, dann nämlich, wenn das Wasser Sandflächen freigibt und sich überall die Menschen auf den Weg „ins Meer“ machen, um nach Krabben, Muscheln oder sonst irgendwie Essbarem zu suchen. Auch ich bin seit Jahren Fan dieser einmaligen Landschaft, der Bretagne nämlich.....
Das Land und das Meer
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Insgesamt 2500 km Küste prägen das Land, wobei aber auch das Landesinnere seine besonderen Reize hat. Reist man entlang der Küste, so wird man immer wieder die unterschiedlichsten Landschaften antreffen. Während es an der Westseite der Halbinsel dunkle, zerklüftete Klippen, vorgelagerte Inseln, Felsen und Riffe sind, die eine Landschaft mit einmaliger Wildheit zaubern, so ist es im Norden in der Nähe von Ploumanac’h, Trégastel und Cap Fréhel der rötliche Sandstein, der der Küste ein unvergessliches und einmaliges Gesicht verleiht. Wieder ganz anders der Golf von Morbihan mit seinen Inseln oder aber die Buchten zwischen Rance und Loire, die gerade bei Flut ein herrliches Bild abgeben. Wie man sieht, ist es eine Küste voller Kontraste. Aber gerade das macht wohl den Reiz dieser Landschaft aus. Die Menschen an der Küste leben schon immer (wie könnte es auch anders sein) vom Meer. Auf der einen Seite gibt es immer noch den Fischfang, der sich aber längst nicht mehr auf die Küstenregion der Bretagne beschränkt. Schon lange werden die Köstlichkeiten wie Krebse, Seespinnen oder Langusten auf allen Weltmeeren gefischt, da der Bestand an der bretonischen Küste nach und nach schwindet, dieses Meeresgetier aber nach wie vor auf allen Speisekarten der Bretagne steht. Auf der anderen Seite hat sich der Tourismus einen festen Platz als Einnahmequelle erobert. Gott sei Dank wurden in der Bretagne aber nicht die Fehler gemacht und die im Süden häufig anzutreffenden Bettenburgen errichtet. Hier ist alles beschaulicher und es dominieren auch in den stark frequentierten Urlaubsorten die Familienbetriebe.
Abseits der Badestrände, häufig nur wenige Kilometer im Landesinneren findet der interessierte Besucher das andere Gesicht der Bretagne. Hier liegen die beschaulichen Dörfer mit ihren kleinen Kirchen und Marktplätzen. Gerade die überall noch erhaltenen alten Steinhäuser laden zum Bummeln in den alten Städtchen ein. Ein besonderes Highlight ist sicherlich Locronan ganz im Westen gelegen. Das Dorf, das schon oft als Filmkulisse „herhalten“ musste (unter anderem für Polanskis Tess), versetzt den Besucher wirklich zurück ins Mittelalter. Kein Autoverkehr stört das Bild, während vor der Kirche gedrechselt wird und man in den historischen Gebäuden Töpferwaren oder Tuche, die nach alter Tradition hergestellt wurden, erstehen kann. Leider ist die Stadt mitlerweile ein so großer Anziehungspunkt für Touristen geworden, dass gerade während der Hochsaison tausende von Besuchern die Stadt nicht zur Ruhe kommen lassen. Diese altertümlichen Orte wie das erwähnte Locronan, Dinan oder Quimper, ganz zu schweigen von dem wieder sehr schön aufgebauten St-Malo, sind natülich nicht zu übertreffen, trotzdem kann man immer wieder auch abseits der Hauptverkehrswege kleine noch fast unberührte Ortschaften entdecken, die einen Stopp lohnen.
Kommt man zum ersten Mal in die Bretagne, wird man vielleicht erstaunt sein über die Vielzahl der noch gut erhaltenen Burgen, Schlösser und Befestigungsanlagen. Hier sollte man sich, wenn es einem möglich ist, das Schloss von Combourg und die Burg von Dinan ansehen. Sie sind sehr gut erhalten.
Meine letzte Reise
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Die letzte Reise, die ich durch die Bretagne unternommen habe, führte an den Küsten des Nordens vorbei bis in die Gegend von Brest und dann weiter an die Südküste bis vor die Tore von La Baule. Ausgangspunkt der Rundreise war wie schon ein paar Male vorher der Mont - Saint – Michel. Streng genommen gehört dieser berühmte Klosterberg noch zur Normandie, aber ich denke er ist ein Muss bei jedem Bretagne – Besuch. Unvergesslich das Bild, wenn die rot untergehende Sonne die Insel als Silhouette erscheinen läßt. Für die Besichtigung des Mont sollte man sich Zeit nehmen und auf jeden Fall bis ganz nach oben zum Kloster steigen.
Vom Mont Saint Michel aus ging es an der Küste entlang in Richtung Cote de Granit Rose. Hier ist es die einmalig schöne Küste mit den rosa schimmernden Granitfelsen und den feinen Sandstränden, die den Reiz dieser Region ausmachen. Hier ist besonders der Abschnitt zwischen Perros-Guirec und Trébeurden empfehlenswert. Auf jeden Fall sollte man hier eine Wanderung entlang der Granitblöcke, die so phantasievolle Namen wie „Napoleons Hut“, „Wachsoldat“, „Schildkröte“ oder „Korkenzieher“ tragen, unternehmen. Gerade zur Abendzeit ein besonderes Erlebnis.
Gerade am Nordrand der Bretagne bieten sich noch etliche Küstenabschnitte an, die besonders sehenswert sind und für Liebhaber von Leuchttürmen ein wahres Eldorado. Wir aber sind durchs Landesinnere in den Südwesten gefahren, um hier unter anderem Locronan zu besuchen. Auf dem Weg liegt eine der berühmtesten Kirchen der Bretagne mit der schönsten Calvarie, die mit sehr ausdruckstarken Skulpturen die Leidensgeschichte Christi erzählt.
Wie oben schon kurz angedeutet ist Locronan ein Städtchen, in dem die Zeit stehengeblieben zu sein scheint. Angenehm, dass wirklich alle Autos außerhalb der Stadt parken, so dass in der Innenstadt kein Lärm und keine Abgase störend wirken können.
Eines der nächsten Highlights war die im Südwesten gelegene Stadt Quimper. Während wir sonst häufig auf Stellplätzen, die es in der Bretagne in großer Zahl und an den schönsten Orten gibt, übernachten, haben wir uns hier für einen Schlosscampingplatz entschieden. Von diesen Plätzen gibt es in Frankreich eine ganze Menge, und die kann man nur empfehlen. Von Quimper aus geht es weiter an die Südküste, wo wir wieder ein paar Strandtage einlegen, da das Wetter mitspielt. Penmarc’h, Beg Meil und Concarneau sind weitere Stationen unserer Reise, wobei uns besonders Concarneau beeindruckt. Die kleine Altstadt, die Ville close, wird von einer fast komplett begehbaren Stadtmauer umgeben und bieten den besten Eindruck von der über 1000 Jahre alten Anlage. Die Fußgängergassen innerhalb der Stadtmauern werden von Souveniergeschäften, Restaurants und Crêperien gesäumt und die Urlauber strömen zu Hunderten durch die Stadt. Deshalb sollte man sich die Tageszeit genau überlegen, zu der man die Stadt besucht. Ich habe immer wieder festgestellt, dass man an solchen Orten in den Morgenstunden in der Regel nicht so viele Touristen antrifft. Westlich von Concarneau gibt es herrliche Badestrände mit feinem weißen Sand, leichten Dünen und kleinen felsigen Partien. Kleine Straßen führen fast direkt bis ans Meer, so dass man auch zum Surfen verschiedene Plätze findet, die man mit dem Auto ansteuern kann.
Von Beg Meil aus ging’s weiter Richtung La Baule. In La Turballe suchten wir uns einen schönen Stellplatz direkt am Meer, von dem wir das Sumpfgebiet Grande Bière erkundeten. Eine Kahnfahrt und natürlich ein Besuch eines typischen Dorfes mit strohgedeckten Häusern stehen ebenso auf dem Programm wie ein Ausflug zu Fuß, bei dem man hervorragend die Vogelwelt beobachten kann. Für uns ist es nicht die erste Bretagnereise, die hier langsam zu Ende geht. Es wird auch bestimmt nicht die letzte sein.
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